14 Tage Stromausfall würde Euch das überhaupt ticken?

  • Natürlich hängt es davon ab ob es sich um eine Katastrophe mit Nebenwirkungen handelt und wie es nach 14 Tagen weiter geht.

    Grundsätzlich habe ich in meiner Familie die Frage gestellt wie es anzlich ohne Strom für 14 Tage wäre.

    Meine Jungs 12 und 15 sagten das es für sie kein Problem wäre nur die Sachen aus dem Kühlschrank und Gefrierschrank müssten entsprechend verarbeitet bzw eingekocht werden.


    Ich war doch etwas verblüfft und dachte an Handy PS4 und Fernseher die beide aber auch nicht so richtig ticken.

    Wieso essen, trinken und mehr brauchen wir doch nicht. Der wenige, benötigte Strom wird über faltbare Solarpanele geladen und Batterieen stehen auch reichlich zur Verfügung.


    Das Gespräch zog sich noch lange hin und wir kamen zu dem Schluß ohne einen ärztlichen Notfall

    Sehr gut über Monate klar zu kommen.


    Wie sieht es bei Euch aus, sprecht ihr so etwas mal durch. 14 Tage sind kein Ding oder?

  • Ich kann das im Rahmen meiner Vorbereitung leider nicht so entspannt betrachten. Bei uns stehen einfach noch zu viele Anschaffungen aus: Gasherd / -grill, unabhängige Stromversorgung für Heizung / Kühlschrank, Möglichkeit zum Aufladen von wasauchimmer, Nahrungsmittelvorrat für längere Zeit, Zisterne im Garten, ...


    Die Vorräte müssten, sollte ich nur mit meinen Gerätschaften arbeiten können, zur Zeit kalt gegessen werden. Nudeln kochen etc wäre nur über Feuer im Garten möglich (kein Lager von Brennmaterial vorhanden), aber schon die WC Spülung wäre ein weiteres Problem. Die Heizung würde nicht arbeiten, eine alternative Heizquelle gibt es noch nicht.


    Was würde dagegen funktionieren? Trinkwasser wäre genug vorhanden, Medikamente ebenso. Genug frische Kleidung und Hygieneartikel wären vorrätig. Im Winter könnte die ausgefallene Heizung zumindest mit warmer Kleidung, Decken und Schlafsäcken kompensiert werden. Kerzen, Batterien, (Taschen-)Lampen sind vorhanden.


    Beide Listen (klappt / klappt nicht) sind natürlich bei Weitem nicht vollständig. Aber grob gesagt würde mich ein 14tägiger Stromausfall nicht völlig aus der Bahn werfen, wir würden nicht hungern, aber es wäre kein Zuckerschlecken.


    Und meiner persönlichen Meinung nach, ohne Deine Vorbereitungen genau zu kennen flywheel, denke ich nicht, dass man einfach "über Monate sehr gut klarkommt", weil einfach zu viel Infrastruktur drumherum dranhängt. Selbst wenn das für Dich und Deine Familie rudimentär hinhauen würde, käme bei "Monaten" der unkalkulierbare Faktor "unvorbereitete Mitmenschen" dazu.

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Für unseren Haushalt alleine wäre das kein Problem. So lange nicht noch andere Probleme dazu kommen (Wetterschäden, ernsthafte Krankheit, sehr scharfer Frost, etc.), würden wir das bei jeder Jahreszeit mit den eigenen Vorräten und Betriebsmitteln durchstehen.


    Problematisch wäre aus meiner Sicht allenfalls, was mein Arbeitgeber dazu sagt. Denn dank der doch etwas längeren Pendelstrecke komme ich da definitiv nicht hin, wenn die ganze elektrische Infrastruktur ausfällt.

  • Das Problem ist ja nun weniger, ob ich privat zuhause Strom habe - da käme ich wenn es sein muss tatsächlich ohne aus. Das Problem ist eher:

    • wie komme ich an den Arbeitsplatz (ich nehme mal an dass auch Dieselzüge ohne Strom für die Signaltechnik heute nicht mehr fahren)
    • wenn ich die 40 km mit dem Fahrrad fahre: was will ich am Arbeitsplatz ohne Strom überhaupt ausrichten (weder Bürotechnik noch Fertigungsmaschinen usw. funktionieren)
    • wie lange überlebt der Arbeitgeber das wirtschaftlich

    Meine größte Sorge im Fall eines großflächigen wochenlangen Blackouts ist, dass die Wirtschaft danach so am Ende ist, dass es auf absehbare Zeit keine Verdienstmöglichkeiten und keine Sozialleistungen mehr geben wird.


    Und dann natürlich die Frage, was mit den Atomkraftwerken passiert.


    Das sind leider alles Dinge, auf die man sich selbst nicht vorbereiten kann.

    2 Mal editiert, zuletzt von Thomas ()

  • Hallo,


    wir kämen auch (sehr gut) zurecht, großer Gasgrill mit Kochplatte, Benzin-Kocher und entsprechende Brennstoffe sind ausreichend vorhanden. Es gibt ein Campingklo und seeeehr viele Müllbeutel. Auch der Lebensmittelvorrat wäre Ok - Gut Kühlschrank und Gefrierschrank sind natürlich eine Schwachstelle und diese Lebensmittel müsste dann vorab verarbeitet werden.

    Das Beheizen der (Miet-)Wohnung wäre ohne größere "Anpassungen" nicht möglich (aber das Material, Ofenrohre, kleiner Werkstattofen, Kleinmaterialien und vor allem (!!!) eine Möglichkeit zum Einbau wären vorhanden).
    Batterien, Akkus, LED-Lampen, Kerzen, Petroleum Lampen, Brettspiele, Kurbelradio... alles vorhanden.
    Das mit der Arbeit sehe ich nicht so kritisch, zum einen ist die Chance, das es dort auch keinen Strom gibt sehr hoch und zum anderen nennt sich das doch "Höherer Gewalt" (zur Not, Krankenschein einreichen)!


    Interessanter scheint mir da schon der "nicht kalkulierbare Bereich", wie Thomas schon angedeutet hat. Nachbarn, weniger gut vorbereitete Mitmenschen, Industrieanlagen, Krankenhäuser... alles Dinge, die ausserhalb unseres direkten Einflusses liegen.


    LG
    DocS

    Erlebnisorientierter Prepper - LH Ultras

  • Also 14 Tage Stromausfall oder auch ein Monat wären bei uns kein Problem. Hierbei ist natürlich die Frage, wie es mit der Infrastruktur im Umfeld aussieht. Sollte die Wasserversorgung ausfallen, wird es auf jeden Fall zu Komforteinbußen kommen.


    So oder so müssten wir auch die Warmwasserbereitung wie früher im Topf auf dem Holzofen machen. Und gerade jetzt im Sommer wäre die Temperatur im Schlafzimmer unter dem Dach ohne Klimaanlage unerträglich, sodass wir einen alternativen Raum im Untergeschoss umfunktionieren müssten. Für den Winter ist ein großer zentraler Kachelofen incl. Brennstoff für mehrere Jahre vorhanden


    Als Nahrung würden wir zuerst den Inhalt der Kühlgeräte nutzen. Diese Kühlgeräte werden mittels Stromerzeuger für wenige Stunden am Tag auf Temperatur gehalten, bis die Inhalte verzehrt sind. Zubereitet wird mittels Gaskochfeld, Dutch-Oven oder Holzkohlegrill.


    Zur Beschaffung von Informationen wird die Sat-Anlage verwendet, die in der Laufzeit des Stromerzeugers betrieben werden kann. In dieser Zeit werden auch die Powerbanks, Lampenakkus u.Ä. aufgeladen, damit die stromlose Zeit zumindest nicht stockdunkel wird.


    Aktuell in Arbeit sind zwei Solar-Inselanlagen mit zusammen ca. 500 Wp und 3 kWh Speicher.

  • 14 Tage Stromausfall. Das würde ich hinbekommen, weil ich zumindest mal eine Woche mit einigen Limits geprobt habe. Ein Ausfall dieser Länge ist aber, zumindest in meiner Stadt, ein völlig apokalyptisches Ereignis. Die Leute drehen dann alle durch.


    Aber ich kann 14 Tage heizen, wenn auch nicht extrem, aber erprobt, heizen und kochen.

    Ich habe zumindest rationiert 14 Tage Trinkwasser da. Aktuell nur 120 Liter, demnächst dann 240 Liter. Da ist auch Waschen mit der Schüssel und die ein oder andere Klospülung mit drin.


    Kühlschrank müsste dann rasch verbraucht werden, auch die TK. Aber das geht auch. Essen ist eingekocht einiges da, das passt aus meiner Sicht auch.


    Strom ist limitiert eine ganze Weile da. Die ein oder andere Powerbank. Obwohl ich würde damit eher den eReader laden und so - bissl Strom für Funk und so weiter.


    Solange alle gesund und munter sind, ist alles okay. Sobald jemand ein medizinischer Notfall wird, wird es eng, wie überall.


    Sobald der Strom länger als 30 Minuten weg ist, würde ich erst mal sehr genau nachfragen, wo überall und wie extrem der ist. Sollte nämlich das ganze Bundesgebiet offline sein, wird der Neustart dauern und da ist mit völligem Chaos und kriegsähnlichen Szenen zu rechnen. Da hilft nur erst mal gucken und formieren, ggf. muss ich dann tatsächlich aus der Stadt raus. Die Frage muss man sich selbst eher früher als später beantworten.


    Aber rein theoretisch ja, 14 Tage klappt. Bei einem Extremwinter, bei -10 Grad wird es aber eng mit den eingefrorenen Wasserrohren und der Kälte die halt dann überall präsent ist. Das zermürbt. Auch wenn man die Bude etwas warm bekommt, irgendwann friert einem hier und da die Ravioli Dose ein. Man kann nur einen Raum wirklich heizen. Und Licht und Geräusche zieht auch schnell die anderen an.


    Man wird sehen, ob das wirklich vorkommen wird. Ein neo-romantischer Erwachsenencampingausflug wird das auf jeden Fall nicht.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • hi,

    hab da mal eine Frage zu den "Powerbanken", für welche Einsatzzwecke würdet ihr die nutzen?

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

  • Ich nutze meine Powerbank, um meinen eReader (Kindle & FireTablet) aufzuladen. Hier und da fand das Ding Verwendung fürs Handy. Da kommt man gut mal ne Woche mit hin. Die Powerbank ist einfach klein und bequem (80Wh) gehört so zum allgemeinen Alltagskram.


    Im Krisenfall halt alles nutzen, was da ist. Am Ende kann ich immer noch die AGM Batterien zum laden von so Sachen nutzen. Handys können auch ganz einfach in den Flugmodus, ist eh kein Netz da, was funktioniert. Kann ja sein, dass man kurz mal gucken will, ob was geht.


    Man kann die Powerbank auch mit einem kleinen Solarfeld laden. Wenn man sonst nix hat. Ist immer die Frage, wozu man es braucht.


    Gruß SBB

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Die Powerbanken in meinem Equipment werden nur für Radio und CB- / PMR- Akkus verwendet, für Mobilephone oder Tablet nur wenn sowieso Strom da ist. Bei einem 14- tägigen Stromausfall ist irgendwann auch mit Telefonieren und Internet Schluss...


    Ein 14-tägiger Stromausfall wäre für mich kein Riesenproblem, da komme ich eigentlich gut durch, ist lediglich unangenehm. Arbeiten ist dann allerdings nur noch eingeschränkt möglich, allerdings werden meine Kunden wohl auch nicht arbeiten können, somit relativiert sich auch dies.

    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.

    Benjamin Franklin

  • 14 Tage wären für uns in einer dörflichen Umgebung umgeben von Preppern (alle nicht hier im Forum und auch sonst in keinem Forum) kein Thema.


    Nur im Winter bei Minusgraden wäre das doof, da wir auf das Gas zum Heizen angewiesen sind. Klar kann man mit dem Ofen heizen, aber nicht das ganze Haus. Daher denke ich noch über einen Stromgenerator nach, damit die Gasheizung + Umwälzpumpe weiterlaufen können. Zumindest solange, wie noch Druck auf der Gasleitung ist.


    Das würde aber wieder eine Einlagerung von Kraftstoff + Rotation desselben erfordern. Außerdem will ein Generator ja auch gewartet werden damit er im entscheidenden Moment nicht versagt. Den Aufwand scheue ich aber noch.

    I feel a disturbance in the force...

  • Ich denke ebenfalls das wir 14 Tage ohne ernsthafte Probleme überstehen können.

    Medizinische Notfälle Mal außen vor gelassen. Wenn es auf der Arbeit keinen Strom gibt, bleibe ich einfach Zuhause. Sollte es dort Strom und Wasser geben, ( dann gibt es dort auch funktionierende Tankstellen etc.) Würde ich relativ normal arbeiten und eben dort duschen und Akkus aufladen etc.


    Wir haben einen Ofen und genug Brennstoff, ausreichend Möglichkeiten Nahrung usw zu erwärmen.

    Die Akku Leistung sollte reichen im Funk etc intensiv zu betreiben. Ggf. Könnte ich mit einem Inverter die Heizung (Öl) darüber zeitweise betreiben.


    Im Sommer absolut kein Thema im Winter würde ich dann vorsorglich die Wasserleitungen entleeren um dort Schäden zu verhindern. Das Wasser natürlich auffangen und verwenden.



    Taschenlampen Reserve Akkus sowie Campingleuchten sind in ausreichender Menge vorhanden.



    An sonsten sehe ich auch keine großen Probleme.


    LG Bulli

  • Geht ihr davon aus das größere Gebiete betroffen sind oder nur eure Stadt? Das liest sich oft so, als wenn man dann nicht mehr arbeiten müsste und die Zeit dafür dann zu Hause hat, diese damit zu bringen Dinge zu erledigen wie kochen oder so die ohne Strom länger dauern. Frage ist wie weit man entfernt arbeitet und was. Ob es noch möglich ist hinzukommen oder dort effektiv tätig zu sein oder ob man zu Hause bleiben darf. Ab wann setzten Alltagspflichten aus, bis alles wieder funktioniert?


    Werden Freizeitaktivitäten wie Einkaufen gehen, Sport, Bank/Behördengang, Verwandte besuchen, Kino/Schwimmbad/Theater,... auch eingestellt? Jedenfalls dauert es ohne Telefon ja länger jemandem was zu berichten, da man mit Absprache und persönlichem Erscheinen bei den jeweiligen Personen ja länger braucht zum Ergebnis.


    Ihr habt aber Humor, schreib im Juni bei 30 Grad von Brennstoffvorrat und Heizung. ;-)


    Bei "uns" im Ort war der größte Stadtteil gestern für bis zu 3 Stunden teilweise ohne Strom. Eine Trafostation hat gebrannt und bei einer Baustelle gab es eine Störung. Dazu ist durch eine defekte Stromleitung eine Gasleitung explodiert und deswegen wurde in zwei Straßen auch das Gas abgestellt. Solche kleineren Ereignisse sind nach nem halben Tag wieder behoben.


    Fazit: Habe mir tatsächlich ne Liste gemacht was man noch vorbereiten kann. Ich habe letztens das Buch "Blackout" gelesen. Holzofen und viel Holz ist da, Vorräte reichen für 2 Leute vllt tatsächlich eine knappe Woche. Dann aber ohne zur Arbeit zu gehen. ... Absprache mit Verwandten/Freunden sind leider nicht sehr hoch in Sachen "macht euch keine sorgen wenn ihr nichts hört wenn sowas passiert" (Dann vllt nen Plan machen und man kann ja alles als "Fahrradbote" erreichen)

    Gruß David

  • Wenn Deutschland dunkel ist, bin ich garantiert nicht auf dem Weg zur Arbeit. Wenn das Bundesland off ist auch nicht.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • 14 Tage ohne Strom wäre allein auf sich gestellt zwar nicht schön/komfortabel, aber auch nicht lebensbedrohlich. Was uns schnell zu schaffen machen könnte, ist die Abwasserfrage.


    Wohin mit den Fäkalien? Und den Abfällen? Ich erwarte da sehr schnell Verhältnisse wie im Mittelalter: einfach aus dem Fenster kippen! Im Winter käme bei uns noch die Frage der unzureichenden Ersatzheizung zum Tragen. Nach 14 Tagen bei strengem Frost könnte es unangenehm werden.


    Aber bei Nahrungsmitteln und Wasser oder Beleuchtung und Kommunikation sehe ich uns gut aufgestellt.


    Was aber entscheidend wäre, und auch schon von anderen angesprochen wurde, was passiert in unserem Umfeld? Dass wir 14 Tage durchstehen, während die Nachbarn hungern, sehe ich nicht. Dann werden aus 14 Tagen Vorrat schnell nur noch ein paar Tage ... und für eine ganze Gemeinde vorsorgen, kann der einzelne nicht. Das müssen die Nachbarn schon selbst machen. Daher mein Interesse am Thema, wie gut unsere Gemeinde vorbereitet ist bzw. was im Rahmen einer öffentlichen Information verbessert werden kann.


    Dass mit der Arbeitsstelle sehe ich dagegen nicht so dramatisch: sollte es nach einem flächendeckenden, länger andauerndem Stromausfall noch zu geregeltem Wirtschaftsleben kommen, dann werden auch „danach“ noch Fachkräfte gebraucht. Und warum sollte mein Arbeitgeber völlig neue Leute einstellen, wenn die Mitarbeiter von vor der Krise zurück an den Arbeitsplatz drängen?


    Nach einem *bundesweit* wochenlangem Stromausfall sehe ich unsere Gesellschaft aber eher in einer Situation wie nach dem Zweiten Weltkrieg ... da würde der Wiederaufbau Jahre dauern. Hier wäre eine Versorgung durch Schrebergarten etc. als zusätzliche Nahrungsquelle hilfreich. Jedenfalls haben sich so meine Großeltern nach dem Krieg mit ihren Kindern durchgeschlagen.

  • Wohin mit den Fäkalien? Und den Abfällen?

    Schau mal über die Suchfunktion. Das wurde hier schon mehrfach diskutiert. Ich habe mich für die Lösung Eimer, Müllbeutel und Katzenstreu entschieden. Aber es gibt verschiedene andere Varianten.

  • Wohin mit den Fäkalien?

    die beste Möglichkeit ist dann wohl eine Komposttoilette




    und hier ist Lesestoff fürs Örtchen :)


    https://komposttoilette.org/do…us%20Komposttoiletten.pdf


    http://www.knowledgexchange.or…-Bachelorarbeit_small.pdf


    … irgendwo hatte ich doch noch einen link

    https://en.hesperian.org/hhg/N…ts_for_Health_(Sanitation)


    und auf deutsch gibt es auch was:

    Wo es keinen Arzt gibt

    https://hesperian.org/books-an…urces/resources-in-german

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

    Einmal editiert, zuletzt von canuck ()

  • Arbeitsstelle?

    Zur Arbeit habe ich max. fünf Minuten - zu Fuß. Habe ich keinen Strom, bleibts dort auch dunkel. Nun läuft meine "Maschine" erstmal ohne Strom - ich fahre mit dem LKW Baustoffe zu den Kunden. Je nach Füllstand des Tanks im Moment des Stromausfalls langt das für mehrere Tage, ggf. sogar ne Woche, wenn ich nur im städtischen Umkreis unterwegs bin. Dafür brauchts auch nicht unbedingt Strom/PCs, die Aufträge sind schon für Tage/Wochen im Voraus geplant, früher gings handschriftlich, heute dann eben auch. Nur: was wollen die Kunden mit der Ware, wenn sie sie nicht verarbeiten können? Wenn die Handwerker nicht auf die Baustelle kommen?

    Ich/die Kollegen würde mich kurz mit dem Chef zusammensetzen (die ganze Belegschaft wohnt im Umkreis von wenigen Kilometern, ich denke, da kommen erstmal alle ins Geschäft) und überlegen wie wir es organisieren wollen. Und ggf zuhause "gemütlich" machen.


    Denke, die 14 Tage bekommen wir gut hin, im Winter schwieriger, wegen Heizungsausfall, da wir zur Miete wohnen. Hier habe ich noch kein schlüssiges Konzept gefunden, das für uns zu verwirklichen ist.


    Nahrungsmittel sind ausreichend da, Wasser z.Z. 120l für zwei Personen. Bin aber dabei, hier aufzustocken. Kochgelegenheiten sind ausreichend vorhanden.


    Toilette: wir wohnen zur Ebene, mit einem kleinen Garten, hier habe ich schon ein "Plumpsklo" vorgefertigt; die einzelnen Teile (Wände, Dach...) müssen dann nur noch zusammengeschraubt werden. Das Klo kommt dann neben den Komposthausen, ein Loch ist schnell ausgehoben.

    Ich denke, wir hier im Forum finden für das "Geschäft" eine praktikable Lösung, auch wenn sie evtl. etwas unbequem sein mag. Aber was ist mit den (tausenden???) anderen Bewohnern im Dorf/in der Stadt? Irgendwann ka..en die dann doch alle, mangels Ersatz, irgendwo hin, insbesondere Bewohner von Hochhäusern haben hier massive Nachteile. In diesem Fall wünsche ich mir fast schon einen Stromausfall im eisigen Winter - da schlägt die mangelnde Hygiene/Seuchengefahr nicht so sehr durch...

    Himihergottzagramentzefixallelujamilextamarschscheissglumpfaregtz

  • In der wärmeren Zeit müssten wir zwar die Vorräte aus dem Kühlschrank/Gefrierschrank schnell zubereiten, aber da ergeben sich Tauschmöglichkeiten mit den Nachbarn. Neben dem Gaskocher kann das auch präferiert auf einem offenen Feuer im Garten passieren. Enten, Gänse und Hühner laufen bei uns und vor allem in direkter Nachbarschaft viele herum, ausserdem gibt es genug Obstbäume und andere Nutzpflanzen. Also müssten wir weder hungern noch frieren.


    Wenn es kälter wird, und noch Gas aus der Leitung kommt, kann die Gastherme zusammen mit dem relevanten Rest des Hauses theoretisch über einen dreiphasigen Generator betrieben werden. Das ist in der Elektroinstallation mit einem Trennschalter bei der Sanierung so vorgesehen worden. Praktisch steht derzeit ein einphasiger Generator zur Verfuegung, welcher u.a. auch die Gastherme betreiben könnte. In der zur Werkstatt umfunktionierten Garage (sonst keine Abnahme und Freigabe vom Schornsteinfeger - Garage und Kamin sind eine unzulässige Kombination) steht ein Kamin, welcher mit Holz befeuert werden kann. An Feuerholz mangelt es hier nicht. Frieren muss also niemand.


    In der Werkstatt wird ein 48 Ah Akku im Sommer permanent durch ein 100W Solarpanel am Leben gehalten. Für eine Stunde (Kurzwellen-)Funk am Tag reicht das locker aus. In der (Not-)Funkausrüstung befinden sich weitere Stromquellen, welche über den Generator geladen werden könnten.


    Die GSM Basisstationen halten teilweise nur 1-2 Stunden durch, dann ist das Mobiltelefon sowieso ohne Netz. Für Notfälle und einen regional begrenzten Stromausfall taugt dann noch das Satphone (Thuraya Prepaid, ~20 EUR im Jahr) für die Kommunikation ausserhalb des Amateurfunks.


    Die Toilettenspülung kann, zumindest wenn es kein Frostwetter ist, mit dem Wasser aus den zahlreich vorhandenen Regentonnen erfolgen.

    Zwei Wochen ohne externe Stromversorgung sind also entspannt machbar.