Schneesturm & Eisregen durch Tief "Tristan" am 07.02.2021

  • Der Focus berichtet heute über die mögliche Wetterlage ab dem Wochenende für Norddeutschland. Es ist die Rede von Hamburg, Schleswig-Holstein und Teilen Mecklenburg-Vorpommerns oder aber ganz Norddeutschland könnte im Schnee versinken, je nach Wettermodell. Dabei wären dann bis zu 60cm Neuschnee möglich (ähnlich der Schneekatastrophe von 78/79) möglich! Dabei sollen die Temperaturen im Anschluss auf bis zu -20 Grad fallen können und der Schnee könnte erstmal liegenbleiben. Damit einher geht die Gefahr von schweren Schneeverwehungen. Eingeschneite und von der Außenwelt abgeschnittene Ortschaften wären möglich.


    Weil hier der Winter 78/79 als Vergleich genommen wird, habe ich ein paar exemplarische Bilder angefügt. Die Bildrechte liegen nicht bei mir! Einfach bei Google Winter 78/79 eingeben, um sich einen Eindruck zu verschaffen.



    Ist einer unsere Foris aus diesem gefährdeten Bereich? Werden hier kurzfristig noch Maßnahmen umgesetzt?

    - Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage -

    Bertold Brecht

    Einmal editiert, zuletzt von PapaHotel ()

  • Falls jemand von den Norddeutschen hier speziell irgendwelche Vorbereitungen trifft, würde mich mal interessieren, was ihr im Detail macht.

  • Als Prepper Alles vorhanden, sehe ich entspannt.


    Was mir Sorgen bereitet ist, dass die eine (von 2) Höchstspannungsleitungen aus Skandinavien noch nicht wieder up-and-running ist. Wenn die zweite Leitung wegknicken würde wegen Schnee-/Eislast wäre das sehr unschön.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Ich melde mich mal als jemand aus dem "Katastrophengebiet in spe". 😂


    Vorbereitungen: gestern zwei Sack Streusplit vom Baumarkt geholt. Dazu noch den Vorrat an Vollmilch aufgefüllt. Heute kommt das bestellte Proteinpulver, mit dem meine BEVA und ich unsere ambitionierten Gewichtsziele angehen werden. Also, verhungern werden wir nicht.... 😜 Bei mir müssen 20 Kilo Fett runter. Wenn nicht jetzt, wann dann...


    Meine BEVA muss erst Mitte des Monats wieder zur Arbeit und ich bin DiMiDo im Home Office. Wenn es bereits Montag so katastrophal wird, das ich nicht aus der Siedlung rauskommen würde, dann rufe ich in der Firma an und mache Montag auch Home Office. 😇


    Muss ja auch mal seine Vorteile haben, Prepper zu sein. Und einen Bürojob zu haben. 😇

  • Schneeschuhe bereitgelegt, Ski gewachst, Lebensmittel sind eingelagert, Wasserkanister gefüllt. Ich seh das entspannt.


    Das war 1978 hier auch nicht so wild, verglichen mit dem östlichen Schleswig-Holstein. Dass der Nahverkehr zusammenbricht, ist in Hamburg und Umland nicht ungewöhnlich und bedarf keines speziellen Anlasses. Momentan ist da weniger los, da etliche Home Office haben oder auf Kurzarbeit sind.

  • Falls jemand von den Norddeutschen hier speziell irgendwelche Vorbereitungen trifft, würde mich mal interessieren, was ihr im Detail macht.

    Was meinst du jetzt mit speziellen Vorbereitungen?

    Der typische Norddeutsche kann mit Schnee ohnehin nicht umgehen und der Hamburger schon mal gar nicht. Für den ist es schon eine Katastrophe, wenn drei Schneeflocken fallen. 😂


    Nein, ich sehe das entspannt. Wenn es ganz blöd läuft, muss ich zu Fuß nach Hamburg laufen. Das dauert dann ein Weilchen, aber ist immer noch zuverlässiger als mit der Bahn. 😜 Und in Hamburg selbst wird ja eh jeder Meter Straße geräumt und gestreut, wenn man nicht im hinterletzten reinen Wohnviertel ohne Busverkehr wohnt... 🤷‍♂️

  • Dass der Nahverkehr zusammenbricht, ist in Hamburg und Umland nicht ungewöhnlich und bedarf keines speziellen Anlasses.

    Stimmt. Gerade einzelne S-Bahnstrecken haben eine Zuverlässigkeitsrate, da ist es wahrscheinlicher einen Sechser im Lotto zu haben, als eine Woche ohne Ausfälle und massive Verspätungen bei der S-Bahn zu haben... 😜😂

  • Was meinst du jetzt mit speziellen Vorbereitungen?

    Dass die Fischköppe mit sowas überfordert sind, ist mir auch klar. ;-)


    Nein, im Ernst: Wenn bei mir eine Lage mit Ankündigung droht, würde ich trotz der standardmäßig installierten Vorbereitung schon noch ein paar Sachen machen, beispielsweise noch ein paar Kanister mit Wasser füllen, schauen, ob auch wirklich alle verfügbaren Akkus geladen sind, etc. Etwas in dieser Richtung fände ich ganz spannend, um selbst daraus zu lernen. Vielleicht denkt ja jemand an etwas, das ich für eine vergleichbare Lage gar nicht auf dem Schirm habe.

    Einmal editiert, zuletzt von Asdrubal ()

  • Manchen Leuten muss man extra ganz normale Sachen sagen wenn sie in der Großstadt morgens zur Arbeit fahren... Tragt vernünftige Winterkleidung, auch wenn man mitr Auto/Bus/Bahn fährt. Wenn es Glatteis oder Schneefall gibt, geht etwas eher los wenn es unbedingt sein muss. Kann sein das man auf dem Weg nach hause weite Strecken ungewohnt laufen muss... Habt euer Auto und Winterausrüstung dazu auf Vordermann... (Das sind alles normale Sachen) geht natürlich noch mehr... z.B. Verpflegung dabei haben, immer "To Go" ist nicht, kann ausfallen...


    Bei mir im Westen Niedersachsens ist doch auch noch Norddeutschland oder? Es hat die letzten Nächte etwas gefroren, aber morgen ist 10 grad und Regen angesagt. Auch am letzten WE mit vorausgesagten interessanten Luftmassengrenzen passte das soweit, hier kein Schnee... ;-)

    Gruß David

  • Ich sehe das Ganze auch recht entspannt - wofür preppt mann denn sonst ?


    Auf der Arbeit ist sowieso Saure Gurken Zeit,da geht wegen Wetter & Corona sowieso nicht viel. 28 Km über zugeschneite Nebenstrassen werden dann nicht gehen...


    Ich werde lediglich die eingelagerten " Brauchwasserkanister" ( 20 Ltr. Kunststoff,Leitungswasser mit etwas Micropur drin ) einmal durchrotieren - jetzt ist die beste Gelegenheit dazu. Die uralten Wasserleitungen liegen hier teileweise nur auf 60-80 cm- die mögen keinen "längeren" Frost !


    Sollte der Schneefall absehbar so kommen wie 1979 ist auch noch ein Stützbalken bereitgelegt der mittig in der Garage die Schneelast etwas auffangen soll. ( Holzgebäude mit Flachdach und fragwürdiger Schneelast )

    Dateien

    • DSC06221.JPG

      (2,14 MB, 22 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Bei uns sagt er auch reichlich Schnee und kalt voraus und ich muss am Montag zwingend auf Abeit. Werde mal die Tage mein MTB mit breiten Spikereifen versehen, das sollte dann klappen.


    Mal schauen, ob es wirklich so kommt, oft kommt es ja ann doch anders. Ich würd mich mal auf ein bissl richtigen Winter freuen. Leider immer noch nächtl. Ausgangssperre hier.

    Einmal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • Na denn , bei mir gehen die Vorräte zu ende , muss jetzt bald quasi los Einkaufen um meine Depots voll zu bekommen, mir wurde etwas die Panik genommen, wegen dem Schnee...... hier wird das nicht so schlimm in der Stadt hieß es :/.... ich weiß nicht, habe sowas noch nicht mitgemacht, hoffe habe genug Gas zum wärmen, falls Strom usw. ausfallen sollte. Warme kleidung habe ich genug, kerzen sind da.... brauch ich wirklich wasser, es soll doch schneien ?


    Was ist, wenn der Strom ausfällt und die mehrmals einen Alauf machen müssen, da kann es doch schon mehr wie 15- 20 Tage dauern, oder ?

    "Derjenige, der zu Fuß unterwegs ist und alles dabei hat,

                                                          Um überall bei jedem Wetter zu campen.

                                                                                    Ist der unabhängigste Mensch auf Erden."

                                                                                                                                                                              Horace Kephart, 1904


    Gruß AlienTF/Alex

  • Noch mal zu Hamburg: Das Nahverkehrssystem ist hier so gut, dass bei leichtestem Schneegriesel in homöopathischen Dosen binnen Sekunden nach Einsetzen der Niederschlags immer der komplette S-Bahn-Verkehr kollabiert. Dann hört man als "Begründung" meist an den Bahnhöfen durch die Lautsprecher: Weichenstörung. Dieses Wort kann in Hamburg niemand mehr hören.


    Autofahrer fahren nach der ersten erblickten Schneeflocke hier meist mit weit aufgerissenen Kuhaugen in einem Tempo durch die Stadt das sie von jeder Oma mit Hackenporsche überholt werden. Jede weitere Schneeflocke im Blickfeld scheint dann Ängste hervor zu rufen die gleichbedeutend sind mit der Kollision mit einem herabfallenden Meteroiten in der Größe eines Hochhauses.


    Sollte also diese Schneewalze kommen wird vermutlich der gesamte Verkehr zum erliegen kommen.


    Is dann so.....

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • hier wird das nicht so schlimm in der Stadt hieß es :/.... ich weiß nicht, habe sowas noch nicht mitgemacht,

    Es kommt ein wenig drauf an wo Du in der Stadt wohnst...

    Entlang der Busrouten wird der Winterdienst zuerst und vorrangig arbeiten,die Nebenstraßen kommen dann wohl im Sommer dran:/


    Doof wirds nur wenn der ganze Segen erst antaut und der Schmodder anschliessend festfriert - da geht dann nichts mehr :(

    Ring 1 und 2 wird dann annährend befahrbar sein,wenn Du aber so exklusiv wie in Neugraben-Fischbek oder am Curslacker Elbdeich wohnst vergiss das Auto und Öffi`s - kauf lieber etwas mehr ein ;)

  • Alien, wenn Stromausfall, sind auch die Pumpen in den Wasserwerken oder in den Häusern betroffen, wenn die für den Druck erforderlich sind. Oder du sammelst Schnee und taust ihn auf, davon wirst du kalt und nass, und nach einiger Zeit hat der Schnee auch so viele gelbe Spuren und ist voll Sand und Dreck und Streugut - mach das lieber mit dem Wasser, und organisier dir eine Notpfützgelegenheit und eine Sch..tüte für das gröbere Material.


    Wahrscheinlich wird das diesmal nicht richtig wild, aber man kann ja schon mal üben.


    Schokoladenkekse sind bewährt für nach dem Schnee schippen.


    Wenn es so glatt wird wie gesagt, Fußgängerspikes oder alte Socken über den Schuhen. Oder du bastelst dir was aus Einmachgummis und Nägeln.


    Wir hatten hier vor einigen Jahren schon die "salzlosen Weihnachten von Buxtehude", weil aufgrund von wiederholtem Eisregen auch das kleinste bisschen Salz verbraucht war (einschließlich Speisesalz, Spülmaschinensalz) und die Läden nichts mehr hatten. Mit dem Rest habe ich Sollbruchstellen auf dem Eis gemacht, am Nachmittag, als es relativ am wärmsten war, und habe es an diesen Sollbruchstellen dann mit dem Spaten abgeschlagen. Ohne Spikes ging einige Tage nichts.

  • Moin zusammen.


    Ich komme recht mittig zwischen HB und HH weg und krieg jetzt schon regelmäßig die Krise weil die Menschen hier nicht mit 20cm Altschnee und Glätte klar kommen.


    Daher prophezeie ich als ostfriesisches Orakel von Norddeutschland nun Folgendes: es wird kalt bleiben, Strom wird nicht ausfallen, Gas und Wasser werden bei mir weiter dazu beitragen das wir im Warmen trinken können.

    Das größere Problem wird die Unfähigkeit der Masse sein.


    Sollten dennoch die weißen Wanderer einfallen und Wasser und Strom nicht verfügbar sein, dann wird das genutzt was da ist. Also Vorräte die für 3 Wochen reichen und Wärme aus der Feuerschale für was warmes im Bauch.


    Ich sehe dem Ganzen recht entspannt entgegen. Im dümmsten Fall werden EPA angebrochen.


    In diesem Sinne...

    Es gibt zwei Wege etwas zu machen: richtig und nochmal.

  • Als betroffener aus dem Norden:

    Den Großeinkauf haben wir heute unabhängig von der Ankündigung gemacht, verhungern wird also hier keiner. Morgen lasse ich die Moppel mal probe laufen. Insgesamt sehe ich die Lage aber entspannt.