Erfahrungsbericht Hochwasserkatastrophe

  • Hinweis: Dieser Bericht wurde von Ben im Namen und auf Wunsch von JacktheRippchen veröffentlicht, da Jack nach wie vor kaum Internet hat.


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    14.07.

    Ich versuch jetzt mal das ganze erlebte zusammen zu schreiben.


    Für den 14.07.21 wurden starke Regenfälle, mit Mengen bis zu 200l voraus gesagt.


    Vormittags war ich mit meinem Vater in der Garage beschäftigt um das Pelletlager zu bauen.


    Gegen Mittag ist er nach Hause gefahren und ich habe weiter gebaut.


    Es hat die ganze zeit geregnet, mal schwächer mal stärker aber irgendwie anders wie vermutet.


    Ich bin eigentlich von Sintflut Antigen Regenfällen, zumindest gelegentlich ausgegangen, Regenfälle, wo man plötzlich keine 5m weit schauen kann.

    Aber so war es nicht und deswegen dachte ich noch, so schlimm kann es nicht werden.


    Gegen 16.30 bekam ich die ersten Bilder meiner Mutter, das es dort im Ort, eng werden könnte für Sie.


    Sie versorgte mich und meinen Bruder mit Informationen.

    Sie hatten auch schon Sachen weggeräumt und Sachen ins Auto gepackt etc.


    Meine Eltern haben hinter dem Haus direkt einen Bach, welcher bei Ihnen direkt unter einer Brücke lang läuft.

    Die Brücke steht höher wie der Grundstück, Unterkante Brücke ist etwa Höhe Anfang Haus.


    Sobald also das Wasser so hoch steigt, das es gegen die Kante der Brücke kommt, ist alles vorbei.


    Ich fing an, mir doch langsam Gedanken zu machen.

    Hab auch einen Rundgang ums Haus gemacht und habe festgestellt, das meine Entwässerungsrinne, vor der Garage,nicht mehr abläuft. Dort habe ich den Schmutzfangkorb gereinigt und alles war wieder gut. Aus dem Schonstein lief bisschen Wasser und ich stellte dort wieder nen Eimer drunter.


    Gegen 18 Uhr entschlossen mein Bruder und ich uns, zu unseren Eltern zu fahren.


    Ich packe gerade schnell Gummistiefel, 1 Taschenlampe und eine Kopflampe, sowie ein Multitool ein, sog die Regenjacke an und fuhr los.


    Katzen habe ich noch schnell gefüttert.


    Kurz vorher hatte ich die Information bekommen, das hier bei mir unten, der kleine Bach überlaufen würde.


    Als ich dann losgefahren bin...


    Bei meinen Eltern sah es dann schon ein Stück enger aus...

    Mein Vater sperrte die Kanalklappe ab.

    Sie hatten schon einiges aus dem Wohnzimmer hoch geräumt..ansonsten konnte man nicht mehr viel machen.. Bücher und so haben wir aus dem Regal noch weg gebracht ansonsten hieß es warten.


    Irgendwann bekam mein Bruder den Anruf, das hinter deren Haus, der Graben voll laufen würde.


    Da wir eh nicht mehr machen konnten, ist er dann heim gefahren.


    Mein Vater und ich merken kurz danach, daß nun das Wasser von vorne auch langsam in den Hof lief, das war der Zeitpunkt, wo wir wirklich merken, es wird nicht nur eng, sondern es wird schief gehen.


    Da wir jetzt wussten, dass das Wohnzimmer garantiert Wasser abbekommt, sagte Ich, meinen Eltern sie sollten im anderen Teil des Hauses oben die Betten klar machen und Bettzeugs etc aus deren Schlafzimmer welches sich über dem Wohnzimmer befindet holen.


    Das war die Zeit, wo mein Vater dann auch die Hauptsicherungen raus drehte.


    Als das Wasser dann die Hauswand erreichte, hat man Vater das Auto raus, auf die Straße gefahren.

    Kurz nachdem er draußen war, hörte ich es im Wohnzimmer kurz gluckern und das Wasser fing an sich unten, durch die Wände zu drücken.

    Man muss dazu sagen, es handelt sich um ein altes Fachwerkhaus.

    Wir konnten nur zusehen, wie das Wasser kam.

    Meine Mutter wollte da noch mit nen Wischmopp was machen, hab sie aber davon abgehalten, denn das hätte nichts mehr gebracht.


    Kurz nachdem mein Vater wieder da war, er war nur wenige Minuten weg, find es auch an von der Straßenseite ins Haus zulaufen.

    Wir bemerken, dann auch recht schnell,das sich der Boden gehoben hat, denn Türen gingen nicht mehr richtig auf /zu.


    Wir mussten also das Haus verlassen. Da wir nicht wussten wie stark es sich heben könnte und ob es ggf. Einstürzen könnte.


    Meine Mutter war mit den Nerven am Ende. So ganz 100% war mein Vater auch nicht mehr da.


    Wir packten unsere Sachen, suchten noch den Schlüssel, für den Gasanschluss um das abzuholen drehen.

    Ich hing im Fenster einen Zettel mit den Telefonnummern meiner Eltern auf.


    Das Wasser stand im Flur ca. 15cm hoch und vor der Haustür waren es etwa 35cm.


    Ich öffnete gewaltsam die Wohnzimmertüre, da dort der Tiefste Punkt ist, platzierte meine Eltern entgegen gesetzt und öffnete die Haustüre.

    Ich brachte meine Mutter auf die Straße, die mittlerweile, total fertig war, mein Vater schloss den Gasanschluss.


    Ich informierte Nachbarn, über die Situation und das meine Eltern das Haus verlassen.


    Dann gingen wir zum Auto und meine Eltern fuhren zu meinem Bruder.


    Meiner Mutter sagte ich, damit die erstmal beruhigt ist, ich würde nachkommen, meinem Vater sagte ich aber das ich versuche heim zukommen.


    Durch unsere Dorf WhatsApp Gruppe, wusste ich, Das mittlerweile die Offizielle Straße gesperrt war, man aber ggf. über Waldwege oder von oben kommen könnte.

    So versuchte ich mein Glück.


    Gute Ortskenntnisse und googlemaps waren mir grundsätzlich eine gute Hilfe, Musik im Auto lenkte etwas ab und die Heizung trocknete mich so nach und nach.


    Meine Eltern wohnen in einem Tal, von dort muss ich hoch fahren, durch das Erfttal durch, irgendwie an Bad Münstereifel vorbei und dann wieder einen Berg hoch.


    Klingt einfach war es aber definitiv nicht.


    Wir haben das Haus gegen 20.30 verlassen.

    Bis ca..1.00 Uhr bin ich alle möglichen und unmöglichen Wege gefahren um irgendwie auf die andere Seite zu kommen...die Erft allerdings hat es unmöglich gemacht.


    Kommunikation / Informationen zu beschaffen war nahe zu unmöglich.


    Irgendwann war ich mehr oder weniger auf der Berghälfte wo ich runter muss gefangen, ich konnte mich zwar nich recht viel bewegen aber ich kam weder weiter runter bzw rüber noch kam ich oben wieder zurück. Langsam wurde es auch dunkel. Da ich nicht mehr zur Autobahn kam,meine Nerven und meine Kraft langsam zu Ende war, konnte ich auch nicht mehr zu meinem Bruder.

    Die Feuerwehr/ Rettungsdienst etc.kamen auch nicht mehr vor und zurück und wußten eigentlich überhaupt keine Wege.


    In den Ortschaften war überhaupt kein Strom mehr, es war unheimlich, alles so dunkel zu sehen.

    Eine Straße war teils mir Erdrutschen versperrt,..

    Überall versucht die Leute von a nach b zu kommen ohne Erfolg.


    Über die ganze Aktion habe ich mir meinen etwa halbvollen tank fast leer gefahren.


    Da viel mir auch auf, scheisse, ich habe mein Portemonnaie vergessen.

    Also, wäre es mir nicht mals wirklich möglich zu tanken.


    Nach dem meine Aktuell letzte Möglichkeit dicht war, die nadel anfing in die Reserve zu gehen, entschloss Ich mich zu schlafen.


    3.5std konnte ich Schafen gegen 4.30 war ich wach.


    Das Wasser war an vielen Stellen gut zurück gegangen und hinterließ Schutt, Geröll und Chaos.


    Hier fand ich dann auch eine wichtige Hauptstraße, welche komplett unterspült wurde..


    Um 6 Uhr informierte ich meine Mutter, das ich jetzt zu denen und meinem Bruder komme.

    Zum glück waren die Straßen dort, fast alle Frei und befahrbar. 6.30 war ich etwa da, trank kurz etwas, hunger hatte ich überhaupt keinen, ob wohl meine Letzt Mahlzeit mittags am 14.7 war.

    Ich wollte / Sollte mich dan mal hinlegen.


    Damit beende ich den Tag mal an dieser Stelle.

  • 15.07.

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    Ich hab mich also bei meinem Bruder hingelegt.

    Ich hab dann noch paar min Im Internet gesurft und wollte dann die Augen zu machen.

    Aber..Ich konnte nicht einschlafen....so lag ich etwa 1std.dort und bin dann wieder aufgestanden.


    Mein Bruder war hinter dem Haus beschäftigt, denn dort hatte sich Wasser im graben gesammelt.


    Ich weiß garnicht wann genau, sind wir dann zu unseren Eltern gefahren.

    Dort war alles voller Schlamm.


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    Mein Bruder und ich, haben dann angefangen, den Strom bisschen einzuschalten...so das meine Eltern das nötigste haben, das ging auch sehr gut...unter anderem Mussten wir die Kanalstauklappe zuschlagen, damit, die Abflüsse wieder offen sind.

    Sehr hilfreich war, der sehr gut beschriftet Sicherungskasten.

    Also wir die Klappe wieder versorgt hatten und wir meinen Vater dazu holten, war er teils vor Freude, kurz am heulen. Ich glaub das war der erste mal, das ich das gesehen hab.



    Danach finden wir an zu putzen. Aber es war sehr schwierig und wirklich sauberes Wasser. Es gab zwar frisches Wasser aber der Wasserdruck war sehr sehr gering.

    Gegen nachmittag waren wir mit dem Wohnzimmer halbwegs durch, man konnte wenigstens wieder einen Boden sehen.

    Was unangenehm war, war der Duft von Heizöl in der Luft


    Danach wollten meine Eltern alleine weiter machen.

    Mein Bruder und ich versuchten nun, einen Weg für mich zu finden.

    Wir sind ca. 2std.umhergefahren, mussten umdrehen, sind an Absperrungen vorbei...haben mit Leuten gesprochen die alle Wege am suchen waren.

    Irgendwann kamen wir runter ins Tal, in den Ort Eicherscheid. An der Sperre hilten wir an und ich ging gucken wie es aussah und ob ich von dort wieder den Berg hochkommen könnte, zur Not auch zu Fuss. Dort sah es auch sehr schlimm aus..


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    Die Anwohner meinten, ja ich könnte relativ gut bis oben an den Wald fahren und ggf.dort parken. Ich hatte endlich einen Weg gefunden, das tat so unglaublich gut.


    Also fuhren wir zurück zu meinem Bruder.

    Dort Dusche ich erst einmal, endlich.

    Machte mich fertig und fuhr los.

    Ich fuhr erst mal Tanken, dort war die Hölle schon los.

    Nach dem Tanken, fuhr ich nach Eicherscheid, dann Richtung Wald.

    Schaltete mein Navi ein und suchte einen Weg, ich wusste wo ich im Wald hin muss.

    Der erste Weg, wurde von einem Baum versperrt, also auf einem Waldweg, am Hang drehen..und den nächsten weg versuchen, dort war in der Straße teils große Gräben und ohne die etwas mehr Bodenfreiheit, wäre es nicht möglich gewesen dort lang zu kommen...Gegen 17 Uhr war ich endlich zuhause. Ich war den Tränen nah.


    Ich hab dann schnell die Katzen versorgt und alles kontrolliert.

    Kein Strom, das wusste ich aber aus der Dorf WhatsApp Gruppe ansonsten keine Probleme.

    Am Schornstein, der 10l Eimer war voll. Wahnsinn.


    Gegen 18 Uhr war dann sogar Strom da.

    Allerdings war kaum Wasserdruck vorhanden und ich füllte mehrere Krüge, die Waschbecken und die Badewanne.


    Ich machte mir noch was zu essen.

    Von Forestia ein Selbsterhitzendes Gericht, suche die Powerbank, mehrere Taschenlampen etc.

    Find an alle aufzuladen und schaute noch ne DVD.

    TV und Internet funktionieren nicht, für die Kommunikation,mit dem Handy musste ich immer raus gehen. Als es dunkel war wurde es irgendwie unheimlich, es wurde Nebelig und die Straßenlaternen waren aus.

    Dann ging ich irgendwann schlafen

  • 16.07.


    Mein Nachbar, welcher mit dem Wohnwagen unterwegs war, war wieder zuhause. Die hatten eine sehr Abendteuerliche Reise, haben es aber echt geschafft hier hoch zu kommen.


    Er sagt mir dann auch, das wohl Aktuell eine Phase im Stromnetz fehlt...zuhause nachgeschaut und genau darauf lag der Kühlschrank. Also Verlängerungskabel und alles war gut. Temperaturen Im Schrank 11grad und -8Grad


    Über die Dorfgruppe erfuhr ich, das der Edeka und der Aldi Aktuell auf haben und erreichbar sind.

    Also einkaufen fahren und wenigstens ein paar Sachen besorgen. Der Weg runter in die Stadt war erschreckend und verschlug einem die Sprache..


    Die Kühlteken waren komplett leergeräumt oder abgesperrt, da die Kühlkette ja nicht eingehalten wurde und alles weg musste.

    Ansonsten war eigentlich alles noch vorhanden und keine übertrieb es. Es war unglaublich still.

    Auf dem Rückweg machte ich paar Bilder


    Unser Ort hatte Glück, wir haben vor paar Jahren einen neuen Trafo bekommen, weil dort einer reingefallen ist...auf dem Folgenden Bild, sieht mal am Bach ein großes Stück wegrbrochen, ca. 10m weiter, unter dem Baum steht der neue Trafo, es hätte also nicht viel gefehlt und der wäre weg gewesen


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    Am Nachmittag machte ich mich zu Fuss auf den Weg nach Bad Münstereifel...Leute es war einfach schrecklich.

    Die Innenstadt existiert nicht mehr...


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    Aber, überall waren die Leute am aufräumen und kamen mit Schubkarren etc. Also eine unglaubliche Hilfsbereitschaft.


    Zuhause wollte ich mit endlich was zu essen kochen. Das Kochfeld zeigte natürlich aufgrund der Fehlenden Phase einen Fehler, vom.Blinken her, dachte ich aber es wären nur 2 Platten betroffen, leider.musste ich feststellen, dass das komplette Kochfeld ohne Funktion ist, sowiel dazu, Strom zu 2/3 da und das moderne Kochfeld funktioniert nicht. 💩


    Soviel über mein Erlebnis bis hierhin.


    Jetzt folgen paar kleinere eindrücke, Erfahrungen und aktuelle Ergänzungen.


    Aufgrund der Erneuerung meiner Heizung, von Öl auf Pellets,.musste ich meine Komplette Ausrüstung und Werkstatt wegräumen und es herrscht Chaos und genau jetzt muss ich an Kocher Taschenlampen etc dran...sowas ist einfach nur scheiße.


    Die weiteren Umbaumassnahmen werden sich jetzt wohl verzögern.


    Aktuell hab ich selbst keine Heizung mehr diese wurde nämlich Anfang der Woche demonstriert, warmes Wasser hab ich, noch über Strom, solang er da ist.


    Man sollte immer was Bargeld im Auto haben, hatte ich mal be Zeit, dann musste ich da mal dran und hab es nie aufgefüllt.


    Bei meinen Eltern ist die Heizung unter anderen kaputt und muss ausgetauscht werden.


    Mittlerweile sind wohl wieder einige Wege frei, aber ich werde große Umwege für die nächste Zeit in Kauf nehmen.

    Sehr viele Straßen etc sind unterspült.


    Trinkwasser im gesamten Kreis wird empfohlen abzukochen.


    Von der Arbeit haben wir den Hinweis bekommen, die Autos voll zu tanken, da einige Tankstellen nur noch für Einsatzkräfte sind und an deren lange Schlangen sind.


    Denke das war es erstmal von mir.


    Gerne dürft Ihr fragen stellen, muss aber sehen wie ich Zeit und Empfang finde, sie zu beantworten.

  • Vielen Dank für den Bericht! Erst mal bin ich froh, dass dir und deinen Verwandten körperlich nichts passiert ist und dass bei dir zuhause offenbar am Gebäude auch nichts Gravierendes beschädigt ist. Und großen Respekt dafür, dass ihr bei euren Eltern so überlegt gehandelt habt. Ich weiß nicht, ob ich das so hinbekommen hätte.


    Mit jemandem aus Bad Münstereifel hatte ich gestern beruflich Kontakt. Der hat mir fast genau die gleichen Fotos wie deine geschickt. Er meinte, dass auch bei den Häusern, die äußerlich noch gut aussehen, jetzt erst einmal die Statik geprüft werden muss, weil die Standsicherheit unklar ist.


    Was mich vor allem interessiert, ist die Frage, welche Lehren du für deine zukünftige Vorbereitung ziehst: Was hat sich bewährt, was willst du anpassen? Solche Themen wie das Bargeld im Auto. Vielen Dank im Voraus!

    Einmal editiert, zuletzt von Asdrubal ()

  • Hallo Rippchen,


    erst mal wünsche ich dir und deiner Familie viel Kraft, um alles wieder ins Lot zu bringen. Ich hoffe, wir treffen dich in diesem Jahr trotzdem wieder an der Lütsche, da kannst du ja mal einen Bericht aus erster Hand geben.


    Viele Grüße aus dem ebenfalls (aber nicht ansatzweise so schwer) betroffenen Mitteldeutschland.

  • Einfach nur gruslig.


    Danke, dass du deine Eindrücke, Erfahrungen und Gedanken mit uns teilst.

    Si vis pacem, para bellum.

  • Danke für Deinen ausführlichen Bericht !

    Das hat mich schwer beeindruckt das Du in so einer Situation noch die Kraft hast so detailliert für andere zu Berichten !

    Von hier aus alles erdenklich Gute an Euch!


    Die Situation das ein einfacher Nachhauseweg so erhebliche Probleme mit sich bringt hat mich schwer zum Nachdenken gebracht. Ich fühlte mich eigentlich wegen der Tatsache das mein Häuschen auf einer Warft steht ( 4,30m über Wasserkante - Normalwasser ) recht sicher.

    Danke für den Denkansatz den Du mir gegeben hast ! Zeit dafür meinen Bug Out Plan zu verändern...

  • Danke für den ausführlichen Bericht, ich schaffe es irgendwie nicht, da "gefällt mir" anzuklicken...

    Dir und deinen Lieben alles, alles Gute!!!!!

  • Danke für deinen Bericht, mich erstaunt es immer wieder un macht mich sprachlos.


    Ich wünsche Dir und deiner Familie viel Kraft.


    Mfg Temeon

    "Odi profanum vulgus et arceo." - Horaz

  • habe den Bericht sehr gerne verfasst. Es hilft mir selbst auch alles zusammen zu halten.


    PreppiPeppi zu 98% bin ich leider nicht an der Lütsche.


    Asdrubal ich denke, dadurch das ich in dem Fall nicht wirklich direkt selbst betroffen war, konnte ich anders agieren wie meine Eltern.

    Welche lehren ich ziehe...definitiv am Haus bisschen was anpassen. Gibt paar Stellen, wie mir trotz der top Lage Kopfschmerzen bereiten.

    Ansonsten, ohne TV aber vorallem Internet bekommst du keine Informationen. Ich brauch ne zweite Simkarte für mittlerweile Vodafone, da wir seit paar Wochen einen Mast von denen haben. Desweiteren installiere ich noch eine Satschüssel, da Kabel öfters Probleme macht.

    Bargeld im Auto hast du schon angesprochen.

    Ausrüstung sollte IMMER sortiert sein.

    Weitere Überlegungen stehen noch an.


    Das es so schwer wird nach Hause zu kommen hätte ich definitiv auch nicht gedacht.


    Was unglaublich ist, ist der Zusammenhalt, das macht echt Hoffnung.


    Soviel erstmal und danke das ihr das alles gelesen habt

  • Ergänzen muss ich noch, es hat mich aber auch Zeitweise echt gelehmt.


    Ich hab paar Schwierigkeite Monate hinter mir, wegen Scheidung neu Finanzierung etc...


    Letzten Endes ist mir und meinem Umfeld ja nichts wirklich viel passiert aber das alles "allein" also ohne wirkliche körperliche Nähe durchzustehen und halten ist anstrengend.

    Nicht auszumalen, wie es sich anfühlen würde wenn mehr passiert wäre.

  • Zuerst einmal danke für deinen Bericht und alles gute für die Zukunft.

    Kannst du noch kurz was zur technischen Hilfe aus den Nachbarschaft/ näheren und mittleren Umgebung sagen?

    Bei uns waren bis jetzt die Bauern immer auch sehr schnell da mit Frontladern, Seilwinden und anderem Gerät.

  • Danke für deinen Bericht JacktheRippchen

    Fühl dich mal gedrückt.


    Erstaunlich finde ich wie du den Anfang beschreibst, dass du eben nicht so das Gefühl hattest das es so schlimm wird. Denke das wäre sehr vielen von uns auch so gegangen. Man unterschätzt das wohl gewaltig.

  • Zuerst einmal danke für deinen Bericht und alles gute für die Zukunft.

    Kannst du noch kurz was zur technischen Hilfe aus den Nachbarschaft/ näheren und mittleren Umgebung sagen?

    Bei uns waren bis jetzt die Bauern immer auch sehr schnell da mit Frontladern, Seilwinden und anderem Gerät.

    Ich kann nur sagen, das wirklich von überall Hilfe kommt.

    Und die du schon sagtest, die Bauern waren mir als erstes da.

    In Bad Münstereifel hab ich vorallem Muskelkraft gesehen, natürlich waren auch teils Baufahrzeuge im Einsatz aber gerade die ersten 2 Tage waren wir nahe zu von der Außenwelt abgeschnitten.

    Die B51 und eine kleine Nebenstraße, Richtung Euskirchen, sind zerstört.


    In die andere Richtung war die b51 einfach vom nächsten Ort blockiert.

    Die Straßen, welche hoch aus dem Tal führten, waren teils mit Erdrutschen und Bäumen versperrt.


    Ich denke aber jedes nur halbwegs sinnvolle Gerät, kommt zum Einsatz. Von der kleinen Gartenpumpe, zum Notströmer, mini Bagger alles.


    Oft sind ja nur einzelne Orte betroffen, da kann schnell mit alle Mann geholfen werden, jetzt ist aber ein ganzer Landstrich betroffen, ich kann dir gar nicht sagen, wie viele Dörfer und Städte.

    Teils existieren kleine Orte nicht mehr.


    Denke DarkKnight wird die Tage bestimmt auch bisschen berichten, er ist aus der Schweiz hier in die Gegend gekommen um zu helfen, weil er, so wie ich es verstanden habe, Familie hier hat.

  • Danke für deinen Bericht JacktheRippchen

    Fühl dich mal gedrückt.


    Erstaunlich finde ich wie du den Anfang beschreibst, dass du eben nicht so das Gefühl hattest das es so schlimm wird. Denke das wäre sehr vielen von uns auch so gegangen. Man unterschätzt das wohl gewaltig.

    Danke.


    Ich habe auch mit paar Nachbarn gesprochen und denen ging es genauso.


    Sie meinten auch, es fühlte sich an, wie ein stark verregneter Tag.

    Es war auch kein Wind, geschweige Sturm oder Gewitter mit im Spiel und da ich keinen Bach direkt vor der Türe habe, konnte ich auch nicht sehen, wie das Wasser steigt.

  • Wennst was brauchst, melde dich, du weisst das wir versuchen zu helfen wo es geht.

    Auch wenn deine Eltern was brauchen. Irgendwie kriegen wir das schon in die Nähe von euch.

  • Hi Rippchen,


    ganz viel Glück und Kraft für die nächste Zeit und das Wichtigste ist ja, dass keiner aus der Familie Schaden genommen hat.

    Vielleicht kannst du mal zu den folgenden Punken in der nächsten Zeit was schreiben, aber nur wenn du dazu Kraft und Zeit hast:


    - hattet ihr und gibt es bei euch überhaupt die Möglichkeit einer Elemtarschadenversicherung? Macht ja im Grundsatz immer Sinn, wenn man Bäche oder Flüsse in näheren Umfeld hat und da nicht in extrem sicherer Lage wohnt.


    - Wie ist die Kommunikation staatlicherseits bezüglich Hilfen/Hilfsgeldern


    - Kannst du mal die augenblickliche Schadenslage am Haus deiner Eltern darstellen. Insbesondere jetziger persönlicher Eindruck und späterhin die Meinung vom Schadensgutachter


    Dir und deiner Familie Alles Liebe und Gute, im nachhinein wird euch das noch mehr zusammen schweissen das ihr das Alles gemeinsam durchgestanden habt.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Es ist echt übel, und noch einmal ganz anders, wenn man das von jemandem liest, der selbst betroffen ist als wenn man „nur“ die Nachrichten anschaut.


    Ihr habt nochmal Glück gehabt.


    Was mich wirklich erstaunt:

    Wie viel an Infrastruktur in doch recht kurzer Zeit zerstört wurde. (Strom-, Gas-, Wasserversorgung, Straßen, Brücken…)

    Und das anscheinend nicht nur dort, wo die Flüsse direkt alles verwüstet haben.


    Makoto : du hast recht, „gefällt mir“ klicken ist bei dem Bericht eigentlich nicht angebracht, aber ich habe es trotzdem gemacht, da ich es gut finde, dass JacktheRippchen sich trotz aller Widrigkeiten dazu entschlossen hat, uns einen Bericht aus erster Hand zu geben.


    Allen Betroffenen viel Kraft, das alles zu überstehen und dass der Wiederaufbau und die Reparaturen zügig vorangehen.


    Gruß,

    Schwarzstart

    -<[ N u n q u a m - N o n - P a r a t u s ]>-