Blackout: Auswirkungen & Vorsorge

  • Ich weis nicht ob in der Vergangenheit dieser Film hier schon mal gepostet worden ist (Januar 2017). Ich habe ihn eben in der Mediathek wieder entdeckt, und er geht noch abzuspielen. Es sind sechs Episoden halb Spielfilm / halb Dokumentation die einen längeren Stromausfall in der Schweiz thematisieren.


    https://mediathekviewweb.de/#q…t%20tag%20Kultursendungen


    Tschüss Heiko

    Leider durch die Aussprache für mich einfach zu anstrengend da mitzukommen. Bin ja nur ein Norddeutscher.

  • Als ich dem Link von Aelbler zum fast Blackout diese Woche gefolgt bin, dachte ich Mist "Du hast das Notstromaggregat schon eine ganze Weile nicht zum Testen laufen lassen". Also sofort ran ans Werk und den Honda für 10 Minuten eingeschaltet. Damit er was zu tun hat wurde schnell der Wasserkocher angeschlossen um Tee zu kochen (in einer Krise ein no-go). Läuft wie ein Bienchen das Gerät. Der kleine Werkzeugkoffer neben dem Stromerzeuger enthält die wichtigsten Teile um das Gerät betriebsfähig zu halten (Kerzen, Öl usw.). So jetzt bin ich wieder beruhigt.


    Tschüss Heiko


    Honda-mit-Bewachung.JPG

  • War hier aus dem Forum eigentlich vom Stromausfall im Osten Münchens betroffen (oder kennt jemanden)? Mich interessieren Erfahrungsberichte, wie die Bevölkerung reagiert hat und mit der Situation umgegangen ist.


    Spannend in dem Zusammenhang: die Münchener Polizei ermittelt wegen Brandstiftung im Zusammenhang mit dem ursächlichen Kabelbrand. Sachen gibt’s ...

  • GilleD das könnte daran liegen, dass dies in vielen Medien keine Straftäter sind, sondern eher nur Aktivisten.... Würden die gleichen Straftaten aus einer anderen politischen Richtung (egal welche) kommen, wäre das Mediengetöse sicher unüberhörbar...

  • Was mich bei der Sache in München etwas irritiert, ist wie hier eine Kabeltrasse, die 20.000 Menschen und ein Gewerbegebiet mit Strom versorgen soll, verlegt ist. Knapp nen Meter unterm Pflaster, in einer Lage mit Siedlungsmüll (wie diverse Keramikscherben vermuten lassen), mechanisch mehr oder weniger ungeschützt liegen die Leitungen zu dutzenden in mehreren Plastikrohren, die wie gewöhntliche dünnwandige HT-Rohre aussehen (welche nicht für Erdverlegung zugelassen sind, weil nicht druckbeständig).

    Erklärbar wäre das eigentlich nur, wenn an der Stelle des Brandanschlages eine größere Verteilerstation gestanden hat bzw. ein Trafo und von hier aus die umliegenden Gebäude angefahren werden. Dagegen spricht, das hier ein großes Bündel Plastikrohre mit Niederspannungskabeln parallel im Boden liegt.


    Grüsse

    Tom

  • [...] (oder kennt jemanden)?

    Freunde von mir waren betroffen, die hatten erst nach über 30 Stunden wieder Strom (und Internet).


    Die haben sich morgens als erstes den Gaskocher für Kaffee geschnappt, und dann den Festival-Moppel für den Kühl-/Gefrierschrank auf dem Balkon in Betrieb genommen.

    BY/DE

    Si vis pacem, para bellum.

  • Was mich bei der Sache in München etwas irritiert, ist wie hier eine Kabeltrasse, die 20.000 Menschen und ein Gewerbegebiet mit Strom versorgen soll, verlegt ist. Knapp nen Meter unterm Pflaster, in einer Lage mit Siedlungsmüll (wie diverse Keramikscherben vermuten lassen), mechanisch mehr oder weniger ungeschützt liegen die Leitungen zu dutzenden in mehreren Plastikrohren, die wie gewöhntliche dünnwandige HT-Rohre aussehen (welche nicht für Erdverlegung zugelassen sind, weil nicht druckbeständig).

    Erklärbar wäre das eigentlich nur, wenn an der Stelle des Brandanschlages eine größere Verteilerstation gestanden hat bzw. ein Trafo und von hier aus die umliegenden Gebäude angefahren werden. Dagegen spricht, das hier ein großes Bündel Plastikrohre mit Niederspannungskabeln parallel im Boden liegt.


    Grüsse

    Tom

    Naja so flach ist das garnicht.. https://www.bgbau.de/fileadmin…ionen/203_017/203_017.pdf

    Berufsgenossenschaft Bau sagt :

    0,6m bis 1,6m abhängig von der Spannung 240 oder höheres..

    /Milchstraße/Erde/D/Hamburg

  • Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde ja an dieser Trasse gearbeitet. Die Tiefe ist absolut ok. Was Untergrund und Überdeckung betrifft, so muss dieser zwingend mit Sand ausgeführt werden und auch die Zwischenräume müssen mit Sand gefüllt sein.


    Auf meinen Baustellen habe ich den Sand in solchen Fällen grundsätzlich eingeschlämmt.


    Die schwarzen Rohre sind definitiv Kabelschutzrohre. Diese dürfen durchaus in groberen Bettungsmaterial verlegt werden.

    Geht los!!!

  • Das hat wohl jemand was gegen Musk's Toasterfabrik...

    Man darf dagegen sein. Ein Brandanschlag ist und bleibt eine kriminelle Handlung. Verbunden mit einer politischen Aussage halte ich sowas sogar für mich gefährlicher. 🤷‍♂️

    aus Niedersachsen, DE gesendet...


    "Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit." Marie von Ebner-Eschenbach


    Dorfleben. Entweder du liebst es oder du liebst es nicht. Es gibt kein Versuchen!

  • Hier noch ein paar Infos wie die Netze funktionieren und wie man sie lahmlegen kann.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Unter anderem tolle Infos zur Verbreitung von Smartmetern die über die Ferne (legal!) abzuschalten sind (alles außerhalb Deutschalnd :-))


    cu Riff

    /Milchstraße/Erde/D/Hamburg

  • Was ich nicht verstehe, ist warum an einer Stelle so viele essentielle Mittelspannungsleitungen so dicht nebeneinander liegen. Wenn, warum auch immer ein einzelner Leitungsstrang abbrennt, ist doch die Gefahr relativ groß dass auch andere in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch wenn sie in Kabelschutzrohren, eingesandet, und verbuddelt sind... Das ist doch ein richtig netter "single point of failure", wie man schön sehen konnte.

    Theoretisch könnte sowas ja auch von zb. einem Bagger verursacht werden, wenn der "etwas" zu tief gräbt. Trassen Abdeckungen sind ja offenbar aus der Mode gekommen, und Warnbänder werden offenbar nur noch sehr spärlich eingesetzt...


    Die Linksextremem Terroristen haben offenbar die Gunst der Stunde genutzt, um mit ihrem Anschlag ein Stadtviertel "abzuschalten" In einem Polizeibericht war die Rede von einem Bekennerschreiben, aber seit dem ist´s verdächtig ruhig.

  • Das Problem was wir Tiefbauer beim Kabelbau haben ist, das es mittlerweile ziemlich eng in den Gehwegen und Straßen ist. Da kommt jetzt in unserem Raum auch noch massenweise Leerrohr für den Glasfaser- und FTTH-Ausbau hinzu.

    Ein Versagen des Kabels hat häufig nur einen Erdschluss zur Folge, da brennt nicht der ganze Gehsteig. Wenn ich später daran denke, stell ich euch mal ein Foto von einem 300mm² Kabelquerschnitt rein, da ist mächtig Isolation dran und auch noch eine Art Abschirmung, die das Magnetfeld aufgrund des Stromflusses innerhalb des Kabels abbaut.

    Soll heißen, wenn man an den stromführenden Leiter möchte, braucht man entweder Spezialwerkzeug, oder ordentlich Gewalt.


    Die Kabel werden in der Leitungszone zum Schutz eingesandet, darüber kommt Abdeckfolie mit Warnhinweis und dann Boden, Trassenwarnband und der restliche Aufbau.


    So sollte es eigentlich gemacht werden, bzw. wird es von uns gemacht. Beim Baggern wird max. Bis auf die Folie bzw. Sandschicht freigelegt, der Rest ist Handarbeit.


    Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen, für die die damit nicht so vertraut sind.


    Gruß offroader

  • Es geht munter weiter mit Strommangel lagen und dadurch entstehende Frequenzabfälle.


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    Von ca. 16:35 bis ca 16:54 lag die Frequenz des gemeinsamen Strom Netzes unter 49,9. Bild zwei zeigt die Reaktion der Primär Reserve von Österreich, bereitgestellt durch Pumpspeicherkraftwerke.


    Gruß Kcco


    PS Ich bin nicht sicher ob das hier oder doch besser in einen eigenen Thread aufgehoben ist.

    Gsund bleiben

    Keep clam and chive on

  • Jungs! Beruhigt euch - nicht jede Frequenzabweichung von 0,1 Hz ist gleich der Anfang vom Ende. Gewisse Einsenkungen u.ä. sind ganz normal und auch nichts Neues...

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • Die Sache mit den Smartmetern ist ja spaetestens seit dem Roman "Blackout", der ja wirklich gut recherchiert wirkt, bekannt geworden. Das ist aber schon 10 Jahre her, insofern ist meine Hoffnung, dass sich seither in punkto Sicherheit viel getan hat.

    Aber naja, die Hacker schlafen wohl auch nicht...

    lg

    niki

  • Die Bundesnetzagentur hat zur Versorgungssicherheit in dieser Woche eine interessante Pressemitteilung veröffentlicht. Darin heißt es u.a.:


    Auch der Standort Heyden wird ausschließlich für die Bereitstellung von Blindleistung benötigt. Diese muss spätestens bis Ende März 2022 sichergestellt sein, da ansonsten nach Wegfall der Blindleistungsbereitstellung des Kernkraftwerks Grohnde (Abschaltung zum 31. Dezember 2021) mit Beginn der windschwachen Zeit im Frühjahr 2022 kritische Spannungszustände im Netz zu erwarten sind.


    https://www.bundesnetzagentur.…1/20210601_SystemRel.html


    An die Netzschwankungen werden wir uns daher wohl gewöhnen müssen. Und falls es doch mal nicht reichen sollte, ist die Mehrheit hier im Forum wohl vorbereitet. Die restliche Bevölkerung sollte wenigstens die Empfehlungen des BBK schleunigst umsetzen!


    Ich möchte jedenfalls beim Stromausfall keine BürgerInnen mit Handy und Wasserkocher neben dem Stromaggregat der Feuerwehr sehen ... dafür sind diese nämlich nicht da und auch nicht ausreichend vorhanden.

  • ....nur mal so gefragt (wir sind noch nicht betroffen)

    Was machen eigentlich Dialysepatienten wenn wirklich länger der Strom weg ist? Bzw weiss jemand wie lange Krankenhäuser oder Dialysestationen bei einem Blackout noch Diesel haben?

    Prioritäten setzen heißt auswählen, was liegen bleiben soll.