Großflächige Stromausfälle in Texas

  • Aber trotzdem: Ich finde 100Watt haben, macht einen Riesenunterschied.

    Klar, dass man damit nicht Kochen oder Waschen kann.

    Für diejenigen, die etwas mehr Strom brauchen gibts noch das Patent mit einer 230/400 Volt Lichtmaschine am Auto oder im LKW. Gängige Hersteller für solche Generatoren sind beispielsweise: Dynawatt (Schweiz), MobiE (Deutschland) oder Whisperpower (Niederlande). Die kleinste Variante mit 4 KW bringt etwa 30 kg Mehrgewicht. 1. Problem: In den heutigen Motoräumen ist häufig kein Platz, für eine weitere Lichtmaschine. In unserem früheren C-Rekord konnte man da locker einen Klappstuhl reinstellen? 2. Problem: Heutige Autos mit komplexer Abgasreinigung und zu kleinen Kühlern mögen nicht, das sie stunden- oder tagelang im Stand bei leicht erhöhter Leerlaufdrehzahl betrieben werden. (die Frequenz wird oft über die Motordrehzahl geregelt. Die Übersetzung des Generators muß halt angepaßt sein.) 3. Problem: Der hohe Preis für den Umbau.

    Hier ist z.B. der Einbau in einen DB Vito gezeigt: https://www.martin-st.de/neuvo…r-zusatzkaeltekompressor/

    Diskussion in einem Autoforum: https://www.sgaf.de/content/22…nbauen-sinn-unsinn-426223

    Einbau in ein Boot: https://www.blauwasser.de/230-…ator-an-der-hauptmaschine

    Firma Dynawatt in CH: https://www.becker-dynawatt.de/service/dynawatt/

  • Sowas währe aber Ideal für ein eigenbau Blockheizkraftwerk mit einem alten Dieselmotor oder einem Benziner auf Gasbetrieb.

    2021 ist in Deutschland das Jahr des Fischotters - das wird mein Jahr.;)

  • Zitat

    wenn ich die Tweets so lese, kann da einer seinen Bruder nicht leiden und stellt ihn jetzt als Vollidioten hin.

    Naja, wenn ich hier so links und rechts schaue (was ich im Normalfall im Interesse meines Blutdrucks vermeide), dann ist die Geschichte nicht per se unglaubwürdig...

    Zitat

    Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, daß jemand, der sich mit Krisenvorsorge beschäftigt. keinen normalen Dosenöffner besitzt.Ich konnte mir - bis vor einigen Jahren - auch nicht vorstellen, dass sich Jemand eine Küche für knapp 20.000 Euro einrichtet und dann kein brauchbares Fleischmesser oder einen Korkenzieher hat... So lernt man halt dazu...


    Ohne ins Detail zu gehen, hat die Firma VictorInox an diesem Tag den Abend gerettet ;-)

    *** Das Wichtigste am 'Vorbereitet sein' kann man nicht in Taschen packen ***

  • Häääääääh:?::?::?:


    Erst keinen Strom liefern (wieso, weshalb, warum auch immer), aber dann Rechnungen über etliche tausend Dollar schreiben:!:


    Muß ich das verstehen:?:


    Gruß Peter

    An sich ist nichts gut oder böse. Erst das Denken der Menschen macht es dazu.

  • Das Gesetz von Angebot und Nachfrage!


    Laut dem Artikel hatten die Leute, die die saftigen Rechnungen bekommen haben, Strom und haben vermutlich auch kräftig Gebrauch gemacht davon. Bei uns tragen normalerweise die Stromversorger das Kostenrisiko, der Endkunde hat einen Fixpreis pro kWh. So zahlen wir in normalen Zeiten im Schnitt mehr, in Krisenzeiten gibt es aber keine so bösen Überraschungen.

  • Erst keinen Strom liefern (wieso, weshalb, warum auch immer), aber dann Rechnungen über etliche tausend Dollar schreiben:!:


    Im Artikel etwas ungenau mit "Strommarktpreisen" beschreiben. Gemeint ist hier der Spotmarkt.

    Strom kann man im Voraus zu eine fixen Preis oder zum aktuelle (in De in 15 Minuten-Intervallen) Börsenpreis kaufen.

    Je nach Rissikofreunde fahren die Anbieter und Grosskunden da meist einen Mix.


    Wenn es jetzt in Texas auch Endkundentarife nur gekoppelt an die Börsenpreisen gibt, es eine tagelangen Mangellage vorliegt und sich die Leute, die sich so einen Tarif ausgesucht haben, nicht über den aktuellen Preise informieren, hält sich mein Mitleid in Grenzen.


    Totaler Blackout war nicht an allen Orten, oft wurde der Strom nur mehrmals an Tag abgeschaltet.

  • Wenn es jetzt in Texas auch Endkundentarife nur gekoppelt an die Börsenpreisen gibt, es eine tagelangen Mangellage vorliegt und sich die Leute, die sich so einen Tarif ausgesucht haben, nicht über den aktuellen Preise informieren, hält sich mein Mitleid in Grenzen.

    Ja, die Forderung der Bürgermeisterin Betsy Price mag populistisch die Lage erfassen, zeigt mir aber, das hüben wie drüben dasselbe Spiel gespielt wird: In guten Zeiten profitiert man von niedrigen Preisen. In schlechten Zeiten sollen die Mehrkosten aber doch bitte sozialisiert werden und Washington bezahlen. 🤦‍♂️ Die Amis stehen doch vielfach so sehr darauf, "selber Verantwortung zu übernehmen" und dann sollen/müssen sie es mal und dann sollen doch wieder die Gemeinschaft den Kopf hinhalten? Das verstehe, wer will...

  • Ein schönes Beispiel für eine gewisse Vorsorge (und Nächstenliebe): Artikel über Gallery Furniture und seinen Inhaber Jim McIngvale.


    Der Inhaber des Möbelhauses Gallery Furniture öffnete bereits bei Hurricane Katrina, Hurrican Harvey und dem Tropensturm Imelda sein Möbelgeschäft für geflohene Betroffene. Sein Möbelhaus ist mit einem großen Dieselgenerator ausgestattet, für den er wohlweislich aufgrund der sich anbahnenden Wetterverhältnisse nochmal 15.000 Gallonen Diesel geordert hatte. Als dann die Winterkatastrophe über Texas hereinbrach wurde das Möbelhaus zu einer der wenigen beheizten Anlaufstellen.


    Die Ausstellung wurde kurzerhand (mal wieder) zu einem Notlager umfunktioniert. Die Anzahl der Personen schwankte dabei zwischen 800 tagsüber und 350 nachts. In der Kantine des Hauses wurden warme Mahlzeiten und Getränke zubereitet, zusätzlich orderte McIngvale von außerhalb Essen und Getränke. Seine Mitarbeiter und er selbst verteilten Decken, Masken und achteten darauf, dass der Corona-Abstand eingehalten wird.


    Allerdings funktionierte wegen eingefrorener Leitungen nur ein Wasserhahn im Haus. Kurzerhand organisierte der Inhaber noch zusätzliche Nottoiletten und installierte eine Behelfsspülung für die Toiletten.


    Die nun nicht mehr neuen Matratzen seiner Bettenausstellung verkauft McIngvale übrigens danach zum Sonderpreis...

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Der BLICK meint dazu:


    Das Vorkommnis gilt laut Bloomberg als bundesweit «einzigartig». Der Stromhandel ist im zweitgrössten US-Bundesstaat vollständig dereguliert. Das führte auch zum Mega-Blackout in der vergangenen Woche. Aus Kostengründen hatten Texas beziehungsweise Ercot die Kraftwerke nicht auf Wetterbeständigkeit getestet. Zudem hat der US-Bundesstaat seine Stromversorgung nicht an Nachbarstaaten angeschlossen, um bundesweite Vorschriften zu umgehen, und kann deshalb nicht mit einer Notstromversorgung unterstützt werden.


    Sollte auch für uns als kleine Warnung dienen was passiert wenn man gewisse Bereiche privatisiert. Und auch dem Staat sollte man auf die Finger hauen wenn er seinen Verpflichtungen nicht nachkommen will.

    Haarus!