Der große "wann sich meine Krisenvorsorge bezahlt gemacht hat" - Thread

  • Hui, hier gibts noch gar keinen Thread darüber wann sich die Krisenvorsorge bezahlt gemacht hat? :astonished_face:


    Ich fange gleich mal an:


    Meine Töchter laborieren seit 3 Nächten an einem Magen-Darm Virus.


    Ich kann gar nicht in Worte fassen wie glücklich ich bin über meine Medikamenten-Vorräte an Elotrans, Antiflat und Co.

  • Oha, da gab es bei uns schon einige Situationen, wo wir dankbar für die ganze Vorbereitung waren:


    - Covid erscheint am Horizont: Masken und Desinfektionsmittel waren vorhanden.

    - Betreuungsausfälle Schule und Engpässe im Supermarkt durch böse Hamsterkäufer: Wir konnten unsere 'Notfallgruppe' mit Material unterstützen.

    - Quarantäne mit Covid: Einkäufe waren überflüssig.


    und, lange her: Ich habe nach meiner Trennung damals (hochemotional, musste schnell gehen) eine Woche mein BOV bewohnt. :winking_face: War spät im Jahr und ich brauchte ein paar Tage, um eine Wohnung zu finden. Was soll ich sagen - die Logistik hat mich seinerzeit jedenfalls nicht belastet. :grinning_squinting_face:


    Ach, und gute Besserung an die Töchter, Ben!

    Erklärter FDGO-Fan

  • Hmmm... so den einen großen Punkt wo es sich richtig bezahlt gemacht hat kann ich jetzt nicht so 100% benennen, aber es gab halt viele Kleinigkeiten:


    - wenn beim Kochen/Essen mal was gefehlt hat und ich es im Vorrat hatte

    - beim Wandern habe ich immer Essen/Getränke/1.Hilfe/... mit das wurde schon oft genutzt

    - Ausrüstung aus dem GHB im Auto wurde schon mehrfach genutzt

    - Batterievorrat wird ständig benötigt und wieder aufgefüllt :grinning_face_with_sweat:

    - Klopapier im Covid-Engpass

    - gibt bestimmt noch mehr


    Ben : gute Besserung für deine Töchter

  • Ganz klar z.B. beim Lockdown bzw unserer mehrmaligen Quarantäne.

    Besonders die Vorräte bei den Tieren.

    Für einen(!) Hund oder ein Kätzchen kann Dir sicher mal ein Nachbar (sofern vorhanden) etwas mitbringen und an die Klinke hängen.

    Bei unserem Tierbestand gäbe es nur eine Person, die ich damit "belasten" wollen würde und die war jedesmal zeitgleich mit uns in Quarantäne. :upside_down_face:

    Und auch bei einer fünfköpfigen Familie reicht eine Tüte Brötchen eben auch nur einen Tag...



    Aber auch bei Lieferengpässen konnte ich schon oft aushelfen, zuletzt beim Fiebersaft.




    Gute und schnelle Besserung an die Mädels :)

  • Bezahlt im ökonomischen Sinn sicher nicht, allenfalls als Deckungsbeitrag ein paar Euro Spritkosten eingespart. Es macht das Leben halt etwas angenehmer.


    Wenn man es ganz weit fasst, dann habe ich am meisten vom EDC profitiert, und da am ehesten von der Münzgeldreserve für Parkscheinautomaten, wenn keine passenden Münzen mehr im Geldbeutel waren. Zwei, drei Mal konnte ich noch die zusammengefaltete Einkaufstasche und ebenso oft Nadel und Faden aus dem EDC gebrauchen, einmal die Ohrstöpsel. Das Multitool aus der Hosentasche kommt öfter mal zum Einsatz, vor allem zur Maniküre und zum Öffnen von Verpackungen. Alle paar Wochen brauche ich auch mal das Nitecore-Lämpchen aus der Hosentasche.


    Der eigentliche Vorrat spielt in der Hinsicht vor allem eine Rolle, dass ich öfter mal nicht bei dichtem Terminkalender noch los musste, um ein paar Kästen Wasser zu holen. Ansonsten ist es in den vergangenen fünf Jahren vielleicht drei oder vier mal passiert, dass ich irgendwas aus dem Notvorrat geholt habe, das in der Küche gefehlt hat. Einmal habe ich an einem Sonntag auch eine Packung Klopapier aus dem Keller geholt. Einmal habe ich auch schon was aus dem Medikamentenvorrat geholt. Der existiert allerdings auch erst zwei Monate oder so.


    Aus dem Rucksack im Auto habe ich in den vergangenen drei Jahren zwei oder drei mal die Wasserflasche angebrochen, ebenso oft das Fernglas verwendet, ab und zu mal den Sonnenhut gebraucht und einmal Akkus entnommen.


    Gute Besserung dem geplagten Nachwuchs!

  • Fun Fakt am Rande:

    Kurz vor dem ersten Corona-Lockdown wurde auch ich -teils unfreiwillig- zum "Hamster" (peinlich, aber nachvollziehbar)


    Wir hatten gerade 6 Wochen Sars-Virus hinter uns mit Magen-Darm-Problemen bei allen fünf Familienmitgliedern und in den Läden war das Toilettenpapier fast ausverkauft. =O

    Wir leicht ( :grinning_squinting_face: ) im Panikmodus, Mann kommt vom Einkaufen heim mit der sehr schlechten Nachricht, es gibt nirgends mehr Toilettenpapier.

    In keinem der erreichbaren Läden.

    Er hatte von unterwegs aus sogar wohl schon mehrfach (!) versucht, übers Handy beim großen A noch was zu bestellen, aber der Verkaufsvorgang wurde jedesmal, wahrscheinlich durch den schlechten Empfang, zwischendrin abgebrochen.

    Frau daher auf die Schnelle direkt vom heimatlichen Computer aus eine wirklich groooße Menge der begehrten Ware bei Amazon bestellt.


    Soweit so gut.


    Ein paar Tage später hält DPD vor dem Tor und läd einen riesigen Karton aus. :staun: Und noch einen. :thinking_face:

    Ich denke noch, wie komisch haben denn die das Klopapier verpackt, dass die dazu zwei so große Kartons brauchen.


    Dann folge ein weiterer, genau so riesiger Karton...und noch einer....und noch einer.... =O


    Ich fieberhaft überlegt, was wir bestellt haben könnten und ich nicht mehr dran gedacht habe. Fange an, die Pakete zu öffnen....

    Nur "weißes Gold"....Klopapier über Klopapier, Rolle über Rolle....

    Ich musste mich erstmal setzen.


    Irgendwann dann die Erkenntniss....jedesmal, wenn mein Mann dachte, der Verkaufsvorgang sei abgebrochen worden, hatte Amazon die Bestellung bereit verbucht. :face_with_tongue:


    Wir waren somit Klopapier-Millionäre. :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:


    Ich habe über den gesamten Lockdown unser ganzes Gebiet mit Toilettenpapier versorgt (und verschickt hab ich es auch)und bin wahrscheinlich als Toilettenpapier-Dealer in die Lockdown Geschichte eingegangen. :smiling_face_with_halo:

  • Hallo zusammen!


    Die Vorbereitungen und Vorräte haben sich für mich schon auf unterschiedlichste Arten bezahlt gemacht:


    - Bereits vor Corona hatte ich Schutzausrüstung, also auch Masken eingelagert. Das hat nach Anziehen der Preise im freien Handel auf jeden Fall den ein oder anderen Euro gespart

    - Unsere Lebensmittelvorräte sind so strukturiert, dass sie in unserem normalen Kochen Verwendung finden können. Wir rotieren alles durch, Somit muss ich selten die Haltbarkeit überprüfen ("lebende Vorrat"). Wie oft ich da in den Keller gehe und mich freue, dass ich für ein einzelnes Produkt (z.B. Hefe, Müllbeutel, Kinderzahnbürste etc.) nicht zum Supermarkt fahren muss kann ich gar nicht zählen. Es ist doch viel einfacher den Vorrat dann regelmäßig wieder aufzufüllen mit einem großen, geplanten Einkauf.

    - Das gute Gefühl vorbereitet zu sein, senkt Stresshormone.

    - Ausreichend Lebensmittel im Haus gehabt, als wir mit der kompletten Familie in eine dreiwöchige Quarantäne mussten.

    - Die Möglichkeit größere Mengen zu günstigeren Preisen zu kaufen und ein Vorratssystem dafür zu haben spart auch Geld

    - Die technischen Vorräte und Ausrüstung sind im Urlaub immer wieder hilfreich und auch beim Wandern natürlich in Benutzung (der Gaskocher steht also nicht nur zur Zierde im Schrank)

  • Also bei mir ist es vor allem das Auto EDC. Sei es der Münzvorrat, die Maske wenn man die geplante mal vergessen hat, der Riegel CONVAR wenn man mal wieder nicht zum essen gekommen ist auf Arbeit oder aber auch einfach mal ne Decke oder was zu trinken.


    Im Haus ist auch so manchmal das Abendessen dann doch was aus der Speisekammer geborgtes geworden.

    Campingsachen etc. laufen eh im Betrieb mit

  • Stimmt, Masken... Da war ja noch was.

    Ich hatte, ca ein halbes Jahr bevor der Coronawahnsinn los ging, eine größere Spende von Einwegmasken geschenkt bekommen.

    Die trage ich beim Säubern der Gehege, wegen der Staubentwicklung. (Bekommt meinem Asthma nicht so gut)


    Ich hab die dann Bündelweise an die Altenheime, Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen, Kindergärten etc verteilt und hatte auch immer ein paar Päckchen unauffällig im Auto, die ich dann mal spontan jemandem schenken konnte, wenn ich da Notstand mitbekommen habe.

    Und den gab es hier ziemlich gleich am Anfang.

    Hätte ich sie verkauft, hätte ich mit der Menge 7.500€ eingenommen 😂 bei den damaligen Preisen.

    (Hätte, aber das wäre an Dreckigkeit nicht zu überbieten gewesen, geschenkte Sachen weiter zu verkaufen und das noch in so einer Notlage. Hat nicht jeder so gesehen, 🤨 was ich sehr aufschlussreich fand. 👎)

  • Ganz nebenbei waren dann zu Beginn der Corona-Pandemie in der Pandemiekiste auch Desinfektionsmittel, deren Menge über das haushaltsübliche Fläschchen hinaus gingen , und Einweghandschuhe. Als dann das Klopapier knapp wurde , war da auch reichlich Vorrat. Und nicht zu vergessen , ein gewisses Seuchenselbstschutzwissen. Wie am Anfang, als man sich über die Infektionswege noch nicht so klar war, die Vorgehensweise, wie öffnet man zB das Auto stellt Waren , steigt ein , desinfiziert die kontamienierten Flächen und entsorgt die Handschuhe .....

  • Da ich erst durch Covid angefangen habe die Vorräte aufzubauen, sind es eher die kleinen Momente/Vorteile, wie nicht so oft einkaufen gehen müssen, besser von Sonderangeboten profitieren.


    Ich hatte schon öfter momente, wo ich durch den Informationsvorsprung hier im Forum keine Engpässe hatte. Beim Senf hatte ich es zwar gelesen, aber nicht gehandelt. Ist für mich aber auch mal verzichtbar.

    aus DE gesendet....

    Einmal editiert, zuletzt von Traumgarten ()

  • Ausrüstungsmäßig fällt mir tatsächlich gar nicht so viel ein, dass mir jetzt bisher tatsächlich einen Vorteil verschafft hätte. Lediglich die Inflation trägt dazu bei, dass ich momentan davon profitiere bei den noch günstigeren Preisen viel gekauft zu haben.

    Öfter hilfreich waren bisher eher Netzwerke. Ich habe einen relativ großen Bekanntenkreis und habe da öfter mal Situationen, wo an Stelle A etwas an Fachwissen, Transportmöglichkeit, Fähigkeiten gebraucht wird und ich dann jemanden aus Netzwerk B verknüpfen kann, der das benötigte mitbringt. Und irgendwie gleichen sich die Vorteile und der Aufwand meist aus, so dass sich das für alle Beteiligten lohnt.

  • Unser Vorrat macht sich immer dann bezahlt, wenn wir nicht wegen jedem Pups zum Supermarkt oder Discounter fahren müssen, sondern in unserem Vorratslager "einkaufen" gehen.


    Davon unabhängig gesehen, muss sich unser Vorrat nicht bezahlt machen. Ich sehe das wie bei einer Risikolebensversicherung. Bei der hoffe ich ja auch, dass ich sie nie in Anspruch nehmen muss (bzw. dann ja meine Frau, weil ich dann hinüber bin), aber wenn, dann ist es gut, sie zu haben. Weil mit dem Geld die Beerdigung anstandslos finanziert werden kann. Oder die Restschuld etwaiger Kredite. Oder der dann notwendig werdende Umzug, denn das Haus würde in der Form wahrscheinlich nur für meine Frau zu groß sein etc.


    Mit unserer Krisenvorsorge, egal ob Vorräte oder Ausrüstung, sehe ich das genau. Besser haben als brauchen.

    aus DE gesendet...

  • Unsere Vorsorge und Vorräte machen sich bei jedem Stromausfall und bei jedem starken und langanhaltenden Regen bemerkbar.

    Wir haben trotzdem Strom und Wasser und wir müssen nicht auf die Piste, um irgendwas einzukaufen, sondern können in Ruhe zuhause auf den wieder zurückkehrenden Strom und besseres Wetter warten.

    Diesen Komfort beziffern wir nicht in Guaranies, sondern in Sicherheit und Wohlbefinden.

  • Ganz ganz oft, wenn auch nur im kleinen.

    Steh beim Einkauf, gibt keine Sahne....... ok, dann halt nicht, nehm ich die aus der Reserve.

    So hätte ich noch einen anderen Laden anfahren müssen.

    Ich habe was beim Einkauf vergessen ?, Kommt auch vor, dann nehm ich halt das aus dem Keller.

    Im Winter eingeschneit, dann muß ich nicht auch noch zum einkaufen raus.

    Krank, egal, irgendwas ist immer da aus dem ich was zaubern kann.


    und ja natürlich auch die Ersparnis. Vieles habe ich noch zu "vor" Inflationszeiten eingekauft.

    Oder in großen Mengen im Angebot. Kann ich die Zeit bis zum nächsten Angebot überbrücken.

    Dazu verarbeiten was im Garten anfällt und haltbar machen.

    Die letzten beiden waren schon immer der Grund warum ich Vorrat hatte. Lange bevor ich preppermäßig gedacht habe.

    Außerdem, ich hasse einkaufen.

  • Ich habe bei einer Gemeinschaftspflanzaktion einer Streuobstwiese mit ca. 35 Obstbäumen in der freien Landschaft meine 12 x20l Trinkwasserkanister mitgenommen, um die frisch eingegrabenen Jungpflanzen einzuwässern. Bei der ersten Fuhre wurde das eingelagerte Wasser erst mal "rausrotiert" .

    Ohne die Kanister wäre der Transport in Eimern und Gießkannen im Auto etwas kompliziert geworden.


    Bei diversen Outdorr-aktivitäten werden wohl auch Ausrüstungstücke mit "Dual-Use" verwendet wie Kocher Zelte, Rucksäcke , Zelte ,Tarps , die man normal nützen kann und auch bei der Krise. Das gleiche gilt für die Aurüstung von Handwerkern/bzw, "Bastlern, "Häuslebauern" und "Hobbynutzgärtnern".

    Werkzeug und Material zu haben , war ja während des Lock-Down sinnvoll. als stellenweise Baumärkte dicht waren .


    Und dann gibt es noch "Investitionen", bei denen neben finanziellen Überlegungen vielleicht auch gewisse Autarkiebestrebungen mitspielten , die sich dann nebenbei als Krisenvorsorge darstellen können.


    Ich denke dabei an Ommas alten , nicht rausgeworfenen Küchenherd, den Kaminofen , die kleine Kettensäge bis zum Holzspalter .. , oder die PV Anlage mit Speicher und dem damit zu ladenen E-Auto . "Prepper-Luxus" wäre dann der optionale Inselbetrieb.


    ZU denken wäre auch an einen instandgesetzeten oder neu geschlagenen Gartenbrunnen, Wasserfässer, Zisterne , also Dinge die man laufend nutzen kann , und die sich später mal als der Krisenvorsorge nützlich darstellen .