... die Heizung im Winter ausfällt?

  • Weil wir ja im Mittelalter alle schon Glasfenster hatten... :confounded_face: der damalige "Mittelstand" stopfte die Lichtöffnungen seiner Bude mit Stroh aus - Stroh raus = mehr Licht, Stroh rein = bessere Dämmung.

    Und der durchschnittliche Haushalt im Mittelalter hatte ja auch so viele Kunstfaserbettwäsche... Also die gute alte Bettpfanne würde heutzutage echt doofe Auswirkungen haben.

    aus DE gesendet...

  • Namaste,


    "Fußbodenheizung" hatten die früher - ja! Und wie?


    Im UG war das Vieh, Ziegen, Schafe, ... und deren Körperwäre zog nach oben und wärmte ein wenig das EG/OG.


    Aber da sind wir wieder beim "Stinken". :grinning_squinting_face:


    Waidmannsheil

    zero

    Wetten Sie niemals gegen den menschlichen Erfindungsreichtum. Der größte Feind der Propheten der Apokalypse ist ein Ingenieur (Daniel Lacalle)

    "Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das Denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Dostojewski, 1821-1881

  • Die alten Römer nutzten Hypokausta:


    Hypokaustum – Wikipedia
    de.wikipedia.org


    Also nix mit Geruchsbelästigung.

    Think positive, stay negative! :)

  • Die alten Römer nutzten Hypokausta:


    [...]

    Derlei Errungenschaften des Altertums gingen dann aber erstmal verloren und waren im Mittelalter unbekannt.


    Siehe auch die wassergespülten Toiletten der alten Römer, im Mittelalter landete der Inhalt vom Nachttopf auf der Straße...

    BY/DE

    Si vis pacem, para bellum.

  • Aber für ein Hypocaustum brauchst Du Sklaven! Heute schwierig...

    Namaste,


    heute hast du keine Sklavenkette um den Hals.


    Heute hast du ein Darlehen/Kredit bei deiner Bank und gehst dafür arbeiten!


    Waidmannsheil

    zero

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  • Der dunkle Eiche Farbton " Eiche Rustikal" bei alten Bauernmöbeln, entstand auch sehr rustikal. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Die Methandämpfe der Kühe stiegen vom Stall ein Stock höher in die Stube der Bauern, und beizten das Eicheholz allmählich dunkler.

    Der Optimist glaubt in der besten aller Welten zu leben.
    Der Pessimist befürchtet, der Optimist könnte recht haben.

  • im Mittelalter landete der Inhalt vom Nachttopf auf der Straße...

    Woher hast denn den Blödsinn?

    Also ich mache viel mittelalterliche Darstellung auch mit Museen etc. Aber das ist einfach eine Urban Legend... gab es so nicht und war grade in den Städten sogar unter Strafe gestellt

  • Woher hast denn den Blödsinn?

    [...]

    Ich verweise auf den Kontext, in dem der Post entstand.


    Schon klar, auf Burgen hatte man, je nach Früh- Mittel- und Spätmittelalter auch schonmal geöltes Pergament am Fenster, für den Toilettengang gabs den Aborterker über die Mauerkante hinaus, und wer in der Stadt richtig Geld hatte, konnte sich seine Kate auch mit Holz als Dämmung vertäfeln lassen.

    Eine Kanalisation im heutigen Sinne gabs aber nicht. Wer es sich leisten konnte, hatte einen eigenen Abtritt, und Leibeigene, die diese Abfallgrube mehr oder minder regelmäßig leerten.

    Kommt ja nicht von ungefähr, dass man sich in der Stadt meist nur mit "Trippen" an den Schuhen durch die Straßen bewegen konnte und das Bodenniveau heute durch diverse Überpflasterungen des Unrats in der Vergangenheit mitunter einige Meter höher liegt, als noch im Mittelalter. Archäologen freut dieses immer noch stinkende "Geschichtsarchiv im Boden", für den damaligen Zeitgenossen wars aber - scheisse.


    Im Vergleich zum Mittelalter war das Römische Reich nunmal ein Hort der Hygiene.

    BY/DE

    Si vis pacem, para bellum.

  • Im übrigen bin ich der Meinung (cetera censeo...), dass ein living-history-Hobby die beste Vorbereitung aus Versorgungsausfälle aller Art ist. Mal ne Woche ohne modernen Kram auskommen müssen kann sehr lehrreich sein.


    Wenn, dann aber gerne spätantik. Da gab's die Kanalisation und die Aquädukte noch...


    Und Karthago muss natürlich zerstört werden.

    Erklärter FDGO-Fan

  • Trotzdem hatte man den Eindruck, dass der ein oder andere sowas ausprobiert. Ich hoffe, es kommt nicht so weit!!!!

    Das hoffe ich auch.

    Hier sterben jeden Winter Menschen, die auf diese Art und Weise ihre Häuser heizen wollen.

    Vor allem auf dem Land kochen Viele noch auf so einer Feuerschale, Brasero genannt.

    Diesen Brasero stellen sich dann immer wieder welche ins Haus, verstopfen alle Ritzen, damit die Wärme drinnen bleiben soll, legen sich schlafen und wachen nie wieder auf.

    Obwohl es jedes Jahr am Anfang des Winters Warnungen in den Medien gibt, wird es doch immer wieder gemacht.

    Die Wohlhabenden heizen mit der Aire, Holzöfen wie in Europa sind eher unbekannt.



    Weil wir ja im Mittelalter alle schon Glasfenster hatten...

    Da hatten sie aber hölzerne Fensterläden.

    Die halten auch gut Wind und Kälte draussen.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • [...]

    Da hatten sie aber hölzerne Fensterläden.

    Die halten auch gut Wind und Kälte draussen.

    Da findet reichlich Luftaustausch statt, ein Kohlebecken ist in so einer Umgebung eher kein Problem.


    Aber wie du eben selber schreibst, stellen sich bei euch manche Leute das "Brasero" in die Bude - und die haben ganz unmittelalterlich Fenster(scheiben) und relativ dichte Türen.


    Seit 2015 gab es einige Vorfälle, in denen Flüchtlinge hier nach ihren im Herkunftsland üblichen Methoden geheizt haben. Es ist aber eben ein Unterschied, ob ich eine gedämmte und abgedichtete Unterkunft habe, oder in der sprichwörtlichen altägyptischen Lehmhütte ohne Fenster und mit ein paar zu einer Türe zusammengenagelten Brettern hocke... jedenfalls ging das nicht immer glimpflich für die jeweiligen Flüchtlinge aus:

    Wasser mit Holzkohlegrill erhitzt – Flüchtling erstickt
    Der 29-Jährige war mehrere Tage nicht bei seinem Praktikum erschienen. Sein Betreuer informierte daraufhin die Polizei.
    www.abendblatt.de

    Familie erleidet Kohlenmonoxid-Vergiftung
    Als ein Familienmitglied über Kreislaufprobleme klagt, rücken Rettungskräfte an. Das Warngerät für Kohlenmonoxid schlägt sofort an. Mutter, Vater und acht…
    www.n-tv.de

    BY/DE

    Si vis pacem, para bellum.

  • Woher hast denn den Blödsinn?

    Also ich mache viel mittelalterliche Darstellung auch mit Museen etc. Aber das ist einfach eine Urban Legend... gab es so nicht und war grade in den Städten sogar unter Strafe gestellt

    Wenn es sogar unter Strafe gestellt war - dann gab es das wohl davor zu oft, und es gab genug Ärger deshalb. Sonst wäre es ja nicht verboten worden.

    Der Optimist glaubt in der besten aller Welten zu leben.
    Der Pessimist befürchtet, der Optimist könnte recht haben.

  • Im übrigen bin ich der Meinung (cetera censeo...), dass ein living-history-Hobby die beste Vorbereitung aus Versorgungsausfälle aller Art ist. Mal ne Woche ohne modernen Kram auskommen müssen kann sehr lehrreich sein.


    Wenn, dann aber gerne spätantik. Da gab's die Kanalisation und die Aquädukte noch...


    Und Karthago muss natürlich zerstört werden.

    Da reicht aber auch ein Ausflug ins 13. Jahrhundert... Abgesehen von den Erkenntnissen finde ich hat eine historische Armbrust mit Jagdspitzenbolzen deutlich mehr Drohpotenzial als eine Moderne, so rein optisch. Und die Erfahrung mal im Gambeson gekämpft zu haben ist auch was wert. Abgesehen davon hat man einfach auch einiges an Ausrüstung welche hilfreich ist. Allein die Kochsachen...

    Wenn es sogar unter Strafe gestellt war - dann gab es das wohl davor zu oft, und es gab genug Ärger deshalb. Sonst wäre es ja nicht verboten worden.

    Das stimmt wohl aber dann kommt auch wieder die Frage wann ist Mittelalter... Der Zeitraum beschreibt 500 bis 1500, da gibt es einige Änderungen in der Zeit :grinning_squinting_face: