Mythos: Gas-Überfälle auf Camper

  • Ich habe soeben einen sehr interessanten Beitrag im Internet gefunden den ich euch nicht vorenthalten möchte. 

    Ich möchte zudem noch klar erwähnen, dass ich keinen Bezug zu dieser Homepage habe, sondern die Seite lediglich im Netz gefunden habe und auch aus Preppertechnischer Sicht sehr interessant finde.

    Quelle: Gas Überfälle auf Camper - Was ist wirklich dran? ~ IsasWomo


    Ich möchte gerne friedlich, schlafend sterben wie mein Großvater und nicht schreiend wie sein Beifahrer.:Sagenichtsmehr:

  • Gibt es durchaus und es gibt entsprechende Gaswarngeräte. Sonst hilft generell ein Hund.


    Oder am besten ein großer Hund und eine Fernbedienung, um die Tür zu öffnen, damit er raus kann und nachfragen, was man da will.


    Bei ganz unsicheren Orten hilft nur, einer schläft einer wacht oder einer fährt und einer pennt.


    Und: Der besser bewaffnete gewinnt.


    Gruß

    SBB

    -<[ Nunquam-Non-Paratus ]>-

  • In den 980er Jahren letztes Jahrtausend waren derartige Diebstähle in Zugsabteilen von Liegewagen sehr häufig. Mit einem Vierkantschlüssel war die Schiebetür problemlos zu öffnen, durch einen kleinen Spalt wurde, was auch immer, hinein gesprüht und die Reisenden dann ausgeraubt.

    Etwas, das laut scheppert, wenn es zu Boden fällt (zB Schlüsselbund) einklemmen verhindert, dass die Schiebetür lautos und unauffällig geöffnet werden kann ;).

  • Vor allem in Italien soll die Eigentumsumverteilung mittels Betäubungsgas bei Lastkraftwagen in früheren Jahren noch gerne zur Anwendung gekommen sein.

    In dem von Mitglied Chevron verlinkten Bericht geht es aber keineswegs um konkrete Vorkommnisse als mehr um die Theorien des Schreiberlings. Meinereiner hat sich erlaubt Passagen daraus zu zitieren:


    es gibt bisher anscheinend KEINEN einzigen Fall in Deutschland, in dem ein gebrauch von Narkosegas zum Überfall auf Camper tatsächlich bewiesen wurde.


    Zudem schreibt die Presseabteilung der Polizei weiter, ihnen ist bisher auch EUROPAWEIT kein Fall bekannt, in dem eine deutsche Camping Familie betäubt wurde und bei der man später ein Narkosegas sicher beweisen konnte… NICHT EINER!

    Es dürfte sich schlussfolgernd simpel um ein geschriebenes "was wäre wenn" handeln.


    Meine Person hat schon des Öfteren ausserhalb der Zivilisation genächtigt. Abgesehen von einem verpassten Abendmahles in Form eines Wildschweines oder eines Produzentem von Lebensmittelrohstoffen mit seinem Arbeitsgerät wurde mein Schlaf weder unterbrochen noch verlängert. Gewiss besteht ein Restrisiko das Opfer eines solchen Überfalls zu werden, aber es kann durchaus im eigenen Heim passieren dass ein betäubendes Gas eingeleitet wird um das vorzeitige Aufwachen des Hausherrn während der Türöffnung zu vermeiden.


    Es grüsst der Linx

    Nocte omnes feles cineraceæ sunt in

  • An meinen Camper kommt keiner unangemeldet. Nicht bei Tag und auch nicht bei Nacht. Der Pinscher ist in dieser Beziehung unbestechlich. Dazu kommt noch das ich anderen Menschen gegenüber äußerst misstrauisch bin und auch nicht sehr gesellig.

    Natürlich kann man nicht auf alles achten und die Dreggsägge kennen fiese Tricks. Also steht man nächtens besser nicht auf irgendwelcher Rastplätzen neben der Autobahn, sondern weitab vom Schuss oder auf gesicherten Plätzen. Eine gewisse Paranoia gepaart mit gesundem Menschenverstand erhöhen die Sicherheit um ein Weiters.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)

  • Während unserer Fahrt in den Urlaub verlassen wir die Autobahn und steuern einen Campingplatz

    in der Nähe an. Dort gibt es Sanitäranlagen, jeder findet einen ruhigeren Schlaf als auf dem Autobahnrastplatz

    und ist dort sowieso sicherer aufgehoben. Dann braucht man keine Alarmanlagen, Hunde, Wachpläne,

    Bordwaffen etc. Vor allem ist so etwas mittlerweile durchs Internet sehr gut planbar und bei der nächsten Fahrt zum selben

    Urlaubsort ist eine Recherche auch schon wieder hinfällig.

  • Die allermeisten Meldungen über Gas-Überfälle auf Camper dürften tatsächlich urbane Mythen sein. Meist schlafen Camper nach drei vier Bierchen oder ner Flasche Wein recht gut und haben am nächsten Morgen nen Brummschädel. Wenn sie in so einer Nacht beklaut werden, merken sie das nicht und wenn es niemand live beobachtet hat oder das Tatwerkzeug gefunden wird, dann gibt es ausser dem Brummschädel keinerlei Indizien und bei der Anzeige bei der Polizei wird kein Betroffener so ehrlich sein und angeben, dass er so beschwipst war, dass er nachts absolut nichts mitbekommen hat. Da ist die hypothetische Möglichkeit des "Gas-Angriffs" doch viel bequemer für die eigene Opferrolle.


    (Text entfernt)

    Einmal editiert, zuletzt von Ben () aus folgendem Grund: Verstoß gegen die Forenregeln entfernt

  • Zur Not würde auch Bremsreinigerspray seinen Zweck erfüllen und einen älteren Vergasermotor davon überzeugen dass er starten will.

    Nocte omnes feles cineraceæ sunt in

  • tomduly


    Ich musste einen Teil deines Beitrags entfernen. Wir wollen doch niemanden auf dumme Ideen bringen.


    Zum Thema:


    Ich habe das Thema vor einigen Jahren intensiv recherchiert, weil mir das so unwahrscheinlich vorkam. Und tatsächlich konnte ich weltweit keinen einzigen bestätigten Fall finden, wo jemand mit Gas im Schlaf betäubt wurde, um ihn zu berauben.

  • Ich hatte das im Bezuig zu LKWs gehört, die wertvolle Fracht bei sich hatten oder bei ausländischen LKWs, da diese Fahrer oftmals erhebliche Geldbeträge bei sich trugen. Seit auch diese zunehmend Kreditkarten nutzen, ist das wohl auch hinfällig.

    Himihergottzagramentzefixallelujamilextamarschscheissglumpfaregtz

  • Eine kleine Geschichte von früher: Da wurden Azubis manchmal ein Streich gespielt. Die sollten ölige Bauteile reinigen, und das in einem Eimer Spiritus. Allein durch die Dämpfe wurden wir so betrunken, dass man nicht mehr gerade aus gehen konnte. Ohne einen Tropfen zu trinken. Heute sind solche Spielchen nicht mehr drin, aber das ist ein andere Thema.


    Was ich damit sagen will: vielleicht wurden noch nicht alle in Betracht kommenden Gase betrachtet?


    Aber der Argumentation von Isa kann ich nicht wirklich viel entgegensetzen. Gerade die Tatsache, dass viele Betäubungsgase entweder leichter oder schwerer als Luft sind, sich also kein gleichmäßiges Gemisch bildet, halte ich für eins der starken Argumente dafür, dass es Gasüberfälle eher Legenden oder Ausreden sein dürften.



    Nick

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem

  • Da ich sehr oft auf Autobahnen in Südeuropa unterwegs bin ( F,E,PT) habe ich schon 2 Mal den Versuch erlebt mich um die Wertsachen zu erleichtern.


    Wenn man aber aufmerksm bleibt,erkennt man so etwas rechtzeitig bzw. wenn man entsprechend handelt kommen die Dunkelmänner nicht zum Zug !


    - Wertsachen immer "am Mann / Frau "

    - Niemals auf den Versuch reagieren wenn jemand mit Gesten versucht einen zum Anhalten zu bewegen

    - Tankstellen bevorzugen bei denen an der Zapfe bezahlt werden kann ohne das man das Fahrzeug aus den Augen lassen muss ( Tankwartbedienung / Kartenautomat )

    - Wenn man Essen gehen will - die Autobahn kurz verlassen und eine nahe Ortschaft aufsuchen

    - Wenn man noch so kurz aussteigt sofort den Wagen verriegeln ( Schlüssel mit Fernbedinung drücken)

    - Keine Gegenstände so im Fahrgastraum liegen lassen das sie von aussen sichtbar sind


    Leider immer noch aktuelle Masche --> Fremde "sabotieren" einem das Auto damit man nach einer Pause nur kurze Zeit später zum Anhalten gezwungen wird.


    - Radmuttern werden gelöst ( gibt nach wenigen Metern Fahrt eine böses Geräusch aus dem Radkasten )

    - Papiertuch auf den Bremssattel gelegt das nach einigen Bremsungen dann "Rauchzeichen" gibt

    - Reifen angestochen bzw. das Ventil manipuliert das langsam die Luft entweicht


    In so einem Fall nicht anhalten ( man kann auch mit plattem Reifen / gelösten Radmuttern noch 20 Km langsam fahren ) . Die Autobahn an der nächsten Ausfahrt verlassen und an einem belebtem /sicheren Ort prüfen was los ist. Sollte man anhalten müssen - Türen verriegeln und nicht aussteigen,besonders dann wenn noch weitere Fahrzeuge mit anhalten sofort die Polizei anrufen.

    Dieser Trick lebt halt von der "Panikreaktion" ums heilige Blech,aber das kann definitiv warten bis die Situation um einen herum eindeutig sicher ist ;)


    Die Gasangriffe sind ein hartnäckiger Mythos der immer wieder auftaucht - jedoch ist mir keine Geschichte bekannt die auch nur einer oberflächlichen Nachprüfung standhält.

    Da wird - genau wie von Tomduly erwähnt - wohl eher die 5. Flasche "Chateau d Migraine" schuld sein das diese Leute den Diebstahl schlicht verschlafen haben.

  • Das Gerücht, dass beklaute Zelt-Camper mittels Gas "eingeschläfert" werden, hält sich auch für das Wacken Open Air recht hartnäckig. Blöd bloß, wenn sich das vermeintlich gestohlene Handy nebst vermeintlich gestohlenem Campingstuhl ein paar Tage später einige Camps weiter wieder findet und die wiederum die vergangenen Tage auch noch drauf aufgepasst haben ^^


    (Nein, ich wars nicht. Aber einer, der sich zu unserem Camp dazu gesellt hat, und besoffen einige Camps weiter heftig feiern war :P)

    Si vis pacem, para bellum.

  • Ben

    Hat den Titel des Themas von „Gas-Überfälle auf Camper“ zu „Mythos: Gas-Überfälle auf Camper“ geändert.
  • Die Autoroute(-bahn) von Dijon nach Marseille über Lyon in Frankreich

    scheint aber doch ein Brennpunkt für nächtliche Caravanüberfälle zu sein.

    Das kann man in den gängigen Camperforen nachlesen. Und ich persönlich

    glaube nicht, dass wenn man die schnelle Nummer wählt um auf einem

    Rastplatz zu nächtigen, sich dann auch noch dem Alkohol hingibt.

  • Die Autoroute(-bahn) von Dijon nach Marseille über Lyon in Frankreich

    scheint aber doch ein Brennpunkt für nächtliche Caravanüberfälle zu sein.

    Das kann man in den gängigen Camperforen nachlesen. Und ich persönlich

    glaube nicht, dass wenn man die schnelle Nummer wählt um auf einem

    Rastplatz zu nächtigen, sich dann auch noch dem Alkohol hingibt.

    Durch einen befreundeten Mitarbeiter der "Rennleitung" habe ich genau das bestätigt bekommen. Es werden recht oft bei Kontrollen Leute aus dem "Camping-Dunstkreis" kontrolliert die sogar schon während der Fahrt das "Kummerfläschchen" aufdrehen und nicht unerheblich davon wegschlucken !

    Oft hat das ältere Semester ein Alkoholproblem - soll heissen das da viele sog. "Spiegeltrinker" als Risiko durch die Gegend rollen !

    Das lässt sich so natürlich nicht auf alle Camper pauschal anwenden - aber selbst wenn es nur 1 oder 2 % sind..kommt da schon was zusammen !

  • In den 980er Jahren letztes Jahrtausend waren derartige Diebstähle in Zugsabteilen von Liegewagen sehr häufig. Mit einem Vierkantschlüssel war die Schiebetür problemlos zu öffnen, durch einen kleinen Spalt wurde, was auch immer, hinein gesprüht und die Reisenden dann ausgeraubt.

    "Waren sehr häufig" - woher hast Du die Information? Kennst Du konkrete Fälle? Wo hast Du Deine Information her? Und genau das ist die Frage: was genau ist denn dieser mysteriöse "Was-Auch-Immer"-Wirkstoff? Genauere Angaben würden weiterhelfen. Ansonsten bleibt es halt nur ein "ich habe auch schon mal irgendwo, bei irgendwem aufgeschnappt, dass anscheinend irgendwann, irgendwo, irgendwie ...."


    Vor allem in Italien soll die Eigentumsumverteilung mittels Betäubungsgas bei Lastkraftwagen in früheren Jahren noch gerne zur Anwendung gekommen sein.

    "Soll ... mittels Betäubungsgas ... zur Anwendung gekommen sein". Sagt wer? Und mit welchem "Betäubungsgas" denn? Kann man das bei seriösen Quellen nachlesen / sonstwie in Erfahrung bringen? Sonst wäre auch das eher was Aufgeschnapptes, eine reine Behauptung, eine Geschichte.


    vielleicht wurden noch nicht alle in Betracht kommenden Gase betrachtet?

    Halte ich für denkbar, jedoch für unwahrscheinlich. Polizei, Versicherungen, besorgte Camper (unter denen es garantiert auch Fachleute wie Pharmazeuten, Chemiker, Mediziner, Biologen, Kriminologen, Polizisten usw. gibt) haben seit Jahrzehnten mit solchen Berichten zu tun und selbst Experten sollten noch immer nicht dahintergekommen sein, was die Täter dabei angeblich so effektiv einsetzen? Sollte jemand noch auf ein Gas kommen, das die Kriterien erfüllt (wirksam, aber nicht tödlich und rentables Kosten-Risko-Nutzen-Verhältnis), dann würde ich evtl. in Betracht ziehen, dass an den Geschichten doch was dran sein könnte. Vorher nicht.



    Ich finde, die Recherche und Überlegungen von dieser Isa, aus deren Blog Chevron oben zitiert hat, sehr hilfreich. Die ist da erstens rein logisch rangegangen und hat sich dann richtig reingekniet ins Thema und nachgeforscht. Sie hat geeignete Ansprechpartner kontaktiert, die sachkundig zu dem Thema was beitragen konnten.

    Eine zeitlang war ich auch etwas unsicher, denn auch ich hatte hier und da von diesen Überfällen mithilfe von Gas schon gehört. Aber ich muss sagen, Isa hat mich überzeugt. Und solange mir keiner sagen kann, mit welchem Gas genau da eventuelle WoMo-Räuber vorgehen sollen, halte auch ich das nun für eine bloße Camper-Legende. Dass Raubüberfälle stattfinden stelle ich keineswegs infrage, auch nicht, dass das bevorzugt auf Raststätten und Autobahn-Parkplätzen passiert. Aber an die Methode "Betäuben mit Gas durch nicht wahrnehmbares Einleiten ins WoMo" glaube ich jetzt nicht mehr. Wie gesagt, zumindest solange keiner konkrete Fälle nennen kann, oder Angaben machen kann, welches Gas denn 1. dazu imstande ist, Mensch und Tier nur vorübergehend, aber sicher bewusstlos zu machen und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu töten und 2. vom finanziellen und praktischen Aufwand in einem (für die Räuber) wenigstens halbwegs vernünftigen Kosten-Risiken-Nutzen-Verhältnis steht.


    Versteht mich nicht falsch. Ich frage hier gerade nicht so penetrant nach, um jemandem auf den Schlips zu treten (das möchte ich keinem der zitierten Herrschaften :index_pointing_up::slightly_smiling_face:). Sondern weil solche nicht belegten Geschichten ("ich hab da auch schon mal was gehört von ....") halt in Gesprächen immer wieder erzählt werden, sich dadurch immer weiter verbreiten, sich in den Köpfen irgendwann festsetzen, weil man es schon so oft aus verschiedenen Richtungen gehört / gelesen hat, irgendwann gar nicht mehr hinterfragt werden und schließlich als "Fakten" abgespeichert werden.


    (P.S. Völlig OT, aber eine kleine erklärende Anmerkung zum Schluss: Weil das bei den ganzen Diskussionen rund ums Thema Corona auch so ist und auch bei den vielen Verschwörungstheorien - und mit beidem hatte ich im letzten Jahr weit mehr als genug zu tun :unamused_face:, u.a. auch beruflich bedingt - drum bin ich da zur Zeit (oder inzwischen?) etwas penibel. Man möge es mir bitte nachsehen. Peace, Love and Om! :beaming_face_with_smiling_eyes::face_blowing_a_kiss:

  • Also ein Fernfahrer aus meinem Freundeskreis wurde so schon mal ausgeraubt. In Südfrankreich auf ner Raststätte.... Ist am nächsten Morgen mit Schädelbrummen aufgewacht und die Kabine war durchwühlt und Geld etc. weg. Er war jetzt wirklich kein Säufer etc. deswegen glaubte/glaube ich ihm! Leider weilt er inzwischen nicht mehr unter uns, da er des Leben überdrüssig wurde :(

    Improvisation ist, wenn niemand die Vorbereitung bemerkt.

  • Trauriges Ende. :pensive_face:


    Aber was machte ihn so sicher, dass es auf jeden Fall Gas gewesen sein musste, was ihn betäubt hat? Vielleicht wäre es ja beispielsweise auch möglich gewesen, dass ihm jemand K.O. Tropfen untergejubelt hat? Das Einzige, was er vermutlich wirklich mit Sicherheit sagen konnte, dürfte doch gewesen sein, dass er mit Brummschädel in seinem ausgeraubten LKW aufgewacht ist und keinen Schimmer hatte, wie das passiert sein konnte. Oder?

  • Ansonsten bleibt es halt nur ein "ich habe auch schon mal irgendwo, bei irgendwem aufgeschnappt, dass anscheinend irgendwann, irgendwo, irgendwie ...."

    Dann jetzt hier ein Bericht aus erster Hand.

    Ob es ein Gas war, kann ich nicht sagen, aber wir haben vorher nicht mit Fremden zusammen gegessen oder getrunken.

    Sowohl der Schaffner, der uns an der Enstation Milano fast nicht aufwecken konnte, als auch die auf der Polizeistation, versicherten uns, daß das sehr oft vorkomme ( das war 1987, als wir noch sehr jung waren und mit der Interrailkarte durch ganz Europa reisten ).

    Sie sagten uns, diese Räuber würden "etwas" durch die Luftschlitze ins Abteil sprühen und so die darin befindlichen Reisenden betäuben.

    Wie gesagt, keine Ahnung, was das sein könnte, und sie wussten es auch nicht.

    Jedenfalls standen wir in Milano ohne Pässe, ohne Fahrkarten, ohne Geld, auch die Euroschecks waren weg. Ebenso die Uhren und das Handgepäck. Die schweren Rucksäcke waren noch da.

    Damals wurden ja die Grenzen noch kontrolliert, aber mit einer Bescheinigung der Polizei kamen wir auch ohne Ausweise nach Hause und konnten problemlos neue Pässe beantragen.

    Und nein, es war nicht so, daß die einfach sehr geschickt und leise waren, denn wir wussten um diese Problematik und hatten die Tür mit einem Vierkant abgeschlossen und sie mit einem Gürtel, durch die Griffe geschlauft, zugeschnürt. Den haben sie mit einer durch den Schlitz geschobenen Klinge durchgeschnitten. Als der mit der schweren Gürtelschnalle zu Boden fiel, hätte ich ihn gehört, wäre ich nicht betäubt gewesen.

    Wir hatten zwar keinen Brummschädel, aber daß einen der Schaffner schütteln muß, um einen aufzuwecken, das ist nicht normal.

    Lache das Leben an, und es knurrt zurück. ( Jean Paul )

  • Ich bin nicht persönlich davon betroffen, aber da mein Vater bei der ÖBB gearbeitet hat, konnte ich, solange ich studiert habe, um einen Spottpreis mit dem Zug durch ganz Europa fahren und habe das auch ausgenützt.

    Wochenende: Zahnbürste und Unterhose einpacken und los geht's.

    Wenn ein solcher, von TejuJagua beschriebener Vorfall war, haben die Schaffner die Reisenden um besondere Vorsicht gebeten und wie sich Vater, der diese Infos berufsbedingt auch hatte, aufgeführt hat, wenn ich weg wollte - besorgt halt... ;)

    Kennen gelernt und aus erster Hand berichtet bekommen habe ich nur einmal jemanden: Ein Pärchen, das ähnliches wie oben beschrieben erzählte.

    Als ich einem Schaffner einmal lachend erwiderte, bei mir sei nicht viel zu holen außer der Unterhose, erzählte er, die Diebe wären auf die Pässe aus, es gäbe da regen Schwarzmarkthandel.

    Mir ist eigentlich egal, was genau da vielleicht verwendet wurde, ich glaube aber nicht, dass die Vorfälle alle erfunden waren. Die Botschaft lautet schlicht: Vorsicht und Aufmerksamkeit auf Reisen!