Vorbereitung auf Herbst/Winter 2022

  • Matteo : mit Deinem Setting bist Du doch - zumindest für den kommenden Winter - sehr gut aufgestellt, da würde ich max. den Brennholzvorrat aufstocken und vielleicht ein Gaskocher für Kartuschenbetrieb anschaffen. Einen Kaminofen mit echter Kochmöglichkeit habe ich auch noch nicht gesehen. Es gibt Etagenöfen mit Warmhalte- und Backfächern und auch der Möglichkeit, in diesen Fächern Ringe aus dem Boden zu nehmen, um einen passenden Topf einzusetzen. Ich stelle mir die Zubereitung z.B. eines Pfannengerichts so sehr mühsam vor. Beim Gaskocher kannst du direkt in der gewohnten Umgebung (Küchenarbeitsplatte/Kochfeld des E-Herds) arbeiten und bei den 225g-Kartuschen reichen uns erfahrugnsgemäß 2-3 Kartuschen für eine Woche. Mit 12 Kartuschen deckst du schon 1-1,5 Monte tägliches kochen problemlos ab.


    Ich würde in Deiner Situation (relativ neue Gastherme + Kaminofen) entspannt bleiben, wir werden ja auch mittelfristig nicht ganz ohne Gas auskommen müssen, sonder halt einen deutlich höheren Preis zahlen, aber weiterhin Gas verwenden können.


    Ich gehe davon aus, dass sich in den nächsten 1-2 Jahren sehr schnell ein neuer Markt für "Nachrüst-Heizungen" entwickeln wird, mit passenden Wärmepumpen-Lösungen auch für Bestandsbauten mit bisher hohen Vorlauftemperaturen. Es gibt jetzt ja schon Hybrid-Wärmepumpen mit integriertem Gasbrenner.

  • - Wärmepumpe scheidet aus, da die Flachheizkörper und die Verrohrung auf hohe Vorlauf-Temperaturen ausgelegt sind. Da ist ein wirtschaftlicher Betrieb kaum möglich?

    Das muss nicht zwangsläufig so sein:


    Auch in Bestandsgebäuden funktionieren Wärmepumpen zuverlässig und sind klimafreundlich – Feldtest des Fraunhofer ISE abgeschlossen - Fraunhofer ISE


    Es bietet sich auch an, ein bivalentes System zu bauen, je nach Preis für die kWh Strom und die kWh Gas stellst Du dann den Bivalenzpunkt passend ein.


    Rund 2/3 der Heizwärme werden in Deutschland mittlerweile bei Außentemperaturen über 0°C benötigt.


    Naja und was halt immer geht ist halt sparen und nur ein, zwei Räume wirklich warm zu halten und den Rest deutlich kühler.


    Hatte man früher auch. Dass man ganze Häuser warm heizt ist ja ein eher neues Phänomen seit den 1950/60er Jahren, als das Heizöl spottbillig wurde.


    Was hilfreich wäre, wären variable Tarife, so dass der Strom für Haushalte in Zeiten von (Wind-)Überschüssen deutlich billiger wäre. Aber da tut man jetzt seit über 10 Jahre recht erfolglos dran rum.


    MfG

    Aus gegebenem Anlass: ich distanziere mich hiermit ausdrücklich gegen jeden Form von Gewaltphantasien gegen andere, den Staat oder staatliche Organe. Ich betreibe prepping als Krisenvorsorge und als Hobby und tausche mich hier mit Gleichgesinnten aus.

  • ....und vielleicht ein Gaskocher für Kartuschenbetrieb anschaffen.

    Was so Campingkocher angeht hab ich ein ziemliches Setting: 2 Carena Gaskocher, auf den teuren blauen Camping-Gaz-Flaschen. Vielleicht 5 verschiedene Brenzinkocher wenn ich alles zusammenfinde. Gaskochplatte mit normaler Gasflasche, Gartengasgrill. Minikartuschenkocher, usw. Da geht mir eher der Treibstoff aus, bevor die Geräte knapp werden.

  • Das Problem bei neuen Häusern ist, dass man nicht mehr einzelne Räume heizen kann, weil ja innen alles offen bis unters Dach ist. Dafür sind sie im Vergleich zum Altbau gut gedämmt.


    Kartuschen halte ich für Gasnotkochbetrieb nur dann für sinnvoll, wenn man mobil sein muss. Für zu Hause besser eine grosse Gasflasche anschaffen. Die Tatsache, dass die Flasche ein robustes Absperrventil hat, ist gegenüber der Einwegkartuschen ein deutlicher Gewinn an Sicherheit.

    "Ich stelle mir die Zubereitung z.B. eines Pfannengerichts so sehr mühsam vor"

    Man macht halt Rezepte die passen, alle Art Eintopf die lange ziehen können sind geeignet. Alles in den Topf, an die Wärme stellen (aber so dass es nicht kocht), und wenn man von der Arbeit zurückkommt ist es fertig. Früher hatten die Grundöfen Wärmefächer dafür, ebenso wurden während der Kriege Kochkisten und Selbstbauanleitungen dazu verteilt.

    Diese meist einfachen Gerichte haben noch den Vorteil, dass die Essenszeit nicht kritisch ist, etwa wenn die Arbeit auf dem Feld mal etwas länger gedauert hat oder man das Heu einfahren musste, weil ein Gewitter drohte.

  • Eine Idee wär ein neuer Holz-Ofen mit Kochfunktion und Wasserwärmetauscher.

    Da wäre ich auch vorsichtig mit.

    wasserführende Kamine, können/ dürfen bei Stromausfall nicht betrieben werden.


    Desweiteren kommt es oft vor, das diese zu heiß betrieben werden und dadurch ständig mit Frischwasser runter gekühlt werden.


    Ggf.gibt es mittlerweile Systeme, wo das anders ist, mein Bruder hat auf jedenfall, seinen Ofen vor 2 Jahren, genau deshalb rausgeworfen und einen normalen verbaut.


    Mein Kamin hat auch keine Koch möglich, allerdings hätte ich kein Problem, im Fall der Fälle, den Dutchoven einfach in den Ofen zu stellen

  • Ich weiss jetzt nicht was du für ein System hast, aber normalerweise wird der Kreislauf wasserführender Kamie über einen schlichten Thermostaten gesteuert: Wenns in der Wärmetasche des Kamins wärmer ist als im Wärmespeicher, dann Zirkuation ein. Bessere Systeme halten über eine regelbare Pumpe eine definierte Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf ein.

    Frischwasser kommt da nicht vor. Das willst du im Heizkreislauf auch nicht haben, wegen Korrosions- und Verkalkungsproblemen. Wenn man den Ofen heizt obwohl der Wärmespeicher (meist ein Tank, der die Radiatoren oder die Bodenheizung speist) schon zu warm ist, dann ist man selber schuld.

    Dass es keine gute Idee ist, den Ofen zu betreiben wenn die Zirkulation wegen Strom weg nicht tut, darauf kommt man sehr bald selber. Es hat ein Not-Abblasventil für diesen Fall, damit die Installation nicht beschädigt wird.

    Es ist dies aber ein Hauptgund, weshalb solche Systeme als Notheizung nicht taugen.

  • allerdings hätte ich kein Problem, im Fall der Fälle, den Dutchoven einfach in den Ofen zu stellen

    So einen Dutchofen für diesen Zweck werd ich mir noch besorgen. Dann bleibt mein Ofen wo er ist, und wie er ist. Daran, das der wasserführende Holz-Ofen ohne Umwälzpumpe nicht geht, daran hab ich gar nicht gedacht. Die früheren Koksheizkesselanlagen waren ja auch in der Regel ohne Pumpe, nur mit thermischem Auftrieb, der das Wasser in Bewegung hielt. Aber dazu brauchts entsprechend große Rohrquerschnitte, und wohl noch einiges andere. Die heutigen wasserführenden Öfen lassen sich so nicht betreiben und würden in kurzer Zeit zu kochen beginnen..

  • Wir investieren jetzt im Sommer in:

    für jeden

    1 Merino-Unterwäsche komplett in lang

    1 BW-Winterunterwäsche lang

    2 Paar Merinosocken

    1 Paar Merino-Schafsfell-hausstiefel (altbacken aber sehr warm)

    1 großes Schafsfell


    unser Haushalt bekommt eine Kochkiste und noch 3 Wärmeflaschen zusätzlich.


    Alles andere haben wir in unserer kleinen Mietwohnung.

    - Der wichtigste Vorrat ist Wissen, den können selbst Plünderer nicht mitnehmen -

  • Das Problem bei neuen Häusern ist, dass man nicht mehr einzelne Räume heizen kann, weil ja innen alles offen bis unters Dach ist. Dafür sind sie im Vergleich zum Altbau gut gedämmt.

    Da kann man mit Planen, Folien oder Malervlies entgegen wirken in dem man Räume abgrenzt.

    Hope for the best and prepare for the worst.

  • So einen Dutchofen für diesen Zweck werd ich mir noch besorgen. Dann bleibt mein Ofen wo er ist, und wie er ist. Daran, das der wasserführende Holz-Ofen ohne Umwälzpumpe nicht geht, daran hab ich gar nicht gedacht. Die früheren Koksheizkesselanlagen waren ja auch in der Regel ohne Pumpe, nur mit thermischem Auftrieb, der das Wasser in Bewegung hielt. Aber dazu brauchts entsprechend große Rohrquerschnitte, und wohl noch einiges andere. Die heutigen wasserführenden Öfen lassen sich so nicht betreiben und würden in kurzer Zeit zu kochen beginnen..

    Hocheffizienzpumpe mit einer Inselanlage betreiben nicht möglich ?

    Carpe Diem

  • Hocheffizienzpumpe mit einer Inselanlage betreiben nicht möglich ?

    Doch das wär selbstverständlich möglich. Aber ich liebe eher einfache Lösungen, weil die im Bedarfsfall sicherer funktionieren. Das heißt Holzofen mit im Topf oben drauf gestelltem Waschwasser. Da ist nix mit defektanfälliger Computersteuerung, oder automatisierten Abläufen, usw.. Als kleiner Waldbesitzer könnt ich mich noch eher mit einer Dampfmaschine, plus angeflanschtem Generator, zur Stromerzeugung anfreunden. Oder Holzvergaser. Damit hab ich mich bislang aber überhaupt noch nicht befasst.

  • Wenns in der Wärmetasche des Kamins wärmer ist als im Wärmespeicher, dann Zirkuation ein. Bessere Systeme halten über eine regelbare Pumpe eine definierte Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf ein.

    Frischwasser kommt da nicht vor.

    Ganz so einfach ist es leider nicht.


    Wenn die der Wärmespeicher Voll und der Heizkreislauf auch keine Wärme mehr aufnehmen kann,

    aber im Ofen immer noch Feuer brennt wird die Wassertasche zur sicherheit mit Frischwasser gespült.

    Im anderen fall würde es so aussehen.

    Kaminofen explosion

    Einmal editiert, zuletzt von Aelbler ()

  • Nahrungsvorräte sind für knapp ein Jahr vorhanden. Wasser etwas weniger, jedoch wohne ich direkt am Wald mit mehreren Quellen, die Teilweise auch jetzt im Sommer noch Wasser führen(aber es geht ja um den Winter)


    Außerdem habe ich den Ähnlichen Luxus wie StefanS, dass hier überall Talsperren sind.


    Außerdem 2000L IBC an Regenrinne angeschlossen.


    Habe jedoch nur den Sawyer Filter, bis jetzt war einfach kein Geld über, da vor kurzem Haus gekauft und muss mich jedes Mal aufs neue von den Rechnungen erholen🙄😂


    An sich ist das "Lager" eh ausreichend gefüllt mit allem was man sich als vorsorglicher Mensch so mit der Zeit anschafft. Da mache ich mir keinen Kopf.


    Außer bei Wärme:

    Ich habe mir eine Nagelneue Gasheizung einbauen lassen(für Wärmepumpe mit PV oder ähnliches hat's Geld nicht gereicht)

    Vorher waren Nachtspeicher/Infrarotpanele + Öfen die Wärmequellen.

    Die Infrarotpanele stehen noch als Reserve in Keller.


    Falls es kein Gas oder Strom geben sollte dann hat:


    Jede Etage jedoch noch immer einen eigenen Ofen. Wollte die im Laufe gegen hochwertigere tauschen(momentan sind es vom Vorbesitzer, die billigsten aus dem Baumarkt)

    Im Keller sind ca. 4m3 verschiedenstes kleingeschnittenes Holz und ich konnte gerade Fichtenholz für 25€ den Raummeter über einen Freund organisieren mit kostenloser Lieferung. Hatte so an 10 RM gedacht, ob das erstmal reicht?(altes Haus, 170m2) Wäre wenn wirklich nur Reserve. Die Öfen hab ich momentan noch nicht Mal angeschlossen aufgrund des Umbaus.


    Ansonsten wird es keine großen Investitionen für den Winter geben, da das Geld einfach in die Renovierung fließt und ich mir denke, bei den jetzigen Preisen wäre es eh zu spät.(Bin immer noch froh damals 200L Diesel zu 89ct gekauft zu haben😂)

  • Ich habe nie verstanden warum es heute in den Wohnungen im Winter so warm sein muss wie im Sommer und man auch genauso rumlaufen muss. T-Shirt, kurze Hose, barfuß

    In meiner Kindheit hatten wir 2 Öfen für eine große Wohnung. Es wurde sich eben immer warm angezogen in der Wohnung.

    Auch habe ich schon oft Filme über den asiatischen Raum gesehen, dass die Menschen sich dort mit Daunenjacken in der Wohnung aufhalten.

    Das bringt mich zu dem Artikel hier:

    https://littlebigasia.wordpres…n-den-winter-in-shanghai/

    - Der wichtigste Vorrat ist Wissen, den können selbst Plünderer nicht mitnehmen -

  • Naja, gerade ältere Häuser ohne Dämmung neigen zu Schimmel wenn nicht ordentlich geheizt ist. Reicht das in einer Ecke der Taupunkt erreicht wird. Haben wir leider auch in zwei Zimmern (Aussenecke, Sonnenabgewandt). Da bildet sich jedes im Winter gerne mal etwas Schimmel, weil die Ecken zu kalt werden.

    Daher ist das auch so eine Sache mit dem Motto 18 grad Zimmertemperatur reichen.

    Ich persönlich käme damit klar aber solange wir keine Aussendämmung haben, schade ich nur der Bausubstanz und der Gesundheit.

  • Ja, das Problem geschärft sich dann so gar noch, wenn man nicht alle Räume auf der Gleichen Temperatur hält.

    Hatte da schon Problem in den Fensterlaibungen im Kinderzimmer, welches ich dann nur auf "1" beheizt hatte im Winter.

    Die Tür ist dann doch nicht konsequent immer zu und dann kondensiert die warme Luft an den kritischen Bauteilen

    aus DE gesendet....

    Einmal editiert, zuletzt von Traumgarten ()

  • Ganz so einfach ist es leider nicht.

    Kaminofen explosion

    Normalerweise ist es so, dass es ein Abblasventil hat, damit genau das nicht passiert. Bessere Systeme werden mit geringem Überdruck (Expansionsgefäss mit Stickstoff gefüllt ) betrieben, damit das Wasser in der Wassertasche nicht siedet, was Geräusch macht. Das Abblasventil, das normalerweise nie auslöst, wird am Ort der geringsten Sauerei montiert. Wenn das Feuer weiterhin stark brennt, dann geht zwar die Wassertasche kaputt, aber das Haus drum herum nicht.

    Frischwasserzufuhr funktioniert nur, wenn das System im Kreislauf weniger Druck als die Frischwasserleitung hat und es einen Auslass gibt, der offen ist. Das verursacht dann aber oft Korrosion in den Leitungen, weil über den Überlauf im Expansionsgefäss, das an oberster Stelle angeordnet ist, Sauerstoff in den Wasserkreislauf kommt.

    Was eher gemacht wird, ist Frischwasserkühlung verbrauchsseitig bei thermische Solaranlagen zur Notkühlung.

  • Soweit ich meinen Kaminofen verstanden habe ist die Wassertasche für den Heizkreis geschlossen, bis auf das Überdruckventil. Die Notkühlung ist ein Wärmetauscher innerhalb der Wassertasche, also hydraulisch getrennt aber thermisch verbunden. Wenn die thermische Ablaufsicherung auslöst geht das auch mit geringen Druck weil vom Heizungsdruck unabhängig.

    Was mir an Fachwissen und Intelligenz fehlt mach ich mit (hier könnte ihr Produkt stehen) wieder weg.

    aus DE B/BB