Vorratshaltung: Große Mengen einmalig vs. Kleine Mengen dauerhaft kaufen

  • Wir füllen seit einigen Wochen die Vorräte wieder systematisch auf. Dies gilt insbesondere auch für Nudeln.


    Warum gibt es bei Dir immer diese auf und ab? Es kommt doch nicht jede Krise mit Ankündigung.

  • Warum gibt es bei Dir immer diese auf und ab? Es kommt doch nicht jede Krise mit Ankündigung.

    Bei mir persönlich (und bei vielen anderen Usern wohl auch) ist es so, dass ich keine professionelle Lagerhaltung betreibe. Das heißt ich weiß nur ungefähr wie viel ich von allem habe.


    Da kann es durchaus passieren, dass die Vorräte über die Monate schrumpfen und dann wieder gesammelt aufgestockt werden.

  • Bei mir persönlich (und bei vielen anderen Usern wohl auch) ist es so, dass ich keine professionelle Lagerhaltung betreibe. Das heißt ich weiß nur ungefähr wie viel ich von allem habe.


    Da kann es durchaus passieren, dass die Vorräte über die Monate schrumpfen und dann wieder gesammelt aufgestockt werden.


    Was den Lager entnommen wird, kommt auf die Einkaufliste. Einfacher geht es nicht.

    Zumindestens bei Hartweizennudel, Mehl, Reis, Zucker u.ä.


    Ausnahmen sind da nur Sachen, wie Getreide (bestelle ich nur 1x im Jahr, ein Jahresbedarf aber immer auf Lager) und selber eingekochtes/gerfrorens.

  • Es gibt mehrere Wege sein Lager zu verwalten.


    Wirtschaftlich gesehen macht es auch durchaus Sinn Aktionen zu nutzen, um sein Lager aufzufüllen, anstatt ständig geringe Mengen nachzukaufen.


    Aber das ist ein Thema für einen anderen Thread.

  • Und was genau haben jetzt Euere diversen Einkaufs-Apps und Logistiktools noch mit dem Thema zu tun?

    Da gibts doch schon genug Fred's drüber, ein hoch interessantes, möglicherweise brisantes Thema verkommt mal wieder zum banalen "my Schwartz is bigger than yours" (Originalzitat Lord Helmchen),...just sayin...:face_with_monocle:


    LG WTG

  • Bei uns läuft die Lagerhaltung eher intuitiv. Neulich habe ich z.B. bei der Entnahme einiger Päckchen Nudeln (für das Lütsche-Treffen :)) gemerkt, dass der eine Karton fast leer ist. Also wurden gleich zwei neue Kartons mit je 10 kg gekauft und noch 12 kg Ketchup dazu.


    Wenn ich jedes entnommene Päckchen Nudeln, Trockenhefe oder Mehl sofort nachkaufen würde, wäre mir das zuviel Arbeit. Da halte ich es lieber wie Ben : Der Vorrat „atmet“. Und ich kaufe grundsätzlich nur ganze Kartons, die lassen sich besser überblicken und stapeln.

  • Mitunter gabs ja letztes Jahr in diversen Läden "Mengenbeschränkungen" - medienwirksam natürlich beim Toilettenpapier, aber auch Mehl und z.B. Dosentomaten waren davon betroffen.

    Für uns hat sich da rauskristalisiert, dass wir am besten fahren, wenn wir z.B. beim Mehl 4 Packungen kaufen (das ist dann eine Lage in unserer Mehlbox), ähnlich verfahren wir auch beim Zucker, den Spiralnudeln und besagten Dosentomaten.


    Das hat aus meiner Sicht zwei Vorteile: es ist immer noch (mindestens) die dreifache Menge dessen da, was wir nachkaufen, ausserdem wird so alles innerhalb des (offiziellen) MHD auch rotiert.

    Si vis pacem, para bellum.

  • Wirtschaftlich gesehen macht es auch durchaus Sinn Aktionen zu nutzen, um sein Lager aufzufüllen, anstatt ständig geringe Mengen nachzukaufen.


    Die Handelsspanne bei Lebensmittel ist in De gering.

    Mir reichen bei Hartweizennudel die von Aldi. Da habe ich noch keine Aktion gesehen, die unter den Aldi-Preis lag.

    Auch Metro und co. ist nicht günstiger.

    Wer auf Marken steht, kann sich das hier ja mal ansehen Basta Pasta: Diese günstigen Nudeln überzeugen den Sternekoch


    Auch sonsten bin ich kein Freund von Hau-Ruck Aktionen und Panickkäufen

    Wen man grosse Mengen auf einmal kauft:


    - hat alles das selbe MHD

    - kommt alles aus der selben Charge (Produktionsfehler kommen auch heute mal vor)

    - schwankt die Vorratsmenge stark, mehr Platzbedarf

    - Anpassungen (Essegewohnheiten, Anzahl der Haushaltsmitglieder usw.) sind schwieriger

    - wenn mal ein Einkauf ausfällt, ist das kein Drama

    - Transportproblem (ich war jahrelang nur mit den Fahrrad Lebensmittel einkaufen)

    - wer Nudeln Kartonweise kauft, fällt eher auf, als jemand, der 2 Packungen im Einkaufswagen hat

    - wenn es mal wieder Mengenbegrenzungen gibt, wie im Frühjahr 2020, hat man ein Problem


    Klar kaufe ich bestimmte Sachen auch nur 1x im Jahr. Das sind aber meistens Onlinebestellungen für Sachen, die es nicht an jeder Ecke gibt.

  • ...

    Wer auf Marken steht, kann sich das hier ja mal ansehen Basta Pasta: Diese günstigen Nudeln überzeugen den Sternekoch

    ...

    "Ein hoher Preis garantiert noch keine Qualität".

    Im Umkehrschluss: Was billig ist, muss nicht schlecht sein.

    (Ein Satz, den man auch gut auf Messer, Taschenlampen und co. anwenden kann.) ;)


    Aber bei den Lebensmitteln spielt halt der persönliche Geschmack eine grosse Rolle.
    Bei uns ist es jedenfalls so, dass wir manchmal die Billiglinie lieber essen, als das teure Markenprodukt. Auf der anderen Seite gibt es Lebensmittel aus der Billiglinie, welche ich nie wieder kaufen würde.


    Ja, ab einer bestimmten Grösse ist ein Preisunterschied nicht mehr zu rechtfertigen.
    Aber wir lieben beispielsweise die Spaghetti von Barilla. Und das nicht wegen der Marke. Ich habe meiner Familie mal die Aldimarke untergejubelt, indem ich sie im Keller heimlich in die Barillapackung umgetauscht habe. "Papa, die Spaghetti schmecken heute anders als sonst..."

    Schade finde ich übrigens, dass im verlinkten Video nur zwei der vier Packungen verkostet wurden.

    Der Skeptiker in mir fragt sich jetzt, ob die anderen beiden Packungen nicht "dem erhofften Ergebnis" entsprochen haben.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Wer auf Marken steht, kann sich das hier ja mal ansehen Basta Pasta: Diese günstigen Nudeln überzeugen den Sternekoch

    Und was soll mir das Video jetzt sagen? Das ist eine Meinung, eines Menschen. Jeder hat seine Vorlieben was Essen angeht. Hier gibt es kein richtig oder falsch, sondern unterschiedliche Herangehensweisen.

    Auch Metro und co. ist nicht günstiger.

    Es geht nicht jedem darum das günstigste Produkt am Markt zu erwerben. Bei gewissen Dingen setze ich auf Qualität und persönliche Vorlieben. Unter anderem bei Essen, Medizinischen Artikeln, Werkzeug, etc.


    wenn mal ein Einkauf ausfällt, ist das kein Drama

    Ist bei mir auch kein Thema. Deine Annahme ist wohl, dass die "Großeinkäufer" warten bis die letzte Packung Nudeln im Kochtopf ist, bevor sie losziehen und neue kaufen. Ein Mindestbestand ist immer vorhanden.


    wer Nudeln Kartonweise kauft, fällt eher auf, als jemand, der 2 Packungen im Einkaufswagen hat

    Du denkst du fällst auf, wenn du bei einer Aktion mehr Packungen kaufst als sonst üblich? Du gehst wohl nicht oft einkaufen. Das ist bei Aktionen die Regel. Noch nie Einkaufswägen mit 8 Kisten Bier gesehen, wenn sie gerade in Aktion sind? :)

  • Vorratshaltung: Im Prinzip jeder, wie es gut funktioniert.


    Ich lagere manche Sachen per Großeinkauf ein. Ich habe z.B. Dosen und diverse Sachen eher als Großeinkauf eingelagert.

    Dazu lieferte REWE Online auch einiges, was ich dann nicht schleppen musste.

    Das ist die Basis. Dann kommt hier und da etwas. Ich habe z.B. nicht so viele Nudeln da. Ausreichend viele, aber nicht große Mengen. Ich esse einfach davon zu wenig aktuell. Trotzdem reicht die Menge aus, um damit ein, zwei Wochen verschiedene Nudelgerichte zuzubereiten.

    Viele andere Sachen wandern durch kleine Einkäufe dann rein oder werden schlichtweg frisch gekauft.


    Selbst eingekochtes steht auch noch da, das genügt auch eine Zeit lang. Jetzt muss das Lager nicht immer komplett voll sein. Voll reicht wirklich sehr lange. Halbvoll ist auch noch sehr gut. Und dazwischen schwanken völlig in Ordnung.


    Einmal im Jahr gibt es eine "Lager-leer-fress-Zeit". Da wird absichtlich eine ganze Weile alles mögliche aus dem Lager verbraucht und verspeist, bis es deutlich unter die Hälfte der Lagermenge gegangen ist. Wenn dann der große Knall kommt, ist natürlich weniger da, aber ich rechne NRG-5 und so Sachen, die noch tief irgendwo regelrecht verklappt sind nicht ein. Das passt.


    Wichtig ist, dass man so das Gefühl hat, dass das ganze Konzept einigermaßen stimmt. Von der Klorollenlagerung bis zur Raviolidose. Genauso mit Batterien und Akkus und alles. Akkus wollen auch etwas gepflegt werden, Batterien sollte man auch mal nach gucken. Und so weiter.


    Wenn am Ende das Lager auseinanderfällt, weil niemand sich eine Zeit um die Sachen gekümmert hat, kann man auch auf die Kauf&Forget Methode umsteigen. Alles Kaufen, einlagern, ab MHD Ende oder nach X Jahren, komplett austauschen. Container, alles rein und neu.


    Gruß

    SBB

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Ist bei mir auch kein Thema. Deine Annahme ist wohl, dass die "Großeinkäufer" warten bis die letzte Packung Nudeln im Kochtopf ist, bevor sie losziehen und neue kaufen. Ein Mindestbestand ist immer vorhanden.

    Eher in Woche x fahren wir zu A und packen das Auto mit Produkt 1 voll. In Woche x+1 zu B und packen das Auto mit Produkt 2 voll usw.
    Jetzt ist das Auto in Woche x kaputt o.ä. In Woche x+1 gib es jetzt das Sonderangebot nicht mehr. Das Produkt 1 und 2 passen nicht zusammen ins Auto.
    Und A udn B liegen am entgegengesetzt Ende der Stadt.


    Du denkst du fällst auf, wenn du bei einer Aktion mehr Packungen kaufst als sonst üblich? Du gehst wohl nicht oft einkaufen. Das ist bei Aktionen die Regel. Noch nie Einkaufswägen mit 8 Kisten Bier gesehen, wenn sie gerade in Aktion sind? :)


    Ich kaufe tatsächlich nur noch alle 5 Woche ein (früher 1x die Woche). Und das zu Zeit, wo die Läden leer sind.
    Und 100 Prospekte zu wälsen, nur um zu schauen wo es gerade welche Sonderangebot gibt (und noch ermittel, ob es wirklich ein Snäpchen ist) ist mir einfach zu viel Streß.

  • Du denkst du fällst auf, wenn du bei einer Aktion mehr Packungen kaufst als sonst üblich? Du gehst wohl nicht oft einkaufen. Das ist bei Aktionen die Regel. Noch nie Einkaufswägen mit 8 Kisten Bier gesehen, wenn sie gerade in Aktion sind? :)

    Ich war gestern bei Real und habe Barilla-Nudeln im Angebot für 0,79€/500g abgestaubt; bin für die

    34 Packungen auch lieber zweimal gelaufen und habe unterschiedliche Kassen angesteuert. :)

    Bei 8 Kisten Bier denkt jeder, dass du ne Party mit 30 Personen feierst - oder 20 Personen, je nachdem wie

    trainiert die Bratmannschaft ist. ^^

  • Grosse Mengen für den Grundvorrat, ganz klar.


    Und da ich panische Angst vor der Nudelkalypse habe, kann ich seit Jahren aus eben diesem Nudeln herstellen.

    Ich habe säckeweise Getreide, Erbsen usw eingelagert, schlicht und simpel aus dem landwirtschaftlichen Grosshandel = > Grosse Mengen.

    Kalorien für mehrere Jahre für wenige €

    Was die Rotation angeht... Ich verfüttere es einfach an die Hühner, Dual Use und Plan B in einem.

    Selber denken macht schlau

  • Einmal im Jahr gibt es eine "Lager-leer-fress-Zeit". Da wird absichtlich eine ganze Weile alles mögliche aus dem Lager verbraucht und verspeist, bis es deutlich unter die Hälfte der Lagermenge gegangen ist.


    Ich habe im wesentlichen nur Sachen im Lager, ich ich auch sonst esse. Da wird fast täglich was entnommen und beim nächsten Einkauf wieder aufgefüllt.

    Klar gib es immer mal Sachen, die trozdem das MHD erreichen (man möchte ja einen möglichst großen Vorat).

    Aber verteilt und nicht ein ganzer Schwung auf einmal, wenn man daran denkt, das es eine Reihe von Konserven mit MHD 31.12 oder 30.06 und 31.12 gibt. Da muss man den Jahrgang im Auge behalten. Nach den Motto, noch viel da, wird wieder von der Liste gestrichen.


    Für Sachen, wie z.B. Getreide, die ich nur 1x im Jahr kaufe gibt es allerdings auch die "Leerfresstone" und und "Mindestreserve-Tonne" bwz. den entsprechenden Regalplatz. Da benötigt man notgedrungen deutlich mehr Lagerraum.

    Einmal editiert, zuletzt von Henning ()

  • Meine Empfehlung: arbeiten auf 2 Ebenen.


    1. Ebene: Ein paar Kartons NRG5 + ein Rudel Multivitamintabletten + ein Wasservorrat (5 L Packs) für den absoluten Notfall. Das gibt ein sensationell beruhigendes Gefühl, nimmt den "Druck" raus.


    2. Ebene: Normalvorrat. Hier ist zu bedenken was passieren kann, wie meine persönlichen Gegebenheiten sind:


    2.1. Kann ich ohne Strom kochen?

    2.2. Hab ich Trinkwasser ohne das öffentliche Netz?

    2.3. Wo bzw wie wohne ich?


    Schon oft im Forum besprochen, hier nochmal angemerkt:


    Mietwohnung und kochen ohne Strom? Kein Gaskocher? Kochen ohne Zugang zu Trinkwasser? Kochen in einer Krise, wenn andere Hungern?? Man wird die Nudeln mit Tomatensoße durch 3 Meter dicken Beton riechen...


    Kurz gesagt: berücksichtigt man diese Dinge, dann wird schnell klar das ein Notvorrat (normale (Koch)Lebensmittel) über 3 bis 6 Monate hinaus in einer Wohnung oder im Haus mit Nachbarschaft nichts bringen. Im absoluten Krisenfall wird das dort nix werden mit dem ewig fröhlichen Kochen... entweder Mangels Ressourcen wie Strom, Gas, Wasser oder durch ungebetene Gäste. Ausnahme m.M.n. ein Haus weit ab der Zivilisation. Nur: wer verfügt über diesen Vorteil? Nicht wirklich viele.


    Teilt man diese Einstellung ist die Notbevorratung einfach: Lebensmittel die nicht gekocht werden müssen sind i.d.R. sehr lange haltbar, d.h. kaufen und ins Lager werfen. Die anderen Dinge auf etwa 3 Monate Vorrat beschränken und in "Friedenszeiten" mit aufbrauchen, beim Wocheneinkauf wieder auffüllen. Da hat man keinen Stress.


    Meine Sicht basiert auf folgender Theorie: Wenn es tatsächlich keine Lebensmittelversorgung über einen Zeitraum von z.B. 2 Wochen gibt, dann "bricht das Chaos" in den Städten aus, um einiges später auf dem Land (dafür dann aber schon zeitnah mit ungebetenen Gästen aus der Stadt). Dann wird die Dose Ravioli aus dem Aldi zum Goldbarren.


    Wer sein Lebensmittel Vorratslager über die 3 Monate hinaus betreibt ist natürlich wesentlich besser vorbereitet, hat aber auch mehr Arbeit und braucht Lagerfläche. Dann muss auch ein professionelles System zur Bevorratung her: was brauche ich wann auf und wann fülle ich auf.

  • um einiges später auf dem Land (dafür dann aber schon zeitnah mit ungebetenen Gästen aus der Stadt).

    Ich hatte dies immer für etwas übertrieben gehalten, bis mir der Wikipediartikel zum Overather Kartoffelkrieg unterkam.

    Hunger verspüren Menschen ohne Nahrungszufuhr glaube ich ab Tag 1 bis Tag 4 oder 5. Danach soll das Hungergefühl wieder nachlassen.

    Diese Zeit gilt es zu überstehen.

    Einmal editiert, zuletzt von b3llemere ()

  • Der Hunger äußert sich danach anders, eher durch Schwächegefühl und Frieren, und das ist nicht permanent, sondern so wellenförmig. Das geht dann erstmal eine Zeit lang so. Ab ca 75% des Normalgewichts kann es dich auch psychisch beeinflussen, Abwesenheiten, Empfindungsveränderungen bis hin zu Wahrnehmungsstörungen. Das ist dann auch das Stadium, in dem du langsam und vorsichtig anfangen musst, wieder zu essen. Sonst kommt es retour.