Was tun, wenn ein EMP durch die Sonne kommt (fiktiv)

  • Stellt euch vor, die Sonne hat wiedermal einen koronalen Massenauswurf und die Teilchenwelle ist vollgas unterwegs genau zur Erde.

    Die Nasa überwacht ja dauerhaft die Sonnenoberfläche, um noch vor einer solchen Katastrophe warnen zu können. Leider ist die Vorwarnzeit nur 13 Minuten.


    Gehen wir davon aus, dass die Nasa vor einem "sehr starken EMP" warnt (ohne genau ins Detail zu gehen, vermutlich um Panik zu vermeiden).

    Diese Warnung wird 3min später in allen Medien (Radio / TV usw.) weltweit ausgestrahlt. Ihr habt es im Radio gehört und habt nun 10 minuten Zeit, bevor es soweit ist.


    :?: Was wären eure To-Dos für diese 10min? Gerne auch mit Begründung, warum ihr die Prioritäten so gewählt habt.

    (Bitte gebt kurz euren Standort und eure Situation an. Z.B. "Bin auf Arbeit, es ist Morgens um 9 und in der Pause haben wir es im Radio gehört")


    (angelehnt an diesen Artikel: Infrastruktur in Gefahr - Weltraum-Forscherin warnt vor drohender «Internet-Apokalypse» - 20 Minuten)

  • 1. Alle Verwandten und Bekannten welche auswärts sind kontaktieren um einen Weg zu finden, wie sie schnellstmöglich nach Hause kommen.

    2. Alle Elektrogeräte vom Netz nehmen, Verbindungen trennen.

    3. Beten.


    Die Zeit reicht bei 13 Minuten nie, es ist schon fast unmöglich dass man genau zu dem Zeitpunkt Radio hört und die Warnung mitbekommt. Auch offizielle Warn-Apps haben oft eine Vorlaufzeit von 30 Minuten, bis die Push-Nachrichten rausgehen.

  • Situation: Ich arbeite im Home Office und es ist 16:30 Uhr, habe es auf einem online-Newsportal gelesen.


    1. Ich würde in einigen Messenger-Gruppen die Warnung posten (nur bei sehr guten Freunden) mit dem Hinweis, auf möglichen Treffpunkt. (Dauer 1min)
    2. Ich würde meine Frau anrufen und ihr sagen, sie soll nach Hause kommen (Dauer 1min)
    3. Ich würde Wasser vom Hahn abzapfen und die Badewanne füllen (Dauer 1min)
    4. Ich würde krampfhaft versuchen Laptops in Alufolie + Frischhaltefolie (abwechselnd) zu wickeln, um die Geräte zu retten (Dauer 5min) (Danke @Bärti für den Tipp)
    5. Ich stecke alle anderen Geräte von der Steckdose aus, und nehme alle Sicherungen raus. (1min)
    6. Ich stelle mich mit dem Feuerlöscher bereit :D


    Vermutlich völlig schief gewählte Prioritäten, das war jetzt frei ab der Leber ganz spontan.

  • Bei mir würde das Szenario zu 95.7% so aussehen:


    Ich bin in der Schule am Unterrichten. Das Radio läuft demzufolge nicht und das Handy ist bei mir im Unterricht stumm.

    Plötzlich geht nichts mehr und ich frage mich erstmal, was den genau passiert ist.

    Nach einigem hin und her unter der Lehrerschaft beschliesst die Schulleitung vermutlich, dass der Unterricht analog weitergeführt wird.


    Am Mittag/Nachmittag komme ich nach Hause und wundere mich, dass auch hier nichts mehr läuft. Mein Fahrrad sollte ja EMP-sicher sein, da es kein E-Bike ist. Die Frau erzählt mir, dass sie mich dauernd kontaktieren wollte, aber nichts mehr geht.

    Je nach Tageszeit essen wir kalt oder ich bereite was auf dem Grill zu.


    Dass es sich um einen solaren EMP handelt würde ich wenn überhaupt sehr spät mitbekommen.

    Die Nachrichten jeglicher Art stehen mir ja nicht mehr zur Verfügung. Und bei uns im Dorf wohnt meines Wissens kein Astrophysiker.

    Die Auswirkungen würde ich nach und nach zu spüren bekommen.

    Heute ein guter Plan ist besser als morgen ein perfekter Plan.

    -George S. Patton-

  • Ich tue ganz genau nix. Fast nix. Bei 10 Min. Zeit reicht es nur für einen Anruf. Oder zwei. Bei kollabierten Telefonnetzen so ne Sache, wenn da jeder irgendwen anruft. Klappt vielleicht.


    Wenn der EMP da ist und alles gegrillt hat oder nicht, gucke ich, was noch geht. Auto geht noch? Kommt halt drauf an.


    Das wäre dann der Zeitpunkt, wo ich sag, das wars mit dem Planeten und dem modernen Mensch.


    ich bin völlig davon überzeugt, dass niemand irgendwen warnt oder niemals irgendwo irgendwas ausgestrahlt wird. Wozu?!


    Hier war der Strom weg, so knappe 4 Std in Innenstadtbereich. Gestern in Bad Homburg der Strom weg. Zig Ampeln gestört. Es brauch nicht viel Störungen um Chaos und Schrecken zu verbreiten. Ein Teil hier hat immer noch keinen Saft. Wenn komische Sachen passieren, wie es sind drei Ampeln aus, guck ich beim Fahren mal flux zu bestimmten Stellen, ob da noch Licht ist. z.B. hat die Aral noch Saft. Oh hat sie gut. Wenn nicht, ups. Die ganze Scheiße kommt, wenn sie kommt, ohne Vorwarnung, ohne Antrag, mit einem Peng macht es boom und du hast den Salat.


    An meiner Arbeit, der Mini Blackout, habe ich es nicht gemerkt, anderes Stromnetz. Innenstadt Ampeln ausgefallen, überall kurz völliges Verkehrschaos. Trupp hat mit Notstromgeneratoren die Anlagen wieder hochgefahren, damit die Autofahrer aufhören sich gegenseitig zu blockieren....


    Wie gesagt, basierend auf dem Szanario in 10 Min TODO:


    Nix tun, Durchatmen, Zurücklehnen.

    Rufe X an, wenn geht.

    Rufe Y an, wenn geht.

    Warte auf den EMP.

    Check, was noch geht. Alles andere dynamisch.


    Gruß

    SBB

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

    1. Ich würde in einigen Messenger-Gruppen die Warnung posten (nur bei sehr guten Freunden) mit dem Hinweis, auf möglichen Treffpunkt. (Dauer 1min)
    2. Ich würde meine Frau anrufen und ihr sagen, sie soll nach Hause kommen (Dauer 1min)

    Ob deine Frau mit dieser Reihenfolge wohl einverstanden ist? :/:P

  • Vor allem sollte man CME (niederfrequent) und EMP (hochfrequent) nicht durcheinanderbringen. Ersterer wird massive Schäden in der Strom- und Datenverteilungsinfrastruktur verursachen. Solange ein Gerät aber nicht an irgendwelche langen Leitungen (Steckdose, Netzwerk etc.) angeschlossen ist, wird es den CME unbeschadet überleben., beim EMP ist es genau andersrum oder einfach ausgedrückt:

    Beim CME werden große Dinge kaputt (zB. Transofrmatoren in Umspannwerken), beim EMP werden kleine Dinge kaputt (Radio, Laptop etc).

  • Wenn ich es richtig verstehe, erreichen große Sonnenstürme die Erde in 2 bis 20 Tagen.

    Also wäre die kürzeste kritische Zeitspanne doch 2 Tage ?

    Der EMP kann mich doch gar nicht mitten im Mathematik-Unterricht oder Büro-Meeting "überfallen" - oder ?

    In 2 Tagen sollte ich als Previver/Prepper doch einiges auf die Reihe bringen.

    Gut, wenn man sich aber Prioritäten VORHER überlegt.


    Für mich ist EMP das absolute Horrorszenario, da er die Erde (oder weite Teile davon) mit einem Schlag ins vorindustrielle Zeitalter oder noch früher zurück-katapultiert.

    Faustrecht und Anarchie wären die Folge :(

  • Wie Nudnik bereits schrieb: Ein CME wird eher Überlandleitungen zerstören als Handys.

    Also: SMS an seine Liebsten absetzen - SMS kommen fast immer durch, und die Endgeräte sind spätestens nach einem Neustart wieder einsatzfähig.


    Der Rest ist dann situationsabhängig (z.B. heimkommen, BOL aufsuchen, ...).


    Wer daheim ist, kann sicher nochmal seine Wasservorräte auffüllen. Ggf. noch den nächsten Markt "überfallen".

    Dann ist's ziemlich vorbei...

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.

  • Wenn ich gerade am arbeiten wäre, würde ich es wohl erst merken wenn das Licht ausgeht.

    Da ohne PC und Netzwerk gar nichts geht, wäre mein Arbeitstag somit zu Ende. Sobald es mir dämmert, dass dies nicht nur ein lokaler Blackout ist, gehe ich zum Auto und scanne die Radiosender & CB-Kanäle nach Info's. Bei einem CME erwarte ich jetzt nicht, dass alle Elektronik im Auto frittiert ist (Faradayischer Käfig), die Karre sollte also noch anspringen.

    Wenn alle Radiosender tot sind, gehe ich von einem Ereignis nationaler Tragweite aus.


    Nach Rücksprache mit meinem Teamleiter ("Ich bin dann mal weg") würde ich mich dann über die vorbereitete und auch ausgekundschaftete GHR (Get-Home-Route) auf den Heimweg machen.

    Die Heimreise auf Nebenstrassen, Feld-und Waldwegen würde ca. 2 1/2 Stunden dauern.


    Zuhause wird die Checkliste "Blackout" aktiviert und abgearbeitet.

    Die Checkliste ist kaskadengesteuert. Dauer und Auswirkungen des Ereignisses steuern die nächsten Massnahmen.


    Damit ich nicht mit runtergelassener Hose von einem Sonnensturm überrascht werde, checke ich (meistens) täglich was unser Zentralgestirn für Laune hat.

    Hier: https://www.spaceweather.com/

    Einmal editiert, zuletzt von WAY TO GO () aus folgendem Grund: Ergänzung eingefügt

  • Beten das der alte Schiffsdiesel vom Microcar noch läuft wenn ich vom Berg komme. Obwohl, da oben bekomme ich maximal mit das das Handy dann tot ist.

    Zu Hause angekommen alle Sicherungen auf aus stellen und alle Stecker ziehen, Transistorradio einschalten und hoffen das noch irgendwas an Nachrichten reinkommt. Simson Habicht reanimieren, Sohnemann von der Maloche abholen. Murmeltierchen hat nur 5 min Fußmarsch.

    Petroleumlampen befüllen, Gaskocher in der Küche platzieren, Kerzen, Batterien und Lampen bereitlegen.

    Zwischendurch nebenan schauen wie es meinen Eltern geht, ihnen im Winter den Petroleumofen aufstellen und einen Camingkocher installieren, für Licht mittels Kerzen/Petroleumlampe sorgen.

    Wenn alles hier versorgt ist mal zu den Nachbarn schauen ob ich da Hilfe leisten kann.

    Aus Ziegeln einen Germanenherd für den Dutch Oven bauen.

    Im Winter für meinen Sohn und die Eltern in unserer Wohn-/Schlafzimmer Kombination Schlafmöglichkeiten schaffen. Genug Holz für den Kaminofen reinholen, damit alle warm schlafen können.

    Den ÖPi zum Wachdienst einteilen, aber das macht er auch ohne EMP schon freiwillig.

  • Vor allem sollte man CME (niederfrequent) und EMP (hochfrequent) nicht durcheinanderbringen. Ersterer wird massive Schäden in der Strom- und Datenverteilungsinfrastruktur verursachen. Solange ein Gerät aber nicht an irgendwelche langen Leitungen (Steckdose, Netzwerk etc.) angeschlossen ist, wird es den CME unbeschadet überleben., beim EMP ist es genau andersrum oder einfach ausgedrückt:

    Beim CME werden große Dinge kaputt (zB. Transofrmatoren in Umspannwerken), beim EMP werden kleine Dinge kaputt (Radio, Laptop etc).

    Danke Nudnik, das war mir so nicht bewusst.

    Kannst du vielleicht noch an Beispielen erklären, wann ein EMP und wann en CME droht? Kann beides durch die Sonne verursacht werden?



    Danke an alle die mitmachen für eure Antworten!:thumbup:

  • Damit ich nicht mit runtergelassener Hose von einem Sonnensturm überrascht werde, checke ich (meistens) täglich was unser Zentralgestirn für Laune hat.

    Hier: https://www.spaceweather.com/

    Bin mal auf die Seite gegangen, da steht dann das hier als erster Eintrag:


    Zitat


    GEOMAGNETIC STORM WATCH: Confidence is growing that a CME might graze Earth's magnetic field on Sept. 17th, possibly sparking minor G1-class geomagnetic storms. The CME left the sun on Sept. 13th, propelled toward us by an exploding filament of magnetism. Tracking this CME has been tricky, because in coronagraph imagery it overlapped at least two other storm clouds. Confusion among simultaneous CMEs increased the uncertainty of the forecast. Aurora alerts: SMS Text.


    Was tun?

  • Nun ja, ich kenne mich da null aus (dafür gibt es ja Astrophysiker und weiß der Geier...) und kann diese Meldung nicht einordnen, ob sowas ein regelmäßiges und "normales" Phänomen ist.


    Jedoch zum Vergleich: in einem anderen Thread wird die Aufstockung von Nudelvorräten heiß diskutiert, weil es womöglich weniger Hartweizen geben wird.


    Da klingt so ein Sonnenauswurf und der von Nudnik weiter oben beschriebene Sachverhalt...

    Zitat

    Vor allem sollte man CME (niederfrequent) und EMP (hochfrequent) nicht durcheinanderbringen. Ersterer wird massive Schäden in der Strom- und Datenverteilungsinfrastruktur verursachen. Solange ein Gerät aber nicht an irgendwelche langen Leitungen (Steckdose, Netzwerk etc.) angeschlossen ist, wird es den CME unbeschadet überleben., beim EMP ist es genau andersrum oder einfach ausgedrückt:

    Beim CME werden große Dinge kaputt (zB. Transofrmatoren in Umspannwerken), beim EMP werden kleine Dinge kaputt (Radio, Laptop etc).

    für mich persönlich irgendwie "gewichtiger".


    PS: was mir jetzt siedend heiß einfällt - Bier und Wein würde ich aufstocken.... Der Rest sollte ausreichen irgendwas auszusitzen...

  • Sollten die Datennetze wirklich was abbekommen, was teils durch Glasfaserstrecken und so etwas unwahrscheinlicher geworden ist, aber nur etwas.... naja, dann ist es echt schlimm. Wir sind vom Internet mindestens genauso abhängig, wie vom Stromnetz.


    Sollte das Stromnetz in Teilen sogar betroffen sein und fällt aus, wird sogar so beschädigt, dass die Ausfallzeit, selbst für kleinere Segmente größer 1-2 Tage ist, dann wird es auch schon schwierig.


    Allerdings kann man sich auf sowas kaum attoc vorbereiten. Das kann man meiner Meinung nach nur hinnehmen, wenn es da ist und dass muss man gucken. Klar, Glaskocher, Notheizung, Nudeln, Eingekochtes und alles, das sollte vorher da sein und so weiter. Das Geschehen ist unkalkulierbar. Es betrifft einen Teil der Erde irgendwo. Wenn das zufällig hier einschlägt, dann sehr schlecht.... wenn es hauptsächlich das Meer erreicht, vielleicht nicht sooo schlecht. Aber irgendwas geht im Extremfall kaputt.


    Aber: Wir haben bisher nur vor ca. 120 Jahren Erfahrungen damit sammeln können und damals war das alles völlig wurscht. Eigentlich wissen wir gar nicht genau, wie es uns genau betrifft.


    Auch der ganze Kaskadeneffekt, wie ich ihn nenne. z.B. Datennetz fällt aus, dadurch fällt Steuerung aus, dadurch fällt xyz in ein kritisches Bereich, Maschine X wird dadurch zerstört und so weiter. Ein Ausfall des Stromnetzes und eine Beschädigung der Hochstromstrecken und Umspannwerke wäre sehr sehr sehr schlecht. Ungemein schlecht. Vor allem hier in Europa.


    Aber wir haben darauf keinen Einfluss.

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • Wie Nudnik schon schrieb, betrifft eine Sonneneruption auf der Erde im wesentlichen große Geräte, die vorzugsweise direkt an weitläufigen Überlandleitungen liegen. Prallt die solare Eruption auf das irdische Magnetfeld, wird die Erde zu einem riesigen Dynamo. Der Teilchenstrom der sonne induziert sehr starke magnetische Flüsse, die wiederum elektrischen Stromfluss in (vorzugsweise) großen leitfähigen Medien. Beim Stromausfall in der Region Quebec in Kanada im Jahr 1989 hat man das rekonstruiert: die sehr starken Magnetflüsse induzierten einen um die Nordhalbkugel fließenden Stromfluss durch den Nordatlantik, der sich beim Auftreffen auf das kanadische Festland im Raum Quebec seinen weiteren Weg durch Erdungsleitungen der Überlandleitungen in das Leitungsnetz gesucht hat. Dadurch geriet ein großer Transformator magnetisch in die Sättigung und versagte. Hinzu kamen thermische Überlastungsschäden in den Trafospulen (verschmorte Wicklungen). Das führt zum Ausfall von Transformatoren an den Kraftwerken und im Hochspannungsnetz.


    Die wesentliche Auswirkung auf der Erde durch eine solare Masseneruption wäre also ein (regionaler) Stromausfall, in Kanada dauerte er 9h. Wenn es dumm läuft, bleiben Regionen, in denen defekte Trafostationen nicht rasch repariert, durch Backup-Trafos ersetzt werden können oder durch Netzumschaltung von anderen Regionen mitversorgt werden können, auch längere Zeit stromlos. Wenn es ganz blöd kommt, dann löst so ein regionaler Netzausfall einen überregionalen anhaltenden Stromausfall aus (Blackout).


    Da ein Blackout durchaus jederzeit eintreten kann, sollte man das für diese Fälle vorgesehene persönliche "Maßnahmenprotokoll" abarbeiten. Also Menschenmassen meiden, öffentliche Verkehrsmittel meiden, sich nach Hause durchschlagen. Im Detail kann man das kaum passend vorplanen. Da muss man notfalls auch mal eine Nacht am Arbeitsplatz verbringen, statt dass man sich abends im Chaos in der Dunkelheit zu 30km Fussmarsch aufmacht. Ruhe bewahren. Man kann es eh nicht ändern, also keine Hektik oder unüberlegte Kurzschlusshandlungen - denn es werden sehr viele Menschen unüberlegt handeln, da muss man sich nicht mit der Masse ins Gedränge stürzen.


    Grüsse

    Tom

  • Weil oben die Frage war:

    Die Auswirkungen durch die Sonne wurden ja schon beschrieben. Die Hauptauswirkungen treffen das Stromnetz mit seinen langen Leitungen und führen so zur Überlastung. Eventuell sterben noch ein paar angeschlossene Verbraucher wegen Überlastung. Die Energie der Sonne wirkt quasi wie der Schlag eines Baseballschlägers. Es ist einmal schlagartig sehr viel Energie.


    Ein EMP (durch entsprechende Waffen ausgelöst) kommt von der Energiedichte her zwar nicht an die Sonne heran, lässt sich aber technisch mit einem "Funkgerät" vergleichen. Es wird eine hohe Frequenz ausgestrahlt. Je höher die Frequenz ist desto kleiner können Antennen sein. Wenn schon ein Zentimeter Leitung z.B. auf einer Leiterplatine ausreicht um das Signal zu "empfangen" und dieses Signal dann so viel Energie enthält das die Spannung ein paar Volt erreicht (Ströme sind hier unwichtig) zerstört diese Spannung die Halbleiterbauteile. Ein altes Röhrenradio wird das noch relativ gut verkraften können aber jedes Gerät mit ICs, Transistoren, CPUs usw. bekommt quasi das Hirn gebraten und nichts geht mehr. Da reichen dann für viele Bauteile schon 2-5 Volt aus.


    Denkt mal an die alten Radios in denen man das Handy hören konnte. Das sind nur Millivolt die in den Niederfrequenzteil einstrahlen. Wenn das jetzt aber nicht mit 2 Watt sondern mit 10 kW ausgesendet würde überlebt das keine heutige Endstufe.

    Und auch Blitze können, wenn sie in der Nähe einschlagen, zum Ausfall von Halbleitern führen. Das Plasma wirkt in diesem Fall wie eine Antenne und baut schlagartig ein Magnetfeld auf, das genau so schnell wieder zusammenbricht. Blitze werden durch Versicherungen gepeilt und geloggt. Im Falle eines Schadens überprüft die Versicherung ob es im angegebenen Zeitraum im Umkreis von 3km einen Blitz gab. Ist das nicht der Fall geht man leer aus.


    LG Milty