Übernachten im PkW

  • Neodymmagnete halte ich für eine sehr gute Idee.

    Kannst du welche empfehlen ?

    Nachtrag zu den Magneten: ich würde keine zu kleine/zu flache Nd-Magnete nehmen, die kriegt sonst kaum wieder ab. Allerdings sollten sie auch nicht zu groß sein, denn speziell bei neueren/höherwertigen Autos findet man im Innenraum kaum noch zugängliches Blech. Am ehesten im Bereich der Türdichtung.


    Ich hab mir 10 runde Magnete 20x3mm besorgt. Und dann noch ein paar große mit einer Öse. Da kann man draußen prima Anschlagpunkte für Sonnensegel, Wäscheleine, Tarp, Allzweckplane etc. schaffen. Um z.B. bei Regen bei offener Heckklappe am Kombi einen Wind- und Wetterschutz zu bauen, wenn man was auf dem Gaskocher brutzelt.


    Generell sollte man aufpassen beim Umgang mit den starken Magneten, man kann sich da übel die Haut einklemmen, wenn man zwei davon in der Hand hat und sie "zusammenschnappen". Auch für Festplatten/Magnetstreifen -Karten sind die Magnete nicht gut. Am Auto würde ich die Magnete immer nur mit einer Folie /Plane drunter auf den Lack setzen, denn meistens bekommt man die Magnete nur durch schieben ab, was für den Lack nicht so doll ist.


    Grüsse

    Tom

  • Meine erste Übernachtung in einem Auto war in einem Ford Fiesta. Da gibts nirgends ausreichend gerade Fläche, um gerade zu liegen.

    Das hatte ich nicht bedacht, aber ich habe aus allem, was ich an Decken und Ersatzschlafsäcken dabei hatte, den umgelegten Beifahrersitz und den Fußraum so ausgestopft, dass ungefähr eine ebene Fläche entsteht.


    Also mein Tipp: viele Decken, mehr als Du im Vorhinein für nötig hältst, mitnehmen!



    Nick

  • Hallo Arwed,


    das ist in der Tat eine interessante Konstruktion.


    Aber was macht der gute Mann, wenn schlechtes Wetter ist ?

    Da bei offener Heckklappe zu kochen und am Tischchen sitzen ist nicht so wirklich spannend im deutschen Schmuddelwetter....


    Wenn das wirklich länger als ein paar Tage sein soll, denke ich, ist ein Transporter mit Hochdach die bessere Wahl.


    Für meinen jüngeren Sohn haben wir zusammen einen ehemalige Umweltbus der Polizei etwas verändert zu einem ganz rudimentätren Campingwagen.

    Großes Bett, 3 Sitze mit integrierten Sicherheitsgurten hinten, Kühlbox, Küchenkiste und Porta Potti.... Der finanzielle Aufwand musste begrenzt bleiben.


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    Da drin kann man auch bei Regen mal eine Dose Ravioli heiss machen und sich hinstellen um ein paar Kleider zu wechseln....


    In so einer Kiste kann man mit ein paar Handgriffen alles heraus nehmen und dann ist der Karren wieder alltagstauglich.


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    ich war damit mal am Silbersee im Winter, hatte dort aber Strom zum heizen.

    Geht durchaus.


    Im Original war der mal so:


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    Gruss, Udo

  • Das sollte auch nur eine Anregung sein, wie man es sich bequemer machen könnte. Da sind ja auf youtube noch eine Menge mehr mit unterschiedlichster Bauweise. So auch welche mit Vordach usw. Ist eben minimalistisch.

    Aber hier ging es ja nur um Übernachtung. Ich persönlich würd auch lieber sowas wie deiner vorziehen, wo man etwas mehr Platz hat, geht aber nicht immer. Deshalb finde ich die Übernachtungsmöglichkeit nicht schlecht, wenn man mal muss, oder nicht anders kann.

  • Magnete: 


    Ich komme noch mal auf das Thema Magnete zurück.


    In Fahrzeugen, die relativ viel Metallfläche um die Fenster haben, hatten sich bei mir die großen Magneten der Magnetoplan Tafeln bewährt.

    Damit konnte ich sehr schön Moskitonetze anbringen.

    Diese Magneten lassen sich auch gut wieder abnehmen, da sie ein gute "handliche" Größe haben.

    Habe die mal auf die Schnelle, wohl recht preiswert, hier gefunden:


    https://www.schaefer-shop.de/p…arge-?selectedItem=162786


    Gruss, Udo

  • Für meinen jüngeren Sohn haben wir zusammen einen ehemalige Umweltbus der Polizei etwas verändert zu einem ganz rudimentätren Campingwagen.

    Großes Bett, 3 Sitze mit integrierten Sicherheitsgurten hinten, Kühlbox, Küchenkiste und Porta Potti.... Der finanzielle Aufwand musste begrenzt bleiben.

    Wie viel Geld hast du exklusive Funkstation investiert ?

    Wasserversorgung vorhanden ?

  • Hallo "VZV"


    Also, die größten Brocken waren:


    - MB T1 310 Benzin 310 Katalysator,

    El. Vergaser 115 PS, ca. 70 TKM

    Differentialsperre, Hochdach, Fenster,

    Dachluke, Lüfter, Dämmung, AHK, Gardinen,

    Trennrelais 5000 €


    - Gasanlage 2300 €


    - 5 neue Reifen 600 €


    - Bremsbeläge, 2 Bremszylinder (hi)

    Bremsflüssigkeit 200 €


    - Motorfilter, Öl , Getriebe- + Diff- Öl ern.

    Keilriemen + Kleinkram 250 €


    - Starter Batterie 100 Ah 100 €


    - Kupplungssatz 230 €


    - 2 gebr. Recaro Sitze 150 €


    - 3- er Sitzbank hinten aus neu. Sprinter

    mit 3 Punkt Gurten 300 €


    - Schweissarbeiten, Metall hierzu 100 €


    - 140 Ah Gel Batterie (vorh.) Netz-Ladegerät

    div. Elektro Installationen, Kabel etc. 300 €


    - Holz, Lattenroste, 2 Matratzen, div. Metallkram 500 €


    - Diverses 500€

    ------------------------------------------------------------------------------------------------


    Zwischensumme: 10.530€


    Dazu muss man aber sagen, dass er sich nicht um ein desolates Fahrzeug handelt, es ist durch repariert, hat eine grüne Plakette (Katalysator) und den Stauraum (unter dem Bett) bietet, den mein Sohn wollte -> Camping und Tauchen, sowie eine entsprechende Zuladung.


    Rudimentäre Campingausrüstung:


    Kompressor Kühlbox, Porta Potti,

    Küchenkiste, Wasserkanister etc. ca. 1000 €


    Beliebig zu erweitern.


    Der Wagen ist mit rund 15 L LPG Gas zu fahren.

    Das ist deutlich billiger als das selbe Auto mit Diesel.

    Diesel bekommt keine grüne Plakette, man muss da einen

    mit H Zulassung haben.


    Diese MB T1 werden zwischenzeitlich leider "gehypt", so dass Du wohl das Fahrzeug, zumal mit Sperrdifferential, Hochdach, Fenstern, kaum mehr zu dem Preis bekommen wirst....


    Für das Geld bekommt man aber auch ein komplettes (recht altes) Wohnmobil.

    Das sollte einem klar sein, damit man sich nicht falschen Illusionen hingibt.


    Gruss, Udo

  • Wertungsfrei - folgenden Artikel hab ich gerade auf Welt entdeckt:


    https://www.welt.de/icon/unter…perbus-wissen-sollte.html


    Was den eigenen Bus vom klassischen Wohnmobilurlaub unterscheidet? Mit dem kleineren Van kann man sich jeden Abend einen neuen Stellplatz aussuchen. Wie man es von den inszenierten Fotos bei Instagram kennt, gehört dazu ein ruhiger Ort in der Natur. Allerdings ist Wildcampen in den meisten Ländern in Europa verboten. Wer dennoch nicht auf das Aufwachen in der Natur und den Nervenkitzel verzichten mag, Strafen zu bezahlen (besonders in Österreich und der Schweiz!), der findet in Apps wie „Park4you“ oder „iOverlander“ mögliche Stellplätze mit Bewertungen und Fotos.

    Si vis pacem, para bellum.

  • Die Menge machts ... Wer weiss wie man unauffällig im Auto übernachtet, der weiss auch, wie man ein Plätzchen findet.

    Ortskundige Kontrolleure wissen schon, wo die beliebten verbotenen Plätzchen sind, und auch diese werden die hier erwähnten Apps nutzen.

  • Ortskundige Kontrolleure wissen schon, wo die beliebten verbotenen Plätzchen sind, und auch diese werden die hier erwähnten Apps nutzen.

    Wir waren diesen Sommer auf Rügen unterwegs. Verbotsschilder für Übernachtungen an fast jedem Parkplatz. Und nicht so proforma als einer von vielen Hinweisen im Kleingedruckten sondern durchaus auf separaten Schildern und explizit gemünzt auf die Mini-Camper.

    Proforma-Verbote fand früher schon an der ganzen deutschen Ostseeküste, hauptsächlich an Strandparkplätzen (Surf Hotspots), heute sogar an Waldparkplätzen.

    Die werden ihre negativen Erfahrungen gemacht haben...


    Wie immer kann man nicht von den einige, die sich daneben benehmen, auf Alle schließen.
    Ich kenne es aber von anderen Hobbys, dass seit "Es gibt für alles eine App" gibt, den Bach runtergeht. Gemeint ist damit eine Überbeanspruchung, gewollte oder ungewollte Beschädigung und die draus resultierende negative Außendarstellung.


    Über Bücher und Internetforen lassen sich der "Kodex", die "Ethik", die "ungeschrieben Gesetze" einer Hobbygemeinschaft immer leichter mit auf den Weg geben, als über eine anonyme App in der alle Angebote nur ein Wischen entfernt sind.

    Erfolgt die erste Berührung aber eben nur über eine App, entsteht oft bei Unbedarften der Eindruck das die angezeigten Angebote eine Selbstverständlichkeit sein, deren Rechtmäßigkeit und Nutzung qua App-Download geben sind. Stichworte "Selbstbedienungsmentalität", "nach mir die Sinnflut" u.ä.




    Andere Krux der Mini-Camper:

    Neben den "Geheimtipps" an idyllischen Stellen ohne Übernachtungsinfrastruktur gibt es natürlich auch offizielle kostenpflichtige WoMo-Stellplätze, durchaus auch in Strand- oder Innenstadtnähe. Wären Busse/Vans noch als kleines WoMo duchgehen, wurden zahlende PKW-Übernachtende im Hochdachkombi (siehe Stealth Camper Thread) vom Platz geworfen, mit Hinweis auf die Platzordnung oder der Begründung sie würden den echten großen Campermobilen den Platz wegnehmen.

    Wie man's macht...

    2 Mal editiert, zuletzt von kappa3 ()

  • Da "Übernachten im PKW" so herrlich synonym zu "Schlafen im Auto" ist, weise ich ich auf eben diese Seite hin :-)


    Dort wurde auch die rechtliche Seite beleuchtet:


    http://www.schlafenimauto.de/wo-ist-schafen-im-auto-erlaubt/


    Für mich neu was das Verbot bei unseren ansonsten als besonders liberal bekannten Nachbarn Dänemark und den Niederlanden.
    Gerade für die Niederländer bedeudete daher das "Projekt Stealth Camper" wirklich die Herausforderung, so mit dem PKW zu übernachten, dass man von außen nicht erkennt, dass darin übernachtet wird. So richtig mit lichtdicht und am besten ohne verräterische Fenster...

  • "In den Niederlanden und Dänemark ist es dagegen verboten, im Auto zu schlafen. Dort gilt das Übernachten im PKW, Wohnwagen oder Wohnmobil außerhalb von Campingplätzen als Wildcampen und ist damit nicht erlaubt."


    Ich frage mich, ob das wirklich so uneingeschränkt stimmt. Was machen denn in diesen Ländern Lkw-Fahrer, übernachten die alle in kostenpflichtigen Autohöfen? Wenn nein, warum darf man im Lkw schlafen und im Pkw nicht? Und was zählt ggf. als Lkw, reicht da ein kleiner Transporter?