sind lokale und globale Lieferketten in Gefahr?

  • Beurteilung/vergleich der Lage bei LKW-Fahrern in UK und bei uns:


    Lkw-Mangel in Großbritannien - Deutschland steuert auf das gleiche Problem zu - FOCUS Online


    Trotz der höheren Lebenshaltungskosten in UK kann man da als LKW-Fahrer zur Zeit ganz gut Kohle machen, fragt sich nur ob sich genügend geeignete Interessenten finden. 71k€/p.a. ist schon mal eine Ansage. Das wären 5.900€/brutto. Mir fehlt irgendwie der Glaube das die Zahl im Artikel stimmt.

    Zumindest 50.000 Pfund werden tatsächlich angeboten.
    https://www.thetimes.co.uk/art…00-hgv-salaries-383xhr5xx

  • Ich war ein Auto kaufen am Wochenende (Ziel: Octavia Combi), bin seit 3 Monaten am rumschleichen im Internet. Voraussetzung ist, dass der Wagen bei mir im näheren Umfeld, also Rein-Main zu haben ist. Bei einem Wagen der näheren Auswahl wurde der Preis erst Mal knapp 2k hochgesetzt :(

    Im Autohaus wo wir final zugeschlagen haben, lagen schon Flyer von Skoda aus, die Vollzeitvater 's Post belegen. Man rechnet sogar mit der temporären Einstellung der Neuwagenproduktion und entschuldigt sich jetzt schon für die Folgen (Neu- und Gebrauchtwagen werden knapper, Preise könnten sich erratisch verhalten).

    Deshalb haben wir aktuell den Wagen meiner Gattin ersetzt, nach 14 Jahren und dem verheerenden TÜV-Ergebnis war das mehr als gerechtfertigt. Der Verkäufer musste nachfragen, ob er den ausgestellten Neuwagen überhaupt verkaufen darf, da fast keine Autos verfügbar sind. Lieferzeit für den Skoda Fabia: derzeit 6 bis 9 Monate! Und es ist keine Barzahlung möglich, nur Überweisung.


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    aus D - TH

  • Nachbar arbeitet im gewerblichen Werkzeugfachhandel aks Außendienstler.

    Er meinte heut, er verkauft Silikontuben jetzt nurmehr 1 Karton a 12 Tuben pro Kunden.


    Seine Installateurkunden müssen versuchen den Bedarf jetzt anderswo zu decken bis sie wieder eine Ration bekommen.


    Soudal reagiert auf dramatischen Engpass bei Silikon

    (26.10.2021) Der Rohstoffmangel entwickelt sich inzwischen recht unterschiedlich (siehe unter Materialmangel-Magazin). Sehr unerfreulich - wenn nicht sogar alar­mie­rend - ist der aktuelle Mangel an Siliziummetall, dem wichtigsten Rohstoff für Silikonpolymer und Silikonöl. Für Silikone sind daher nicht nur hohe Preisanstiege unausweichlich, es ist auch mit Lieferausfällen zu rechnen. Das tangiert die gesamte Bau­chemie - auch der Kleb- und Dichtstoffhersteller Soudal sieht sich davon direkt betroffen. Er empfiehlt, auf alternative Produkte auszuweichen.

  • Ich habe heute den totalen Schrecken gekriegt. Ich wollte in einem EDEKA nur ganz schnell etwas ausgegangenes kaufen.

    Halbe Regale waren da leer! Quer durch alle Artikel. Hab ich Corona 3.O verpasst? Sind alle Lieferketten zusammengebrochen? Ich war ja mind. eine Woche nicht mehr einkaufen.

    Kurz eine Kundin angesprochen. Da meinte die, dass das Geschäft Ende des Monats schliesst und nur noch abverkauft würde. Puhhhh.

    Aber auch bei ALDI kommt es in letzter Zeit häufiger zu kleineren Lücken.

    Birds aren't real!

  • Die Nudeln kosten hier beim Discounter schon seit längerem (Jahre) immer gleich wenig. (89 Rappen pro kg)

    Bin gespannt, wann diese erhöht werden.

    Heute war ich wieder im Discounter und die Preise sind nun erhöht auf 1.09 CHF pro kg. (+22%)

  • Ich gehöre nicht zu denen, welche sich die Preisentwicklungen der letzten 20 Jahre notiert haben.

    Aber ich habe auch das Gefühl, dass sowohl die Barilla, als auch die Eigenmarken rund 20 Rappen teurer geworden sind.

    Bei den Barilla vermute ich sogar gegen die 30 Rappen.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Man kann das Ganze natürlich auch gut für das Marketing nutzen: Ich habe gerade eine Massenmail von einem Medizintechnik-Versender bekommen, der angesichts der bekannten Probleme unter anderem dazu auffordert, schnell noch zuzuschlagen, noch vorhandene Lagerware zu kaufen und ins eigene Lager zu legen und im Übrigen bei Marke, Farbe, Hersteller, etc. flexibel zu sein.


    So kann man natürlich auch seine Ladenhüter loswerden.

  • Moin,


    alle MA haben heute die Aufforderung bekommen die Fahrzeuge mit AdBlue vollzutanken und dazu wenn möglich weitere Kanister AdBlue zu erwerben. In der Nachricht wurden Engpässe beschrieben. Interessant ist, dass wir ein Fahrzeugwesen haben, dass sich normalerweise um sowas kümmert. Das wir alle direkt angeschrieben worden sind, ist etwas wunderlich, scheint wichtig zu sein oder als sehr wichtig erachtet zu werden.


    Ein Händler für Medizinische Produkte hat heute eine Nachricht an alle Kunden gesendet, in der von massiven Engpässen die Rede ist. Hier ging es hauptsächlich um alles mögliche aus dem Bereich Notfallrucksack und Taschen, sowie die Füllungen. Man weist darauf hin, dass man bald nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr lieferfähig ist. Man solle möglichst langfristig planen und alle Beschaffungen eventuell vorziehen.


    Die ersten Tankstellen haben Probleme mit Lieferung von Kraftstoffen. Kraftstoff ist genug da, aber es mangelt teils an den Fahrern. Die Probleme sind aber wohl hierzulande noch sehr gering.


    Gruß

    SBB

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Die Händler-Mail habe ich, wie oben geschrieben, ebenfalls bekommen. Für mich klang das aber eher so, dass man nochmal ein bisschen Sondernachfrage auslösen will, zumindest als positiver Nebeneffekt der Versorgungsengpässe.


    Denn wenn es wirklich primär um die Versorgungssicherheit ginge, würde man meiner Meinung nach die Kunden nicht zum Aufstocken ihrer jeweiligen Lager auffordern, sondern vielmehr händlerseits maximale Abgabemengen pro Kunde festlegen.

  • Aber wenn man nun alle Kunden dazu auffordert die Waren zu bestellen, bevor sie nicht mehr lieferbar sind, dann beschleunigt und verstärkt man einen Engpass doch nur. :/

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Aber wenn man nun alle Kunden dazu auffordert die Waren zu bestellen, bevor sie nicht mehr lieferbar sind, dann beschleunigt und verstärkt man einen Engpass doch nur. :/

    Grüß Gott,


    oder man möchte den Stammkunden einen Vorteil vor der Laufkundschaft geben. Dazu kennen wir aber nicht die Kundenstruktur und daher ist diese Aussage auch nur spekulativ - aber eine Möglichkeit.


    Zumindest würde ich meiner langjährigen Kundschaft einen Zeitvorteil einräumen.


    Waidmannsheil

    zero

    Wetten Sie niemals gegen den menschlichen Erfindungsreichtum. Der größte Feind der Propheten der Apokalypse ist ein Ingenieur (Daniel Lacalle)

  • Zumindest würde ich meiner langjährigen Kundschaft einen Zeitvorteil einräumen.

    Wobei ich bei denen exakt einmal einen Tasmanian-Tiger-Pouch bestellt habe und sonst nichts. So viel zur langjährigen Kundschaft.


    Aber natürlich kann es grundsätzlich auch so sein, wie du vermutest.

  • Das wird insgesamt noch schlimmer werden. Jetzt wo die 100 USD/Tag für den Stellplatz eines leeren Containers in den US-Häfen von CA schlagend geworden sind werden die Dinger aufs Land gekarrt oder der Preis wird auf die Transportkosten umgeschlagen. Wird nicht helfen die Container wieder in den Umlauf zu schubsen. Zur Zeit haben wir ein echtes Problem was sich immer tiefer in die Lieferketten frisst.

    Der Bote der Wahrheit braucht ein schnelles Pferd

  • Harte Worte.

    Hoffentlich bist du im Irrtum !

    Ich fürchte Baerti hat mit seiner Analyse nicht ganz Unrecht. 😔 Überall fehlt es an Seefrachtcontainern. Ich frage mich, wie sie es vor Corona hinbekommen haben, das Defizit wegen der Importüberschüsse der USA auszugleichen. Aber leider fällt dieses Dilemma den Logistikern heute um so schmerzlicher auf die Füße.


    Es steht wohl leider zu erwarten, dass uns diese Anspannung noch einige Jahre begleiten wird. Und dass die eine oder andere Firma das nutzen wird, um ihr Angebot künstlich knapp zu halten und mehr Geld den Kunden aus der Tasche zu ziehen... 🤷

    aus DE gesendet...