Rucksack, Schlafsack, Bekleidung, Wasserfilter ..... Anfänger braucht dringend Hilfe!!!!

  • Hallo ihr lieben :-)



    Ich bin neu hier und ich befasse mich auch erst seid ein paar Tagen mit dem Thema.


    Ich möchte hier zuerst ein bisschen was von mir erzählen. Ursprünglich habe ich angefangen mich durch das Coronavirus für dieses Thema zu interessieren. Ich mich öchte mir nach und nach einen ordentlichen Notfallrucksack zulegen. Mehr und mehr komme ich aber dadurch auch zu dem  Thema Survial, was mich total anspricht.



    So aber nun? Wien nun starten? .... Ich hab jetzt mal begonnen mir Schritt für Schritt einen Liste zusammen zu stellen, was in den Rucksack alles rein soll. Mein Plan ist mich darauf vorzubereiten auf längere Zeit im Notfall Outdoor überleben zu können


    Nun bräuchte ich BITTE eure Hilfe! <3


    Es sind ein paar Fragen aufgetaucht.


    1. Der Rucksack - Ich bin eine eher ziehrliche Person mit 55kg und 1.62 groß. Ich hab schon geschaut was ich alles mitnehmen möchte und möchte einen langlebigen, gscheiten Outdoorrucksack in dem auch viel rein passt und der multifunktional ist mit Schnüren zum was dran hängen und Außentaschen. Habe mir so einen angesehen https://www.steinadler.com/de-at/shop/rucksaecke-und-taschen/rucksaecke-40-bis-80-liter/tasmanian-tiger-raid-pack-mk-iii und bin ein bisschen verzweifelt, denn ich weiß, dass mein Körper nicht all zu viel Gewicht schafft und wenn der Rucksack alleine schon 2 bis 3 kg wiegt, dann kann ich diese Kilos wiederum weniger einpacken. ...... Kennt ihr noch so coole Rucksäcke die ihr für so Menschen wie mich empfehlen könnt?^^


    2. Die Kleidung - Meine Vorstellung ist eben, dass ich mich über längere Zeit draußen in der Natur bei Notfall aufhalten kann. So nun was macht man da mit der Kleidung . Einerseits kann man ja nicht wie im Urlaub tausend an Kleidungsstücke einbacken und 2. muss es allen Wetterbedingungen stand halten. Wie geht ihr da vor? Denn man braucht ja äKleidung für Sommer und Winter. Habt ihr da multifunktionelle Jacken Empfehlungen und auch für Hosen. Mir ist vor allem schnell kalt. Aber wenn man sagen wir mal für ein Jahr unterwegs ist, dann braucht man ja was für Sommer und Winter. Für mich ist das ein unlösbares Rätsel und das wäre ein Punkt, wo ich mir denke das ich das ganze Vorhaben vielleicht lassen sollte, weil ich zu utopische Vorstellungen haben ;(;( Könnt ihr mir einen tollen Outdoorshop empfehlen zu dem ich direkt hinfahren kann? Probiere die Sachen gerne an. Am besten in Wien. Aber mache auch gerne Ausflüge und geht daher auch in andere Bundesländer.


    3. Schlafsack - Auch hier brauche ich einen Schlafsack mit dem alles möglich ist. Die tiefsten minusgrade als auch im Sommer verwendbar. Obwohl ich mir da denke lieber einen der bei starken Minusgraden geht und im Sommer muss man sich dann ja nicht in ihn reinschlupfen. Man kann sich ja drauf legen. Was sagt ihr dazu? Welche empfehlt ihr mir?


    4. Die letzte Frage - Wasserfilter. Habe den hier gefunden https://notvorsorge.com/wasser-filter/wasserfilter/1087/sawyer-4-liter-komplett-wasser-filtersystem-sp194



    Hat wer Erfahrungen damit?












    Tausend tausend Dank vom Herzen <3

    Du bist deine eigene Grenze . Erhebe dich darüber ....(Hafis)

  • Da bist du jetzt wohl ne Weile beschäftigt mit nachlesen ;)

    Du weißt wohl eh, das Wissen macht´s, nicht Unmengen an Gadgets!


    Bevor du unzählige Ausrüstungstipps bekommst und Unmengen an Geld ausgibst, überleg folgendes;

    Jetzt im Moment tritt eine Situation ein die dich raus zwingt.

    Was machst du im ersten Schritt, in den ersten paar Stunden? Welche Ausrüstung benötigst du dafür realistisch gesehen?

    Schreibs einfach mal auf.


    Wie bzw. wo übernachtest oder verkriechst du dich?

    Was wird dort benötigt? Höhlen haben andere Bedingungen wie Waldboden, Beton oder Asphalt.

    -> Stichwort Schlafsack, Unterlage, Zelt, ....


    Dieses Spiel kannst du, mit zeitlichem Abstand, einige Male durchgehen. Brauch ich das wirklich? Fehlt es mir? .....

    Ändere auch die Jahreszeiten. Mal Hochsommer, mal tiefster Winter, regnerischer Herbst, ....


    Daraus ergibt sich überhaupt erst die Überlegung wie viel dein Rucksack fassen muss und wie schwer das zusammen ca. ist!


    Zum Wasserfilter; kauf ihn unbedingt bei einer Vertrauenswürdigen Quelle. Ama*** soll hier wohl einige Fake-Sawyer zum Originalpreis verkaufen.

    Meiner kommt z.B. von notvorsorge.com und ich habs wirklich getestet. Deckbrühe funktioniert bedingt auch 8o


    Versagen solche Grundsätzlichen Teile im Ernstfall, hilft dir das schönste Survival-Ultimativ-Supertolle-Kit nichts mehr ;)


    In diesem Sinne...viel Spaß :thumbup:

    Ich kam, ich sah, ich ähm...was war da noch :/

  • Hi Babs,


    :/ ...haste schon mal HIER & HIER gelesen zu BOB oder auch HIER zu Schlafsack:?:


    Die Suchfunktion am besten von der Startseite aus benutzen, Schlagwort z.B. "Wasserfilter" eingeben

    und das Häkchen in "Nur Betreff durchsuchen" anklicke :!:


    Du wirst hier eine sehr große Menge an Infos finden nur die Meinungen gehen oft weit auseinander was dann dementsprechend "das Beste" ist...

    Normatilät tsi legidilch enie statsiticshe Häunufg mögilhcer Wahcsrheinlicheikten!

    Meine wichtigsten Ressourcen sind Zuversicht, mein Wissen, Ideen, handwerkliches Geschick und die verknüpfte Improvisation davon!
    Gruß derSchü

  • MasterRed danke für deine Antwort!


    Ja da muss ich dir natürlich recht geben. Dass Wissen macht viel aus. Und so gehe ich soweit ich nichts übersehe auch vor.

    Habe mir über den Unterschlupf schon Gedanken gemacht und werde wahrscheinlich eher den Wald bevorzugen, da ich einen ein der Nähe habe und ob ich da noch Höhlen entdecke weiß ich noch nicht.


    Wenn ich Wald wähle nehme ich an ist Schlafsack und Zelt wichtig, weil das dann für Sommer und Winter geht. Bei Tape hätte ich da im Winter eher Bedenken. Oder was sagst du?



    Super dann werden ich den Wasserfilter bei "Notvorsorge" gleich bestellen, da habe ich ihn auch entdeckt. Habe auch gehört, dass es viele Fakes gibt. Beim A---- hab ichs auch gesehen, war mir da aber auch unsicher.

    Danke, dass du dich als Versuchskaninchen zu Verfügung gestellt hast und ich davon profitieren darf ;)

    Weißt du vielleicht noch wie lange der Wasserfilter unbenutzt hält?


    Liebe Grüße :)

    Du bist deine eigene Grenze . Erhebe dich darüber ....(Hafis)

  • Zunächst mal solltest du überlegen, ob eine Flucht in die Wildnis überhaupt ein realistisches Szenario ist. Meiner Meinung nach ist es in den meisten Fällen, in denen man nicht zu hause bleiben kann, realistischer, dass man bei Freunden oder Verwandten, in einem Hotel oder in einer organisierten Notunterkunft unterkommen muss. Das macht eine andere Ausrüstung nötig als der Fall, dass man wirklich nach draußen muss. Insofern hätte, wenn man schon Gepäck vorbereiten will, ein Rucksack oder eine Tasche für dieses Einsatzspektrum meiner Meinung nach Priorität.


    Wenn man trotzdem das Draußen-Szenario annimmt, sollte man sich das auch genauer überlegen: Will ich mich durch die Landschaft zu einem Zielpunkt (Wochenendhaus, Verwandte, etc.) durchschlagen? Will ich längere Zeit im Wald leben und dann wieder nach hause gehen? (Wobei mir das von dir genannte eine Jahr aus dem Rucksack als zu lang und nicht machbar erscheint.) Will ich für alle möglichen Szenarien flexibel bleiben? Diese Überlegungen haben Konsequenzen für die Ausrüstung.


    Im Draußen-Szenario würde ich an deiner Stelle erst mal mit dem vorhandenen Material üben, also beispielsweise mit einem Alltagsrucksack. Die Militärrucksäcke haben sicher ihre Vorteile und sind robust, aber um erst mal ein Gefühl für die Traglast zu bekommen und verschiedene Dinge auszuprobieren, reicht auch ein anderer Rucksack. Grundsätzlich wäre ich bei den Mollesystemen vorsichtig. Außen etwas anzubringen, ist eine Möglichkeit, um die Einsatzzwecke zu vergrößern und flexibel zu sein. Deshalb verwende ich sie auch. Ich würde aber erst einmal versuchen, die komplette Ausrüstung (vielleicht abgesehen von Schlafsack, Isomatte und zusätzlicher Jacke) in den Rucksack hinein und nicht außen drauf zu bekommen. Wenn da fünf kleine Taschen dran baumeln, wird die ganze Geschichte noch schwerer und sperriger.


    Wenn du damit Erfahrung gesammelt hast und einen Eindruck bekommst, was du wirklich brauchst und tragen kannst, dann hast du eine bessere Grundlage, um spezielle Ausrüstung zu kaufen, und schaffst dir vermutlich nichts Unnötiges an.


    Was die Kleidung betrifft, ist meiner Meinung nach Arbeitskleidung, beispielsweise von Engelbert Strauss oder Carhartt, oder auch Militärkleidung (Nicht in Tarndruck!) eine gute und auch kostengünstigere Variante als spezielles Outdoor-Zeug. Da gibt es auch besonders auf Sommer oder Winter ausgelegte Sachen. Meist wird man aber mit einem Zwiebelschalenmodell mit mehreren Schichten am besten bedient sein, so dass man die gleiche Oberbekleidung je nach Witterung mit mehr oder weniger Schichten darunter kombiniert. Dazu noch zwei oder drei Wechselsätze Unterwäsche, um ein wenig Hygiene sicherstellen zu können: Mehr wird vom Platz her ohnehin nicht möglich sein. Man kann einen Fluchtrucksack auch zwei- oder viermal im Jahr umpacken, wenn man die Kleidung für die aktuelle Jahreszeit optimieren und unwichtiges Volumen und Gewicht entfernen will. Auch hier scheint mir ein kompletter Kleidungssatz für ein komplettes Jahr draußen realistisch kaum machbar.


    Ich hoffe, das gibt ein paar Anregungen. Zu allen genannten Themen findest du hier über die Archivfunktion zahlreichen Überlegungen und Anwendererfahrungen.

  • Mein Vorschlag war mal ein reines Gedankenspiel.

    Was ist theoretisch möglich und nötig. Was würde ich machen.


    Wenn du dann soetwas wie ein grober Ablauf gefunden hast, geh einfach mal los und mach einen netten Tagesausflug!

    Du brauchst dazu keine Ausrüstung oder ähnliches. Geh den Weg mal aufmerksam ab und stell dir vor was wo sein könnte.


    Wenn du also z.B. von Unruhen ausgehst -> ups, ein Supermarkt genau vor dir, am besten noch mitten in einer großen Kreuzung!

    Da willst du wahrscheinlich nicht durch (böse Meute :evil:) - also such einen Umweg.

    Lass dich von dem ganze einfach mal leiten und treiben. Vielleicht ergibt sich dadurch auch eine ganz andere Möglichkeit an die du nicht gedacht hast!


    Wenn du einen Platz gefunden hast der dir zusagt (Punkto Sicherheit, Sichtbarkeit und Wasser), setzt dich dort hin.

    Mach einfach mal ne ausgiebige Pause, mampf was oder wie auch immer. Du wirst möglicherweise Dinge entdecken die dich stören, dir gefallen oder auf Ideen bringen!

    Fühlst du dich hier halbwegs wohl? War deine Intuition richtig?

    Würdest du hier ein Zelt aufschlagen? Oder lieber ein Tarp? Wieso? ....


    Da kommt vielleicht der Punkt an dem dir klar wird - Sch****, das ist nichts für mich.:thumbdown: Oder - Geil...ich will das testen und erleben:thumbup:

    Testen würde ich mit "normalem" Equipment. Der einfache Wanderrucksack, vielleicht von einem Bekannten das Tarp oder Zelt leihen, ....



    Vielleicht kennst du das Prinzip von KISS - Keep It Simple and Stupid

    Im Ernstfall musst du von Nervosität, Nervenflattern, Angst und dem absolut beschissensten Wetter ausgehen!

    Komplizierte Ablaufe, wie war das noch mal, wie funktioniert das denn, ... sind äußerst Mühsam oder gar unmöglich!



    Zum Wasserfilter

    Ich verwende den Sawyer Mini - hab festgestellt das ich in unserer Gegend gar nicht mehr brauche.

    Der hält sich praktisch ewig (der Mini lt. Angaben 378.000 Liter). Wichtig ist dabei die gründliche Reinigung und das Trocken!

    Ich kam, ich sah, ich ähm...was war da noch :/

  • Hallo Babs,


    meine Vorredner haben Dir schon einige wertvolle Tips gegeben.


    Aber letzten Endes musst Du ganz allein selbst entscheiden was Du willst und brauchst und was für DICH Richtig ist.

    Kauf nicht gleich alles Mögliche blind drauf los, sondern mache das mit Bedacht. GGf. ist weniger mehr.

    Outdoorläden sind oftmals "Modeläden" und oftmals vielleicht nicht so ganz "optimal". Läden mit Miltär Ausrüstung oder Jägerbedarf sind da vielleicht besser ? Aber die Entscheidung musst Du selbst treffen.


    Da Du in Österreich wohnst, hast Du eine Menge Gelegenheit sozusagen vor der Haustür gleich das auszuprobieren, was Du schon hast, bzw. gekauft hast.

    Stell Dir erst mal was zusammen, als wenn Du auf eine einfachere Bergtour gehen würdest. Damit verziehst Du Dich ein Wochenende auf einen sehr einfach ausgestatteten Zeltplatz und probierst das aus.

    Schreib Dir selbst auf was war gut und was war schlecht. Was hat Dir gefehlt ? Was war überflüssig....

    Kleidung und Ausrüstung für alle Jahreszeiten dabei zu haben in einem kleinen Rucksack ist eine Illusion.

    Das kannst Du überhaupt nicht tragen in einem Rucksack.

    "Zwiebelkleidung" ist sicher eine gute Sache. Da ziehst Du die Sachen aus, wenns Dir zu warm wird und etwas mehr an, wenn Du frierst.

    Wenn Deine körperliche Konstitution nicht so kräftig ist, wirst Du mit Gewichten über 10 Kg sowieso nicht "glücklich" und nicht weit kommen.


    Ich denke daher wäre ein kleiner Wagen / Kraxe / Pilgerwagen so etwas in der Richtung, mit dem Du Deine Ausrüstung gut transportieren könntest.

    Kannst Du selber bauen, oder auch fertig kaufen (Benpacker & Co.) .


    https://www.google.com/search?…1.25#imgrc=2zqOgG0RmpKjOM


    oder etwas einfacher :


    https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=benpacker


    Das Thema Wasser sehe ich in Österreich als nicht so sehr schwierig an, aausserhalb der Stadt sollte es sowieso immer Stellen/ Quellen geben, an denen Du gutes Trinkwasser bekommen kannst, das Du nicht einmal behandeln musst.


    Eine gute Filter-Firma ist die Firma Katadyn aus der Schweiz.


    https://www.katadyn.com/de/de


    vielleicht schaust Du Dir mal die Wasserfibel von Katadyn an, Da weisst Du in etwa, in welchem Gebiet der Erde welche Problem mit Wasser vorkommen und was Du brauchst, um solches Wasser trinkbar zu machen .


    https://www.katadyn.com/downloads/katadyn/broschueren/katadyn_wasserfibel_de.pdf


    Da gibt es u.a. Filter, die Du fast ein Leben lang behalten kannst, wenn Du sie gut pflegst.

    Ich denke für den Anfang ist es Zielführender mehrere kleinere Trinkflaschen zu haben in die Du Dein Wasser einfüllen kannst.

    Mehrere Flaschen haben den Charme, dass Du ggf. den Rest einwandfreien Wassers, das Du noch hast nicht kontaminierst mit ev. "zweifelhaftem" Wasser.

    Im Laufe Deines Weges wirst Du an diversen Qiellen vorbei kommen und wenn Du was besseres findest, kannst Du das schlechtere ausschütten und mit besserem, ev. einwandfreiem Wasser auffüllen.


    Gruss, Udo


    Ach ja, in Wien gibt es wohl auch Froumstreffen, ggf. auch von den Austrian Preppers. Guck da mal in der Forums Rubrik "Treffen" nach.


    Da finden sich ggf. auch ein paar Leute, die Dir Tips geben können, ggf. auch Läden empfehlen, da kannst Du auch mal Ausrüstung "anfassen" ohne sie gleich zu kaufen....

    So ein Treffen ist immer ein gute Sache.

    Das kann ev. auch irgendwo Corona-sicher im Wald stattfinden....

  • Rucksack:


    Geh bitte mal in ein Bergsport/Outdoorgeschäft in Wien oder Umgebung und lass dich hinsichtlich Rucksack ordentlich beraten.


    Dir an dieser Stelle irgendwelche Modelle zu empfehlen, ist nicht zweckdienlich/seriös.


    Damen-Rucksäcke haben eine speziell an die Anatomie von Frauen angepasste Rückenlänge, da dieser i.d.R. kürzer ist als bei den Männern.

    Gerade die an den Körper angepasste Rückenlänge ist sehr sehr wichtig! Einige Modelle bieten ein verstellbares Rückensystem zum individuellen Anpassen an die Rückenlänge.

    Der Hüftgurt soll mittig auf dem Hüftknochen liegen, damit das Gewicht des Rucksacks nach dorthin abgeleitet wird.


    Die Schultergurte sowie der Hüftgurt sind auch anders geschnitten und der Rucksack ist schmaler, da Frauen nicht so breite Rücken und Schultern haben. Wenn der Rucksack seitlich zu viel übersteht, bleibt man auch gerne mal irgendwo hängen. Das kann am Berg, Engstellen oder auch im Wald durchaus gefährlich werden.


    Du hast ja bereits geschrieben, dass du „ordentlich Packvolumen“ benötigst. Bitte bedenke mal, dass du nicht mehr als 1/3 deines Körpergewichtes tragen solltest als grobe Faustregel. Das sind bei deinem Gewicht ca. 15-20 kg. Somit limitiert dich deine körperliche Leistungsfähigkeit bei der Auswahl deiner Ausrüstung, die du tragen kannst bzw. bedeutet Umdenken bei der Auswahl derselben.


    Hast du dieses Gewicht in einem Rucksack schon einmal z.B. ein Wochenende/3-4 Tage bei täglich 15-20 km getragen bzw. überhaupt? Mindset ist gut, jedoch wird JEDER, egal,ob Mann oder Frau einen schlecht sitzenden Rucksack verfluchen!


    Deshalb nimm dir Zeit. In einem Geschäft kannst du dich beraten lassen, anfassen und anprobieren. Jedes seriöse Geschäft in diesem Segment bietet dir die Möglichkeit, einen Rucksack mal mit Gewicht zu beladen und du kannst das „live“ ( auch mal 1 Stunde) erleben und damit dort herumlaufen.


    Es gibt Unisexrucksäcke, die passen dir oder halt eben nicht. Dasselbe wirst du auch bei Damenrucksäcken haben. Meine Frau ist zierlich, vom Gewicht ähnlich und 1,72 cm groß, dabei sehr sportlich/fit.

    Sie hat auch viel probiert und mittlerweile drei Rucksäcke. Kifaru, Mystery Ranch und einen anderen (müsste ich nachschauen...). Mit denen läuft sie ohne Probleme 8-10 Tage in den Bergen oder im Flachland bei 15kg Gewicht


    Der Rucksack soll möglichst einige Jahre halten, robust sein und deine Ausrüstung sicher und bequem transportfähig/tragbar machen. Neben den Schuhen eigentlich die zwei wichtigsten Komponenten, auf die du dein Augenmerk legen solltest.

  • Mein Plan ist mich darauf vorzubereiten auf längere Zeit im Notfall Outdoor überleben zu können

    Von diesem Gedanken solltest du dich verabschieden. Längere Zeit und Rucksack passen nicht zusammen. Vor Allem dann nicht, wenn es nicht viel mehr als 10 Kg werden sollen.


    Dann musst du auch noch knallhart alles weglassen was diese Grenze überschreitet. Ich würde mir mal eine Liste machen und priorisieren. Für den Winter ist einen Ausstattung mit 10 Kg schon durchaus machbar. Aber das will gut ausgewählt sein. Und jegliche Form von Komfort ist mit 10 Kg eigentlich nicht machbar. Komfort ist allerdings auch relativ.

    • Rucksack: Schau dir mal die Modelle von Osprey an. Die sind ziemlich robust und trotzdem nicht schwer. Und es gibt Modelle speziell für Frauen. Meine Frau hat einen und ist sehr zufrieden damit. Ich selbst habe Ospreys in diversen Größen für alle möglichen Anlässe. Und sie sehen absolut zivil aus, was mir persönlich auch sehr wichtig ist. Alternativ kannst du über ein modernes Tragegestell wie z.B. den Eberlestock Mainframe plus wasserdichten Beutel von Ortlieb nachdenken. Meine Kombi wiegt hier knapp über zwei KG. Was aber eigentlich schon ein zu hohes Eigengewicht hat.
    • Die wichtigsten Punkte sind im Winter wohl Wetterschutz und Wärme: Die Therm-a-Rest X-Term wiegt 400-500 Gramm. Sich zum Boden hin ordentlich zu isolieren ist die halbe Miete.
    • Als Schlafsack benötigst du etwas in deiner Größe. Der darf auf keinen Fall zu groß sein, sonst wird es ineffizient. Willst du Gewicht sparen benötigst du Daunen. Das ist aber teurer und empfindlicher als Kunstfaser.
    • Zelte in der 1-2-Kg-Klasse gibt es ohne Ende. Oder du nimmst einfach nur eine Plane aus dem Ultraleicht-Segment und ein bisschen Zeltleine. Eine Unterlage improvisierst du oder packst zusätzlich noch eine Bodenplane ein. Allerdings ist das auch nicht leichter als ein Ultraleichtzelt. Dafür aber günstiger.
    • Kleidung trägt man am Körper. Ein Paar Socken kann man noch einpacken.
    • Wasser: der Saywer ist schon eine sehr gute Wahl, da er nichts wiegt und total unkompliziert ist. Im Winter darf er allerdings nicht einfrieren, muss also am Körper gehalten werden.
    • Nahrung: hier benötigst du dann ein Produkt mir gutem Kalorien/Gewichtsverhältnis. Da gibt es so einiges wie z.B. NRG5 und Konsorten.
    • Werkzeug: Messer oder Multitool und ein Feuerzeug von guter Qualität. Ein oder zwei Rettungsdecken sind auf jeden Fall auch nützlich. Die isolieren dann den Schlafsack im Zweifel noch etwas besser, sollte es mal kälter werden. Und ein paar Mülltüten (die wiegen ja fast gar nichts) kann man auch immer gebrauchen.

    Und ansonsten wie Udo sagt: testen, testen, testen...

    I feel a disturbance in the force...

  • Bevor ich mich um ne Ausrüstung, Schuhe und Wasserfilter kümmern würde, wäre es so, dass ich die Sicherheit bedenken würde.
    Ich lese es so, dass Du das allein machen willst. Persönlich käme das für mich nicht in Frage. Bei einer Verletzung wäre man ganz allein auf sich gestellt.

    Hilflos, Knochen gebrochen, vielleicht desorientiert und genau dann kein Handynetz....
    (Es wird noch immer nach der Wanderin "Scarlett" im Schwarzwald gesucht, die allein unterwegs war.)


    Hast Du zur Probe schon mal z.B. auf einem Waldparkplatz eine Nacht in Deinem Auto (von innen verriegelt) verbracht?

    Natürlich nur dort, wo man das darf und guten Handy-Empfang hat, damit Du Hilfe rufen kannst.

    Wenn Du die Nacht als "akzeptabel" empfunden hast und am nächsten Morgen nicht total gerädert bist, dann würde ich mich langsam steigern.
    Es gibt ja jede Menge Tiere, die erst in der Nacht aktiv werden. Wildschweine z.B.
    Persönlich bin ich noch keinem nahe gekommen, aber ich bin nachts auch daheim im Bett ;-)

    Per aspera ad astra („Durch Mühsal gelangt man zu den Sternen“)

    Ich hatte zwar mal nen Opel Astra, aber damit hat es nichts zu tun :P

    2 Mal editiert, zuletzt von LadyBelle ()

  • Schlafsack:


    Einen Schlafsack, der wirklich alles, also jeden Temperaturbereich abdeckt abdeckt, den gibt es nicht wirklich. Ein Winterschlafsack, der für (extreme) Minustemperaturen geeignet ist, wird im Sommer einfach viiiel zu warm sein. Dazu sind diese oftmals nicht so gut und klein komprimierbar, je nach Füllung und Schnitt.


    Ein reiner Sommerschlafsack ist natürlich bei entsprechenden Minusgraden komfortabel nicht wirklich nutzbar, da er die Wärmeleistung nicht bringen kann.


    Wir nutzen in unseren „Bug-Out-Bags“ den Tropenschlafsack BW von Carinthia, da dieser klein verpackbar ist und in die Bodenfächer der Rucksäcke passt. Hintergedanke ist hier ,dass man nicht tage- oder gar wochenlang draußen schlafen muss. Ein Unterschlupf, wie Brücken, Scheunen, Haus oder jagdliche Einrichtungen (Hochsitz) oder PKW wird meiner Meinung nach zu finden sein.

    Die Wärmeleistung kann man dadurch erhöhen, indem man ordentliche Ski/Funktionswäsche dabei hat, ein Seideninlett nutzt, Socken und Mütze oder gar die Bekleidung anlässt. In Notsituationen muss man manchmal improvisieren.

    Wärmepad oder warmes Wasser in der Aluflasche = Wärmeflasche.

    Eine gute Isomatte gg. Bodenkälte dazu und gut ist das.


    Es gibt halt Daunenschlafsäcke und Kunstfaserschlafsäcke. Jeder hat Vor- und Nachteile.


    Zur Ausstattung „Ruhe“ gehören dann noch Goretex-Biwacksäcke, die somit das Zelt einsparen.

  • Mein Rat ist wie immer:

    Wenn irgend möglich, bleib zuhause und halte dich im vertrauten Umfeld auf.

    Dort kennst du die Infrastruktur, die Nachbarn, eventuell Verstecke.

    Wer sich im Wald nicht auskennt, wird dort keine Woche überleben. Schon gar nicht alleine.

    Wenn du nicht trainiert bist, mit dem schweren Rucksack "Kilometer zu machen", wirst du bald vor Erschöpfung zusammenbrechen und gar nicht erst weit kommen.

    Bei meiner Arbeit habe ich mehr als einen gestandenen Mann nach etlichen Kilometern kotzen sehen. Und das waren keineswegs

    alles untrainierte Couchpotatoes.

    Wenn du es trotzdem durchziehen willst, schließe ich mich meinen Vorrednern an und rate dir, mit einem kleinen Rucksack auf kleineren Touren zu üben.

    Dann siehst du bald, was du wirklich brauchst und was nicht.

    Gutes, passendes Schuhwerk ist m.M. aber noch wichtiger als ein gut passender Rucksack.

    Mit Blasen an den Füssen, die bald offene Wunden sein werden, läuft es sich nicht mehr weit. Schon gar nicht mit Gepäck.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Bushcraft-Foren haben oft einen Gebrauchtmarkt, wo du ziemlich gute Ausrüstung zu ziemlich guten Preisen bekommst, und es gibt auch Treffen der Leute, oft regional, auch wenn das momentan wegen des Lockdowns einen ziemlichen Tiefpunkt erreicht hat. Es lohnt sich, da mal hinzugehen, mit den Leuten zu reden, Ausrüstung anzusehen.


    Ja, ich (1,60 m, 56 kg) habe auch einen Osprey-Rucksack, probier sowas mal aus. Guck bei den Schlafsäcken, Isomatten usw. nach etwas kleineren Modellen, ich habe z.B. den Järvenbag Mini Hunter. Reicht für meine Größe vollkommen, ist kleiner und leichter. Wollunterwäsche ist ziemlich universal, gut temperaturausgleichend, kann man auch länger tragen, wenn man mal keine Waschmöglichkeit hat. Einen Regenponcho, der notfalls als Tarp dienen kann. Multiuse-Sachen, z. B. ein Multitool, oder ein Löffel, mit dessen Griff du auch den Kocher repariert bekommst.


    Wachs in die Sache rein, geh draußen rum, geh auch mal nachts, übernachte mal im Wald. Man braucht nicht alles jetzt und sofort. Viel, was du unterwegs brauchst, ist keine Hardware, sondern Fähigkeiten. Nahrungsmittel und Wasser finden, Wettervorhersage, Navigation, Kondition und Fitness. Damit kannst du praktisch sofort anfangen.


    Die Bücher von Christine Thürmer sind gut, http://christinethuermer.de/, was zum Weitwandern taugt, sollte für dein Projekt auch gehen.

  • Babs333


    Was konkret ziehst du denn als erwartetes Szenario in Deine Planung so ein?


    Alles andere "draußen überleben" etc. ist ein "Fischen im Trüben".... Vor allem für Österreich erscheint mir das evtl. overpaced....


    Gehe priorisiert vor nach Wahrscheinlichkeiten. Was kann als erstes passieren? Länger zuhause bleiben zu müssen (Krankheit, eingeschneit etc.). Bekomme das als Basis auf die Kette und dann ab zum nächst wahrscheinlichen Punkt. Es ergeben sich zwangsläufig Überschneidungen, da kann man Synergien heben (z. B. bei der Ausrüstung) - Taschenlampe und Batterien immer gut, mobil wie stationär.


    Wichtiger ist noch: körperliche und geistige Vorbereitung, dazu gibt es genug hier im Forum. Gear ist immer nur die Kirsche auf der Sahne, die echte Basis muss sauer erarbeitet werden (saurer als das Geld um Ausrüstung anzuschaffen).


    Und wie immer: Leben nicht vergessen, es ist kürzer als man denkt...


    Grüße

  • Ich finde alle hier genannten Punkte sehr gut und fundiert!


    An dieser Stelle würde ich gerne einhaken:


    Meine Vorbereitung sieht abhängig vom Szenario fast immer einen Bug in vor. Das ist für Landeier wie mich die bessere Wahl. In der Stadt mag das anders aussehen.


    Dennoch gibt es Szenarien, die mich zwingen würden, mein Grundstück zu verlassen. Für diese Fälle hab ich entsprechende Fahrzeuge, oder gehe zu Fuß.


    Wenn man sich entschließt, sein Anwesen zu verlassen, sollte man sich bereits im Klaren sein, wohin es geht. Du kannst im Wald oder in den Bergen nicht ewig überleben, außerdem gibt es kaum noch unbesiedelte Gebiete (in Deutschland alle 6km ein Dorf). Werde niemals zum Flüchtling, oder Landstreicher! Hab immer dein Ziel vor Augen!


    Überlege dir mehrere Routen zu einem SO und deponiere auf uneinsehbaren Stellen kleine Depots mit Nahrung, Erste Hilfe etc. Ich habe mehrere davon luftdicht vergraben. Dies erspart dir einen zu schweren Rucksack. Außerdem hast du ein Backup, wenn dir der Rucksack samt Ausrüstung geklaut wird, oder abhanden kommt.


    Gruß offroader

  • Beim Rucksack wirst Du eh zwei oder drei kaufen, bis Du einen passenden hast, alles andere wäre nur mit sehr viel Glück zufällig machbar.


    Standardempfehlung ist in ein gutes Outddorgeschäft rein und Probe tragen. Wahrscheinlich kommst Du dann mit irgendwas raus und nach der ersten tour ahnst Du, ob das Teil bequem ist oder nicht. Nach der dritten Tour hast Du dann eine Idee, was für Dich an einem Rucksack dran sein soll und was nicht.

    Man kann das auch nicht empfehlen.


    Einen Universalschlafsack gibt es nicht. Fang mit einem 3-Jahreszeitenschlafsack mit langem Reißverschluss an, ob Kunstfaser oder Dauen hängt davon ab, wie lange Du unterwegs sein willst und wie nass es wird. Mit dem ersten Schlafsack wirst Du lernen wie eng, weit Du den willst, womit Du dich wohl fühlst, ab wann Du frierst, ob Du eine Fußlüftung willst oder nicht, usw, usf...


    Bei der Isoamtte sage ich mal such nach einer gebrauchten Therm-A-Rest Neoair, falls Du das Geld hast. Zu warm geht bei der Isomatte nicht. Es mag Einzelfälle geben wo Leute damit nicht klar kommen und was anderes tatsächlich merklich besser wäre, aber ich behaupte mal für 90% der Leute ist eine warme Neoair ein Kauf, der entweder sehr gut oder sehr nahe dran an sehr gut funktioniert.

    Wenn nicht verkaufe eben wieder. Therm A Rest auch deshalb weil die eine sehr gute Garantie haben.Defekte Matte einschicken und Du bekommst eine neue. Egal wie alt, egal wer der Erstkäufer war, keine Rechnung nötig. Zumindest war es bei mir bisher 3x so.


    Wasserfilter: Nimm den Sawyer Micro (der ist größer als der Mini) für den Start. Setzt sich angeblich nicht so schnell zu wie der Mini. Kauf Dir dazu passende durchsichtige(!) Flaschen fürs Schmutzwasser und nimm mehr als eine mit. Die gehen auch mal kaputt. Micropur Forte als Notlösung und zum Rückspülen nach der Tour.


    Aufs Gewicht zu achten ist grundsätzlich sehr klug. Die letzten 10% weniger erzeugen 50% der Kompromisse und 50% der Kosten, die müssen es evtl nicht sein. Das ist was für die Freaks.


    Ich rate Dir eher davon ab, zu Ausrüstung Bushcraft- oder Prepperforen zu lesen. Lese stattdessen das Outdoorseiten Forum. Außer Du willst nur über Nacht mal in den Wald und nicht damit Reisen. Beides sind unterschiedliche Einsatzszenarien.

    Im Ultraleicht-Trekking Forum sind die Freaks, das ist vieleicht anfangs etwas zu heftig, aber vorsichtig reinschauen kann man ja mal.


    MfG

  • Beim Rucksack wirst Du eh zwei oder drei kaufen, bis Du einen passenden hast, alles andere wäre nur mit sehr viel Glück zufällig machbar.

    Sehr zum Leidwesen meiner Frau: DEN Rucksack, der für alles geeignet wäre gibt es nicht. Und Somit habe ich in den letzten Jahren mir einen Fundus an Rucksäcken und Taschen aufgebaut, so dass ich für (beinahe) jede Gelegenheit den "passenden" Rucksack oder die passende Tasche habe. 😇 Und ich würde mal behaupten: Meine "Sammlung" ist noch nicht vollständig... 🤪 😂

  • DEN Rucksack, der für alles geeignet wäre gibt es nicht. Und Somit habe ich in den letzten Jahren mir einen Fundus an Rucksäcken und Taschen aufgebaut, so dass ich für (beinahe) jede Gelegenheit den "passenden" Rucksack oder die passende Tasche habe. 😇 Und ich würde mal behaupten: Meine "Sammlung" ist noch nicht vollständig... 🤪 😂

    Diese Aussage trift doch auch so gut wie alle Arten von Ausrüstung und Werkzeug zu. Ähnliche Diskussionen laufen unter anderen bei Messern und Taschenlampen. Irgendwie hat man immer nur den bestmöglichen Kompromiss oder versucht ihn zu erreichen. ;)

  • Man muss schon unterscheiden zwischen Hobby/Fetisch und normalen Leuten.


    Als Taschenlampe tut es irgendeine Stirnlampe mit LED und als Messer irgendein Schweizer Taschenmesser. Für den Wald mit Säge, für den Alltag mit Schere. Für die Ultraleichtleute dann eben ein 15g Messerchen (um sich die Essenstüte aufzuscheiden, oder mal ne Schnur oder ein Pflaster abzuschneiden tut es das auch) und für die Bushcrafter halt irgendso ein Mini-Schwert mit dem man auf Ästen rumhacken kann, wenn einem danach ist.


    Die Empfehlungen die man so bekommt hängen davon ab, in welchen Foren man sucht und leider auch grade von der aktuellen Mode, die die Handvoll Influenzer so vorgeben.


    Die Bushcrafter laufen dann halt mit dem Leinenrucksack mit Lederriemen rum, gönnen sich (gerade der neueste heiße Scheiß) ein Tschum Baumwollzelt und rollen sich in einen Wolldecke, während sie sich mit dem "Viert-Messer" den Holzlöffel schnitzen, aus dem man dann seine Dosenravioli im Titantöpfchen über dem Feuer warm macht, dessen Äste man mit dem 300 Euro "Survival-Messser" fein gespalten hat und dessen Feuer man mit Zunder aus der Zunderdoese und dem XXL Feuerstahl irgendwie angezündet hat.


    Der Ultreleichtforenleser spannt sich sein 400 Euro Cuben-Fibre Tarp an hauchzarten 1mm Dyneema Schnürchen (für 100 Euro) und ißt vorgetrocknete Fertignahrung aus dem Gefrierbeutel (die bei Norma weiegn 0,3g weniger als die vom Aldi), erhitzt auf den Dosenkocher mit vorab abgewogenen 12g Spiritus. Auf der Stirn hat er ne Knopfzelle mit dran gelöteter LED (MYOG, 13,72 Gramm) und zur Nachtruhe wird aus allen Kleidungsstücken, dem halben Schlafsack = Quilt (400 Euro), der Daunenjacke (500 Euro), einer halben Isomatte (200 Euro) und dem Tragegurt des Rucksacks ein "Schlafsetup" gebastelt, wobei man schon längst am überlegen ist, wie man mit den aktuellsten Neuvorstellungen von der Messe da nochmal 15g wegooptimieren kann für nur weitere 350 Euro.


    Die im Outdoorseiten-Forum kaufen sich ein Zelt, einen warmen Schlafsack und eine bequeme Isomatte, nehmen nen Löffel aus dem Besteckkasten, irgendeine Taschenlampe die so rumliegt und nen 08/15 Gaskocher und gehen halt damit raus.


    Die Prepperleute haben drei DIN A4 Seiten lange Ausrüstungslisten (vom vollständigen Federmäppchen mit Schreibausrüstung für alle Fälle vom Abschiedbrief aus der Schwerlosigkeit hin zum Schreibblock, der auch noch blutgetränkt lesbar bleibt) über erste Hilfe gegen Fußpilz bis Bauchschuß über Gasmasken und Funkgeräte, Fallen, Netze und Angeln, 18 Inbus-Schlüsseln hin zum halben Obi Saatgutregal) , packen den Rucksack 34x um, filmen sich dabei auf Youtube und gehen damit dann nicht in den Wald, sondern fahren auf den nächsten Campingplatz.


    Am Ende verbringen alle eine Nacht draußen, haben offensichtlich Spaß und sind zufrieden mit dem was sie tun.


    Was einen da jetzt selber kickt muss man halt heraus finden.

  • Die im Outdoorseiten-Forum kaufen sich ein Zelt, einen warmen Schlafsack und eine bequeme Isomatte, nehmen nen Löffel aus dem Besteckkasten, irgendeine Taschenlampe die so rumliegt und nen 08/15 Gaskocher und gehen halt damit raus.

    Vernünftig das. Reicht völlig vom Austesten an bis zum Wurst-Käse Fall.;)

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)