NASA-Sonde soll mit Asteroiden kollidieren

  • Auf dem Spiel stehe die zukünftige Sicherheit der Erde, sagt Clayton Kachele. Er ist bei der US-Raumfahrtbehörde (NASA) für die Mission „Dart“ verantwortlich, bei der erstmals eine Sonde die Flugbahn eines Asteroiden verändern soll. Der Start ist für morgen geplant. Kommenden Oktober soll sie dann gezielt kollidieren.

    Interessant, wusste gar nicht, dass in der Hinsicht aktiv was getan wird.


    Finde ich aber gut, dass zumindest hier Vorsorge getroffen wird, obwohl auf absehbare Zeit ja scheinbar keine Gefahr droht, soweit ich weiß.


    Aber irgendwie beunruhigt mich das Wort "sollte" in diesem Satz. :/^^

    Der Asteroid stellt derzeit den Berechnungen der NASA-Forscher zufolge keine Gefahr für die Erde dar – und die Mission ist so angelegt, dass der Asteroid auch nach dem Aufprall der Sonde keine Gefahr darstellen sollte.

  • Hab ich vor ein paar Tagen auch gelesen.
    Kann mir aber irgendwie nicht vorstellen, wie mit einer Sonde, die ja prinzipbedingt nur begrenzt Masse haben kann, einen Asteroiden mit 160m Durchmesser irgendwie deutlich von seiner Bahn abbringen könnte. 160m Durchmesser heißt bei einer (niedrig angesetzten) Dichte von 2,5 g/cm³ rund 10 Mio. Tonnen Masse. Selbst wenn es nur die Hälfte ist, muss der Asteroid in extremer Entfernung der Erde oder mit einer sehr hohen Differenzgeschwindigkeit der Sonde abgelenkt werden, damit das irgendwelche Erfolgsaussichten hat.

  • Die haben hoffentlich ein paar Sonden in Reserve, falls unvorstellbarerweise der Aufprall der Sonde doch "Gefahr darstellen" sollte...;)

  • Hab ich vor ein paar Tagen auch gelesen.
    Kann mir aber irgendwie nicht vorstellen, wie mit einer Sonde, die ja prinzipbedingt nur begrenzt Masse haben kann, einen Asteroiden mit 160m Durchmesser irgendwie deutlich von seiner Bahn abbringen könnte. 160m Durchmesser heißt bei einer (niedrig angesetzten) Dichte von 2,5 g/cm³ rund 10 Mio. Tonnen Masse. Selbst wenn es nur die Hälfte ist, muss der Asteroid in extremer Entfernung der Erde oder mit einer sehr hohen Differenzgeschwindigkeit der Sonde abgelenkt werden, damit das irgendwelche Erfolgsaussichten hat.

    Die Masse ist tatsächlich nur ca. die Hälfte, also 4,8 Mio Tonnen. Das aktuelle Experiment soll auch nur eine minimale Geschwindigkeitsänderung von 0,4 mm/s verursachen. Da man zu wenig weiß, wie Asteroiden aufgebaut sind und auf so einen Push reagieren, will man es einmal ausprobieren.

    Im Ernstfall mit einem echten Brocken auf Kollisionskurs müsste man zum einen möglichst früh = paar Jahre vor einem Einschlag reagieren und auch möglichst fette Kaliber verwenden.

  • Der Vorteil sind die Astronomischen Größenordnungen: Wenn ein Objekt auf direktem Kollisionskurs zur Erde ist reicht schon eine minimale abbremsung, wenn sie früh genug ist, das es die Erde verfehlt. auch eine Kursabweichung von einem halben grad macht schon einen riesiegen Unterschied.

    2021 ist in Deutschland das Jahr des Fischotters - das wird mein Jahr.;)

    aus DE B/BB

  • Der Vorteil sind die Astronomischen Größenordnungen: Wenn ein Objekt auf direktem Kollisionskurs zur Erde ist reicht schon eine minimale abbremsung, wenn sie früh genug ist, das es die Erde verfehlt. auch eine Kursabweichung von einem halben grad macht schon einen riesiegen Unterschied.

    Dieser Vorteil ist gleichzeitig auch ein Nachteil. Um etwas so früh schon abzulenken, muss man nämlich erstmal etwas dorthin befördern.

  • Das könnte man zukünftig schon vorrätig im Orbit Parken: Sateliten, mit etwas Weltraumschrott auf Ruhemasse kommen und bei bedarf unter maximaler beschleunigung dem Asteroiden in dem Weg geschossen werden. Ist noch Zukunftsmusik, aber wen die Raumfahrt günstiger wird...

    2021 ist in Deutschland das Jahr des Fischotters - das wird mein Jahr.;)

    aus DE B/BB

  • Mittlerweile sehe ich das um sich schmeissen mit Einweg-Raumfahrzeugen sehr kritisch :


    Man wird da für Zukünfige Generationen einen solchen Müllhaufen hinterlassen das man dann eher Raumpanzer statt Raumfahrzeuge benötgt...Wenn man sich anguckt was da aktuell schon als "wilde Müllkippe" entstanden ist :


    https://upload.wikimedia.org/w…s/5/51/Debris-LEO1280.jpg

    Aus dem Norden von DE bzw. dem Süden von ES gesendet

  • Man könnte doch irgendwie diese stelare Müllkippe als "Munitionslager" umfunktionieren.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Man könnte doch irgendwie diese stelare Müllkippe als "Munitionslager" umfunktionieren.

    Oder man nimmt die ganzen Plünnen und baut was vernünftiges draus. Da fliegt doch hochwertiges Material rum,von der Menge her reicht das für mehrere Mars-Missionen...

    Mittlerweile ist es wohl wirklich einfacher und wahrscheinlich billiger nur noch Produktionsmittel hochzuschiessen,das Zeug was bekannt durch den Orbit düst hat das Volumen von etwa 9000 Tonnen.

    Da geht schon was !

    Aus dem Norden von DE bzw. dem Süden von ES gesendet

  • Man wird da für Zukünfige Generationen einen solchen Müllhaufen hinterlassen das man dann eher Raumpanzer statt Raumfahrzeuge benötgt...Wenn man sich anguckt was da aktuell schon als "wilde Müllkippe" entstanden ist

    Sieh es mal so: Damit wird, mit etwas Kreativität, der Job des Abfallengsorgungstechnikers eine großartige Zukunft haben... Welches Berufsbild kann das schon von sich behaupten?

    aus DE gesendet... 

  • Mittlerweile sehe ich das um sich schmeissen mit Einweg-Raumfahrzeugen sehr kritisch

    Wobei man das den "jungen Wilden" in der Raumfahrtbranche nicht gerade vorwerfen kann: SpaceX und BlueOrigin arbeiten mit mehrfach verwendbaren Raketen. Es sind eher die alten etablierten staatlichen Raumfahrtagenturen NASA, ESA, Roskosmos etc. pp. die für das Meiste an Weltraumschrott verantwortlich sind, denn die haben derzeit gar nichts wiederverwendbares im Programm. Sie haben allesamt die Versuche von SpaceX, Raketen stehend zu landen, milde belächelt - inzwischen ist ihnen das Lachen vergangen. Die Falcon 9 kann konstruktiv bis zu 100 mal wiederverwendet werden, in der Praxis geht man von 30 Starts pro Gerät innerhalb von 10 Jahren aus. Es gibt F9-Booster, die haben schon 5 Flüge hinter sich. Auch sind es die privaten Anbieter, die als einzige auch die eigentlichen Raumschiffe/-kapseln mehrfach verwenden, während die staatlichen Agenturen ausnahmslos Einweg-Raumschiffe verwenden. Das vor Jahren eingestellte Shuttle-Programm kann kaum als Mehrweg-Raumschiff bezeichnet werden. Die Fähren wurden nach jedem Flug mehr oder weniger komplett zerlegt und neu aufgebaut. Die Prozedur war fast so teuer wie ein Neubau. Als das Shuttle-Projekt nach der Apollo-Ära geplant wurde, ging man von 10,5 Mio. Dollar Kosten pro Flug aus. Als das Programm in den 2011 eingestellt wurde, teilte man die Gesamtkosten durch die 135 Flüge und kam auf Kosten von 2,25 Mrd. Dollar (inflationsbereinigter Dollarkurs 2010)- pro Flug! Die letzten drei Apollo-Mondmissionen kosteten jeweils 1,8 Mrd. (2010er Dollarwert) und waren damit günstiger, als ein Shuttle-Flug... (Quelle: Bernd Leitenberger)

    Einmal editiert, zuletzt von tomduly ()

  • :thinking_face: wissen "die Nasa/ESA-Jungs" da vielleicht etwas, dass nicht für die restliche Weltbevölkerung bestimmt ist... noch nicht bestimmt ist :?: ;)


    Die NASA-Sonde zur Erprobung der Asteroidenabwehr ist gestern Morgen vom kalifornischen Weltraumbahnhof Vandenberg ins All gestartet.


    Hier so weit alle frei zugänglichen Informationen von der offiziellen Webseite der NASA. Die kleine Sonde wird von einer Falcon-9-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX (hier weitere Infos) transportiert.


    Der Liftoff erfolgte um 7.21 Uhr MEZ (22.21 Uhr Ortszeit). Rund 55 Minuten nach dem Abheben trennte sich die Raumsonde von der zweiten Raketenstufe in einem Abstand von 7350 Kilometern zur Erdoberfläche und sie soll in 11 Monaten mit etwa 24 000 Kilometern pro Stunde gegen den 160 Meter großen Begleiter des Doppelasteroiden Didymos prallen um dessen Umrundungszeit ca. 10 Minuten zu verlangsamen.

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

    536833-rufus-gif

  • Nicht notwendig, da verschwörungstheoretisch zu raunen. Im Weltall lässt sich nichts verstecken und geheim halten. Da sind Teleskope aus allen Ländern drauf gerichtet.

  • :thinking_face: wissen "die Nasa/ESA-Jungs" da vielleicht etwas, dass nicht für die restliche Weltbevölkerung bestimmt ist... noch nicht bestimmt ist :?: ;)

    So weit würde ich nicht gehen. Wir sind ja hier nicht in einem Hollywood-Streifen wie "Armageddon", wo zum Schluss Bruce Willis den Felsbrocken mit purer Willenskraft an der Erde vorbei kickt. Wenn sowas funktionieren soll, muss man vorher üben. Man kann nicht davon ausgehen, dass man sich so ein Manöver in der Theorie zusammenbastelt und dann klappt das auch beim ersten Versuch.

  • So weit würde ich nicht gehen. Wir sind ja hier nicht in einem Hollywood-Streifen wie "Armageddon", wo zum Schluss Bruce Willis den Felsbrocken mit purer Willenskraft an der Erde vorbei kickt. Wenn sowas funktionieren soll, muss man vorher üben. Man kann nicht davon ausgehen, dass man sich so ein Manöver in der Theorie zusammenbastelt und dann klappt das auch beim ersten Versuch.

    Und es wird auch nicht bei dieser einen Übung bleiben, da wird man noch viel mehr üben und vorbereiten müssen.
    In der Zwischenzeit ist es wichtig, dass die Suche nach potenziellen Asteroiden auf Kollisionskurs weitergeht. Von den richtig großen Brocken schätzt man, dass man schon über 90% identifiziert hat, aber von dem Kaliber, das mal eben so eine komplette Millionenstadt auslöschen könnte, schwirren geschätzt paar 100.000 unentdeckt herum.

  • Und es wird auch nicht bei dieser einen Übung bleiben, da wird man noch viel mehr üben und vorbereiten müssen.
    In der Zwischenzeit ist es wichtig, dass die Suche nach potenziellen Asteroiden auf Kollisionskurs weitergeht. Von den richtig großen Brocken schätzt man, dass man schon über 90% identifiziert hat, aber von dem Kaliber, das mal eben so eine komplette Millionenstadt auslöschen könnte, schwirren geschätzt paar 100.000 unentdeckt herum.

    Guter Artikel zum Thema:
    https://www.mdr.de/wissen/erde…oiden-rekordjahr-100.html


    Vor allem das letzte Diagramm ist wichtig: Es werden immer mehr erdnahe Asteroiden entdeckt, weil mit besseren Teleskopen und besseren Computern gesucht wird. Und von daher kommen auch die häufiger werdenden Meldungen: "Asteroid fliegt nahe an der Erde vorbei".
    Das haben die Asteroiden früher auch gemacht, hat halt bloß kein Schwein gemerkt ...

  • Man hat mal wieder für ein weiteres Trümmerfeld gesorgt :


    https://www.bbc.com/news/science-environment-59299101


    Ob das eine gute Idee war einen Abschuss " zu proben" und einen Satelliten in 10.000 Teile zu zerbröseln ?

    Die auf der ISS werden demnächst ganz schön den Kopf einzeihen müssen bzw. die Lagerungsdüsen neu volltanken....

    Aus dem Norden von DE bzw. dem Süden von ES gesendet