Pakistan Blackout

  • Minister for Power Omar Ayub, in a statement on Twitter, said that the "frequency in the power distribution system suddenly dropped from 50 to 0 which caused the blackout".


    😳

  • Angeblich soll der Tarbela-Staudamm der Auslöser der Frequenzschwankungen sein. Dessen Kraftwerke erzeugen laut Wikipedia 28% von Pakistans Strombedarf. Solch ein Klumpenrisiko wird sich bei technischen Problemen umso heftiger auf das gesamte Netz auswirken als bei uns in Europa.

  • Update vor 6 Minuten / Twitter Account von

    Omar Ayub Khan

    Federal Minister For Power , Petroleum & Natural Resources


    In den Gebieten Gujjar Khan, Jhelum und Danga wurde die Stromversorgung wiederhergestellt


    In diesen Gebieten wurde an 11-kV-Abzweigen mit der Wiederherstellung der Stromversorgung begonnen


    Die Systemfrequenz wird beibehalten

  • Ah, gestern in Pakistan BO wg. Frequenzschwankungen.


    Das letzte mal das ich sowas vernommen habe war 🤔, ..... vorgestern 🤨.


    Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.


    😉

    Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum!

  • Wir hatten gestern am späten Abend einen landesweiten Blackout.

    Der dauerte ungefähr 30 Minuten, dann hatten alle wieder Strom.

    Uns wars dieses Mal egal.

    Nach 10 Sekunden sprang der Generator an. :)

    Es kam heute noch nicht mal groß in den Medien.

    Sowas wird eh erst komuniziert, wenns mal länger als einen halben Tag dauert.

    Tranquilo ist die Devise.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Bei euch wäre es auch fast passiert, wenn diese Information stimmt:


    https://www.wochenblick.at/meg…strophe-vorbeigeschrammt/

    Weist du die genaue Uhrzeitz, bei mir ist gestern der TelekomRouter ausgefallen (eigenstendiger Setup) vieleicht hängt das ja zusammen.

    "Derjenige, der zu Fuß unterwegs ist und alles dabei hat,

                                                          Um überall bei jedem Wetter zu campen.

                                                                                    Ist der unabhängigste Mensch auf Erden."

                                                                                                                                                                              Horace Kephart, 1904


    Gruß AlienTF/Alex

  • Guten Morgen,


    das ist ein ziemlich komplexes Thema, kann hier nicht im Detail und vor allem nicht kurz und knackig wiedergegeben werden.


    Grob umrissen:

    Die führende Größe für die Regelung der Stromerzeugung und Verteilung ist die Frequenz, diese liegt idealerweise bei 50 Hz, dies entspricht 50 Schwingungen (sinus) pro Sekunde, dies entspricht bei Eurem Notstromaggregat einer Drehzahl von 3000 U/min.


    Die Frequenz ist drehzahlabhängig und somit lastabhängig.


    Beispiel: Euer kleines Notstromaggregat läuft im Leerlauf mit 3000 U/min was einer Frequenz von eben diesen 50 Hz entspricht. Jetzt schaltet Ihr Euren 2000 W Heizstrahler an, die Drehzahl bricht kurz ein, somit auch die Frequenz, das Aggregat regelt nach. Wie wenn ihr mit dem Auto auf ebener Fläche mit 3000 U/min cruist, dann gehts bergauf, ihr müsst nachregeln, also Gas geben um die 3000 U/min zu halten.


    Für die Regelung aller europäischer Erzeuger (das sind tausende) (Atom, Kohle, Gas, Pv, Wind,..) steht theoretisch ein Frequenzband von 200 mHz zur Verfügung, also Abweichung max. +/- 200 mHz.

    Theoretisch deshalb, da es durch den liberalisierten Strommarkt bzw. Stromhandel im Stundenwechsel zu Abweichungen von 100 mHz kommt, defacto bleibt also häufig nur ein Toleranzband von 100 mHz zur Verfügung.


    Bei Über- / Unterschreiten der Frequenz über das Toleranzband werden automatisiert Massnahmen eingeleitet, Kraftwerksleistung oder die Last (der oben beschriebene Heizstrahler) zu- oder abgeschaltet.


    Dass kann, wenn es blöd läuft, aber zu einem nicht mehr kontrollierbaren Kaskadeneffekt führen, dann haben wir den D-Day, den Domino Day, dann braucht´s den Petromax, dann haben wir keinen Stromausfall sondern einen Blackout.


    Muss hier kurz schließen, mein Typ wird verlangt.


    Gruß, Transalp

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  • Beispiel: Euer kleines Notstromaggregat läuft im Leerlauf mit 3000 U/min was einer Frequenz von eben diesen 50 Hz entspricht. Jetzt schaltet Ihr Euren 2000 W Heizstrahler an, die Drehzahl bricht kurz ein, somit auch die Frequenz, das Aggregat regelt nach. Wie wenn ihr mit dem Auto auf ebener Fläche mit 3000 U/min cruist, dann gehts bergauf, ihr müsst nachregeln, also Gas geben um die 3000 U/min zu halten.

    Nur zur Ergänzung: Mein Notstromaggregat stammt noch aus der 220 Volt Ära. Hat einphasig 16 A. Also 3600 Watt. Steht auch so auf dem Typenschild. Drehzahlregelung erfolgt, mit minimaler Verzögerung, per Fliehkraftgewicht. Wenn die Drehzahl zu sinken droht, gibt der Regler einfach mehr Gas.

    Steckt man jetzt einen 1000 Watt Strahler dran, oder gar eine normale Flex (178 mm Scheibe), machts Klack und der Motor ist aus.

    Deshalb muß ich händisch per Gashebel den Motor anfüttern und die Drehzahl erhöhen. Dann kann ich einschalten. Wenn die Flex an ist, oder das Licht, kann ich das Gas wieder loslassen und es regelt selbständig auf die passende Derhzahl. Ich hatte auch schon 4 Halogenstrahler a 1000 Watt dran. Da gibt er satt Vollgas. Und ich meine die Lampen brennen etwas dunkler. Also Die Spannung dürfte etwas eingebrochen sein. Sicherungen sind da keine dran.

  • Dass kann, wenn es blöd läuft, aber zu einem nicht mehr kontrollierbaren Kaskadeneffekt führen, dann haben wir den D-Day, den Domino Day, dann braucht´s den Petromax, dann haben wir keinen Stromausfall sondern einen Blackout.

    Wie lange müsste man dann mit einem Blackout rechnen ?

    Ist das alles eine Sache von " Neu hochfahren und einregeln " oder muss man da mit ernsthaften Schäden an der Hardware rechnen ?

    Duchgebrannte Trafo`s ?

    Verschmorte Umspannwerke ?

  • Wie lange müsste man dann mit einem Blackout rechnen ?

    zuerst braucht man ein paar schwarzstartfähige Kraftwerke um Strom zum Hochfahren von größeren Kraftwerken zu haben, dann müssen die alle noch miteinander synchronisiert werden - das könnte dauern


    so richtig hats ja noch keiner ausprobiert um von 0 wieder auf 100 zu kommen


    da kann man noch etwas dazu lesen

    https://www.heise.de/tp/features/Schwarzstartfaehigkeit-von-Stromerzeugern-4499804.html

    https://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/MV-aktuell/Strom-Blackout-Es-gibt-keinen-Plan-dafuer

    https://proteus-solutions.de/Proteus-News.asp?PS=Art.955262



    Duchgebrannte Trafo`s ?

    Verschmorte Umspannwerke ?

    das sind eigentlich EMP Hinterlassenschaften

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

  • Ich denke es kommt darauf an, in wieviele Teilnetze das System zerfallen ist, wie lange der BO angedauert hat, wie es um die Schwarzstartfähigkeit bestellt ist.

    Beim Zusammenschalten von Teilnetzen wird es auch immer wieder Rückschläge und Abschaltungen geben, mit einer Strommangellage von Wochen ist zu rechnen.

    Das ganze ist auf der HP von Herrn Saurugg aufbereitet.


    https://www.saurugg.net/blackout


    Gruß Transalp


    Edit Ergänzung: Bei Systemen die auf Dauerlauf ausgelegt sind ist sicher auch mit Ausfall der Hardware zu rechnen.

    Wenn Du z.B. das LAN in einem Gebäude runterfahren musst, kannst Du Dir schon mal ein paar Switche herlegen. Bei den Trafos sehe ich da jetzt weniger das Problem, die sind vergleichsweise robust. Ich denke mehr an Steuerungen und dgl.

    Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum!

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  • picm


    Ich war auch mal auf Malta, aber damals lag es noch im Mittelmeer.:D


    Gruß Peter

    An sich ist nichts gut oder böse. Erst das Denken der Menschen macht es dazu.