Artikel: Bereit für den Weltuntergang: Bekommt die Prepper-Szene durch Corona Zulauf?

  • Zu Beginn der Coronakrise wurden sie zu begehrten Gütern: Toilettenpapier, Mehl und Hefe. Menschen hamsterten so viel sie konnten, oft waren leere Supermarktregale vorzufinden und die Abgabemengen mussten begrenzt werden. Wen das weniger gestört haben dürfte: Prepper, die vorbereitet waren. Denn sie rechnen mit Katastrophenszenarien wie Kriegen, Wirtschaftskrisen, Terroranschlägen und rüsten sich für den Ernstfall.

    Zitat aus dem Artikel:

    Zitat

    "Bei den Preppern hingegen geht es oft weniger um prosoziales Hilfeverhalten, Solidarität und Kooperation, sondern mehr um Egoismus und Entsolidarisierung", stellt Luy klar.

    Der Herr Luy scheint als "Forscher" bemerkenswert wenig Ahnung von Preppern zu haben.

  • Das ist leider ein Klassiker... Viele "Forscher" verkünden eine Meinung, damit sie die Gunst der Stunde in puncto Visibilität nützen.

  • Alles was ich aus seiner Feder zusammenbringen konnte, lässt mich darauf schließen, dass er

    schreibt, was er schreiben möchte. Wenn ein Thema für eine Master-/Magisterarbeit eröffnet

    wird und die Thesen im Kopf "vorgefertigt" sind, dann wird auch meistens nur in eine Richtung

    geforscht.

    Ständig wird bei Preppern als Handlungsmaxime Apokalypse und Total Annihillation angeführt.

    Ist echt zum Kotzen.

  • Gähn.....

    Der "Forscher" hat vielleicht grade erst angefangen zu forschen...

    vielleicht bekommt er ja noch im Laufe seiner Arbeit "neue Erkenntnisse" ....wie zB...

    - oh.... Vielleicht macht preppen ja doch Sinn? Oder

    - ah.... So ein gar nicht so geringer Prozentsatz hatte Sehrwohl eine Pandemie auf dem Schirm und Literweise Desinfektionsmittel und Masken eingelagert.....

    ....oder oder oder.....


    Ich frage mich echt wo man solche "Experten" auftreibt, und wer denen ihren "Status" verleiht.....


    Aber so ist das halt wenn man einen Pinguin fragt wie Erdnüsse schmecken....seine Meinung dazu darf der Pinguin ja haben und auch kundtun.....


    Und für mich war ehrlich gesagt das einzig wirklich überraschende an dieser Pandemie, dass die Reisebeschränkungen derart schnell und hart kamen, was mich als eher Bug-IN orienterter aber eher weniger tangierte...


    Und was mich wunderte...dieses Denunziantentum der folgsamen Bürger....die mit Nachdruck jeden anschwärzen der mit falschem Nummernschild an seinem Ferienhaus verweilte.....

    Unschön, aber das merke ich mir....!


    Gruß EZS

  • Liest sich in weiten Teilen nicht abwegig. Man müsste sich die Datenbasis und die Erhebungsmethoden halt mal genauer anschauen.

  • Wuhu...


    Diese Schubladen-Unterteilung ist ja faszinierend - wer sich selber so bezeichnet, ist einer; wer hingegen Obst einmacht wie schon die Großeltern, der ist keiner :D


    Wahnsinnserkenntnis, zumal wenn man bedenkt, dass der schon seit 2017 da dran rumforscht... ach ja, und die Ratschläge vom BBK sind abgrundtief zu verteufeln :evil: - den will ich in seiner Bude mal sehen, wenn die Wasserleitung in seiner Straße platzt und er nur mal 8 Stunden lang kein Wasser in den Kaffeevollautomaten kippen und am Klo genau 1x spülen kann :P

    Si vis pacem, para bellum.

  • auf gmx stand der gleiche Blödsinn.

    Ich hatte mir überlegt, ob ich es hier poste und damit jedem den Tag versaue und habe mich dagegen entschieden.


    Wenn ich zwischen den Zeilen lese, verstehe ich den Autor so, das er uns gar nicht als prepper einstuft.

    Während ich hingegen jeden Feuerwehrler aus meinem Bekanntenkreis so deklarieren würde, setzt der "Forscher" militante Neonazis und Reichs-Bürger mit uns gleich. Er macht es sich da etwas einfach. Einfach ist halt bequem, was will man machen.

    Gruß offroader

  • Nun ich will dem "Experten" nicht zustimmen, aber ganz unrecht hat er nicht, wenn auch nur zu einem ganz geringen Prozentsatz. Es gibt immer bei einer Gruppe solche und solche. Vieviel der aber ausmacht das wird auch dieser "Experte" nicht wissen können, weil es eben keine Studie dazu gibt. Verbessert mich wenn es anders sein sollte. ich hab da nichts gefunden.

    Zumindest ist der Ansatz da. Ein Prepper ist eben nicht das Sozialamt das jeden daherkommen mit seinen gelagerten Lebensmittln oder anderweitig versorgt, sondern sich und seiner Familie, Freunden eine Möglichkeit eröffnet will, ein Szenario gut zu überstehen. Wenn das andere nicht machen weil sie denken, das es immer so bleibt wie es ist, dann haben sie Pech gehabt. Es ist ja nicht so das sie Unwissend in ihr Unglück laufen, genug gewarnt und aufgeklärt wird ja. Müssen also nicht hoffen das ich sie mit durchfütter.

    Was anderes ist wenn ich helfen kann wo meine Hilfe von Nöten ist, ohne mich zu weit aus dem fenster zu lehnen. Dann mache ich das gerne und gebe auch was ich geben kann. Das kann aber Nie über das Mass hinausgehen um mich nackig zu machen, und nachher selber um Hilfe betteln muss.

  • Meine Antwort an die Redaktion.


    Experte Luy? Ca. 80% von dem was er da über Prepper von sich gibt ist absoluter Blödsinn. Ich unterstelle diesem "Experten" das er sich nie mit einem Prepper unterhalten hat, sondern lediglich im Netz kursierende Allgemeinplätze von sich gibt. Und ja, Prepper haben sich teilweise auch auf eine Pandemie vorbereitet und dafür Masken, Desinfektionsmittel und Handschuhe vorrätig gehalten. Durch ihre Vorratshaltung konnten sie das Gesundheitssystem entlasten und das diente sehr wohl auch der Allgemeinheit. Als Prepper konnte ich dank meiner Vorbereitungen auch Menschen in der Nachbarschaft helfen und habe das auch sehr gerne getan.

    Bitte unterlassen sie es zukünftig Prepper als militante egoistische Spinner darzustellen und informieren sie sich, bevor sie so einen Unfug verbreiten.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • ....tja... Solange er von irgendwo sein Gehalt bezahlt bekommt, und niemand ihm seinen offensichtlich mäßigen Überblick, bzw. langsamen Erkenntnissgewinn ankreidet.....

    Außerdem muss man ja auch erst einmal eine Überblick über diese unhomogene, inkonsistente Forschungsmasse bekommen, das dauert halt seine Zeit!


    Dauert halt bei manchen etwas länger.....

  • Ich denke es ist ein Konsens hier gegeben, dass man in der Gruppe stärker als alleine ist, von daher ist die Prämisse von Herrn Luy schon mal falsch.


    Jeder mit bekannte Prepper sorgt nicht nur für sich, sondern zumindest für seine (erweiterte) Familie vor. Daran kann ich nichts egoistisches erkennen.

  • Mal noch 2 Cent von mir:


    Diskussionen wie diese, mit dem gleichen Ergebnis, führen wir immer wenn irgendwer soetwas schreibt.

    Mir gefällt das auch nicht was er da schreibt, ist aber auch nur seine Wahrnehmung einer breiten Szene. Wir wissen ja nicht mit wehm er gesprochen hat.


    Wir sollten aber auch über unseren Tellerrand hinausschauen! In Diesem Forum sind keine Doomer und keine Politischen Diskussionen geduldet, somit sind die "radikalen" hier doch kaum vertreten. Auch werden die Einzelgänger kaum auf die treffen kommen. Hier gibt man sich gegenseitig tipps, in anderen Foren diskutiert man anders. Wir wissen ja nicht mit wehm er gesprochen hat.

    2021 ist in Deutschland das Jahr des Fischotters - das wird mein Jahr.;)

  • ich hab das gestern schon gelesen, die Zeit hätte ich mir sparen können

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

  • Wir sollten aber auch über unseren Tellerrand hinausschauen! In Diesem Forum sind keine Doomer und keine Politischen Diskussionen geduldet, somit sind die "radikalen" hier doch kaum vertreten.

    Ich kann aber auch nur über dieses (und das Austrian Preppers) sprechen und da stimmen seine Standpunkte keineswegs. Deshalb rege ich mich auch über seine Wortmeldungen auf. In anderen Foren mag es sein, dass die User sagen "ja, stimmt, genau so sind wir".


    Er hat übrigens im Rahmen seiner Doktorarbeit mit 12 Menschen gesprochen, die sich selbst als "Prepper" bezeichnen.


    Ein repräsentatives Sample sieht anders aus, würde ich meinen.

  • Er forscht bereits seit 2017...


    (...)

    Dann dürfte er passend zur Nordkreuz - Geschichte eingestiegen sein, wahrscheinlich mit entsprechender Erwartungshaltung.


    Dass Menschen aufgrund der Pandemie auf die private Krisenvorsorge aufmerksam werden, liegt angesichts der Art und Weise, wie mit der Coronakrise umgegangen wurde und teilweise noch wird, klar auf der Hand. Ist ja auch nichts Schlimmes, zumal wir es in den Augen des "Forschers" wagen, uns u. A. auf die Handlungsempfehlungen des BBK zu berufen. Und angesichts der leergekauften Regale im Frühjahr wäre ein Notvorrat für denjenigen, der schon vorher darüber verfügt hätte, eine echte Beruhigung gewesen...


    Zitat aus dem Artikel bei Web.de:
    ...

    "Mit diesen Empfehlungen (Notvorrat gem. BBK, Anmerkung meinerseits) will das Bundesamt die Resilienz, die Widerstandskraft der Gesamtbevölkerung steigern. "Bei den Preppern hingegen geht es oft weniger um prosoziales Hilfeverhalten, Solidarität und Kooperation, sondern mehr um Egoismus und Entsolidarisierung", stellt Luy klar...."


    Was stellt dieser Kerl sich eigentlich vor? Wenn er sich mit der Materie einigermaßen unvoreingenommen beschäftigt hätte, dürfte ihm nicht entgangen sein, dass ein sehr großer Teil der von ihm so unter Generalverdacht gestellten "Prepper" beruflich und/oder ehrenamtlich bei Hilfsorganisationen, Zivil- bzw. Katastrophenschutz, Feuerwehr usw. tätig sind, und, sobald der Alarm kommt, alles stehen und liegen lassen um ihren Nächsten schnell und unbürokratisch zu helfen. In einer Feuerwehrzeitschrift wurden die Konzepte von Herbert Saurugg vorgestellt mit dem Hinweis, dass u. A. durch eine private Krisenvorsorge seitens der Feuerwehr- bzw. HiOrg-Angehörigen zumindest die Versorgung der Helfer und ihres Anhangs in der Anfangszeit abgesichert ist, sodass aus der Notversorgung zumindest etwas Druck genommen wird.


    Die Aussage von Luy stellt so gesehen einen Schlag ins Gesicht für jeden privaten Krisenvorsorger dar, der sich in irgendeiner Weise sozial engagiert.
    Es ist aber typisch deutsch, sich Sündenböcke zu suchen, die abseits des sog. Mainstreams stehen und denen man die eigenen bzw. gesellschaftlichen Fehler anhängen kann. Anders lässt sich dieser tendenziöse Sch**** nicht erklären.


    Gruß vom Axtwerfer

  • Es ist aber typisch deutsch, sich Sündenböcke zu suchen, die abseits des sog. Mainstreams stehen und denen man die eigenen bzw. gesellschaftlichen Fehler anhängen kann. Anders lässt sich dieser tendenziöse Sch**** nicht erklären.

    Nun, dann hat der werte Herr wohl nicht hier gesucht....


    duck und weg

    Kein Mensch ist gut genug, einen anderen Menschen ohne dessen Zustimmung zu regieren. - Abraham Lincoln

  • Nun, dann hat der werte Herr wohl nicht hier gesucht....


    duck und weg

    Definitiv nicht.


    Wir hatten in einem anderen Forum mal eine Anfrage von jemanden, der im Rahmen seiner Dissertation Kontakt zu Preppern gesucht hatte, ich weiß aber nicht, ob es sich um diesen Thesenaufsteller handelt und inwiefern auf sein Gesuch reagiert wurde.

    Es spricht nur nicht gerade für den "Forscher", dass er nach Kontakt zu gerade mal zwölf Individuen mal eben 10000 - 180000 Individuen über einen Kamm schert...

  • Hätte er sich mal hier im Forum angemeldet, dann hätte er ein anderes Bild von Preppern.

    Ja, das ist ein Kompliment an euch.


    Aber ich glaube persönlich auch, dass die Prepperszene an sich Zulauf bekommt. Da Prepping an sich wertfrei ist und die daran Interessierten ja von überall und aus jedem Grunde damit anfangen können, werden sich alle Formen von Covidleugnern, 5G-Kritikern, Heilpraktikern, Esoterikern für Vorsorge, Austeigen, Survival, Selbstversorgung, etc. interessieren.

    Ich verfolge ein paar Channels von Covidleugnern, und auch da kommt hier und da das Thema der Selbstversorgung auf. Klar, wer ein eigenes Königreich o.ä. gründen möchte, muss für sich sorgen können.


    Ich denke aber, dass die Anmeldungen aus diesem Bereich bei uns eher weniger bzw. zufällig passieren werden. Dafür ist unser Ansatz viel zu unpolitisch, unextrem und inkludierend.