Szenario für Hauskauf oder Miete

  • Hab mal ein Szenario und bitte um Meinungen.


    Bei Recherchen zu Grundstücken und Häuser/Gewerbeimmobilien bin ich auf ein Angebot gestoßen:


    Da bietet jemand einen Selbstausbau an, welcher entweder mit der Miete verrechnet wird oder eine sehr geringe Grundmiete verspricht. Also mietet man einen Teil eines Hauses und baut diesen selbst aus. Die Ausbaukosten werden auf die Miete angerechnet oder man bekommt eine sehr geringe Miete und trägt die Kosten des Ausbaus selbst. Wobei die geringe Miete über viele Jahre vereinbart wird.
    Ich bin jetzt ins grübeln gekommen. Daher stelle ich mal eine einfache Milchmädchenrechnung auf:


    Kapital, was zur Verfügung steht: 50.000; Restlebenszeit 35 Jahre, eher 25 Jahre ;))


    Szenario 1:
    Haus kaufen für 50.000
    Renovieren für 20.000 um es bewohnbar zu machen
    Rest Renovierung später
    Bankkredit 20.000


    Szenario 2:
    Grundstück kaufen für 20.000
    Minihaus bauen für 50.000
    Rest später
    Bankkredit 20.000


    Szenario 3:
    Wohnung renovieren für 20.000 (plus 10.000 Euro Eigenleistungen)
    Grundmiete für 100 m2 ca. 2 Euro/m2, also 200 Euro
    Festmiete für 12 Jahre
    Danach ?
    Restkapital 30.000


    Szenario 4:
    Wohnung renovieren für 20.000
    keine Grundmiete
    Mietfreiheit für 12 Jahre (darin enthalten sind Eigenleistungen für 10.000 Euro)
    Danach ?
    Restkapital 30.000



    Wundert euch nicht über die Beträge - die sind etwas verändert.
    Mir geht es um den Trend.


    Wie würdet ihr euch entscheiden?
    Und vor allem warum?



    cu Tom

  • Schwierig. Ich persönlich würde auf keinen Fall viel Geld und Arbeit eine Mietwohnung investieren. Oki Du hast 12 Jahre deine zugesicherte tiefe Miete. Und dann ? Haus wird Neu geschätzt, Quartier ist jetzt "In-Zone" Miete neu wird verdoppelt verdreifacht oder Haus verkauft... und dann ?


    Persönlich würde ich ein geeignetes Landstück kaufen, im Zelt oder Wohnwagen darauf wohnen und schauen dass ich mein Häuschen in den nächsten Jahren selber darauf bauen kann.

    Usque ad finem ! Good logistics alone can’t win a war. Bad logistics alone can lose it.

  • Zitat von GrimmWolf;258150

    Schwierig. Ich persönlich würde auf keinen Fall viel Geld und Arbeit eine Mietwohnung investieren. Oki Du hast 12 Jahre deine zugesicherte tiefe Miete. Und dann ? Haus wird Neu geschätzt, Quartier ist jetzt "In-Zone" Miete neu wird verdoppelt verdreifacht oder Haus verkauft... und dann ?


    Persönlich würde ich ein geeignetes Landstück kaufen, im Zelt oder Wohnwagen darauf wohnen und schauen dass ich mein Häuschen in den nächsten Jahren selber darauf bauen kann.



    Genau die Idee hatte ich auch schon - mal abgesehen davon, dass Bauwagen/Wohnwagen zur Zeit ätzend überteuert sind.
    Blöderweise braucht man nach dem deutschen Waffengesetzt aber eine feste Wohnung um seine Bleispritzen unterzubringen. Sonst hätte ich morgen schon einen Bauwagen.


    Eine In-Gegend wird die Gegend garantiert nicht - eher wird die USA wieder Weltmarktführer (falls die das schon mal war) ;)


    cu Tom

  • Das wird ohne weitere Angaben schwierig, grundsätzlich würde ich aber zu Eigentum tendieren.
    Wie lange brauchst Du z.B., um das Annuitätendarlehen von 20.000 zu tilgen?

  • Ich würde mich eigentlich immer für ein eigenes Haus (am liebsten aber einen Bauernhof oder Bauernhaus mit viel, viel Land) entscheiden und wenn ich könnte, auch sofort selbst in eins ziehen.


    Aber das kann ich leider im Moment noch nicht und mir geht so einiges auf den Senkel...
    Nachbarn, Lärm, sei es Musik oder rumgehämmer (wenn man es selber ist, nervt es einen ja nicht, Nachts schlafe ich mir Ohrstöpsel...) oder sonst was...Wohnung zu klein...


    Wenn du die Mittel hast, würde ich ein Haus nehmen oder wie GrimmWolf es schon gesagt hat, Grundstück kaufen und selbst bauen.

    Und man bekommt nicht mal ein Sorry..:Schlecht:

  • Zuerst überlegen ob der Beruf und vor allem der Verdienst in den nächsten Jahren ok sein wird, ich bin hier in einer Kleinstadt mit sehr vielen neuen Häusern, von denen sehr viele zum Verkauf stehen, weil die Erbauer den Kredit nicht mehr tilgen können, sei es aus Jobverlust, Scheidung, usw.., also so ein Vorhaben sehr gut überlegen.

  • Zitat von GrimmWolf;258150


    Persönlich würde ich ein geeignetes Landstück kaufen, im Zelt oder Wohnwagen darauf wohnen und schauen dass ich mein Häuschen in den nächsten Jahren selber darauf bauen kann.


    In De brauchst Du aber trotzdem noch eine Alibi-Wohnung, sonst gibt es Ärger.

  • Rein finanziell ist man mit Miete in der Regel besser bedient als mit Eigentum, das man käuflich erwerben muss (bei Erbe sieht es ein wenig anders aus). Allerdings würde ich mich dann nicht auf dieses Ausbaumodell einlassen, sondern normal mieten. Man sollte auch bedenken, dass der Vermieter auch innerhalb der zwölf Jahre einen Eigenbedarf durchsetzen kann und dann erbrachte Arbeitsleistung verloren oder, je nach vertraglicher Gestaltung, nur mit einem geringen Satz nachträglich vergütet wird.


    Wenn man natürlich die genannten immateriallen Aspekte bedenkt, wird Eigentum wieder interessanter.

  • 5. Haus mit 30 000 anzahlen
    20 000 finanzieren (Laufzeit 5 Jahre)
    20 000 zur Renovierung nehmen.


    Du sparst die Miete für eine Wohnung und kannst sie zur Kredittilgung einsetzen.


    Door Miesegrau


    Noch drei Jahre und ich bin fertig!:lächeln:

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • JmtP: Unabhängig von Wertverlust oder Wertsteigerung durch Renovierung, Sanierung oder Ausbau, tendiere ich grundsätzlich zu Eigentum.


    Der My Home is my Castle Gedanke ist mir viel zu wichtig. Dafür nehme ich auch die recht unangenehmen Aspekte (Zinsen, Verpflichtung der Bank gegenüber, sinkende Bonität, etc )in Kauf.


    Meine Empfehlung ist Szenario 2: Der Kauf einer alten Immobilie beinhaltet selbst für Fachleute große Unwägbarkeiten, was die Sanierung betrifft.


    So geht es uns gerade, wir sind nun am Ende des Geldes- aber bei weitem noch nicht am Ende der Maßnahmen.


    Lass Dir Zeit, plane exakt für das was Du benötigst und Bau Dir dann ein kleines Häuschen.


    Liebe Grüße


    Micha

  • Hi Eraprep,


    ich würde folgende Punkte bedenken:


    a) Wohnlage scheinbar in McPom deinem Profil nach zu urteilen. Wertsteigerung nur in Küstennähe bis max. 10 km zum nächsten Strand zu erwarten oder Seegrundstück, wenn das nicht der Fall ist dann auf die Negativ-Seite packen
    b) hast du Kinder und wollen die (eventuell) in der Gegend bleiben dann auf die Positiv-Seite setzen
    c) der Ausbau wird so teuer werden wie in jedem anderen Gebiet zumindest das Material, geringe Wertsteigerung zu erwarten wenn nicht Kriterien unter a) gegeben sind. Kann ein schlechtes Invest sein.
    d) welche handwerklichen Fähigkeiten hast du, das in die Waagschale werfen, sonst killen dich die handwerkerkosten die ja auch in MV gut angestiegen sind, genau ausdröseln was du selber machen kannst und was nicht
    e) mindestens 15% der Ausbausumme für unvorhergesehene Ausgaben in Reserve haben
    f) Lebensqualität überprüfen, ist ein Haus mit jahrelangem Eigenumbau dir das wert? Macht deine Frau wenn du eine hast und ggf. Kinder das mit? Kannst du/ihr mit den daraus resultierenden Folgen leben wie weniger Urlaub in dem man sich wirklich erholt, weniger Kohle da hier und da doch noch Extrawünsche kommen etc.
    g) ist das Grundstück für dich auch noch mit 60 oder 65 zu beackern von der Größe her, sind dann ggf. Kosten wie Aufsitzrasenmäher zu erwirtschaften
    h) wie sicher ist dein Job
    i) die Miete ist unschlagbar günstig, Kostenrechnung aufstellen was du bei Miete im Vergleich zu einem Haus in den nächsten 20 Jahren ansparen könntest
    j) hast du weiteres Eigenkapital für Reparatur Auto, neue Waschmaschine etc.? Wenn nein, von den 50K auf jeden Fall 10K abziehen für unerwartete Sonderausgaben
    k) laufende Kosten beim Haus ehrlich den jetigen Kosten der Miete in Liste gegenüberstellen inkl. Versicherung, Gas/Öl, Anschlußkosten etc. um Wirtschaftlichkeitsberechnung durchzuführen
    l) hängt jetzt schon dein herz an dem haus? Liebe auf den ersten Blick oder ist es für dich ein genereller Wunsch der schon immer da war aber nicht Objektspezifisch ist
    m) wenn kein Baugutachter im Freundeskreis vorhanden ist die Kosten für diesen mit einkalkulieren
    n) Hast due die Nebenerwerbskosten (mit Makler?) einkalkuliert?
    o) bist du bereit jahrelang auf einer Baustelle zu leben? hat mich mal 1 Freundin gekostet (zum Glück!) bei längerer Partnerschaft kann das zu Konflikten führen
    p) ist das haus so nahe an deinem jetzigen Umfeld das du nicht aus deinem sozialen Gefüge gerissen wirst (Freunde).
    q) hast du mit den Nachbarn gesprochen um dich zu informieren wie das Dorf/die Gegend da tickt? Fühlt man sich dann da wohl?


    Dann gibt es natürlich noch 1000de technische Fragen aber die Grund-Due-Dilligence würde ich erst mal schon intensiv machen.

  • Ein mir bekannter mittelloser Handwerker hielt es für eine gute Idee,
    in einem Moselörtchen ein eigentlich abbruchreifes Winzerhaus per Billigmiete zu sanieren.


    Kaum hatte er die wesentlichen Arbeiten erledigt,
    wollte die Besitzerin ihn kündigen und das Haus verkaufen.


    Zum Glück geriet mein Bekannter an eine Richterin,
    die dem energisch einen Riegel vorschob,
    was aber nur möglich war, weil ein ganz eindeutiger Vertrag existierte.


    Man kann da aber bestimmt auch Pech haben...

  • Hi,
    ein ( trauriger) Teil unserer (Frau und ich) Lebensgeschichte.


    Wassermühle; Schwarzwald, an der B28, 200Qm/ Etage, 3 Etagen und Mühlenteil, Terasse 11 X 17m, unter der Terasse; ein Partyraum, eine Brennerei, Ein Pferdestall für 2 Pferde,
    Garten, Obst,- und (2) Pferdewiesen.


    gepachtet für (20Jahre lang) 200 D-Mark/Monat,
    Wohnrecht auf Lebenszeit,
    Erlaubniss ein Treassenkaffee zu betreiben und im Mühlenteil " Kitsch und Kunst" an Toristen zu verkaufen.


    30.000,- D-Mark aufgenommen


    neue Waserleitungen verlegt, neuer Abfluß, neues Bad; Zimmer neu isoliert und verkleidet,
    neuen Stromanschluß und Zählerkasten,
    neue Verkabelung ( die Anschliesswereui hat Elektero S.... gemacht),
    sonst alles selbst gemacht.


    Kurz bevor wir fertig waren, ist unser Verpächter (mal wieder) ausgetickt, ( paranoide- haluzinatorische schitzophrenie) wussten wir vorher nicht.


    Ins Haus eingebrochen, Pferde laufenlassen (die standen dann auf der B17) und mit der Motorsense bedroht, usw.


    Wir sind dann irgendwann, mit dem Restkredit im Nacken, auf die Alb gezogen aber, ich werde


    NIE WIEDER PACHTEN (oder mieten) und das dann ausbauen.


    ( ähnliches ist meinen Eltern mal passiert, als sie den Mietbungalow saniert hatten, mußten sie ausziehen, Eigenbedarf.)


    M


    Ach ja, wenn man vieles selbermachen kann dann,......


    Unser jetziges Haus ist, urkundlich, erstmals 1662 erwähnt. War für nen Spottpreis zu haben und die Umbauarbeiten hielten sich in Grenzen.


    M

    Wenn die Welt schon im Eimer ist, will ich wenigstens den Henkel halten.

  • Noch etwas zu einem eigenen Haus, ich z.B. habe 1975 bis 1980 gebaut, so lange, weil ich es ohne Kredit gebaut habe (damals waren die Zinsen nicht leistbar, so 12-14%)
    aber in der Zwischenzeit habe ich bereits die Fassade erneuert, div.Einrichtungen erneuert, Reparaturen, also man muss auch immer wieder jede Menge Geld ins Haus investieren, was viele eventuell nicht mitrechnen. Diese Kosten sind, für manche die dann noch diese Kredite abstottern, nicht erschwinglich.

  • Im Prinzip würde ich immer zu Eigentum raten auch und insbesondere unter Gewichtung der im Moment legendär niedrigen Hypothekenzinsen. Achte darauf für wie lange du abschließen kannst und rechne damit das eine Folgehypothek, falls den erforderlich, unter Umständen wieder einen höheren Zinssatz aufweisen könnte (muss nicht , könnte aber).
    Bei sehr langer Laufzeit könnte man den Folgekredit schon jetzt durch einen Bausparvertrag absichern, der dann auch günstige Zinsen aufweisen würde. Ich denke allerdings im Prinzip nicht das die Zinsen so schnell wieder einen so hohen Stand wie früher erreichen werden.
    Eigentum bindet mehr regional als Miete. Ein Verkauf ist schwieriger, als eine Mietkündigung und man könnte je nach Lage und Situation Federn lassen.
    Eigentum macht somit immer auch ein wenig unfrei (Altersweisheit des Verfassers), sich persönlich schnell und leicht verändern zu können. Es ist auch eine Hemmschwelle zu gehen, wenn man eigentlich möchte. Im Umkehrschluß des alten Liedes „Freedom is just another word for nothing more to lose“.

  • Sofern die Rahmenbedingungen (Infrastruktur, nicht weit weg vom Arbeitsplatz, soziale Kontakte, Einkaufsmöglichkeiten) passen,
    würde ich ebenfalls zu Eigentum tendieren.


    die günstige Miete für die nächsten Jahre ist schon verlockend, zumal man keine Eigentümer Verpflichtungen hat, aber wie bereits in
    einigen Posts vorher beschrieben, ist nicht absehbar, was mit der Miete oder gar der Wohnung nach Ablauf der 12 Jahre passiert!


    Die derzeitigen Zinsen laden gerade zu ein, sich Eigentum zuzulegen. Sofern das Verhältnis Eigenkapital/ Finanzierung wie in deinem
    Beispiel angegeben der Realität entspricht, dürfte es auch bei der Finanzierung kein Problem geben. Sofern das Grundstück bereits
    erschlossen und als Baugrund ausgewiesen ist, würde ich zu Szenario 2 tendieren!

  • Mhm....


    wir haben auch so aehnliche Erfahrungen wie Moppedstruppi gemacht.....


    Zuerst wurde das Bauernhaus SAMT den Grund zur Tierhaltung angeboten (natuerlich auch schriftlich)


    Guenstige Miete, dafuer sollte das Haus renoviert werden. Als erstes neue Stromverlegung,... ansonsten bekommt man keinen Starkstrom bzw. Telefon. Dann musste noch ein Bagger her wegen Erdungskabel (graben ging im harten und steinigen Boden nicht, da es ja auch eine sehr grosse Laenge war) ...


    Vermieter kam immer wieder um uns zu besuchen (Baufortschritt....). Ich liess ihn dann nicht mehr rein, ... (suchte mir lieber was eigenes), dafuer bekamen wir dann die Kuendigung.


    Beim Auszug wollte der Vermieter dann wieder einiges rueckgebaut haben (obwohl es vorher anders vereinbart war), ... und sogar der "Mull", den er wegschmeissen wollte (den haben wir dann selber behalten, waren ja antike Moebel) sollte dagelassen werden....


    Er drohte deswegen mit einer Anzeige und dem Anwalt ... und dann noch die tolle Bemerkung: WAS habt ihr denn bitte die drei Jahre UEBERHAUPT GEMACHT??


    Achja, die Grundstuecke war schon vorher verpachtet, keine Moeglichkeit diese zu erhalten. Eigentlich haetten wir ja nicht mal zur Haustuere reinduerfen..... Und das Grundstueck, das der Bruder meines Mannes hatte, dort durften wir nicht hin, da wir ja kein Wegerecht (Vertrag bestand ja nur mit Bruder...) hatten....


    Der Hof war ploetzlich Gemeinschaftsgrund des Nachbarns, der auf einmal immer auf diesem Hof zu werkeln hatte. Da kam schon mal eine Strohlieferung, und ich konnte nicht mal in die Holzhuette, da die Strohballen alles versperrten. Toll, wenn man krank ist, und kleine Kinder im Haus hat, und es ein saukalter Winter ist...





    Aber auch beim Eigenheim kann es schiefgehen, wenn einen der/die "lieben Nachbarn/Dorfbewohner" nicht in Frieden mit einem leben wollen.....
    Ach, wie freut man sich auf soo sinnlose, anonyme Anzeigen. War ja nie ein Grund, aber die Polizei oder Behoerden muessen JEDER Meldung nachgehen, manchmal sogar zweimal am Tag.....



    Liebe Gruesse von der Selbstversorgerin, die mittlerweile bei allem schon seeeehr skeptisch ist....

  • Hm, ist ein zweischneidiges Schwert. Mieten und Selbstausbau wäre mir zu riskant. Einige haben hier ja schon über entsprechende Fälle berichtet.


    Kaufen: hat viele Vorteile, ich habe ja selber gekauft. Hat aber seine eigenen Risiken.


    a) Es ist immer mehr an einem Haus zu tun, als was man eingeplant hat. Wenn man dann nicht die finanziellen Reserven hat oder das Können alles selber zu machen, wird es schnell existenzbedrohend.
    b) Ich würde nicht nach Lebenszeit gehen, sondern nach restlicher Arbeitszeit. Solange man Einkommen generiert, bekommt man leichter einen Kredit. Mein Schwager hat sich mit wenig Eigenkpital und eher spät im Leben zu einem Haus entschieden. Natürlich ist es teurer geworden und hätte die erweiterte Familie nicht Geld geliehen, wäre das Haus schon futsch gewesen, bevor sie eingezogen sind. Zwar hat er es wirklich toll hinbekommen, alles bis aufs Dach ist selber gemacht worden. Aber er ist sichtlich gealtert. Und sie Leben immer auf Messers Schneide. Sie selber kaufen Kleidung nur auf dem Flohmarkt, die Windeln sind von Spenden und Urlaub ist gar nicht drin. Er verlässt sich darauf, das er die kommenden Jahre nichts großes mehr machen muss, übersieht aber das an einem Haus immer mal was kaputt geht. Und wenn es nicht das Haus ist, wird eben die Strasse erneuert und die Stadt hält bei den Anwohnern die Hand auf. Oder wenn in 15 Jahren der Brenner verreckt, sind er und sie in Rente, keine Reserven, Haus nicht abbezahlt. Die Kinder gerade eben in der Ausbildung..... das wird nur mit ganz viel Glück gut gehen.


    Also was ich sagen wollte: ich würde immer so rechnen das einige Jahre vor der Rente das Haus abbezahlt sein muss ohne einen Renovierungsstau zu haben. Ansonsten lieber zur Miete wohnen und flexibel sein. Hat auch Vorzüge.


    c) So am Rande: bevor man sich ein Haus kauft: Gutachter holen, die Gemeindesatzung einsehen, Nebenkosten durchrechnen. Gerade in abgelegenen Ecken können Rechnungsposten wie Abwasser ertaunlich teuer sein, da die vorhandenen Infrastruktur von weniger Leuten finanziert wird. Und gerde als Prepper: nicht alle Gemeinden in Deutschland erlauben eigene Brunnen.


    Ansonsten viel Glück mit Deinem Vorhaben, egal wie Du Dich entscheidest!

  • Erst einmal vielen Dank für die vielen Tipps und Anregungen!
    Ich stehe wirklich vor dieser Frage und will mal ein paar Infos mehr preisgeben anhand Bärtis Liste:




    Was mich vor allem drückt, ist die Zeit.
    Wenn ich jetzt schnell zuschlage, habe ich evtl. das Falsche gewählt und das wäre echt blöd.
    Daher kam mir die Idee mit dem Ausbau.
    Dieser lässt sich evtl. auch so gestalten, dass ich nur 10 TE investiere und nur 2 Jahre diese Summe abwohne, was ja eine sehr niedrige Miete wäre (200 Euro/Monat).
    Ich kann mich gut einschränken und meine Bedürfnisse anpassen. Muss nur für mich alleine sein. Damit hätte ich gute Zeit gewonnen und wenig verloren.
    Brauche leider viel Außenplatz (LKW, Auto, Anhänger, Motorrad), so dass reine Wohngebiete nicht in Frage kommen und Wohnungen zur Miete normalerweise auch nicht.


    cu Tom


    Nachtrag: Hab schon mal auf Ausbau-Mietbasis gewohnt und bin reingefallen. Lag aber nur am Vertrag, den würde ich jetzt wasserdicht machen. Das geht.