Eine schleichende Vorbereitung

  • liche haben keinen Platz um etwas zu lagern;

    Ich weiss nicht mehr, ist es jetzt 2 oder 3 Jahre her, als die Deutschen Behörden das erste Mal dazu aufriefen, sich einen 2-Wochen-Vorrat an Lebensmitteln und Wasser zuzulegen.

    Jedenfalls ging es in einigen Foren hoch her deswegen.

    Tenor war dann: es ist eine Frechheit, daß das Gobierno von uns verlangt, wir sollten uns bevorraten. In Krisenzeiten sei das die verdammte Pflicht und Schuldigkeit des Staates, seine Bürger aus den Notreservelagern der Regierung zu versorgen.

    Obwohl ich nicht in Deutschland lebe, weiss sogar ich, daß die dt Regierung solche Lager seit dem Ende des Kalten Krieges weitgehend aufgelöst hat und gar nicht mehr fähig ist, euch zu versorgen. Einen entsprechenden Link stellte ich dazu ein.

    Keiner der Foristen wollte das wirklich glauben und selbst diesjenigen, die es taten, sahen es nicht ein.

    Bei den Meisten kam dann natürlich das Argument, sie lebten in einer Mietswohnung und hätten keinen Platz, Vorräte einzulagern.

    Ich gab dann einige Tips, wo man trotzdem einige Sachen unterbringen könnt.

    Z.B. unterm Bett/im Bettkasten, auf den Schränken, unten im Kleiderschrank, hinter der Bodenleiste der Küchenzeile, auf den Oberschränken der Küche, usw.

    Da schrieb dann einer: Ja, das könnte ich machen, sähe aber einfach scheisse aus.

    Dazu muss man wohl kein Wort mehr verlieren..................

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Ich weiss nicht mehr, ist es jetzt 2 oder 3 Jahre her, als die Deutschen Behörden das erste Mal dazu aufriefen, sich einen 2-Wochen-Vorrat an Lebensmitteln und Wasser zuzulegen.

    Das stimmt nicht. Die Empfehlungen zum persönlichen Notvorrat gibt es im Prinzip schon seit den 50er Jahren. Vor ein paar Jahren ist das Thema nur mal verstärkt an die Öffentlichkeit gekommen.


    Was die Zivile Notfallreserve und die Getreidereserve des Bundes betrifft, sind das meines Wissens jeweils rund 800.000 Tonnen. Wie sich die Menge seit 1990 verändert hat, weiß ich leider nicht genau.

  • Aber im Moment ist das natürlich utopisch, Material zu humanen Preisen in brauchbaren Größenordnungen zu bekommen.

    Bei uns stand in der Zeitung, dass die Stadt Hamstern offiziell verboten hat. Da komme ich schon mit meinem normalen Wocheneinkauf an die Grenzen, fürchte ich...;(

  • Und wie sieht es aus, wenn man nebst seinen Einkäufen auch noch für 2 Rentnerpaare den Wocheneinkauf erledigt?

    Da wirkt man ja auch schon fast wie ein Hamsterer.

    Bei uns sind sich die Angestellten wenigstens gewohnt, dass viele Personen gleich für mehrere Haushalte einkaufen gehen.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Und wie sieht es aus, wenn man nebst seinen Einkäufen auch noch für 2 Rentnerpaare den Wocheneinkauf erledigt?

    Da wirkt man ja auch schon fast wie ein Hamsterer.

    Bei uns sind sich die Angestellten wenigstens gewohnt, dass viele Personen gleich für mehrere Haushalte einkaufen gehen.

    In der Regel kennen die Leute ihre "Pappenheimer". Bei unserem Rewe wissen die meisten Kassierer/innen mittlerweile, dass sie mich nicht wegen der Paybackkarte nerven sollen. Ähnlich wird es dann sein, wenn du für mehrere Renterpaare einkaufst. Im schlimmsten Fall müsstest du wahrscheinlich eine "Selbstauskunft" der Rentner mit dir rumschleppen. Wäre auch irgendwie doof, aber wahrscheinlich weniger doof, als jedes Mal extra noch mal in den Laden zu müssen.

  • Du hast doch hinter jedem Familieneinkauf einen Trenner. Auch damit du den jeweils passenden Kassenzettel zwecks Abrechnung erhältst. Also ist doch alles gut.

    - Der wichtigste Vorrat ist Wissen, den können selbst Plünderer nicht mitnehmen -

  • Der "Kundenwarentrenner" zählt nicht, jedenfalls nicht in "meinem" Aldi-Süd, in dem mich die Kassiererin bereits seit Jahren kennt...

    Gestern für meinen Vater (Risikogruppe) und seine Lebensgefährtin eingekauft und natürlich bei der Gelegenheit auch für meinen Haushalt ein paar Dinge mitgenommen. Trotz Trenner und zwei unterschiedlicher Zahlungsmethoden durfte ich bei beiden Einkäufen zusammen nur 4 Dosen gehackte Tomaten mitnehmen - also 2 für meinen Pa, und zwei für mich X( nannte die Kassiererin "haushaltsübliche Menge"...


  • Wenn man essen will, dann muß man etwas da haben; bei solchen Dingen sollte man sich niemals auf andere verlassen - das hat nichts zwingend etwas mit Mißtrauen gegen den Staat zu tun. Es wird an so vielen Ecken und Enden Geld investiert, aber wer das System genau anschaut, wird schnell verstehen, dass "totes Kapital" nie bevorzugt behandelt wird. Mag ja sein, daß es große Getreidespeicher gibt und entsprechende Vorräte für den Krisenfall. Sind aber im Fall der Fälle auch genügend Mühlen da, die das Korn verarbeiten können? Hat man auf die Schädlingsbekämpfung geachtet, oder waren schon Ratten und Mäuse dran? Gibt es genügend Säcke fürs Mehl....alles Fragen auf die wir keine Antwort bekommen...und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wissen wir nur, dass irgendwas nicht wie gedacht funktioniert hat. Etliche Leute werden nach Corona schlauer sein und zusehen, dass sie künftig Vorrat halten - im Rahmen ihrer Möglichkeiten, aber gewiss mehr als der übliche Einkauf für 2-4 Wochen.


    Gruss, Fairlane

  • Sind aber im Fall der Fälle auch genügend Mühlen da, die das Korn verarbeiten können? Hat man auf die Schädlingsbekämpfung geachtet, oder waren schon Ratten und Mäuse dran? Gibt es genügend Säcke fürs Mehl....alles Fragen auf die wir keine Antwort bekommen...

    Sorry, man muss aber auch ein bisschen selbst recherchieren, wenn man sich für die Fragen interessiert. Die Reserve ist zur Beschickung der Lebensmittelindustrie bestimmt. Also gibt es im Notfall exakt so viele Mühlen, wie es sie im Normalfalla uch gibt. Falls nötig kann der Staat zudem die Kontrolle über Privatfirmen übernehmen bzw. Produktionsanlagen beschlagnahmen. Die Schädlingsbekämpfung und die genaue Ausführung der Lagerung ist über die Verträge mit den Lagerbetreibern abgedeckt und wird behördlich kontrolliert.


    Das kann man alles in den entsprechenden Gesetzestexten und in den Ausschreibungen für die Lagerungsaufträge nachlesen. Man bekommt also natürlich Antworten, muss aber auch selbst danach suchen.

  • Das stimmt nicht. Die Empfehlungen zum persönlichen Notvorrat gibt es im Prinzip schon seit den 50er Jahren. Vor ein paar Jahren ist das Thema nur mal verstärkt an die Öffentlichkeit gekommen.

    Ich weiss.

    Aber für die meisten Schreiber in den Foren war das ganz neu und sie hatten nie davon gehört und waren deshalb überrascht, oft verärgert und auch uneinsichtig.

    Sie empfanden es als eine Zumutung, sich selbst um einen Vorrat für schlechte Zeiten kümmern zu sollen.

    Für mich typische Einwohner von Nanny-Staaten, denen von der Geburt bis zur Einsargung alles abgenommen wird.

    Die hier Schreibenden explizit ausgenommen, aber mal ehrlich, für die meisten Europäer ist doch Eigenverantwortung eher ein Fremdwort.

    Das sehe ich an den DACHlern, die hier einwandern.

    Sie kommen her, weil es ihnen in ihren Herkunftsländern zu eng, zu reglementiert, zu unfrei ist.

    Dann dauert es aber zumeist nicht allzu lange, bis sie beginnen, herumzumeckern, daß es nicht für jeden Dreck eine Vorschrift oder ein Gesetz gibt.

    Der zweithäufigste Satz Deutschsprachiger ist: "Aber das geht doch nicht! Da muss es dochein Gesetz dafür geben!"

    Und wenn nicht, dann sollte es schleunigst verabschiedet werden.

    Sie kommen mit der Freiheit nicht zurecht.

    Denn Freiheit bedeutet nun mal auch hier nicht, daß man tun und lassen kann was man will - wie eben nirgendwo auf der Welt - sie bedeutet vor allem, daß man ganz alleine für alles zuständig ist, man sich um alles selber kümmern muss, sich kein Staat darum schert, ob jemand nun eine Kranken-, Auto- oder Hausversicherung hat.

    Das liegt ganz alleine in der Eigenverantwortung des Einzelnen.

    Und es fängt einen keine soziale Hängematte auf, wenn man versagt.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Sorry, man muss aber auch ein bisschen selbst recherchieren, wenn man sich für die Fragen interessiert. Die Reserve ist zur Beschickung der Lebensmittelindustrie bestimmt. Also gibt es im Notfall exakt so viele Mühlen, wie es sie im Normalfalla uch gibt. Falls nötig kann der Staat zudem die Kontrolle über Privatfirmen übernehmen bzw. Produktionsanlagen beschlagnahmen. Die Schädlingsbekämpfung und die genaue Ausführung der Lagerung ist über die Verträge mit den Lagerbetreibern abgedeckt und wird behördlich kontrolliert.


    Das kann man alles in den entsprechenden Gesetzestexten und in den Ausschreibungen für die Lagerungsaufträge nachlesen. Man bekommt also natürlich Antworten, muss aber auch selbst danach suchen.

    Wenn ich so an Auflagen im Lebensmittel-, Landwirtschafts- und Gesundheitssektor denke (geschweige denn die der Bundeswehr und sei es nur eine Flugbereitschaft) und die Skandale im Nachgang um die Nichteinhaltung, Nichtkontrolle oder Umgehung, denke ich, dass Fairlane da einen wunden Punkt gefunden haben könnte, den ich nicht so abwiegeln würde....

  • Liebe Leute!


    Ersteinmal ein dickes Sorry! Ich habe dieses Thema erstellt, so viele tolle Antworten bekommen und mich nicht mehr gemeldet. Persönliche Umstände haben mich dies vergessen lassen.

    Aber jetzt bin ich hier wieder aktiv und möchte euch einmal mitteilen wie der Stand der Dinge ist und was sich verändert hat:


    - Meine Frau konnte ich noch nicht so ganz von meinem Vorhaben überzeugen. Jedoch habe ich sie soweit überzeugen können das sie eine "mach du mal" Einstellung bekommen hat.


    - ziemlich spontan ziehen wir um und wir haben die Vereinbarung getroffen im neuem Keller ein Vorratsraum mit einzubeziehen.


    - Mittlerweile kaufe ich immer mehr ein als wir tatsächlich brauchen (alles was lange haltbar ist und wir immer benötigen). Mittlerweile findet meine Frau es echt praktisch immer was da zu haben.


    Die Tipps, die ihr mir gegeben habt haben mir wirklich geholfen. Vielen Dank nochmal :)