Hausrenovierung was habe ich vergessen?

  • Hallo,


    das Erdgeschoss wird gerade modernisiert und in wenigen Wochen sollte ich damit durch sein :)

    Dann kommt das Obergeschoß dran, dort wird richtig entkernt , das Klimpergeld wird langsam knapp, deshalb stell ich für den Kredit mal die Kostenvoranschläge zusammen. Manchmal wird man ja betriebsblind und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht deshalb dürft ihr gerne eure Ideen einbringen was ich alles vergessen haben könnte.

    Auf der Liste steht bereits : Elektro (kein Smarthome), Sanitär inklusive Heizkörper, Böden inklusive Dämmung/Schüttung, Gauben, KWL, Boden und Wandbeläge, Küche , Möbel, evtl ein zwei weitere Fenster.

    Die Ideen dürfen auch gern etwas "out of the Box" sein so lange es kein 8.8er Flak auf dem Dach sein soll 8)

  • Wenn das ein Umbau mit genehmigungs- bzw. anzeigepflichtigen Baumaßnahmen (z.B. neue Dachfenster/Gauben, wo bisher nichts war) ist, dann dürften formal die aktuellsten Brandschutzvorschriften greifen. Da geht es dann um Mindestmaße bei Fenstern, die als erster oder zweiter Rettungsweg definiert sind, die Materialauswahl im Treppenhaus, Anstellflächen für Feuerwehrleitern aussen am Haus und ähnliches. Bei Dachgauben gibt es in dem für das Haus gültigen Bebauungsplan mittlerweile meistens auch schon Vorgaben (bei Reihenhäusern z.B. Brandschutzabstände zur nächsten Wohneinheit) und Vorgaben über die zulässige Breite der Gaube bezogen auf die Gesamtbreite des Daches usw.


    Wenn Du eine KWL planst, bist Du ja nicht mehr weit von einem Smart Home entfernt. Ich würde Zwillings-Netzwerkkabel (Cat 7) sternförmig von geeigneter Stelle (Abstellraum o.ä.) in alle Zimmer verlegen. Generell ist bei Elektroleitungen zu entscheiden, ob man halogenfreie Leitungen nimmt. Die produzieren im Brandfall keine tödlich giftigen Gase (HF - Fluorwasserstoff).


    Grüsse

    Tom

  • Elektro: Lieber noch ein paar Steckdosen mehr als man zu brauchen glaubt.


    Wenn das unter dem Dach ist, dann Ecken identifizieren, die wegen zu geringer Höhe unter der Schräge nicht vernünftig nutzbar sind, und dort gleich Einbauschränke installieren. Stauraum kann man nie zu viel haben.

  • Wenn alles "offen" ist bietet sich auch die Einrichtung eines Örtchens im Verborgenen an, in dem Wertgegenstände oder Dokumente verschwinden können. Neben neu gesetzten Netzwerkdosen sollte auch immer mindestens eine Steckdose gesetzt werden (um bspw. einen Repeater betreiben zu können). Mach Dir auch Gedanken, ob Du fest verkabelte Rauchmelder möchtest (Stromanschluss legen). Selbiges gilt für Deckenspots. Fußbodenheizung einlegen (vielleicht nur im Bad?). Panikknopf installieren, mit dem Du alle Lichter auf dem Stock / im Haus anschalten kannst. Anschlüsse für Außenkameras vorsehen (wenn es nicht Wlan sein soll). Mach Dir im Vorfeld Gedanken über die Positionierung von Feuerlöscher / Fluchthauben, dann kann das deutlich schöner in die Wohnung eingepasst werden als im Nachgang "ach ja, wo hänge ich das jetzt noch hin...").

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • Fluchtweg aus dem 1. Stock / dem Dachgeschoss planen, dazu hatten wir erst letztens eine Diskussion hier im Forum (Strickleiter, Notleiter, Seil, Abseilgerät, etc). Vorrüstung elektr. Rollladen (Strom bis an die Rollladenkasten legen), Isolierung der Rollladenkasten oder Austausch selbiger gegen Außenkasten, Isolierung des Dachbodens ggf. Austausch des dortigen Bodens (unbestätigten Gerüchten zufolge soll sich sowas als verborgenes Örtchen eigenen), Strom- und Internetanschluss für den Dachboden einplanen (von Licht über Elektrogeräte jedweder Art bis zum Anschluss einer Klimaanlage kann das ja alles sein), Leerrohre für Photovoltaik oder Solarthermie einbauen, auch im Dach den Rauchmelder nicht vergessen, eine 8,8er auf dem Dach (Panther im Keller ist schließlich schon out), deutlich mehr Steckdosen als Du nach @Asdrubal`s Hinweis dazugeplant hast.

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    Bertold Brecht

  • Wie schon geschrieben: Zusätzliche Leitungen vorbereiten!

    Evtl. soll ja später über den Badspiegel eine Infrarotheizung etc.


    Ich habe einen Panikknopf um mehrere LED-Fluter einzuschalten die unterm Dachvorsprung montiert sind und den Außenbereich komplett beleuchten.

    War früher pünktlich zum 1. Mai angebracht wenn draußen jemand rumgeturnt ist....


    Ein Versteck mit Strom + Netzwerk nutze ich für meine NAS auf der u.a. die Kamera Aufzeichnungen liegen.

    Sollte aber nicht zu klein sein damit es kein Wärmeproblem gibt.


    Bezüglich Steckdosen:


    Da meine BEVA überall dort Steckdosen haben wollte, wo sie diese irgendwann mal gebrauchen könnte (?(?),

    habe ich mich für das Sockelleistensystem tehalit.SL von Hager entschieden.


    https://www.hager.de/wandinsta…leistensysteme/975750.htm


    Billig oder superschön ist das nicht, aber wir haben über die letzten 8 Jahre nach dem Neubau schon mehrfach Dosen versetzt, ergänzt oder entfernt.

    In den Leisten liegen auch bereits diverse ungenutzte Leitungen die ggf. mit den entsprechenden Dosen aktiviert werden könnten.




    Einmal editiert, zuletzt von Mork vom Ork ()

  • Als wir 2005 unser frisch erworbenes Bauernhaus kernsaniert haben, hab ich die Elektrik so realisiert:


    8 Stromkreise für die Küche

    - 5adrig 2,5mm² direkt vom Verteilerschrank zum Herdanschluss, abgesichert 3x16A

    - 5adrig 2,5mm² direkt vom Verteilerschrank zu drei 3fach Wandsteckdosen im Bereich der Arbeitsplatte (Anschlüsse für Wasserkocher, Toaster, Sandwichmaker, Mikrowelle, Kaffeemaschine), sowie drei 2fach Steckdosen hinter den Geräten (Spülmaschine, Kühlschrank), abgesichert 3x16A

    - "normaler Steckdosen-Stromkreis"

    - "Lichtstromkreis"


    Ansonsten 2 Stromkreise für jedes Zimmer:

    - Steckdosen-Stromkreis

    - Lichtstromkreis


    Die einzelnen Räume werden vom Verteiler mit 2,5mm²-Leitungen zu einer UP-Verteilerdose angefahren, von der es dann mit 1,5mm² zum Steckdosen- und Lichtstromkreis weitergeht.


    Wenn man Satelliten-TV oder Kabelfernsehen hat, würde ich auch genügend Antennekabel verlegen. Zwei pro Etage Minimum. Irgendwann braucht man die (Kinder werden größer, oder man nutzt Räume nach 10-15 Jahren anders). Wir haben gleich einen Quad LNB an der Schüssel verbaut und vier Leitungen im Haus verteilt.


    Netzwerkverkabelung hab ich schon genannt, an der Stelle, an der DSL, Kabel oder Glasfaser ins Haus kommen, wäre ein guter Platz für einen Switch. Technisch sollte die Verkabelung mindestens 2,5GBit/s übertragen können. Wenn man ein relativ großes Gebäude/Hofgelände hat oder eines mit gut abschirmenden Wänden und Decken (Altbauten mit Schlackenschüttung in den Decken...), dann möchte man vielleicht mal ein lückenloses WLAN-Mesh-Netz aufspannen. Dann braucht es LAN-Steckdosen z.B. im Treppenhaus oder in Nebenräumen/-gebäuden. Will man mal die eine oder andere Überwachungskamera installieren, dann geht das am sichersten und elegantesten mittels PoE-Netzwerk. Also braucht man ein paar Netzwerkkabel, die außen z.B. an den Hausecken unterm Dachvorsprung enden. Will man mal eine Solaranlage installieren und diese "monitoren", braucht der Technikraum auch Netzwerkanschlüsse. Dito Werkstatt, Garage, Gartenhaus...

  • Schon mal danke, nur der Panther wird wohl nix davon gibts nur noch ganz wenige, kann mich aber noch gut dran erinnern :) Vielleicht n Iltis wenn Geld übrig bleibt.


    Wer noch Ideen hat immer her damit.

    • Leerrohre verlegen für zukünftige Kabelwege damit Wände nicht mehr geöffnet werden müssen
    • Ggf. Kaminanschluss im OG vorbereiten, falls freie Esse vorhanden ist
    • Temperaturen im Sommer im OG erträglich? Wenn nicht Leitungen für Klimagerät vorbereiten und an Kondensatleitung denken
    • Ggf. Stromanschluss für Dachfenster für Verschattung vorsehen, sofern man hier nicht auf solarbetriebene Rollos zurückgreift (z.B. Velux autarke Solarvariante mit Fernbedienung). Wenn zentral gesteuert Sensor zum automatischen Abdunkeln vorsehen je nach Sonnenstand
    • Bewegungsmelder Flure für Nachtlicht
    • Solaranlage auf Dach? Selbst wenn jetzt nicht Kabelweg vorplanen
    • Wenn möglich kleinen abgekofferten Steigeschacht mit Reviklappen aus Hauswirtschaftsraum bis unter Dach einplanen für spätere Nachverkabelungen
    • Einbruchmeldeanlage im EG und OG? Wenn ja, Melderverkabelung

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Das Meiste ist schon gesagt, aber 2 Dinge waren mir bei der Generalsarnierung des alten Hauses vor 4 Jahren wichtig:

    •) Niveauausgleich der Bodenfläche, der Staubsaugroboter muss arbeiten können (ganz schön bourgoise, ich weiß ;)), und irgendwann muss ich vielleicht mit dem Rollator/Rollstuhl durch die Wohnung...

    •) Die gleiche Überlegung war im Bad Thema: Ich ziehe duschen der Badewanne bei weitem vor, der Duschbereich ist "barrierefrei"

    Und leider aus gegebenem Anlass:

    Achte bei der Raumaufteilung darauf, Schränke und große Regale nicht an Außenwände zu stellen, Schimmelgefahr...

  • Temperaturen sind aktuell schon angenehm, Dämmung wird aber trotzdem noch verbessert.

    Da der Boden komplett rauskommt und die Wände auch aufgestemmt werden kommen Leerrohre ohne Ende rein ;)

    Steckdosen sind über 60 Stück inklusive Balkon usw. Genaue Planung kommt noch.

    Versorgungsschacht stemm ich gerade auf, ich hab sogar schon eine bauliche Vorbereitung um im schlimmsten Falle einen Aufzug:person_in_manual_wheelchair: einzubauen.

  • Bei neuen Dachfenstern kann ich nur empfehlen, gleich einen Rolladen oder Außen-Rollo draufsetzen zu lassen. So kannst Du im Sommer die Hitze im Dachgeschoss gut reduzieren.

    Wenn es bei Dir unterm Dach im Sommer besonders warm wird, einen Wand-Ventilator, der die Warmluft im Sommer nach draußen bläst (oder zwei, die miteinander gekoppelt sind).

    Wir wohnten 10 Jahre unterm Dach (sehr gut gedämmt) und haben beides lieben gelernt. Tagsüber die Außenrollos unten, so dass die Sonne nicht reinknallte und Nachts blies der Ventilator die warme Luft raus und durch die offene Balkontür kam kühle Nacht-Luft rein.


    Alles andere wurde schon vorgeschlagen oder von Dir bedacht.

  • Elektro: Lieber noch ein paar Steckdosen mehr als man zu brauchen glaubt.

    Unser Vermieter hat bei der Modernisierung der Hauselektrik großzügig gedacht und mehr Steckdosen in jedem Raum verteilt als vorher.


    Beispiel Schlafzimmer im 1. OG: ursprünglich je eine Steckdose beidseitig des designierten Stellplatzes für ein Ehebett und eine unter dem Lichtschalter.


    Wir haben nun im Wohnzimmer sowie den drei übrigen Zimmern eine Buchse mit LAN, Antennebuchse, Steckdose. Und auch sonst reichlich Steckdosen in jedem Raum verteilt. Und trotzdem stelle ich immer mal wieder fest: verdammt, warum ist hier keine Steckdose! 🤷‍♂️ Zugegeben, eher ein Luxusproblem. Aber es ist immer sinnvoll Geräte direkt an einer Wandsteckdose anzuschließen anstatt über den gefühlt tausendste Verteilersteckdose.

  • Im Treppenhaus /an der Treppe auf Höhe der ersten Etage eine Gittertüre wenn möglich installieren . Eindringlinge kommen nicht so einfach in die erste Etage , und man kann durch das Gitter mit was auch immer hinunter "wirken".

  • Eine brauchbare LED Treppenbeleuchtung wäre gut. Dezent, gutaussehend und kann man die Nacht über brennen lassen (auch wenn man nicht zuhause ist), um Einbrecher abzuschrecken.

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

  • So planen, dass es in zwei unabhängig benutzbare Wohnungen aufgeteilt werden kann. Etwa indem man den Trittschallschutz nach unten gut macht und die Brandfluchttreppe so breit macht, dass sie als Alltagszugang nach oben dient.

  • Sind schon zwei Wohneinheiten , ist im Prinzip auch ein gewisser Teil der Altersvorsorge :)

    Es ist auch soviel Platz dass in der Theorie entweder eine Einheit in zwei kleine aufgeteilt werden könnte oder bei Bedarf eine Pflegekraft einquartiert werden könnte, obwohl ich natürlich regierungskonform plane bis 69 zu arbeiten , eine Tag vor dem Rentenbeginn selbst die Grube auszuheben und am Folgetag ohne Kosten zu verursachen zu versterben.:saint:

  • Da die meisten sinnvollen Dinge bereits angesprochen wurden, fallen mir nur noch Unsinnige ein:


    Garage:
    - Für Autoschrauber eine abgedeckte Grube

    - Nachdenken über Strom und (Ab)Wasser

    - grenzt die Garage ans Haus? --> Einbruchssicherung


    Keller:

    Geheim-/Panikraum?


    Musiker in der Familie? -> schallisolierter Raum, bzw. Platz für eine Schallschutzkabine


    Steckdosentresor(e) ins Gemäuer?

    Bodentresor?


    Es gibt Tapeten, die elektromagnetische Strahlung abschirmen, bzw. Dämpfen.

    Dies könnte als erste Hürde für einen EMP (zusätzlich zur Alukiste) sein.

    Soll auch Leute geben, die Schlafen ohne "Elektrosmog" besser.... -> Schlafzimmer

    Nur sollte man da das Handy / DECT Mobilteil nicht mit reinnehmen, weil die dann anfangen wie verrückt zu strahlen, weil die keine Sendestation erreichen können. lol


    Naja wie gesagt, eher unsinnige Ideen/Fragestellungen.....


    LG

    Bo

  • Steckdosen sind über 60 Stück inklusive Balkon usw.

    • Steckdose Balkon schaltbar geplant wegen Einbruchschutz
    • Eigener Brunnen vorhanden? Wenn ja, Trennung Leitungskreise in Bauch- und Trinkwasser?
    • Wassertank unterirdisch als Notbehälter oder für Gartenbewässerung falls kein Brunnen vorhanden?
    • Gitter Lichtschächte Keller vorhanden zur Einbruchsicherung?
    • Mal an Balkonüberdachung gedacht oder vorhanden?
    • Erdkabel Strom zu entfernteren Ecken des Grundstücks verlegt für Stomentnahme (schaltbar in Unterverteilung)?
    • Gartenbeleuchtung (Ambiente) für Abendstunden oder als Wegbeleuchtung wenn man schon Kabel im Garten verlegt?
    • Wenn schon Handwerker (Maurer) vor Ort sind gemauerter Grillplatz/Kamin bei Terrasse oder im Garten?
    • Carport vorhanden oder Garage inkl. Stromzufuhr, Pflasterung, Fundament etc.?
    • Regendiebe in Regenfallrohren vom Dach?
    • Kleines Reservestromnetz für einzelne Räume in 12V falls Batteriebetrieb notwendig?
    • Anschluss Generator in Unterverteilung vorbereiten?
    • Spezielle Erdungsverkabelung bei Heizung vorsehen falls du im Notfall Inverterbetrieb planst (sonst geht die Heizung nicht an wg. Flammwächter etc.)
    • Anschluss für ggf. zukünftige automatische Gartenbewässerung notwendig?
    • kleine Lüftung mit Taupunktüberwachung zur permanenten Entfeuchtung des Kellers notwendig?

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd