Öllampe - Füllung und Dochte

  • Wir haben uns so eine Öllampe gekauft. https://www.ebay.de/itm/Ollampe-Olli...-/251212765839
    Der Händler meinte, wir sollten sie mit Petroleum füllen und nicht mit Öl. Außerdem sagte er, wir sollen die Dochte so einstellen, das sie einen Lichtbogen machen. :Aua:
    Mit welchem Petroleum habt ihr im Innenbereich gute Erfahrungen gemacht und wo bezieht ihr es her?
    Und wie kann man Dochte so einstellen, das sie im Bogen verbrennen? Oder habe wir da was falsch verstanden?
    Wie häufig müssen Dochte erneuert werden?
    Gibt es bei Dochten auch Qualitätsunterschiede oder Dinge auf die man unbedingt achten sollte?

    - Der wichtigste Vorrat ist Wissen, den können selbst Plünderer nicht mitnehmen -

  • Hallo Nashua,


    Du solltest ein Petroleum nehmen mit wenig Aromaten (Inhalt).


    Das hat dann auch einen relativ geringen "Gestank" . ;)


    Bekommen könntest Du Leucht- Petroleum z.B. hier:


    http://hytta.de


    hier z.B. das Produkt:


    [URL="http://hytta.de/zubehoer/AIDA-Paraffinoel-hochgereinigtes-Petroleum,9996.htm"]http://hytta.de/zubehoer/AIDA-Paraff...oleum,9996.htm[/URL]


    Zum Docht:


    den sollte man beschneiden, und zwar so, dass der nicht so franselig aussieht wie auf dem Foto das Du verlinkt hast. Ansonsten wird der Rußen.
    Ausserdem musst Du mit der Dochtlänge experimentieren (wie weit der aus dem Brenner rausguckt).


    Neue Dochte bekommst Du bei dem Verkäufer Deiner Lampe (der bietet die auch an) oder auch bei Hytta (s.oben)


    oder Toplicht.


    http://www.toplicht.de/de/shop/lampe...e-und-zubehoer


    Geiz ist da nicht geil und Kunstfaser taugt nichts.


    Ausserdem gibts den ganz besonderen Petroleumladen in der Schweiz von unserem (ehemaligen) Forumsmitlied Ernst


    Freis Petrollampen


    https://www.prela.ch


    Ernst betreibt das Geschäft mit Herzblut, "da werden Sie auch geholfen", ein excellenter Fachmann.


    Es lohnt sich mal durch diese Homepage zu lesen. Da gibt es unzählige Tips zu Petroleumlampen.


    Auch hier im Forum hat er unzählige Beiträge mit Tips zu Petroleumlampen gepostet. Es lohnt sich da mal ein bisschen zu suchen (Freis Petrollampen war sein Forenname)


    Ernst ist auch noch im Schweizer Forum unterwegs.


    Hoffe das hilft weiter.


    Gruss, Udo

  • Moin Nashua, moin @ll,


    Du, nimm es mir bitte nicht übel, aber ein offenes Wort von mir:


    Stell das Lämpchen besser als Deko ins Regal ober als Stimmungsbeleuchtung auf den Terrassentisch ...


    Diese kleinen Öllichte taugen (leider) zu nichts anderem. Selbst wenn Du das feinste Leuchtpetroleum mit unter 0,007% Aromaten nimmst (Vergleichspreis beim Bezug aus F ca. 2€/l im 20l Gebinde) und kaum einen feststellbaren Geruch hast, wird das Lämpchen beim geringsten Luftzug Fackern und rußen wie ne alte Dampflock!


    Das liegt einfach daran, daß selbst bei winzig eingestelltem Docht die Flamme ungeschützt ist und durch Luftzug zum Abreißen neigt. Damit wird beim Durchzünden die Verbrennung unvollständig. Sobald der Docht etwas höher gezogen ist (=mehr Licht, das meinte der Verkäufer wohl mit Lichtbogen) erzegt die Thermik der Flamme selbst genug Turbulenzen um diesen Effekt zu generieren. Ich hab da auch mal Lehrgeld bezahlt...


    Ich hab irgendwo noch so ein Winzlings-Nachtlicht stehen, das mit einem Runddocht bei kleiner Flamme ganz lieb und still leuchtet - da ist aber auch ein Glas um die Flamme. Wehe mir, ich drehe sie einen Tick höher, sofort geht das Rußen los - und das Müffeln!


    Um dich vor einem weiteren Fehler zu bewahren:


    Laß die Finger von Flachdochtbrennern - auch als Wiener Brenner bekannt!


    Auch die sind praktisch nicht „müffelfrei“ zu betreiben - das ist und bleibt schlecht für den häuslichen Frieden....


    Gönn dir eine kleine Kosmos-Lampe, da wird der flache Dochtstreifen als Ring geführt. Nicht zu hoch eingestellt brennen die fein und auch mit billigerem Petroleum praktisch geruchsfrei!


    Du findest sie entweder - wie Udo schon schrieb - bei Hytta in guter Qualität oder bei Ernst Frei. Falls Du in D noch regional im Norden oder Süden einen Händler suchst, kann ich noch weitere benennen.


    Wenn noch Fragen sind, immer heraus damit, dafür gibt es ja das Forum!


    Be prepared!


    Christian

    Hier wird das Licht von Hand gemacht ... und der Motor gehört nach hinten!

  • Falls es noch von Interesse ist: Das Ding kann man mit billigem Olivenöl als Stimmungslicht auf dem Balkon betreiben. Mit Olivenöl entwickelt sich eine harmlose Art Bratengeruch, wenn der Docht falsch eingestellt ist. Bei Petroleum wird es sehr unangenehm und man bekommt bald Kopfweh davon.
    Zum Einstellen des Dochtes benutzt man eine lange Nadel.
    Petroleum oder Paraffinöl wird riechen (es wurde bereits gesagt) und die Lampe kann damit "durchgehen", d.h. die Flamme zu gross oder zu heiss werden, so dass die Dochtschnuten reissen. Deshalb sollte man eine solche Lampe nur auf einer feuerfesten Unterlage (ein alter Porzellanteller ist gut dafür) brennen.
    Wenn der Docht nicht geeignet ist (bei solchen Deko-Lampen wird oft einfach irgendwas eingezogen), kann es auch sein, dass die Flamme nicht lange brennt, weil der Docht den Brennstoff nicht fördert. Dann kann man sich mit mehrfach zusammengedrehtem ungefärbtem Baumwoll-Häkelgarn helfen.


    Ich beleuchte meine Freizeit-Hütte mit richtigen alten Docht-Petrollampen, wie sie von etwa 1860 an bis in die Zwischenkriegszeit in allen Haushalten zu finden waren. Die sind ganz anders konstruiert. Bis man die Dinger so weit hat, dass sie geruchlos und hell und sauber leuchten, braucht es etwas Erfahrung. Zudem müssen Docht, Glas, Brenner und Leuchtöl zusammepassen, sonst hat man nur Ärger damit.


    Lampen aus der Bucht funktionieren selten oder nie auf Anhieb richtig. Die häufigsten Probleme sind:
    - falscher Docht drin
    - Zugglas passt nicht zum Brenner
    - Dochtverstellmechanik kaputt
    - Brennergewinde vermurkst, Brenner lässt sich nicht zerlegen und also auch nicht richtig reinigen. All die Luftlöcher und Durchbrüche im meist aus Messingblech bestehenden Brenner haben aber nicht boss Zierwert und müssen sauber sein.
    - Es werden einfache Dochtlampen vom Baumarkt, die nur für die Gartenparty taugen, als Petrollampen angepriesen.
    Meist ist noch alles verdreckt und versifft und eine undefinierbare Plörre im Brennstofftank.


    Das hat damit zu tun, dass heute kaum jemand noch mit Petrollampen tatsächlich arbeitet, aber jeder noch eine Petrollampe zu kennen glaubt. Zum Verkauf auf Internetportalen vorgestellte Lampen werden deshalb oft schlecht oder unzutreffend beschrieben und die Bilder zeigen die entscheidenden Details nicht richtig. Dafür werden grauenhaft verschnörkelte Kitschexemplare als "authentisch aus der Zeit" angepriesen. Ein als funktionsfähige Lampe beschriebenes Teil hat nur den Lampenschirm aus Milchglas, aber kein Zugglas. Funktioniert ja, man kann unten Lampenöl einfüllen und oben anzünden. Manch eine "Petrollampe" ist bei näherem Hinschauen eine Karbidlampe. Einer hat sogar einmal eine Petrollampe als "Mitte 18. Jahrhundert" bezeichnet, dabei wurde das Petroleum selber erst hundert Jahre später als Leuchtmittel entdeckt.


    Will man ernsthaft mit einer Docht-Petrollampe einen Raum ausleuchten, dann kommen Lampen, die einen Docht in Form einer dicken Schnur oder eines schmalen Stoffbandes haben, nicht in Frage. Es bleiben also vor allem die mit Kosmos- oder Matadorbrenner. Das Zugglas (das Glas, das den Luftzug erzeugt, der die Flamme erst richtig zum Leuchten bringt) muss von Form und Grösse her zum Brenner passen. Bloss weil man es oben auf die Brennergalerie stecken kann, bedeutet dies nicht, dass das Glas das Richtige ist.


    Google hilft, es gibt tolle Foren zum Thema und wer die Tips von Ernst Frei (www.prela.ch) befolgt, macht schon mal die üblichen Fehler nicht, die einem den Spass an dieser alten Beleuchtungstechnik nachhaltig verderben können.
    Ein bisschen Zuwendung verlangen diese alten Lampen allerdings schon. Wer bloss einfach Licht will, der soll eine akkubetriebene LED-Lampe nehmen, zumal sich eine Petroleumlampe auch vom Betriebsstoff her teurer stellt.

  • Apropos Öllampe: Vorsicht vor (z.B. am Faaker See) gefundenen Öllampen. Das könnte zu spontanen Lichtblitzen führen: https://kaernten.orf.at/m/news/stories/2930847/


    Es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt ...
    Wobei der Fehler ja darin lag, dass ein gefundener Explosivkörper fälschlicherweise als Öllampe gedeutet wurde.
    Es soll ja auch Leute gegeben haben, die jahrelang scharfe Panzerminen als Bettwärmer verwendet haben.
    Aber schon das Befüllen eines tatsächlich als Lampe gedachten Flohmarktschnäppchens mit falschem Brennstoff kann im Haus zu Besuch der Feuerwehr führen - wenn man sich nicht auskennt, erstmal draussen und auf feuerfester Unterlage ausprobieren!

  • Nachtrag: Als Ersatz-Notbeleuchtung kann so eine Petroleum-Sturmlaterne gute Dienste leisten. Sie ist heller als eine Kerze, und man kann sie herumtragen, ohne dass sie ausgeht oder kleckert, und sie brennt (Name) auch bei Zug stabil. Als Tischbeleuchtung bei den lauen Sommerabenden ist es ganz nett.

    Hauptvorteil: Richtig gelagert lässt sich das Ding als Notlicht unbegenzte Zeit aufbewahren. Das kann man von allem, was Akkus oder Batterien braucht, leider nicht sagen.

    Dazu sollte man die Lampe mit leerem Tank aufbewahren, weil der Brennstoff mit den Jahren doch weniger wird. Als Brennstoff reicht ein Liter Grillanzündeflüssigkeit sehr lange. Lampenöl ist teurer, aber für den Zweck nicht besser. Finger weg von Duftpetroleum, ist zu teuer, bestenfalls unnötig und setzt den Docht zu.

    Also Sturmlaterne, Flasche Grilli und Schachtel Streichhölzer in dicht verschliessbares Gebinde tun. Mit anderen Sachen, die trocken bleiben sollen, ist eine blaue Lebensmitteltonne gut geeignet.

    Dem Gebrauch in der Not stehen zwei Dinge im Wege:

    a) Im Katastrophenfall sollte das Teil nicht verschüttet oder weggeschwommen sein.

    b) Man sollte wissen, wo es ist, wenn man es braucht.


    Wo kaufen? Sturmlaternen sind weniger heikel als richtige Petrollampen.

    Am besten beim nächsten Flohmarktbesuch eine mitnehmen, oder in Kleinanzeigenportalen schauen. Bis zum allgemeinen Aussterben der Petrolbeleuchtung gab es viele Hersteller, die in Europa in riesigen Stückzahlen produziert haben. Der Herstellername steht meist als Prägung auf dem Tank. Die sind alle brauchbar, wenn sie nicht kaputt oder vergammelt sind.

    Neuware ist aus Fernost und kann von brauchbar bis grottenschlecht alles sein (Dochtprobleme, Tankdeckel lässt sich nicht festschrauben, manche stinken erbärmlich weil beim ersten Mal Anzünden der schöne Lack verbrennt, man kann aber auch Glück damit haben). Vor dem Kauf einer Gebrauchten Dochtrad und Glashebemechanismus ausprobieren und in den Tank gucken - Rost oder undefinierbares Zeug drin sind ein Nicht-Kauf-Grund.


    Ein leider häufiges Problem bei Neuware, das man nicht vor dem Kauf sehen kann: Der Docht fördert nicht gut. Man merkt es daran, dass die Flamme klein bleibt oder fast ausgeht, und wenn man den Docht höher dreht, glimmt er oben ab. Das, obwohl der Tank voll ist. Wurde Petroleum oder Grillanzünder getankt, liegt es daran, dass der Docht eine Appretur von der Herstellung hat, dass also die Fasern vor dem Verweben behandelt wurden, damit sie maschinengängiger sind. Das kann man mit Auskochen in Seifenwasser, Sodalauge, einmal in die Geschirrwaschmaschine geben meistens entfernen. Sonst hilft nur ein anderer Docht.

    Petrollampen funktionieren mit Pflanzenöl nicht, dieser Brennstoff ist zu dickflüssig.

  • Also ich fühle mich bei meinen zwei Feuerhand Sturmlaternen, einem Ersatzglas, einem Ersatzdochtbrennerteil, 20/30 Dochten und viel Brennstoff (je 10l Grillanzünder und Lampenöl) gut aufgestellt, zumal die Bedienung trivial ist.

    Eine brennt mit Lampenöl, die andere mit Petroleum - ist ein langfristiger Test was besser abschneidet. Einfach "Öl" oder "Petrol" auf die Lampe geschrieben, fertig.

    Der Brennstoff lagert in kleinen Kanistern in einer Kiste, welche Katzenstreu auf dem Boden hat zum Aufsaugen bei Leckagefällen.


    Die Chinanachbauten sind grottig, gerade vor dem Hintergrund dass sie fast genauso viel kosten.


    Die Verdampferpetromaxe sind mir zu technisch, da kenne ich mich nicht aus :whistling: Die sind aberwesentlich leuchtstärker als meine.... Und seeehr nostalgisch und ansehnlicg.


    Es ist zugegebenermaßen aber generell auch ein bisschen Romantik dabei ;)

  • Ich hab hier irgendwann mal eine Berechnung gemacht wie elendig Grotten die Effizienz von Dochtlampe zu Petromax ist.... das ist echt hoch10 besser....


    Inzwischen ist LED aber hoch10 besser als eine petromax.....


    Für mich sind halt dochtlampen einfach nur Deko....selbst feuerhands

  • Es gibt ja Situationen, wie im Winter in Norddeutschland, wo Licht und Wärme gleichermaßen willkommen sind. Mit so einer Petromax 500 kannst du selbst ohne Wärmeaufsatz die Bude auf angenehme Temperatur bringen, und mittels des Kochaufsatzes kann es je nach Tageszeit dann auch noch Kaffee oder Glühwein dazu geben (ausprobiert). Dennoch finde ich im Alltag die Aladdin angenehmer und einfacher in der Bedienung. Außerdem ist sie dimmbar. Die Aladdin ist meine Alltagslampe im Winter, die heizt morgens den Raum schneller auf als die trägere Heizung.

  • Udo (DL 8 WP) wo ist der Vorteil von Petromax Lampen im Vergleich zu Feuerland?

    KCCO 120 hat diese Frage gestellt.


    Grundsätzlich sind die Feuerhand Lampen Dochtlampen und die Petromexan Lampen Vergaselampen.


    Ich würde da keine Vor- und Nachteile sehen, prinzipiell ergänzen die sich.

    Die Systeme und Lichtausbeuten sind ganz unterschiedlich.


    Die Feuerhand ist eine "Funzel" die aber sofort mit einem Streichholz in Betrieb zu setzen ist und einfachst funktioniert.


    Die Petromax ist da schon deutlich komplizierter und bedarf der (gekonnten und ein bisschen geübten) Pflege, hat dafür aber auch eine tolle Lichtausbeute. Diese Lampe muss man vor dem Betrieb entweder erst mit Spiritus oder mit einem Schnellstart System vorheizen. Man kann sie mit Petroleum oder Benzin betreiben, sowie diversen anderen exotischen "Gemischen".

    Dafür gibt es kleine Änderungen im Brennersystem.

    Unser ehemaliger Forumskollege aus CH "Freis PetrolLaden" (er hat tatsächlich so einen Laden) hat das in diesem Forum vor Jahren sehr genau beschrieben, auch was man da verändern muss für den Einsatz verschiedener Brennstoffe.


    Ungeübte / unfähige schaffen es aber auch so eine Lampe in eine Rauch- und Russgenerator zu verwandeln.... ;) Solche Lampen kann man dann auf Flohmärkten gang billig ergatteren.....


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    Auch die Glühstrümpfe gehen ab und zu kaputt und die wieder einzubauen erfordert ein bisschen sensomotorische Fähigkeiten.


    Nach dem Einbau müssen die Glühstrümpfe auch erst mal eingebrannt werden.


    Die Lichtausbeute ist allerdings phänomenal, man kann damit auch Kochen und Heizen.....


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    Gruss, Udo

  • Sorry, aber ich kann mich für die Petromax Lampen nicht so erwärmen. Sie sind mir einfach zu hell und zu laut. Es muss ja nicht immer alles in gleißendes Licht gehüllt werden nur weil wir es so gewöhnt sind.

    In den Meisten fällen reicht eine normale Petroleumlampe aus.

    Wer dennoch bei künstlichem Licht noch arbeiten will der kann sich eine Aladdin Lampe besorgen. Ja sie ist nicht ganz billig, aber eine Lampe die nicht so anfällig wie eine Petromax ist. Sie arbeitet auch mit einem Strumpf aber ohne Druck.

    Ich verlinke euch mal die Seite wo sie genauer beschrieben ist. Schon lange steht sie auf meinem Wunschzettel. Mal sehen ob es dieses Jahr noch was wird.


    https://hytta.de/aladdin/index.htm#info

  • Da sage ich mal an alle vielen herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Frage.


    Gruß


    kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Hallo Zusammen,


    Ich muss jetzt doch noch die direkte Frage stellen, welche Coleman oder Petromax ihr mir zum Kauf empfehlen würdet.


    Verwendung Notlicht, Heizen und kochen


    danke ich voraus

    Gruß


    Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Hallo KCCO,


    Wenn Du mit einer Petromax liebäugelst, dann kauf Dir keine neue Nachbaulampe.

    Vielmehr such Dir eine gute und bezahlbare aus Armeebeständen, ex BW oder CH Armee. Auch von der DK Armee sind welche unterwegs. Darunter gibt es Petroleum Typen und welche die mit Benzin arbeiten. Auch gibt es solche mit oder ohne Rapid Starter und solche, bei denen der Strumpf nur oben oder oben und unten befestigt ist (-> CH Armee Brenner der HK 250 und Tank der HK 500, Benzinlampe, siehe Bild in Beitrag 13) .


    Allerdings beobachte ich, dass die Preise für diese alten Schätzchen derzeit fast durch die Decke gehen.


    So eine Lampe musst Du zunächst mal komplett zerlegen, neue Dichtungen und Pumpenleder etc einbauen. Wenn Du das gemacht hast, weisst Du wie so eine Lampe funktioniert. Besorg Dir einen Satz Viton Dichtungen für die Lampe.


    Eine recht gut gemachte Überholungsanleitung findest Du hier:

    Das ist unser Mitglied Tom / "eraperp", der sich hier leider etwas rar gemacht hat.


    https://www.vesab.de/wpvesab/selbstbau/petromax-hk-500-3015/


    Wenn Du Dir das nicht zutraust, kaufe eine gut überholte, entweder bei Leo (aus dem Lampenforum) oder bei Ernst (Freis Petrol Lampen) in der Schweiz.


    https://www.prela.ch


    Auch auf seiner Seite findest Du sehr viele Tips !



    Coleman Lampen:


    Auch für sehr alte Coleman Lampen bekommst Du (in USA) noch Ersatzteile, aber auch in D.

    Ich habe u.a. eine von 1955, die mal meinem Vater gehörte, dann die ganz kleine und noch eine vom Flohmarkt aus USA.


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    Mit der Kocherei und Heizerei ist das so eine Sache.


    Kauf Dir zum Kochen einen Coleman (Benzin) Kocher (der stinkt aber in Innenräumen) -> Siehe Beitrag 13 der kleine "grüne", die neuen sind grau.

    Das sind tolle Kocher mit einer Leistung um 3 kW.


    Zum Heizen besorgst Du Dir einen Schweizer (Petroleum) Turmofen L 51, aber auch der stinkt in Innenräumen. Man braucht dafür unbedingt Petroleum mit wenig Aromaten drin.


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    Ich würde mal auf Flohmärkte gehen und nach diesen Dingen sehen....


    Für den Coleman Kocher brauchst Du ggf. einen neuen Generator und Pumpenleder, für den Turmofen ggf. einen neuen Docht.


    Eine alten Turmofen habe ich vor vielen Jahren mal mit Hilfe von Ernst überloht....


    Marke Turm - kleiner Petrolrumofen - wer kennt sich aus ?


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    Ich kann Dich nur ermutigen Dich mit diesen alten Sachen zu beschäftigen !


    Gruss, Udo

  • Was Licht angeht, würde ich nicht nur auf fossile Brennstoffe, sondern auch auf Solarlampen mit Bewegungsmelder setzen. Am Ende des Sommers bekommst du sie oft recht billig. Nimm eine mit einem externen Panel, das über Kabel mit der Lampe verbunden ist. Dann befestigst du die Lampe mittels Powerstrips oder so in deinem zu beleuchtenden Raum (bei uns beispielsweise das WC), das Kabel passt auch bei geschlossenem Fenster zwischen Fensterrahmen und Laibung hindurch, und von Februar bis etwa Mitte November haben wir eine wartungsfreie, sich selbst schaltende (mittels Bewegungsmelder) Beleuchtung. Das spart Geld, weil auch z.B. niemand vergisst, das Licht danach wieder zu löschen. Im Winter müsste ich hin und wieder die Akkus herausnehmen und extern laden, da kommt zu wenig Energie rein. So eine kleine Solaranlage, lass es 100 W Panelfläche sein, kann dir in der Hinsicht sehr nützlich werden, denn du hast mit LED-Stirnlampen usw. gerichtetes Licht zum Arbeiten, und die Bude brennt im Allgemeinen nicht davon ab, und es entsteht kein CO. Kohlenmonoxid solltest du beim Betrieb von Kochern/Heizern/Leuchten mit Brennstoffen in geschlossenen Räumen nicht vernachlässigen, ich habe einen CO-Sensor. Meine Stirnlampen, Leselampen usw. sind alle an USB über die Solaranlage ladbar.


    Als Kocher kannst du praktisch jeden nehmen, der dir von der Handhabung liegt, mein MSR Whisperlite hat viele Dienstjahre (irgendwas zwischen 10 und 20) hinter sich und läuft immer noch gut. Bei Neuanschaffung kann Multifuel nützlich sein, im Krisenfall bist du dann flexibler hinsichtlich der Art des Brennstoffs. Gute Regelbarkeit ist nützlich, mitunter brauchst du eher lange sanfte Wärme, wenn du z. B. Brot backst. Fang mit dem Kocher-Handling draußen an und stell Löschmittel bereit. So aus dem Steigreif in geschlossenen Räumen halte ich für gewagt. Es ist durchaus machbar, den Kocher hin und wieder zu warten und ihn dafür teilweise auseinanderzunehmen, das hat mein SOhn im Alter von etwa 13 Jahren mit seinem Dragonfly Kocher ohne Hilfe hinbekommen. Wenn du den Eindruck hast, er reagiert nicht mehr so gut auf die Regelung, mach eine Reinigung und Wartung. Nimm in Innenräumen den saubersten Brennstoff, den du bekommen kannst, also aromatenarmes Reinpetroleum und Reinbenzin. In Kraftstoff sind viele Additive enthalten, die man eher nicht einatmen sollte.


    Eine schöne Kombination aus Licht (dimmbar) und Wärme bietet die Aladdin-Lampe, eine drucklose Petroleumlampe mit Glühstrumpf (Ersatzteile leider recht teuer, aber notwendig, ewig hält so ein Glühstrumpf nicht), leise und heizt auch schon anständig. Aber guck mal auf z.B. hytta.de, so ein Kosmosbrenner ist auch nicht schlecht, das hatte meine Oma früher als Küchenlampe.

  • Hallo Zusammen,
    und danke an Udo (DL 8 WP) und Weltengänger fur die sehr umfangreiche Zusammenstellung.
    danke auf für den Hinweis die auf PV und Akku Lösungen. Meine geeigneten Flächen sind mit PV Generatorn (Paneelen) voll (Im Sommer zu groß und im Winter zu klein) und mit den Akkus verhält sich das ähnlich.
    Ich bin wirklich auf der Suche nach Wissen und Erfahrungen um fossile Energie Lampen Und Brenner usw weil ich hier fast keine Erfahrungen gemacht habe.
    und da hat sich auch schon Dir Nächte Frage ergeben.
    Es wird oft von reinem Kraftstoff gesprochen. Ich geh mal davon aus das das nicht der ist der an der Tankstelle abgegeben wird. Petroleum wir scheinbar nur in 1 Liter gebunden angeboten.
    gibts da Bezugsquellen und vielleicht auch die Erläuterung von Vormund Nachteilen einzelner Marken?


    Gruß


    Kcco

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Reinbenzin kaufe ich bei DM ("Waschbenzin"), oder du nimmst im Baumarkt Alkylatbenzin für Viertakter. Petroleum habe ich letztes Jahr aus Holland zu einem guten Kurs bekommen, ich hatte mich mit einem anderen Leuchtfreund zusammengetan, so dass wir einen günstigeren Preis bekamen, und die 20 Liter lagern jetzt in meiner Garage. Wenn du die Möglichkeit hast, guck dir die Preise im nahen Ausland an, so teuer wie in DE ist Energie woanders normalerweise nicht.