Eine schleichende Vorbereitung

  • Wir kaufen ganz normal weiter ein, so weit das unter den aktuellen Umständen im Einzelhandel möglich ist. An den Vorrat (der bei uns allerdings getrennt vom normalen Speisekammer-Vorrat ist) geht es erst ran, wenn es unumgänglich ist. "Lieblingsartikel" ist für mich kein Argument, weder für Hamsterkäufe noch für das Anbrechen des Vorrats. Wenn keine Nudeln mehr zu bekommen sind, müssen es eben Kartoffeln oder Reis tun. Erst wenn es davon nichts mehr zu kaufen gibt, muss der Vorrat ran.

  • Finde ich grundsätzlich super, Grashalmx, nur kann man meine Artikel (bin stark allergisch und kann nur bestimmte Sachen essen) hier im Dorf nicht kriegen. Darum drehte sich die Diskussion, ich wollte noch einmal in die Stadt, nachfassen, er meinte, bleib lieber zuhause. Schwere Entscheidung, denn zuhause zu bleiben hat auch absolut seine Berechtigung, hab nur Panik, dass ich meinen Kram nicht nachkriege, denn in den gängigen Onlineshops, die ich sonst auch nutze, ist schon alles ausverkauft. Na gut, zur Not kann ich Kartoffeln essen, die vertrage ich. ;-)

  • Wir haben einen Vorrat für etwa 3-4 Wochen eingebunkert, aber alles Waren die wir normalerweise auch Verzehren.

    Mit dem Einkaufen halten wir es wie folgt:

    Wir machen Sonntags einen Wochenplan und kaufen dann entsprechend ein, lagern die neueren Artikel ein und verwenden die, die wir eingelagert hatten.

    Dazu geht aber immer nur ein Elternteil einkaufen, die Kids halten wir aus der Menschheit raus, soweit es geht.

    Sollte zwischendurch was fehlen, spaziert einer los und besorgt es.

    Noch sehen wir die Situation recht entspannt, da ja mehr oder minder alles noch beschaffbar ist und auf andere Artikel ausweichen geht auch noch.

    Sollte es wirklich doof werden draußen, mit ewig langen Schlangen, dann gehen wir nicht mehr einkaufen, oder nur noch sehr selten.

    Wir wollen unangenehme Zusammenstöße mit Mitmenschen vermeiden, wenn alle hyper nervös werden


    Bug In wäre nett und schön, aber wir haben beide einen Job dem wir nachkommen müssen, sonst gibt's halt bald kein Geld mehr für Futter.


    Kurz; wir haben den Kontakt mit anderen/fremden Menschen sehr stark eingeschränkt und kaufen einmal die Woche ein.

    In der Nachbarschaft helfen wir uns aber weiter gegenseitig. Allein würde man echt schnell bekloppt.

  • Asdrubal

    So wird es derzeit wohl fast jeder halten, der schon einen Vorrat angelegt hat.

    Die Frage bleibt, wann man umschaltet um den Vorrat konsequent und ausschließlich zu nutzen.


    Gruß



    Tid

  • Die Frage bleibt, wann man umschaltet um den Vorrat konsequent und ausschließlich zu nutzen.

    Das schätzt vermutlich jeder anders ein. Ich sehe einer persönlichen Infektion relativ gelassen entgegen. Natürlich will ich die eher vermeiden, aber Einkäufe würde ich nur deshalb nicht ausfallen lassen, die Zahl aber natürlich minimieren. Andere bewerten das anders, und das auch mit Recht.


    Für mich wäre der Punkt erreicht, wenn man beim Einkauf längere Zeit auf dem Parkplatz rumstehen und auf einen Einkufswagen warten müsste, wenn dort gehäuft Auseinandersetzungen zu erwarten sind oder wenn bestimmte Dinge überhaupt nicht mehr zu haben sind. Letzteres könte bei uns beim Toilettenpapier nächste Woche der Fall sein. Dann geht es wirklich an den Vorrat.

  • Schwer zu sagen, wo da die entsprechende Schwelle liegt. Da man ja mit Schutzausrüstung einkaufen gehen kann, würde ich sagen, dass ein

    komplettes Umswitchen auf Vorräte erst nötig ist, wenn es Faktoren, wie Kriminalität gibt oder man keine Schutzkleidung Desinfektionsmöglichkeiten hat.


    Bevort ich mich aber 1h oder länger irgendwo anstellen muss, würde ich aber auch darauf verzichten. Ich war heute um halb 8 im Lidl. Das reicht wieder bis Ende der Woche.

    Problematisch sind nur Dinge wie Bananen, da die sich nicht so lange halten.

  • Ich gehe bisher auch ganz normal einkaufen. Einkäufe auf ein Minimum zu reduzieren, also so ca. 1x pro Woche, habe ich auch schon vor Corona gemacht. Aktuell sehe ich auch keinen Grund das zu ändern. Die Situation kann sich noch sehr lange so halten. Ich versuche solange wie möglich ein normales Leben, mit minimalen Sozialkontakten, zu führen. Heute gab es bei uns im Aldi sogar Toilettenpapier, da konnte ich mir rechtzeitig 1 Päckchen für den laufenden Verbrauch mitnehmen.

  • Bei Lidl gab es auch WC Papier, aber 10x200 Blatt für 3 EUR fidne ich zu teuer. habe ja sonst imm die 20x200 für 5 EUR bei DM gekauft. hab ja noch vier packen VOrrat und somit warte ich da einfach mal ab. Irgendwann wird die ANchfrage auch zurück gehen,w eil viele entsprechend gebunkert haben und merken, dass es ga r nicht nötig ist.

  • das Einkaufen wird sich in den nächsten Wochen wieder normalisieren und die Regale wieder weitestgehend gefüllt sein. Ich habe bisher zumindest noch keine andere Information aus Ländern die weitaus schlimmer betroffen sind.


    Sicherlich wird es evtl. Einschränkungen bei der Produktauswahl geben, sodass man nicht die komplette Vielfalt hat. Dennoch wird man ausreichend versorgt sein. So ist zumindest meine aktuelle Einschätzung.

  • das Einkaufen wird sich in den nächsten Wochen wieder normalisieren und die Regale wieder weitestgehend gefüllt sein. Ich habe bisher zumindest noch keine andere Information aus Ländern die weitaus schlimmer betroffen sind.


    Sicherlich wird es evtl. Einschränkungen bei der Produktauswahl geben, sodass man nicht die komplette Vielfalt hat. Dennoch wird man ausreichend versorgt sein. So ist zumindest meine aktuelle Einschätzung.

    Das sehe ich auch so. Bisher gibt es nur wenige Anzeichen für eine Verknappung und die auch nur bei speziellen Produkten. Also nichts was auch nur ansatzweise Existenzberohend wäre

    Für mich wäre der Punkt erreicht, wenn man beim Einkauf längere Zeit auf dem Parkplatz rumstehen und auf einen Einkufswagen warten müsste, wenn dort gehäuft Auseinandersetzungen zu erwarten sind oder wenn bestimmte Dinge überhaupt nicht mehr zu haben sind.

    Längere Zeit rumstehen musss man bei uns je nach Laden schon weil die nur 20 Leute gleichzeitig in den Laden lassen.


    Aber ich sehe das ganz einfach. Mein 4 Wochen Vorrat ist in meine normale Rotation eingebaut. Ich arbeite weiter wie bisher, entnehme und fülle auf. In meinen Augen gibt es "noch" keinen Grund für ein vollständiges BugIn, was ich mir auch beruflich überhaupt nicht leisten kann.

    Außerdem ist mein Vorrat so immer auf dem vollen Stand wenn die Lage weiter eskaliert, wobei ich Unruhen hier auf dem Dorf nicht sehe und die Infektionszahlen lassen mich auch noch nicht dran denken weiter zu eskalieren. Ich hab die Option von Mundschutz über Maske bis hin zum Vollschutzanzug, aber Stand heute tut es Händedesinfektionsmittel im Auto nach dem Einkauf bevor ich was im Auto anfasse und hände waschen daheim. Außerdem natürllcih abstand und kein Einkauf zur "RushHour" Ich lasse mir halt gern noch ein paar Eskalationsstufen offen.

    Allerdings gilt das auch nur für mich, in einem kleinen 5000 Einwohner Dorf in einer 19000 Einwohner Gemeinde am Rande der Zivilisation die bis heute noch 0 (nulll!!!!) bestätigte und nur 3 Verdachtsfälle hat. In der Stadt sähe meine Einschätzung auch ggf. anders aus.

    Meine bescheidenen Masken und Anzüge bewahre ich für den Fall auf das ernsthaft Kontakt zu kranken notwendig wird

  • Denke, dass wenn es in der Gesellschaft ungemütlich wird, werden wir switchen. Wenn schon die häusliche Gewalt ansteigt, bin ich gespannt ob es draußen auch bald ruppiger wird. So lange kaufen wir ab und an ein um genügend daheim zu haben.

  • Da ich für den Rest der Familie aktuell einkaufe (mehrere Haushalte), ändert sich für mich erst mal wenig. Hygiene beachten, klar, ebenso vorher schauen, ob viel los ist. Mein Grundvorrat passt und wird deshalb erstmal nicht angerührt. Da wegen internationaler Beziehung (sind zwar nur ein paar Kilometer) momentan die 2-Personen Vorbereitung nur eine Person bedient - ja reicht lange, shit happens.

    Also eher die Genussmittel hoch halten, nicht dass es da auch noch zu Engpässen kommt.

  • Ich gehe jetzt nur reduziert raus, das heißt konkret diese Woche einmal zum Bauernladen um frisches Gemüse zu holen (und vielleicht nen Hand- oder Kochkäse und Äbbelwoi *G*). Dabei bringen wir den Verwandten auch etwas mit, um Kontakte zu reduzieren.


    Grundsätzlich treibt mich ggf. dann erst der nötige Nachschub an Flüssigbrot wieder raus, hier same game wie o.a. . Da wir vor 4 Wochen nochmals als Überbrückungsstock aufgebaut haben, werde ich nur einkaufen in den Supermarkt gehen, wenn die Situation entspannt ist, d. h. vor allem keine Warteschlange davor. Genau dafür sorgen wir ja vor, nicht in Zwangssituationen reingehen zu müssen.

  • Wir handhaben es auch so, dass der Vorrat prinzipiell nicht angerührt wird - mit der Ausnahme, dass solche Dinge genutzt werden, die am Markt nicht mehr zu haben sind. Damit lässt sich Zeit gewinnen und noch ist die Corona-Geschichte nicht ausgestanden.


    Wir haben beispielsweise 1kg Trockenhefe auf Reserve, davon habe ich jetzt eine Packung angebrochen, um Laugengebäck zu backen und meine Frau hat Rosinenbrötchen für die Kinder gemacht. Das fanden wir okay, da somit ein Besuch beim Bäcker vermeidbar war.


    Trockenhefe ist aktuell schwer bis garnicht mehr zu bekommen.


    Der Zeitpunkt zum kompletten Schwenk auf den Vorrat ist meiner Meinung nach dann gekommen, wenn in den Läden nichts brauchbares mehr im Angebot ist; sprich wenn es nur noch WC-Frisch-Steine und Skittles gibt.

    Einerseits wird man das selbst beim Einkaufen bemerken, andererseits spricht sich das in Foren herum.

    Noch ist es meiner Ansicht nach dafür zu früh....lassen wir mal zwei Monate ins Land gehen....dann ist das Lagebild hoffentlich klarer.


    Gruss, Fairlane

  • 1kg Trockenhefe? WTF!


    Ich ahbe nur so zwei packungen mit 5? Tütchen drin.



    :D Ja - sowas konnte man vor Corona problemlos bei amazon ordern; aktuell wird es mit dem Angebot sehr dünn und der Preis steigt auch.

    Wenn Du was auf halbwegs vernünftigen Niveau backen willst und im zweistelligen-Kilo-Bereich an Mehl hast, dann sind diese Mengen erforderlich.

    Klar ist Backen mit Sauerteig viel besser. Was ich mit meiner Trockenhefe z.B. an Brötchen bzw. Laugengebäck herausbekommen habe, sieht halt wie vom "Aufbäcker" in der Tanke aus....mit richtiger Hefe habe ich schon diese Dinge gebacken und zu Festivitäten im Verein blieb von einem großen Klappkorb mit ca. 50 Laugenstangen NIX übrig, ausser ein paar Krümel. Es scheint besser zu schmecken, als was mancherorts über die Theke wandert.


    Gruss, Fairlane

  • Trockenhefe ist aktuell schwer bis garnicht mehr zu bekommen.

    Was ich mich dabei seit etwa zwei Wochen frage: Was zum Teufel wollen die Leute mit so viel Mehl, Trockenhefe und dergleichen? Sind plötzlich alle unter die Brotbäcker gegangen? Ich meine, meine Frau und ich haben schon vorher Brot selber gebacken. Einfach, weil es uns besser schmeckt und bekömmlicher ist.

    Aber Otto-Normalverbraucher? Bei den meisten habe ich so meine Zweifel, dass die damit was anfangen können. Aber nun ja. Unsere Lager sind noch gefüllt und wir kaufen regelmäßig ein, um die Vorräte nur durchtauschen zu können, aber effektiv noch nicht aufzubrauchen.


    Wenn in ein paar Monaten die Lage sich hoffentlich einigermaßen normalisiert oder zumindest stabilisiert hat und auch die Versorgungslage wieder "normal" ist, werde ich eine Bestandsaufnahme machen und schauen, was sich bewährt hat und was nicht bzw. wo wir aufstocken müssen und wo wir noch genug haben. Aber im Moment ist das natürlich utopisch, Material zu humanen Preisen in brauchbaren Größenordnungen zu bekommen.

  • UrbanTrapper:


    Also ich finde das Kaufverhalten nicht wirklich ungewöhnlich, denn mit der Hefe kann man alle möglichen Sorten von Teig machen und entsprechend auch vielfältig backen. Es ist der schnellste Weg ohne großen Aufwand diverse Backwaren selbst zu machen. Mit einer Haltbarkeit von rund einem Jahr kommt man bei entsprechender Menge schon recht weit. Klar gibt es hochwertigere Alternativen und wieviel davon schlussendlich im Müll landen wird, werden wir nie erfahern.

    Es ist für mein Verständnis garnicht so abwegig was gekauft wird.


    Konserven halten sehr lange und der Schwerpunkt der neuen Hamster liegt auf günstigen Konserven - das mag zwar nicht immer ein kulinarischer Hochgenuß sein, aber man bekommt mehr für die investierten Euros.


    Nudeln - halten auch etliche Jahre, sind günstig und schnell zubereitet.


    Reis - verschiedene Sorten sind günstig zu haben, Zubereitung auch einfach, aber die Haltbarkeit ist nur mäßig - 1 bis 1,5 Jahre und er riecht ranzig.


    Hätten die Leute halt weniger von der Hand in den Mund gelebt und einen Vorrat mit Augenmaß angelegt, dann hätte es derartige Anstürme vermutlich nicht gegeben - das ist halt der Zeitgeist; etliche haben keinen Platz um etwas zu lagern; moderne Häuser sind ohne Keller gebaut, bei anderen ist am Ende des Geldes noch viel Monat über und plötzlich schauts so aus, als würde die Musik gleich aufhören zu spielen; da will jeder noch etwas brauchbares ergattern.

    Auch die ganzen Durchhalteparolen sind für mich ein untrügliches Indiz, dass man die Lage nicht auf die lockere Schulter nehmen sollte.


    Gruss, Fairlane