Ein Bunker à la Colin Furze?

  • Der "Rückzugsraum" von Colin Furze (was für ein Nachname) halte ich für ne super Sache.


    Er hat 4mm Stahlplatten verarbeitet und das Dach abgerundet....Riesenvorteil bei der Statik.... Material für einen 10x4x3m runde 4700 Euro Metall zzgl. der Beton und halt ne Menge Schweissdraht und Schutzgas....aber dafür relativ unauffällig.


    Natürlich nix für die Reihenhaussiedlung....aber ein Freizeitgrundstück mit Wald in der "Pampa" halte ich für ideal.


    Und ja...auch ich gehöre zu der Fraktion....nicht reden...nicht fragen...machen!!!


    Das einzig auffällige wäre der Vormittag, wenn die Grube ausgebaggert wird...und am Ende, wenn der Betonwagen käme....und den könnte man auch zur Not mit seeeehr viel Fleiss umgehen.

  • Unter den eigenen Haus/Grundstück einen gut funktionierenden Bunker zu haben, da hätte ich nix dagegen.

    Aber es gibt ein großes Problem:

    wenn ich mir in einer Stadt/Dorf ein Grundstück kaufen würde wo ich mein Haus und darunter meinen Bunker bauen würde, würden das ja die Nachbarn sehen bzw. andere Leute. Und der beste Schutz eines Bunkers ist in meinen Augen nicht die dicke der Wände, sondern dass niemand von dessen Existenz überhaupt weiß.

    Von den Kosten will ich lieber gar nichts sagen, aber soweit ich weiß kann so ein "kleiner" Bunker schon gerne ne halbe Millionen Euro kosten wenn man was gutes haben will. Und dabei rede ich nicht von einen Container der unter der Erde ist, sondern ein Bunker mit mehrere Räumen wo man sich etwas bewegen kann.


    Aber da wir ja auch in einen schönen Staat mit netten Behörden leben kann es sein dass man eh NIE einen Bunker genehmigen würde.

  • Es kommt halt drauf an, was du unter einem Bunker vestehst. Eine "zweite Etage" unter dem eigentlichen Keller mit Stahlbetonwänden und separatem Ausgang wirst du nicht genehmigt bekommen und vermutlich wirst du so schnell auch keine Baufirma finden, die dir das anlegt. Und natürlich bliebe so etwas nicht unbemerkt, es sei denn, das würde auf einem klassischen Villengrundstück in Einzellage entstehen.


    Mehr oder minder herkömmliche Kellerräume mit etwas massiveren Wänden, Stahltüren, weit ausgezogenen Belüftungsschächten etc. kriegst du schon eher vom Architekten geplant und gebaut. Genehigungstechnisch dürfte das auch kein Problem sein. Wie geheim das bleibt, hängt natürlichvom Umfang der Ertüchtigung ab. Aber gerade in kleineren Orten und mit einer lokalen Baufirma wird das nicht ganz unter dem Radar bleiben.


    Hier und da gibt es auch Häuser aus den 50er Jahren zu erwerben, die schon einen Bunker eingebaut haben. Da muss man dann aber die Bausubstanz nehmen, die man bekommt.


    Letztlich bleibt halt die Frage, für welche Szenarien ein Bunker überhaupt sinnvoll ist.

  • Asdrubal

    Ein Bunker vermittelt mir Sicherheit.

    Ich kann darin Lebensmittel und Wasser und vieles mehr sichern, wenn ich merke, dass es schwierige Zeit gibt z.b. durch Unruhen.

    Auch kann ich einen Bunker als Rückzugsort benutzen wenn ich merke, dass ich mich allgemein nicht mehr sicher fühle.

  • Asdrubal

    Ich kann darin Lebensmittel und Wasser und vieles mehr sichern, wenn ich merke, dass es schwierige Zeit gibt z.b. durch Unruhen.

    Aber dann reicht doch vermutlich ein gut abgesicherter Keller mit entsprechenden Stahltüren und Fensterläden, dazu vielleicht noch ein paar Belüftungsrohre. Das sollte machbar sein, mit ein bisschen handwerklichem Geschick und erworbenem Fachwissen auch ein Stück weit in Eigenleistung.


    Ein Bunker im engeren Sinn ist ja eher was, das gegen diverse Waffenwirkungen schützt.

  • Jeder denkt bei "Bunker" irgendwie an Waffen.

    Für mich aber ist ein Bunker, sofern er gut durchgeplant und funktionsfähig ist, mehr als nur eine Mauer, die gegen Waffen schützt. Sie schützt gegen sehr viele Dinge von Außen.

  • Man sollte schon bei den allgemein gebräuchlichen Begriffen bleiben. Es hilft ja nichts, wenn ich "Tisch" sage und damit als einziger "Stuhl" meine.


    Aber um das mal zu summieren: Eine überdurchschnittliche Absicherung einiger Kellerräume sollte durchaus machbar sein, auch wenn das für Außenstehende unsichtbar bleiben soll.

  • Letzten Endes ist es nur eine Frage des Preises und/oder der geographischen Lage. Alte militaristische Grundstücke mit Bunker sind gelegentlich zu erwerben. Aber selbst wenn du einen alten Führungsbunker kaufst wird der unterhalt auch nicht billig sein. Die nötige technische Ausstattung kommt auch noch dazu.

  • Ich hab bei einer Führung mal einen schönen gesehen und angefangen zu überlegen was man damit alles anstellen könnte. Der wurde auch schon verkauft, war aber nicht meine Preisklasse. rund um Berlin sind viele Bunker in der Landschaft.

  • Ich verfolge den besagten Youtube-Kanal auch schon länger. Genial der Typ! Selbst wenn man Hilfe und Geld dazu von aussen bekommt oder nicht. Der Typ hats drauf. (Muss ja auch alles gefilmt und geschnitten werden...)


    Bitte passt auf beim selber Löcher buddeln! Schon normale Heinwerkertätigkeiten wie nen Teich bauen, Kellerwände nachträglich versiegeln, Leitungen verlegen, sonstwas... kann sehr gefährlich sein. Viele Leute machen sich keine Gedanken um das Gewicht von Erde, Böschungswinkel, Das was nachrutschen kann... Oft gibt es Unfallberichte von Feuerwehren die einen wieder ausgraben müssen. Oft ist es eine Bergung.


    Und wenn man dann nen Bunker hat, muss man natürlich auf gute Belüftung achten. Feuchtigkeit oder Ansammlung schädlicher Gase sind auch nicht schön...

  • Ich denke, dass ein Panikkomplex (mehre verbundene Panikräume mit unterschiedlicher Nutzungsart, wie Sanitär, Lager, Wohnen), also gut gesicherte (vor allem unauffällig) Räume mit Fluchtmöglichkeiten nach außen das ist wo nach du suchst.


    Ein Bunker im engen Sinne kostet mittelfristig mehr an Unterhalt als in der Herstellung, alleine was die Lüftungsanlagen mit Filtern sowie die Instandhaltung angeht (netzunabhängige Stromversorgung, nicht angreifbar, dazu noch Kommunikation).


    Ich habe auch schon in Diplomatenvierteln Wohneigentum finanziert, das gibt es alles in schick und unaufällig. Aber alleine die Verglasung und das Mauerwerk. das nicht nur dem Beschuss mit großkalibrigen Faust-/Handfeuerwaffen standhält, sondern auch einem RakW, sprengt die Budgets der unteren 99,5%.


    Ich schlage vor, wenn du ein Theoretiker bist, gehe für ein/zwei Jahre in einen Vollkontaktkurs Krav Maga oder ähnliche MMAs und du hast einen Eindruck, was die wirklichen Grundlagen von Gefährdungssituationen sind.


    Deinen Bunker knacke ich nicht mit Waffen, sondern wahrscheinlich mit Psychologie und psychologischer Gewalt...

  • Ein Haus mit Bunker hatte ich mir mal angesehen...Eine Ehemalige Fernmeldestation der BW - Größe etwa wie ein Einfamilienhaus mit einem etwa 3 mal so großen Bunker darunter ( etwa 350m² )

    Auf den Bildern sah das erstmal toll aus,absolut unscheinbar und in einer dörflichen Ortsrandlage im Norden von Niedersachsen.


    Das war für relativ kleines Geld ( ca. 69.000 € ) auf bundesimmobilien.de angeboten.


    In den ersten 10 min der Begehung war mir klar das das nichts wird.

    Durch den längeren Leerstand konnte man gut erkennen was Grundwasser so anrichten kann.

    Egal wie man auch "bunkert" man wird immer einen großen Aufwand betreiben müssen um die ganze Anlage vor dem vergammeln zu retten.

  • Für mich ist ein Bunker nur dann sinnvoll, wenn es um einen ABC Angriff geht . Alles andere ist eine Mausefalle und kann geknackt werden, um an die Dinge im Innernen zu kommen. Und wenn man bedenkt das ein privater Bunker nie so sicher wird wie ein staatlicher, einfach aus dem Grunde da Geld so gut wie keine Rolle spielt, würde ich mich nur dann da verkriechen wenn es ebnen diesen ABC Angriff wäre. Gegen Banden ziehe ich ein Versteck im Wald oder Steinwüste (Stadt) vor.

  • Vielleicht als Denkanstoß: Leo Winkel und seine Luftschutztürme.


    Wenn man nicht schon in den Bergen wohnt, dann ist das billigste "Bunker"-Bauwerk ein Luftschutzturm.


    Wenn Du ein geräumiges Haus hast, dann kannst Du einen Raum davon als Tresorraum ausbauen (lassen).


    Ich wollte für die Kinder so ähnlich wie im Kinderspielplatz ein paar günstig vom Laster gefallene Abwasserrohre so ca. 1 Meter Durchmesser halb einbuddeln und dann den ausgehobenen Dreck drüber. Wenn man da ein paar Abzweigungen macht, dann hat man auch einen Bunker, der gegen Splitter hilft.


    Nick