Notvorrat - Geht es auch gesund und nachhaltig?

  • Ich habe den gleichen Topf wie Henning, und hier wurde der jahrelang praktisch täglich verwendet, um das Mittagessen warm zu halten, weil die Kinder zu unterschiedlichen Zeiten aus der Schule kamen. Damit muss das Teil nicht nur preppertauglich, sondern alltagstauglich sein, gerade vom Handling und Platzbedarf her, auch in den Händen von unerfahrenen Anwendern. Und der Topf muss mit einem Cerankochfeld oder E-Herd kompatibel sein, diese Anforderung ist für den Prepper weniger relevant, da in der Situation eher mit Stromausfall zu rechnen ist.

    Das Gerät ist sein Geld wert.

  • Ja sagen wir mal so, ich bin bereit da Abstriche zu machen, weil ich nichts von meinen Vorräten wegwerfen möchte. Man hat ja nicht so viel ,dass man tagelang davon essen muss, und zwischendurch geht auch mal eine Dose.

    Wenn man nicht in Not ist, kann man sich aus vielen Dosengerichten mit etwas Mühe und Kochkunst trotzdem etwas nettes machen. Individuell Nachwürzen, ein Schluck Cognac hier dran, etwas Rotwein dort, ggf. mit Käse überbacken, da geht immer etwas . Die meisten Sachen lassen sich aufpeppen.
    Dosenkost und TK--Kost ist in den letzten Jahren deutlich besser geworden.
    Man kann auch frische Dinge (längere Kochzeit) und Dosen kombinieren, der Doseninhalt kommt dann eben gegen Ende dran, weil der ist ja meist schon gar und weich.
    Bei Notvorrat zählt für mich immer noch der Survival Gedanke, Nährwert,Haltbarkkeit und einfache Zubereitung. Geschmack und moderne Befindlichkeiten wie Vollwert,Bio, Vegan etc. nehme ich gerne rein, wenn sich dadurch für das Hauptkonzept SURVIVAL keine größeren Nachteile ergeben.
    Sonst zählt für mich im Ernstfall überhaupt genug zu essen zu haben.
    Wer Hunger hat ist da nicht mehr so anspruchsvoll.

  • Seeehr guter Faden! Danke für's Anstoßen, geschätzter Cephalotus. :thumbup::thumbup:


    Stehe exakt am selben Punkt, was meine Überlegungen bzgl. Vorratshaltung und grundsätzlich zur Ernährung angeht.


    Noch habe ich den Faden nicht komplett durchgelesen, (bisher eher erst mal überflogen, weil ich nach längerer Abwesenheit im Forum einiges aufzuholen habe), werde das aber bald nachholen.

  • Wer nur selten und wenig Milch braucht für den könnte Cocosmilch in Betracht kommen.


    Als Alternative für Milch im Kaffee oder Müsli ist so ein 200ml Pack oder eine Dose ideal. Verbraucht sich nach Anbruch schnell und lässt sich auch vielseitig verkochen.


    Im Kaffe hört sich erst speziell an, ist aber für mich die einzige geschmacklich akzeptable Pflanzenmilch. Am Besten passt warm aufgeschäumte Cocosmilch zu Esspresso aus dem italienischen Kännchen. Also perfekt für den Gaskocher.

    Probiert es mal aus!

    nicht jammern, machen

  • Wer nur selten und wenig Milch braucht für den könnte Cocosmilch in Betracht kommen.

    ...wenns den bei wirklich wenig davon bleibt, dürfte es noch okay sein - Ansonsten ist ja der Threadtitel "Geht es auch gesund und nachhaltig?"


    "...Zwar hat Kokosmilch etwas weniger Kalorien und Fett als 30-prozentige Sahne. Die Bestandteile von Kohlenhydraten, Eiweiß und Ballaststoffen machen wiederum kaum einen Unterschied. Was die Kokosmilch weniger gesund macht, ist aber die Art von Fett:

    Mehr als 85 Prozent des Fettes in der Kokosmilch besteht aus gesättigten Fettsäuren, in der Sahne sind es hingegen nur 60 Prozent. Da gesättigte Fettsäuren laut vieler Studien als ungesund gelten, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation, diese Fette nur in Maßen zu konsumieren.


    Laut Ökotest enthält jedes zweite Kokosprodukt Schadstoffe wie zum Beispiel Mineralöl, Weichmacher oder Chlorat. Zudem haben Kokosprodukte wegen der langen Transportwege eine ganz schlechte CO2-Bilanz. Und nicht nur das: Die Anbaubedingungen von Kokosnüssen sind mehr als bedenklich, weil sie auf immer mehr Fläche, mit mehr Dünger und vermehrt in Monokulturen angebaut werden. Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass die Kokospalme recht langsam wächst und nicht sehr ertragreich ist. All dies kann man nicht besonders nachhaltig nennen..." Quelle


    Würde also in diesem Fall eher Milchpulver vorschlagen, "ZJVH" Einlagerungsgeeignet - hält sich also wirklich sehr lange, gibt es HIER in Bioqualität ohne eingeflogen zu werden, schmeckt hervorragend - nach O-Ton meiner Kinder: "...ununterscheidbar sogar besser als H-Milch..." und in nem HandShaker in 25 Sekunden verbrauchsfertig zubereitet...

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

  • Man kann auch frische Dinge (längere Kochzeit) und Dosen kombinieren, der Doseninhalt kommt dann eben gegen Ende dran, weil der ist ja meist schon gar und weich.

    Ich handhabe es auch so - vor allem dann wenns schnell gehen muss.
    Ich behaupte mal, dass wir im Verhältnis zur breiten Bevölkerung mehr Gemüse konsumiere da wir gößenteilts die Kohlehydrathaltigen Nahrungsmittel wie Nudeln aus der Küche verbannt haben und durch Gemüse ersetzt haben. (Heißt nicht, dass wir gar keine Nudeln mehr essen - 1 kg Nudeln hält sich bei uns (2 Personen) gut 3 - 4 Monate)

    Zum Dosenfutter, ich nehme Dosenfutter jeweils als Basis und schnippel da noch passendes Gemüse rein, so dass dann das Verhältnis Dosenfutter-Frischgemüse 1:1 oder mehr beträgt. (Gut eine Gulaschsuppe ist dann nicht mehr unbedingt Suppe sondern mehr Eintopf, schmeckt aber dennoch gut)
    So schaffe ich es, den Dosenvorrat zu rotieren, ohne mich wie im Bunker fühlen zu müssen.

    Von Soja halte ich persönlich gar nichts da es genau so Monokulturen sind wie z.B. Palmöl und eben auch Östrogenähnliche Stoffe enthält.


    Bein Einfrieren sollen angeblich nur sehr wenige Nährstoffe verloren gehen. Wäre evtl. eine Möglichkeit. (Gut, nicht "Blackout-Tauglich" aber ein Kompromiss der im Notfall noch schnell eingeweckt werden könnte)


    Ansonsten wäre Einwecken die Einlagerung meiner Wahl (wobei ich aus Zeit- und Lustmangel auch nicht allzuviel einwecke).

    Ich möchte gerne friedlich, schlafend sterben wie mein Großvater und nicht schreiend wie sein Beifahrer.:Sagenichtsmehr:

  • Wir, das heißt meine bessere Hälfte und ich ernähren uns zu 70-80 Prozent aus unserem Garten und von unseren Tieren. Hier Schafe und Hühner. Von meinem Sohn Rindfleisch. Ein großer Teil des Fleisches wird eingefrohren, aber auch eingeweckt.

    Es ist aber nicht so das wir ganz auf anderes Fleisch von draußen, man klingt das gut, verzichten, aber da achten wir auf Qualität. Muss aber nicht immer Bio sein. Gemüse halt eben soweit wie möglich saisonal und frisch. Wenns nicht anders geht wird auch mal zugekauft oder eingetauscht. Ansonsten eben wieder eingeweckt und eingefrohren. Aber Erdbeeren, Blaubeeren oder anderes Obst und Gemüse was nicht zu dieser Zeit bei uns wächst, und von weit her angekarrt werden muss im ist ein NOGO. Obst saisonal soweit wie möglich, auch wenn es einem mal aus den Ohren kommen. Ansonsten eingefroren oder eingeweckt. Was dann nicht mehr in die Truhe oder in den Keller passt werden Säfte oder Sirups hergestellt.

    Letztens habe ich meine Vorräte im Keller aufgeräumt und einiges aussortiert. Dazu gehört nun auch das Dosenbrot. Dafür haben wir uns eine elektrische Mühle gekauft. Sie ist nicht die Größte, aber groß genug um verhältnissmäßig schnell ein KG Mehl herzustellen. . Da sie aber nur einen kleinen Motor hat mit 250 Watt kann ich sie auch ohne weiteres an meine MISA anschließen. dadurch entfällt eine Handmaschine, die so wie so nur rumstehen, und mit ca. 140€ zu Buche schlagen würde. Zudem braucht die dreimal so lange wie meine kleine elektrische Mühle.

    Zudem habe ich je einen 25 kg Sack mit Weizen, Dinkel und Rogen in mein Lager aufgenommen.

    Ich muss noch dazu sagen das mein Garten nicht groß ist, bin aber immer wieder erstaunt was da so alles in den Keller wandert, nachdem wir uns vorher genügend davon sattgegessen haben.

  • Hallo Cephalotus,


    Kichererbsen in Dosen/Gläsern könnten für dich als eiweißhaltige Konserve interessant sein.


    Man kann sie kalt verarbeiten für zahlreiche schmackhafte Hummusvarianten, als Dipp für frisches Gemüse etc.

    Oder warm für Curry- und Eintopfgerichte.


    Somit bekommt man sie leicht im Alltag rotiert.


    Ich probiere gerade verschiedene Varianten durch und für mich funktionieren sie besser als Bohnen und Linsen im Notvorrat.


    es grüßt

    LL

    nicht jammern, machen

  • Nahrungsvorrat - für welchen Zeitraum?


    Ich habe mittlerweite die selbe Sicht.


    Auf Flaschenöle werde ich versuchen zu verzichten, und stattdessen die Samen mit in die Nahrung einarbeiten. Mit einem Döörautomaten, Vakuumierer und dem Einwecken hat man schier unendliche möglichkeiten der Haltbarmachung und sich dabei noch gesund zu ernähren, mit dem Mank des einkaufens, soweit man keinen Garten hat.


    Auf Youtube habe ich viel Inspiration gefunden, was alles möglich ist an Konsovierung und Haltbarmachung bei / mit weitestgehend gesunden Lebensmitteln.

    "Derjenige, der zu Fuß unterwegs ist und alles dabei hat,

                                                          Um überall bei jedem Wetter zu campen.

                                                                                    Ist der unabhängigste Mensch auf Erden."

                                                                                                                                                                              Horace Kephart, 1904


    Gruß AlienTF/Alex

  • Hallo zusammen!


    Ich kaufe da immer praktischere Dinge wie Gemüse und Obst in Konserven. Das ist gesund und hält lange. Vor allem ist das Ganze auch nachhaltig, denn wenn du die Dosen recyceln lässt, können sie noch oft wiederverwendet werden. Somit entsteht auch keine Verschwendung.


    Wenn du mehr Platz im Tiefkühlfach hast, kannst du dir dort auch Fisch oder Brötchen einfrieren. Wenn du sie auftaust, sind sie so lecker wie davor und in der Not ist das sicher auch nicht so übel


    Lg