Kriegsgefahr in Europa

  • Wie ist es mit der Reaktivierung der Wehrpflicht ?

    Zu spät oder nicht sinnvoll ?

    Überfällig, aber leider zu spät.

    Zu wenig Kasernen mit zu wenig Unterkünften.

    Zu wenig Gewehre, Munition, Bekleidung und Ausrüstung usw..

    Es mangelt an allem und läßt sich auch nicht herzaubern.


    Tsrohinas

  • Sind die AKW gegen EMP gesichert ?

    Die müssen auch nach Abschaltung noch wochenlang kühlen

    Von "Prinzip" her ja, durch die Auslegung der Kühlfähigkeit nach dem Prinzip der Schwerkraftheizung.


    https://www-pub.iaea.org/MTCD/…tions/PDF/te_1624_web.pdf


    Sekundärkreis wäre mittels Pumpen nach ein paar Tagen wieder aufzufüllen, also möglich. Die Notstromdiesel in AKWs werden ja durch Druckluft gestartet, also manuelle Auslösung möglich.


    Als Restrisiko verbleiben aber immer noch unvorhersehbare Fehler wie Materialmängel oder anfällige Mikroelektronik die doch stärker auf Spannungsschwankungen reagiert als gedacht und für die keine manuelle Überbrückung da ist.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Im allgemeinen aber halte ich eine Allgemeine Dienstpflicht für sinnvoll. Es war (einer) der größten Fehler der 10er Jahre die Wehrpflicht auszusetzten.

    Man hätte sie so reformieren können, dass jeder Deutsche (oder wer die deutsche Staatsbürgerschaft mit 18 bzw. als junger Erwachsener annehmen will)- egal ob Männlein, Weiblein oder sonstwas einen 1 Jährigen Dienst zu erfüllen hat, aber mit freier Wahl zwischen Armee und Zivildienst und nicht wie vorher mit aufwendigem Zivildienstverfahren.

    So würde der Gesellschaft etwas für die kostenlose Bildung zurückgegeben, die Bundeswehr würde wieder mehr oder weniger einen Querschnitt der Bevölkerung darstellen, und das würde auch vielen gehätschelten Schneeflocken mal etwas Realtätsbezug geben.

    So sehe ich das auch.

    Ich würde dies auch nicht unbedingt als reine Wehrpflicht ansehen.

    Meiner Meinung nach, würde ich - männlein wie weiblein frei wählen lassen wo sie ihren Dienst ableisten.

    Also freie Wahl zwischen "alten Wehr und Zivildienst".

    Dazu würde ich das ganze Zeitlich freizügiger machen. Ab 18 bis 25 Lebensjahr ableistbar.

    So kollidiert es nicht mit den verschiedenen Schul- oder Ausbildungen.

    Das würde ganz vielen jungen Menschen gut tun.


    Viele haben später Gefallen daran gefunden und sind im "Sozialen Bereich" geblieben, genauso aber haben sich auch viele dem Wehrdienst verpflichtet.

  • Eine allgemeine Dienstpflicht (z.B. "1 Jahr für die Gesellschaft") würde ich auch befürworten und würde jungen Menschen in der Suchphase zwischen Schule und Berufsleben guttun. Und man hätte nicht das Problem an den Unis, dass bei Erstsemestern Mami oder Papi die Anmeldung zu Prüfungen unterschreiben müssen, weil die Kids noch keine 18 sind. Denn das passiert einem mit 5 eingeschulten Kind, das ein G8-Gymnasium durchläuft, es steht mit 17 vor der Uni. Das macht im Übrigen auch Studentenfeste komplizierter (Alterskontrollen wg. Alkohol etc.).

  • "gut tun" und das saufen auf Studentenparties sind nunmal keine Argumente für einen Zwangsdienst.


    Militärisch macht es heute keinen Sinn mehr und der Hauptgrund die Wehrpflicht abzuschaffen war die fehlende Wehrgerechtigkeit da nur noch ein Teil jeden Jahrganges gezogen wurde. Auch wenn die Wehrpflicht formal nur ausgesetzt und nicht abgeschafft wurde, ist der Dops gelutscht. Ratet mal wo ich auf meinen letzten Wehrübungen (neudeutsch: Reservedienstleistungen) untergebracht war? In einem Hotel, da an beiden Standorten nicht mehr genug Stuben verfügbar sind. Vom Material gar nicht zu sprechen. Wir haben keine Panzer und Fahrzeuge für zig nicht aktive Bataillone die im V-Fall mit Reservisten aufwachsen könnten.


    Außerdem redet doch seit Beginn der Pandemie jeder davon, dass in der Pflege "hochqualifizierte Pflegekräfte" arbeiten. Warum man dann unbedingt ungelernte 17 und 18 jährige benötigt erschließt sich mir nicht ganz...

    Bei der Gründung der Bundeswehr wurde im Bundestag auch über die Dauer des Wehrdienstes diskutiert. Alle kriegsgedienten Abgeordneten (damals gab es ja einige) waren der Meinung Wehrpflichtige unter 12 Monaten wären nicht "kriegstauglich" da die Ausbildungszeit gerade in der Kampftruppe zu kurz wäre. Hat man ja auch in der Truppe gesehen als die "6 Monatswunder" kamen, mit denen konnte man quasi nichts anfangen, im Gegenteil haben sie massiv Personal gebunden um sie zu bespaßen.

  • Ich glaube, dass die momentane Zuspitzung der Situation ein Weckruf speziell für die kleineren "Nörgel"-Staaten in Europa und besonders in der EU sind, dass man sich auch auf äußere Bedrohungen vorbereiten muss, speziell, wenn der "große Bruder USA" keine Lust mehr hat, den Schutz zu übernehmen. Spätestens, wenn 2024 Trump wieder antreten sollte, ist mit der transatlantischen Freundschaft Schicht im Schacht.


    Europa hat 500Mio. Einwohner und eine insgesamt respektable Volkswirtschaft. Da kann man sich auch ordentliche Verteidigungsfähigkeiten leisten. Es müssen zwar einige Staaten erst noch über ihren Schatten springen, aber letzlich bleibt da keine Wahl. Vielleicht kann man Putins Gehabe als Generalprobe dafür ansehen, was uns blüht, wenn mal der "chinesische Tiger" aufwacht und sich nach Territorien umsieht, die er unterwerfen möchte.


    Ein Modell für eine europäische Verteidigung könnte sein, dass jedes Land sein Militär 50:50 zweigeteilt aufstellt: einmal eine stets national befehligte Heimatschutzkomponente für die nationale Sicherheit, Bevölkerungsschutz und "letzte Verteidigungslinie" und die andere Hälfte, die auch in Friedenszeiten einem europäischen Verbund unterstellt ist und von einem EU-Oberkommando befehligt wird. Diese EU-Streitkraft ist für die Außengrenzen Europas und für sichere Handelswege verantwortlich. Mit einheitlicher Ausrüstung, einheitlichen Uniformen, einheitlicher Kennzeichnung/Tarnschemen etc. Das spart zudem Geld im Milliardenbereich, wie man auch an einer Zusammenstellung des EU-Parlaments erkennen kann (allein eine einheitliche Munitionszertifizierung würde 500 Mio. € jährlich freisetzen).

    Einmal editiert, zuletzt von tomduly () aus folgendem Grund: Link vergessen

  • Geld sparen würde es allerdings auch, wenn man sich auch wirklich auf Verteidigung und auf den für Europa geostrategisch relevanten Raum beschränken würde.

  • Ein Modell für eine europäische Verteidigung könnte sein, dass jedes Land sein Militär 50:50 zweigeteilt aufstellt: einmal eine stets national befehligte Heimatschutzkomponente für die nationale Sicherheit, Bevölkerungsschutz und "letzte Verteidigungslinie" und die andere Hälfte, die auch in Friedenszeiten einem europäischen Verbund unterstellt ist und von einem EU-Oberkommando befehligt wird.

    Das kann nicht klappen, denn dann würde es wieder zwei Systeme geben, angefangen von der Uniform bis zum LKW. Damit hätten wir denselben Aufwand wie jetzt. 27 Armeen, deren 27 Oberkommandos nicht an einem Strang ziehen.

    Genauso wie das Militär so agieren auch die Politiker. Auch, wenn es Bestrebungen gibt dieses einzudämmen. Man kann nur so stark sein wie das schwächste Glied. Und wir haben mehrere schwache Glieder in Europa.

    Ich denke, Putin wird seinen Willen bekommen und die Ukraine dazu. Vielleicht auch die baltischen Staaten. Die Ukraine wird Putin zeigen, wie weit er gehen kann. Und er wird das austesten.

    Mag Putin in unseren Augen ein Despot sein, aber er hat die Mittel und die Macht das durchzusetzen was er will. Die USA braucht er nicht zu fürchten. Er weiß genau, wenn die sich in Europa zu stark einbinden, dann macht der Chinese, das, was er schon immer vorhatte. Erst Taiwan und dann seinen Machtstrukturen entsprechend in Asien und Afrika weiter. Er hat ja auch keinen der ihn aufhält.

    Ein unbekanntes Kalkül sind die Inder, aber die sind militärisch noch nicht so weit. Doch sie kommen langsam in Fahrt.

    Alles in allem sind wir auf dem besten Weg uns „mal wieder“ in den Hintern zu beißen.

    Die Probleme sind einfach zu groß geworden, und die Stellvertreterkriege bringen auch nicht mehr das, was sie sollen.

    Der nächste Krieg ist wie ein Blackout, wir wissen nicht wann er kommt, aber wir können ziemlich sicher sein das er kommt. Und auch wir in Europa bekommen unser Fett ab.

  • Das kann nicht klappen, denn dann würde es wieder zwei Systeme geben, angefangen von der Uniform bis zum LKW.

    Naja, einen defacto Standard hat man ja mit den NATO-Standards in vielen Bereichen schon. Durch die ausufernde Nationalstaaterei werden aber viele an sich einheitliche Dinge nochmal extra national "überzertifiziert".


    Und zwei Systeme kann man auch mit einheitlichem Material aufbauen und sie trotzdem "optisch" unterschiedlich wirken lassen. In vielen Ländern gibt es neben dem regulären Militär noch eine Nationalgarde. Die fahren mit dem gleichen Material herum (vielleicht technisch nicht gerade das allerneueste, sondern im Rahmen einer Nachnutzung von weitergereichtem Armee-Material), nur Uniformen und Fahrzeugbemalung sind anders.

  • ...dass bei Erstsemestern Mami oder Papi die Anmeldung zu Prüfungen unterschreiben müssen, weil die Kids noch keine 18 sind. Denn das passiert einem mit 5 eingeschulten Kind, das ein G8-Gymnasium durchläuft, es steht mit 17 vor der Uni. Das macht im Übrigen auch Studentenfeste komplizierter (Alterskontrollen wg. Alkohol etc.).

    Also lieber mit 17 erst noch an die Front, damit man mit 18 auf den Studentenparties frei saufen und vögeln kann. ;-)


    Kleiner Scherz, ich weiß, dass Du es so nicht gemeint hast, aber die Vorlage war einfach zu gut.


    Ich fände eine allgemeine - inhaltlich wählbare- Dienstpflicht von 1 Jahr auch gut.

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • Erstmal würde ich überlegen, was denn tatsächlich passiert, wenn Putin den Gashahn morgen komplett zudreht.


    Ich sehe das nicht so extrem dramatisch, habe da aber auch keine besseren Informationen.

    Der Spiegel hat dazu einen Artikel, den ich aber nicht lesen kann.


    Europas Energiekrise: Wie lange wir ohne Russlands Gas auskommen - DER SPIEGEL


    Falls es jmd. kann würde mich eine kurze inhaltliches Fazit freuen

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  • ganz kurz: selbst wenn LNG auf Maximum getrieben wird fehlen noch über 800 Millionen Kubikmeter sollte Russland einen Lieferstopp machen. Auswirkungen stark wetterabhängig. Deutschland eher stark betroffen da größter Erdgasverbrauch in EU, dabei besitzen wir kein LNG Terminal. Das "wie lange" wird nicht so konkret in Zahlen ausgedrückt, man liest aber raus: wenn Lieferstopp durch Gazprom und gleichzeitig viel Kälte dann Reserven noch vor ende der Heizsaison aufgebraucht.

  • Danke:


    Auf Zeit steht, dass auch die USA keine größeren Zusatzmengen liefern kann, weil die langfrsitige Perpsektive für den Ausbau fehlt und aktuell schon Engpässe in der LNG Lieferkette bestehen:


    Erdgas aus den USA: Wenn der kalte Winter kommt | ZEIT ONLINE


    Welt schreibt, dass auch Norwegen nicht mehr Erdgas liefern kann (woher dann blauer Wasserstoff kommen soll erschließt sich mir erstmal nicht)


    Deutsche Gasspeicher leeren sich: Kann Norwegen die Russland-Lücke schließen? - WELT


    Ich gehe aber mal davon aus, dass man nicht dabei zusieht, wie sich die Gasspeicher auf 0 leeren, sondern da schon nach und nach "Maßnahmen" ergreift. Ich glaube also nicht, dass wegen leerer Gasspeicher alleine die Lichter ausgehen werden, aber evtl. kann der ein oder andere Verbraucher nicht mehr wie gewohnt mit Gas versorgt werden, falls der Winter kalt wird.


    MfG

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • Vielleicht sehen wir in Kürze wie ein Gasmangel aussehen könnte.

    Moldawien droht eine Energiekrise: Der russische Energiekonzern Gazprom habe es abgelehnt, die Zahlung der Gasrechnung für Jänner aufzuschieben, teilte die Regierung des südeuropäischen Landes heute mit.


    Die Regierung kündigte an, sie werde das Parlament heute um die Verhängung des Ausnahmezustands ersuchen, der ihr weitreichende Befugnisse zur Verwaltung des Energiesektors einräumt. Dazu gehört etwa die Umstellung der Gasversorgung von der Industrie auf die Haushalte und die Verwendung von Haushaltsmitteln zur Bezahlung des Brennstoffs.

  • Außerdem wird in den USA bei der Gasgewinnung ja zum Grossteil Fracking eingesetzt. Neben den lokalen Umweltschäden durch die Verpressung setzt Facking sehr hohe Mengen Methan frei. Methan ist ja ein weitaus schlimmeres Klimagas als CO2. Dazu noch der Schiffstransport wo im Maschinenraum Schweröl verbrannt wird. Auch ganz böse. Man dürfte dann gespannt sein wie in einem solchen Fall die Deutsche Umwelthilfe (DUH) reagiert die ja immer sehr klagefreudig ist bei Umweltbelangen.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Ja schön ist das alles nicht. Im Katastrophenfall geht sicherlich Versorgungssicherheit vor Klimaschutz. Der Gegenpüol dazu wäre aber natürlich, ansonsten den Klimaschutz endlich mal ernst zu nehmen.

    Wären wir deutlich weiter mit der Energiewende wäre das Problem nicht so groß.


    Blöderweise können wir unsere Produktion von grünem Wasserstoff nicht mal eben so hoch fahren, weil es keine solche Produktion 8in nenneswerten Maße) gibt. Und die gibt es unter anderem deswegen nicht, weil viele Leute Wind- und Solarenergie doof finden.


    Aiwanger in Bayern beispielsweise hat ja ernsthaft davon philosophiert, dass es in Bayern sowas wie windkraft- oder Netzausbau nicht braucht, in bayern macht man das mit Solarenergie und Wasserstoff.

    Na dann soll er mal zeigen, wie er damit Bayern im Januar warm halten möchte, heute oder auch in 10 Jahren.


    Da herrscht einfach ganz große Unehrlichkeit.


    Was ich persönlich auch krass finde ist, dass man lieber Kraftwreke und Industrie drosselt als Haushalte. das ist dumm. Ein paar Grad weniger in der Bude ist bei weitem nicht so problematisch wie Produktionsanlagen abschalten oder gar einen Blackout riskieren.

    Das ist ja auch keine Theorie, wir waren z.B. im Spätwinter 2012 in Süddeutschland schon in genau so einer Lage, wo krasse Stromknappheit herrschte und man Gaskraftwerke drosselte statt Haushalte. Das mag juristische und politische Gründe haben, technisch halte ich das für Irrsinn.


    MfG

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