Artikel: Fluthelfer beschimpft und angegriffen

  • Das kam m.M.n. schleichend durch die Medien selbst.

    Zuerst hat man Prepper als etwas schrullige Mitmenschen dargestellt, später Verbindungen zu radikalen Gruppen gezogen und nun, da steter Bericht die Meinung in der Bevölkerung gebildet hat, kann man Prepper als böse Menschen darstellen um Klicks zu schaffen.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Wie viele Prepper wird es wohl in Deutschland geben? 500000 vülleischd? Ich habe gerade eruiert das es 4 Millionen VW Golf Fahrer in Deutschland gibt. Statistisch gesehen sind wahrscheinlich also 8 x mehr Müllwerfer unter den VW Golf Fahrern zu vermuten als unter den Preppern. Dazu kommt noch das man die VW Golf Fahrer sehr leicht an ihren Autos identifizieren kann, während Prepper äußerlich ehr selten erkennbar sind.


    Hut ab und Hochachtung vor den THWlern und ihrem selbstlosen Einsatz im Krisengebiet. Nehmt euch bei eurem wichtigen Einsatz vor den VW Golf Fahrern in acht, die Wahrscheinlichkeit von einem Prepper angefeindet zu werden ist um vieles geringer. Und sagt das auch eurer komischen Tante da oben, die ungeprüft irgendwelche unhaltbaren Klischees bedient und Fake News verbreitet.


    Ps.: Cephalotus. Deine Meinung in allen Ehren. Ich kenne persönlich keinen Prepper auf den die von dir geäußerte Meinung zutrifft. Allerdings mag es sein das irgendwelche Arschlöcher sich unter diesem Sammelbegriff einordnen möchten, die in keinster Weise begriffen haben was einen wahren Prepper ausmacht.


    Damit bin ich raus aus diesem Thread. Meine Zeit ist mir einfach zu schade mich mit Themen zu beschäftigen die mir eigentlich meterweit am Arsch vorbei gehen. Ich habe es einfach satt von irgendwelchen Reportern, Politikern, Funktionären und Freggels in eine Schublade einsortiert zu werden in die ich nicht passe.

  • Ich halte das für eine ganz vorhersehbare Entwicklung.


    Der öffentliche Diskurs wird schon seit Jahren immer rauer, und die "Wenn Du nicht für mich bist, dann bist du gegen mich"-Haltung sehr vieler Menschen nimmt auch über Jahre schon zu.


    Ich persönlich versuche mich aus der ganzen Diskussion, insbesondere öffentlich, so lange herauszuhalten, wie es irgendwie möglich ist. Ich nehme an, dass es vielen hier geht, dass sie eher unpolitisch sind, und sich möglichst raushalten wollen. Vielleicht gibt es einige Überzeugungstäter in die eine oder andere Richtung, aber ich lese oft zwischen den Zeilen: "Lasst mich in Ruhe, wenn ihr mir schon nicht helft." Und dieses "In Ruhe lassen" läuft langsam aus.


    Die Konsequenz, ist, dass viele, die einfach in Ruhe gelassen werden wollen, nicht mehr in Ruhe gelassen werden. Tja, und wenn da ständig einer kommt, und dich mit einem Thema, dem Du zunächst komplett neutral gegenüberstehst, penetrant nervt,... Macht Dich das dann zu einem Verbündeten dieser "Nervenden" oder eher zu einem Gegner?


    Ich muss auch selber immer wieder einen Schritt zurücktreten, und mich fragen, ob das, was ich gerade Scheisse finde wirklich Scheisse ist, oder ob ich nur die Leute Scheisse finde, die es penetrant propagieren. Das Auseinanderhalten von an sich sinnvollen Themen und Arschlöchern, die es medial besetzen ist schwierig, und vollständig gelingt das wohl niemandem, auch den Preppern nicht.


    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • Die Polizei bestätigt nun die Meldungen des THW:


    "...

    Die Polizei in Koblenz hatte die Vorfälle am Samstag zunächst nicht bestätigen können. Am Sonntag hieß es zur Klarstellung auf dem Twitter-Account der Polizei allerdings: Zunächst hätten die Beamten keinen Betroffenen oder Verantwortlichen erreicht, „der uns die Übergriffe bestätigen konnte, auch weil Anzeigen nicht erstattet wurden – die Helfer konzentrierten sich trotz Anfeindungen weiter aufs Helfen. Im weiteren Verlauf haben auch wir diese Bestätigung erhalten, es handelt sich also nicht um eine Falschmeldung!“..."


    https://www.welt.de/vermischte…staetigt-Darstellung.html

    Einmal editiert, zuletzt von Cephalotus ()

  • Hinter den Angriffen steckten ihrer Meinung nach frustrierte Flutopfer, vor allem aber Menschen aus der Querdenker- und Prepper-Szene

    das ist halt nur die Meinung der Vize-Präsidentin des THW - wir haben ja Meinungsfreiheit in Deutschland.

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:
    - aus Oberfranken in DE -

  • Ich hab mich letzte Nacht mal bis zu Kommentar 300 oder so im gestern bei Welt dazu erschienenen Dpa-Artikel gelesenquält - die meisten fragen sich ebenfalls, woran man die besagten Personengruppen eigentlich erkannt haben will.


    Wenn, dann wird sich da sowohl pro als auch contra über die Querdenker aufgeregt (die Aktionen mit dem in Polizei-Optik beklebten "Friedenssprinter"), teilweise berichten Leute, die wohl selbst als Helfer vor Ort waren, dass von besagtem Bus durchaus auch grobe Falschinformationen via Lautsprecher verbreitet wurden :person_shrugging:

    [...] die teilweise sogar als Livestream aus den Schadensgebieten (Wipperfürth z.B.) erfolgen, mit deutlich staatsfernem Unterton der Sprecher und der Personen, die in den diversen Videos ausführlich zu Wort kommen.

    Speziell die Streams habe ich via Youtube ebenfalls angesehen. Ja, in den Streams der ersten Tage wurde da schon in deutlichen Worten kritisiert, dass es sogut wie keine Zusammenarbeit mit und auch unter(!) den einzelnen Hilfsorganisationen gab (Kompetenzgerangel), ich persönlich empfand von dem, was ich bisher gesehen bzw. gehört habe, nichts als staatsfern.


    Seit Tag 6 nun höre ich in den Streams vom Lohnunterneher nahezu einhellig das, was du selbst schon geschrieben hast:

    [...] Mittlerweile läuft das aber generalstabsmäßig.


    In den Youtube-Kommentaren unter den einzelnen Videos sieht das allerdings gaaanz anders aus, da sehe ich neben diversen Verschwörungsmärchen (Chemtrails, Haarp, alles so geplant etc.) durchaus zahlreiche deutlich staatsferne Kommentare.

    BY/DE

    Si vis pacem, para bellum.

  • Im weiteren Verlauf haben auch wir diese Bestätigung erhalten, es handelt sich also nicht um eine Falschmeldung!“..."

    Das hat hier auch keiner bezweifelt. In dem Polizeibericht steht allerdings nichts von Preppern. Das ist bisher die unbelegte Behauptung dieser THW Tante. Allerdings wird sie trotz fehlendem Nachweis ihre Falschaussage nicht zurücknehmen müssen. Diese passt einfach zu schön ins Klischee.


    So und jetzt bin ich endgültig raus hier. Ich muss jetzt endlich die schwarzen Johannisbeeren abnehmen, die Büsche befinden sich gerade im Schatten.

  • Wir wissen doch garnicht ob es eine Falschaussage war oder nicht.


    Die anderen Aussagen "dieser THW Tante" (=Vizepräsidentin des THW) waren jedenfalls korrekt.

  • Das ist ein ganz blödes Thema...

    Aber ich denke ihr solltet hier vernünftiger darüber schreiben. Sonst sieht das nicht besser aus als mit denn dummen Kommentaren unter manchen Youtubevideos! Leider sind da wirklich zig Trolle, Hetzer und komische Leute unterwegs, nicht nur im Internet.


    Entschuldigt meinen harten Vergleich.


    Übrigens die Vizepräsidentin des THW hat es wohl drauf, ich denke nicht das die Unsinn erzählt...

    Gruß David

  • Kommt mir vor wie Hörensagen.


    Sie erzählt halt weiter, was ihr jemand erzählt hat. Scheinbar ohne die Plausibilität zu hinterfragen.


    Das mag für uns Prepper ärgerlich sein, ist aber dem Normalbürger egal, weil THW = Helden und Prepper = Böse

  • Mal eine Theorie, wie so eine Aussage der Vizepräsidentin zu Stande kommen könnte.


    Ich bin selbst nicht beim THW, kenne aber ein paar sehr begeisterte THWler.


    Auf Mitgliedsebene ist die Stimmung gegenüber Feuerwehr und ähnlichen "Konkurrenz"-Unternehmen sehr freundschaftlich.

    Je höher man in der Hierarchie kommt, desto mehr geht das Gerangel los. Und die Vizepräsidentin ist ziemlich weit oben in der Hierarchie.


    Das zweite Steinchen im Puzzle ist, dass ich bei denen gelernt habe, eher zu verschweigen, dass ich Sportschütze bin, und dass mein Keller voll mit Konserven ist. Da kommen so Sprüche wie "Vertraust Du uns nicht?" (Konserven), oder "Waffen sollten nur die haben, die dafür zuständig sind (=Polizei und Militär)" (Sportschütze spuckt in die Kompetenzen der Polizeibehörde).


    Dieses Konkurrenzdenken wird von oben sehr gepflegt, hab ich den Eindruck, und dann kommen ein paar "Fremdhelfer" gar nicht gut an. Und wenn es dann noch Gerüchte gibt, dass sich die daneben benehmen, dann ist das ein gefundenes Fressen.


    Ich muss aber relativieren: Ich kenne nur eine Hand voll THWler aus einem einzigen Standort. Vielleicht gibt hier THWler, die mir aus erster Hand widersprechen, oder die Theorie untermauern?



    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • Hier vor Ort arbeiten die Blaulichtleute gut zusammen. Wir machen Anfang August zusammen mit der Feuerwehr eine praktische Übung am Defibrillator, auch Abseilen, Abbergen usw. wird oft gemeinsam geübt. Ich war auch schon Darsteller für die angehenden Notfallsanitäter.


    Ich muss zugeben, dass ich die offiziellen Schreiben von der Führung mit den üblichen Grußworten und Danksagungen wegklicke, ebenso wie alle Genderkacke und Frauenförderung jeglicher Art.


    Wir haben Frauen im Ortsverband des THW, unter anderem mich, und es gibt dort weniger Frauen als Männer. Das ist etwa wie bei den technischen Studiengängen oder bei den Amateurfunkern. Ich sehe keinen Sinn darin, die Quote auf 50 % zu drücken. Wenn jemand eine Sache machen will, die ihn interessiert, sollte er/sie/es die Chance haben. Aber Besetzung von Ämtern nach Quote geht zu Lasten der Qualität. Außerdem haben Frauen eher als Männer die Last der Familienarbeit zu tragen und während dieser Lebensphase keine Hand frei für ein Ehrenamt. Das kommt dann später zur Zeit des Leere-Nest-Syndroms, und sie machen z.B. das Führen von Impflisten usw. mit einem Lächeln...solche organisatorischen Arbeiten fallen vielen von ihnen sehr leicht.


    Also mag es sein, dass du Recht hast mit einer Diskrepanz zwischen Leitung und Basis. Aber ich könnte nicht aus eigener Erfahrung berichten, ob die Leitenden wirklich davon überzeugt sind, was sie sagen oder schreiben, oder ob sie das aus Gründen der politischen Korrektheit tun müssen.

  • dass ich bei denen gelernt habe, eher zu verschweigen, dass ich Sportschütze bin,

    Fänd ich ehrlich gesagt auch unangemessen, zumindest, wenn es keinen Anlass dazu gibt, das zu erwähnen. Sportschiessen ist per Definition eine Sportart. Punkt. Wenn es in einer Unterhaltung um Sportarten geht, ok, wenn jeder erzählt, was er für Sportarten betreibt, dann kann auch der Schütze seinen Sport nennen und braucht ihn nicht zu verstecken. Aber das in eine Unterhaltung mit Angehörigen einer HiOrg einzustreuen, hätte für mich ein "Gschmäckle". Da würde ich mich fragen: "Warum erzählt er mir das? Was will er damit bezwecken?"

  • Das hab ich nicht richtig geschrieben. Ich gehe natürlich nicht hausieren mit Hobbies oder sonstigen Vorlieben.

    Fänd ich ehrlich gesagt auch unangemessen, zumindest, wenn es keinen Anlass dazu gibt, das zu erwähnen.


    Weiss ich noch genau wie das damals war: Es war grad die Waffengesetzverschärfung vor ein paar Jahren, wo unter anderem Springmesser plötzlich den Einhandmessern gleichgestellt wurden haben wir über Sinn und Unsinn der Taschenmesserverbote diskutiert, unter anderem sind ja sogar Rettungsmesser unter das Führverbot gefallen, und da hab ich halt mit Wissen geglänzt und die Frage, warum ich mich damit so ausführlich beschäftige... Und da war das Thema Waffen ein ziemlicher Griff ins Klo...



    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • In den letzten Tagen habe ich mehrfach Gespräche führen müssen mit Leuten, die fest entschlossen behaupten, Querdenker und Prepper hätten mit Müllsäcken auf Helfer geworfen.

    Egal ob es stimmt oder nicht, es ist inzwischen in den Köpfen vieler fest verankert.

    Manchmal tut mir der Kopf vor lauter Kopfschütteln weh.<X

  • Fassen wir mal zusammen:

    Die Meldung war von vornherein eh unglaubwürdig da man, selbst wenn es Unmutsäusserungen gab (die ich bei echten Flutopfern zwar verstehen, aber nicht akzeptieren kann), ohne Personenfeststellung und Gesinnungstest/Hintergrundüberprüfung die Person nicht als Prepper/Nazi/Querdenker identifizieren kann.

    In dem Gebiet sind beinahe mehr Kameras als Schaufeln aktiv, warum gibt es keine Videos?

    Es berichten keine direkt Betroffenen sondern nur Medienbeauftragte.

    Aber Hauptsache es lief auf allen Kanälen, damit ist die Behauptung nun mal zur "Wahrheit" geworden.

  • Dieses Konkurrenzdenken wird von oben sehr gepflegt, hab ich den Eindruck, und dann kommen ein paar "Fremdhelfer" gar nicht gut an. Und wenn es dann noch Gerüchte gibt, dass sich die daneben benehmen, dann ist das ein gefundenes Fressen.

    Das kenne ich von der grünen Truppe auch nur zu gut. Da wurde in Friedenszeiten gegen die einzelnen Waffengattungen (Herr, Marine, Luftwaffe) gezeckt bis Panama. Und zwischen den einzelnen Truppengattungen des Heeres genauso (Fallschirmjäger = Aufschlagzünder, Panzertruppe = Panzerköppe, Nachschieber = Konservenschubser...) und jeder hielt "seine" Truppe eh für die beste. Das ist, glaube ich, nur zu menschlich. Man grenzt sich von "den anderen" ab, um sich besser zu fühlen.

    aus DE gesendet... 

  • Das ist ein ganz blödes Thema...

    Aber ich denke ihr solltet hier vernünftiger darüber schreiben. Sonst sieht das nicht besser aus als ...

    Genau, heute kann jeder irgendwas ins Netz stellen und sich damit interessant machen. Egal wie absurd es ist.

    Don't feed the trolls!

    Dazu kommt die allgemeine Grundeinstellung: In unserem Land hat alles zu funktionieren und organisiert zu sein. Tut es das einmal nicht (egal warum), muss jemand versagt haben.

    Die gleichen Leute werfen den gleichen Verantwortlichen aber gerne Verschwendung von Steuergeldern vor, wenn nichts passiert ist oder man die Lage im Griff hatte (uneffizient, zu teuer ...)

  • Wir leben in einer Welt von verantwortungs- und bildungsbefreiten, Wohlstandsbesserwissern, Dauernörglern und berufsempörten Meinungsfaschisten. Am besten ist es, den ganzen Dreck nicht mehr zu lesen und schon gar nicht weiter zu verlinken.

    Früher standen solche Meldungen bestenfalls im Lokalblatt des betreffenden Reporters. Heute erreicht er mit solchen sinnfreien Meldungen den ganzen deutssprachigen Raum....

  • Also ich glaube die Story so nicht.

    Sehr seltsam.

    Wer im Gebiet war, hat selbst erlebt, dass dort alle sehr intensiv zusammen arbeiten.

    Und die Polizisten und BW und DRK und sonstige sind dort an jeder Ecke zu finden.

    aus D / NRW