COVID-19: Mentale Aspekte

  • Hallo,


    noch was zur "mentalen Gesundheit" in dieser Zeit, speziell, wenn man zuhause "eingesperrt" ist. Strukturiert den Alltag! Nicht zu streng, aber mit fixen Zeiten für bestimmte Dinge. Rituale und Gewohnheiten geben Stabilität und Sicherheit. Das ist vor allem für Kinder wichtig.


    Wir (Kleinfamilie mama, Papa, Junior 11 Jahre) versuchen es so:


    Um den Alltag möglichst reibungsarm zu organisieren, planen wir einen möglichst strukturierten Tagesablauf.

    Aufstehen um 6:30, der Junior um 8:00. Gemeinsames Frühstück, dann eine Runde frische Luft im Garten.

    Von 9:30 - 11:00 "Schule" für den Junior,

    12:30 Mittagessen,

    13:30 - 15:00 "Schule", danach freie Zeit für den Junior,

    HomeOffice für die Eltern von 7:00-12:00 und 13:30-16:30.

    Um 18:30 Abendessen,

    20:30 "Feierabend" für den Junior,

    21:00 "Licht aus" beim Junior.

    Zeit für die Eltern.


    Grüsse

    Tom

  • Einige Gedanken die vielleicht helfen


    https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona/

    Ich weiß nicht ob mir das helfen kann. Friede, Freude und Eierkuchen sind zwar ganz schön, aber auf die Dauer langweilig. Und wenn ich mir die heutigen Mitmenschen so ansehe, zumindest einige, dann wird es eher knallen, was ich auch nicht so mag, als das sich alle in den Armen liegen.

    Jedenfalls werden sich für eine gewisse Zeit die Menschen verändern, wo das allerdings hindrifftet, kann keiner sagen. Ich denke der Mensch wird schnell wieder vergessen was er soeben erlebt hat und sich dem Alltag stellen. Man wird sich ein neues Szenario suchen oder auf ein altbewährtes zurückgreifen, siehe Klima, Greta, Trump oder AFD. Genug gibt es ja.

  • Also, ich möchte auch mal ne Rückmeldung geben:


    Mitte 30, seit Jahren immer mit nem "Vorsorgegedanken" im Leben unterwegs, aber in meinen Augen völlig human.


    D.h.:

    Keine Flecktarnausrüstung, kein gepackter 60l Rucksack, kein Survivaltraining o.ä..


    Bin körperlich fit, geistig recht stark und relativ stark im Leben unterwegs...

    ... gehe ohne Handschuhe und auch (noch?) ohne Maske aus dem Haus.


    Nun mache ich seit Dienstag Homeoffice und was ist mir aufgefallen?

    Ich stinke morgens!


    Das ist nicht normal!

    Vortags geduscht, körperlich nicht viel gemacht (aber auch nicht weniger als an manch anderen Tagen).


    Heute morgen war es auch schon besser als gestern und vorgestern.


    Das kann tatsächlich mit der Situation zu tun haben. Gedanken mache ich mir (und wenn es im Unterbewusstsein ist) viel. Die Ohren sind gespitzt, das innere Warnsystem ist auf eine hohe Stufe hochgefahren.

    Obwohl ich mir kaum Sorgen mache bezüglich Gesundheit und Existenz.


    Aber es ist definitiv ein krasser "Scheiß" der da aktuell abgeht. Es ist total unwirklich!

    Jeder, auf der gesamten Erdkugel, ist davon betroffen!

    Wir sind alle live dabei...

    ... und die Welt wird sich komplett ändern (auch zum positiven, das ist klar!).


    Also, lange Rede kurzer Sinn:

    Es ist niemand allein!


    Ich stinke plötzlich morgens...


    8o

  • Meine Frau und ich sind eigentlich ziemlich ruhig. Also zumindest was das persönliche Sterberisiko angeht.

    Sorgen mache ich mir eher, was gerade mit der Gesellschaft passiert.


    Jetzt stellt euch mal vor es wäre nicht das jährlich auftretende Corona, sondern was wirklich krasses wie Ebola, Dengue, Pest, Cholera Typhus oder MERS.

    Was dann wohl abgehen würde....


    LG

    Bo

  • Ich mache mir die meisten Gedanken über die Wirtschaftlichen Probleme die jetzt beginnen. Bei uns in der Firma (großer Autohersteller) geht man davon aus, das 50% unserer Zulieferer pleite sind. Auch einige große Firmen wird es danach nicht mehr geben.

    "Si vis pacem, para bellum"

  • Mein Frau kam heute Abend, nachdem sie die Kinder zu Bett gebracht hat, die Treppe

    runter, setzte sich neben mich aufs Sofa und sagte nichts. Es lieft gerade "Inside Man"

    in der Glotze, daher hab ich ihr Schweigen erst gar nicht wahr genommen. Aber nach ein

    paar Minuten dann doch. Ich fragte sie, ob irgendwas ist und sie sagte: "Ich schäme

    mich ein kleines bisschen." "Wofür?" "Weil ich dich mit dem ganzen Prepperkram

    und den vollen Regalen in den letzten vier Jahren nicht ernst genommen habe." _ _ _ _ _

    Meine Frau war echt ein bisschen fertig. Sie hat in den letzten 10 Tagen wohl gemerkt,

    dass wir vieles haben und nicht z.B. in eine Klopapierhysterie verfallen mussten. Aber

    der Auslöser ist die Tatsache, dass es bei uns im Ort seit drei Tagen kein Mehl gibt

    und über "whats app" (habe ich nicht) ständig die Großverwandtschaft herumtextet,

    wer noch was hat oder wo es noch etwas gibt. Wir sitzen natürlich schön auf fast

    100kg Weizen, Roggen und Dinkel und haben damit eine große Sorge weniger.

    Da hat's bei meiner Frau wohl *schnipp* gemacht.

    Hoffe, das wird hier nicht falsch verstanden, wäre auch so alles normal weitergelaufen

    und ich wäre meiner Frau auch nie sauer gewesen, wenn sie nichts dazu gesagt

    hätte.

  • Sie hat in den letzten 10 Tagen wohl gemerkt,

    dass wir vieles haben und nicht z.B. in eine Klopapierhysterie verfallen mussten

    besser Mehl im Keller als eine Taube auf dem Dach - oder so ähnlich :/


    meine BEVA ist auch froh das man zum shoppen nur in den Keller muss. ;)

    Du kannst die Zukunft verändern mit dem was du heute tust. :huh:

  • Vor einer Woche waren die Vorräte noch ein beruhigendes Gefühl, doch auf einmal sind sie bedrohlich. Aber ich kann noch nicht einmal sagen wieso.


    Jeder sorgt aus anderen Gründen vor. Daher kann ich nicht sagen, ob das Folgende auf dich zutrifft, aber vielleicht ist es ein Gedankenanstoß?


    Wer sich eingehender und über einen langen Zeitraum mit Krisenvorsorge beschäftigt, entwickelt aus meiner Sicht eine feine Antenne für die Verletzlichkeit moderner Gesellschaften. Man beginnt Dinge, die selbstverständlich erscheinen, zu hinterfragen und entwickelt im besten Fall Lösungen, wie man bei einem Ausfall oder einer Nichtverfügbarkeit reagiert.


    Am Ende wird man aber in den meisten Fällen erkennen müssen, dass die eigenen Vorbereitungen nie einen umfassenden, garantierten Schutz bieten können, sondern immer irgendwann oder in irgendeinem Bereich an Grenzen stoßen. Das ist so lange unproblematisch, wie die erwartete Krise nicht real ist.


    Aktuell befinden wir uns aber mitten im SHTF. Und vielleicht sogar erst am Anfang. Wenn du nun am Zustand im Geschäft und dank deiner "feinen Antenne" (im Unterbewusstsein) erkennst, dass es Schwierigkeiten gibt, die sich nicht allein durch Vorräte oder Ausrüstung lösen lassen, dann stellt sich ein Gefühl der Ohnmacht ein. Die Angst, nichts wirklich gegen die möglichen noch kommenden Krisen machen zu können.


    Für 2-3 Wochen nicht die Wohnung verlassen zu müssen ist das eine. Wirkliche Unabhängigkeit von unserem System (im Sinne von Selbstversorger / Off-Grid) ist etwas völlig anderes. Und ja, ich kann deine Gefühle verstehen: beim Blick auf die Vorräte wirst du unbewusst erkennen, dass sie keine wirkliche Lösung sind, sondern dir nur etwas Zeit und vorübergehende Versorgungssicherheit schaffen.


    Was danach kommt, wissen wir alle noch nicht. Auch nicht, wann die Krise vorbei sein wird. Aber ich bin sicher, dass wir es zusammen wieder aufbauen und einrichten werden. Vorräte können uns nur helfen, bis zum Ende des Tunnels auszuhalten und Kräfte zu bewahren, um danach wieder tatkräftig zu gestalten. Sei es, einen neuen Betrieb aufzubauen, sich eine neue Stelle zu suchen oder Dinge wieder aufzunehmen, die durch Corona unterbrochen wurden.

  • Mentale Aspekte


    Mittlerweile habe ich die Schnauze von dem ganzen Coronagedöns gestrichen voll. Die stündlichen Meldungen über das steigende Ausmaß der Pandemie, das Gequatsche von Politikern und Eggsperden, aufgeregte Panikmacher und gechillte Darvin Avard Kandidaten auf Coronapartys und auch das Lesen von Beiträgen zu diesem Thema hier im Forum führen bei mir zwangsläufig zu einer Reizüberflutung die ich zur Erhaltung meiner geistigen Gesundheit minimieren muss.

    Von meiner Seite aus habe ich das Menschenmöglichste getan um einer Ansteckungsgefahr weitestgehend vorzubeugen. Anstatt mein armes Zentralnervensystem weiterhin über seine engen Grenzen hinweg zu überlasten, ziehe ich hiermit einen vorläufigen Schlussstrich.

    Hiermit verordne ich mir konsequent Waldspaziergänge mit Hund, handwerkliche Tätigkeiten in der Waldwerkstatt und die Betrachtung des Wiedererwachens der Natur. Ich werde dem Gesang der Vögel lauschen, Eichhörnchen beobachten, mit dem ÖPi spielen und mir die herrliche Sonne auf den Pelz brennen lassen. Auch das Betrachten einer durch das Laub krabbelnden Ameise kann durchaus eine entspannende Wirkung auf die Seele haben. Und genau das alles werde ich jetzt praktizieren...

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom..........;-)


  • Wir haben weltweit 0,0039% Infizierte, davon sind ca. 5% gestorben. Ein Artensterben der Gattung Mensch befürchte ich über diesen Weg nicht.

    Gestorben sind auch nahezu nur schwerst-kranke, meistens sehr alte Menschen, bei denen der Tod leider ohnehin schon vor der Tür stand. Es ist traurig, dass das Virus dazu beiträgt, dass einige Menschen eventuell einige Wochen oder Monate eher sterben, aber das kann auch durch jedes andere Virus passieren und wir können ja nun nicht für immer so eingesperrt bleiben.


    Dass wir alle überhaupt einmal sterben müssen ist schon tragisch genug, aber vor der Zeit lebendig begraben zu werden, dafür habe ich auch nicht unbedingt viel Verständnis. Ich frage mich auch, wie das Ganze jetzt überhaupt weitergehen soll, wie lange kann so ein Zustand beibehalten werden?


    Dazu erklärt Prof. Sucharit Bhakdi *) warum die aktuellen Maßnahmen eher sinnlos, die Fallzahlen im Vergleich recht klein und ganze Maßnahmen überhaupt selbstzerstörerisch für die westliche Gesellschaft und unsere Lebensart sind:

    https://www.youtube.com/watch?v=JBB9bA-gXL4&feature=youtu.be

    Grüße

    BO


    *) Sucharit Bhakdi ist ein Mediziner und Facharzt für Mikrobiologie. Er war Professor an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und Leiter des dortigen Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene [Wikipedia].

  • Wir werden nicht lebendig begraben, wir schützen unsere Mitmenschen dadurch. So wie die anderen dadurch uns schützen.


    Und nein es wird nicht für immer sein, nur bis alle die Erkrankung hatten oder hoffentlich schneller ein Impfstoff gefunden wird. Und das es soweit gekommen ist und wir nun ein Versammlungsverbot (oder Kontaktverbot oder Ausgehverbot) haben, liegt daran das einige das einfach nicht einsehen wollen.


    Boah, ich darf gar nicht schreiben, was ich lieber schreiben möchte, doch dann fliege ich hier aus dem Forum.

    - Der wichtigste Vorrat ist Wissen, den können selbst Plünderer nicht mitnehmen -

  • Der Mann hat einen für mich sehr wichtigen Satz gesagt: der Virus allein ist wahrscheinlich nicht tödlich.


    Perspektivisch also gibt es also durchaus Potenzial in der Zukunft Pandemien auch mit anderen Mitteln zu bekämpfen.

    I feel a disturbance in the force...

  • vor der Zeit lebendig begraben zu werden

    Damit meinte ich das in Italien die, die nicht mehr zu retten sind in Turnhallen mit vielen Betten gebracht werden, ohne Telefon (letzte Worte) und ohne Social Media.

    Das hätte ich präzisieren sollen, sorry.


    Grüße

    Bo

  • Mentale Aspekte:


    Nun...da gibt es einige, die ich persönlich bemerke. Aktuell verweile ich noch auf der Arbeit (Büro-Job), aber in Kürze werde auch ich ins Homeoffice wechseln müssen, da die Personalabteilung das so entscheiden hat. Ich bin ein Gewohnheitstier und schätze eine klare Trennung zwischen Büro und dem Zuhause - kurzum: Die Veränderung stresst mich in gewissem Maße. So ziemlich alle Menschen in meinem sozialen Umfeld zeigen gewisse Auffälligkeiten, was von fahrlässiger Sorglosigkeit bis hin zur Paranoia geht; jedem macht die Situation zu schaffen.


    Mehr Zeit daheim zu verbringen ist für mich nicht zwangsläufig eine Last, aber den Kindern fehlt der Kontakt zu ihren Freunden; ich selbst vermisse die wöchentlichen Treffen im Verein, das Training (Schießsport), die verschobenen Meisterschaften....ich finde mich damit ab, dass das gewohnte Leben derzeit auf Sparflamme kocht, aber von einem "Koller" kann keine Rede sein. Stattdessen wird halt im Haus die Zeit vertrieben, aufgeräumt....liegen gebliebene Dinge erledigt und die coronöse Situation in etlichen Newsquellen aktiv verfolgt.


    Wir können die Sache recht gut aussitzen, machen uns keine übermäßigen Sorgen, versuchen aber so bedächtig und vorsichtig wie nur irgend möglich zu handeln. Im Laufe dieser Woche steht ein Essens-Einkauf an, den ich erledigen werden muß und meine Hemmungen den örtlichen ReWe in Vollschutz-Montur zu betreten sinken stündlich. Das wird ein Spaß....?(


    Gruß, Fairlane